Der Freispruch des Bremer Pastors Olaf Latzel

Hassprediger freigesprochen
Der Bremer Pastor Olaf Latzel liebt Homosexuelle, aber hasst Homosexualität. Geht das überhaupt?

"Degenerationsform der Gesellschaft", so hatte der Bremer evangelische Prediger Olaf Latzel in einem Eheseminar vor 30 Paaren Homosexualität genannt: "Diese Homolobby, dieses Teuflische, kommt immer stärker, immer massiver, drängt sich immer mehr hinein." Und: "Überall laufen diese Verbrecher rum vom Christopher Street Day." Ein Amtsgericht hatte Latzel anderthalb Jahre zuvor der Volksverhetzung schuldig gesprochen, nachdem diese Rede auf dem Eheseminar über die Homepage der Gemeinde öffentlich geworden war. Am 20. Mai hob das Bremer Landgericht das Urteil auf.

Burkhard Weitz

Burkhard Weitz ist als chrismon-Redakteur verantwortlich für die Aboausgabe chrismon plus. Er studierte Theologie und Religionswissenschaften in Bielefeld, Hamburg, Amsterdam (Niederlande) und Philadelphia (USA). Er ist ordinierter Pfarrer und Journalist. Über eine freie Mitarbeit kam er zum "Deutschen Allgemeinen Sonntagsblatt" und war seither mehrfach auf Recherchen in den USA, im Nahen Osten und in Westafrika.
Lena UphoffPortrait Burkhard Weitz, verantwortlicher Redakteur für chrismon plus

Latzel und seine Verteidigung konnten glaubhaft machen: Der Tonmitschnitt des Eheseminars war versehentlich auf der Website veröffentlicht worden. Die Teilnehmenden beim Eheseminar hätten "diese Verbrecher vom Christopher Street Day" so verstanden, wie er es meinte: Bezogen auf Menschen, die Schmierereien und Sachbeschädigungen in seiner Gemeinde verursachen. Er selbst habe nichts gegen Homosexuelle, nur gegen Homosexualität. Anders als zuvor das Amtsgericht folgte das Landgericht dieser Argumentation.

Und dann wollte Richter Hendrik Göhner wissen: Ist die Ansicht, dass Homosexualität Sünde sei, durch die Bibel gedeckt? Der konservative Gutachter, der Wiener katholische Bibelwissenschaftler Ludger Schwienhorst-Schönberger, sagte Ja. Homosexuelle könnten ja zölibatär leben, wie Priester auch. – Sorry, ein schräger Vergleich: Priester zu sein, ist eine freie Wahl. Homosexuell zu sein, nicht.

Sünde ist, was ich frei bin zu tun

Die liberale Gutachterin Isolde Karle, Professorin für Praktische Theologie an der Ruhruni Bochum, sagte zu Recht: Nein. Leider tat sie in ihrem Gutachten auch kund, welche Meinung sie zum Verfahren noch hatte. Sie sei befangen, sagte die Verteidigung. Der Richter gab dem statt, und so blieb nur ein Gutachten. Mit der Folge, dass die Konservativen sich am Ende ausgerechnet mit einer liberalen Auffassung behaupteten: Aus der Bibel könne man alles Mögliche herauslesen.

Sorry, auch das ist falsch, sagte Isolde Karle, die Bibel äußert sich nicht zu dem, was wir Homosexualität nennen: zu etwas, das keine böse Tat ist, sondern eine Veranlagung, die niemandem wehtut. Olaf Latzels Schutzbehauptung, er liebe die Sünder, nicht aber die Sünde, trifft die Sache nicht. Sünde ist, was ich frei bin zu tun oder zu lassen und was mich in einen Gegensatz zu Gott und den Menschen bringt. Richtig ist: Niemand kann Homosexualität hassen und Homosexuelle lieben. Liebe ist, einen Menschen zu akzeptieren, wie Gott ihn geschaffen hat. Hassen ist, genau das zu dämonisieren. Und jemanden für etwas zu verurteilen, das niemandem schadet, ist selbstgerecht und boshaft.

"Christlich hassen ist legal", fasste die Tageszeitung "taz" das Urteil genüsslich zusammen. Ja, das ist dann wohl die Rechtslage – als ob unter Religion alle möglichen Absurditäten zu subsumieren seien: das Irrationale, Durchgeknallte, Fanatische. Ärgerlich, denn zu den ältesten theologischen Traditionen des Christentums gehört es, dass der "Logos" den Glauben weckt, der Verstand. Weiß Olaf Latzel das nicht, braucht er die Provokation, testet er Grenzen aus, machen ihn kleine Erfolge arrogant? Was auch immer: Wenn die Bremische Kirche, wenn volkskirchliche Protestanten insgesamt etwas auf sich halten, sollten sie irrationale Hassprediger wie Olaf Latzel nicht in ihren Reihen dulden.

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Lesermeinungen

Guten Tag Herr Weitz

Ihr Artikel enthält leider einige falsche Aussagen. Ich gehe nur auf zwei davon kurz ein: Die Bibel äussert sich sehr wohl zu männlicher Homosexualität und nennt sie einen Gräuel (z.B. in 3 Mose 18,22). Also genau das Gegenteil, was Frau Isolde Karle behauptet.
Und man kann sehr wohl unterscheiden zwischen dem Menschen und seinen Taten. Also ich mag den Menschen xy, aber seine Charaktereigenschaft permanent zu lügen mag ich nicht. Desweiteren spekulieren Sie über die Motive von Olaf Latzel und nennen ihn gegen Ende des Artikels einen irrationalen Hassprediger. Für ein evangelische Magazin, lässt eine solche Wortwahl tief blicken.

Freundliche Grüsse
E. Burki

Sollte es also zutreffen, dass die Bibel Homosexualität ein Gräuel nennt, dann hat sich die Bibel als Gräuel erwiesen. Man kann nämlich nicht unterscheiden zwischen einem Werk und seinem Inhalt. Wenn ein Leser eines Buches auf sich hält, sollte er Bücher mit irrationalen Hasspredigten nicht noch zu verteidigen versuchen.

Fritz Kurz

Niemand zwingt Sie die Bibel zu lesen, auch müssen Sie mit dem Inhalt nicht übereinstimmen. Nur sollten Personen wie beispielsweise Pastoren, Journalisten etc., welche den Inhalt wiedergeben, dies auch korrekt tun. Jeder trägt am Ende seines Lebens die Konsequenzen für sein Tun, und welche Massstäbe dabei in etwa angewendet werden, findet man auch in der Bibel. Gewisse Personen werden von der Bibel so getriggert, dass sie gegen alles, was darin steht, auf die Barrikaden steigen. Bei anderen Büchern/Themen etc. sind sie jedoch ganz relaxt. Spannend.

"Nur sollten Personen wie beispielsweise Pastoren, Journalisten etc., welche den Inhalt wiedergeben, dies auch korrekt tun." Da bin ich ganz Ihrer Meinung. Ich würde sogar so weit gehen, diesen Ratschlag jedermann, nicht nur Leserkommentatoren, zu geben. Allerdings würde die Begründung für meinen Ratschlag nicht darin bestehen, dass ansonsten der Weltenrichter beim Jüngsten Gericht in einer Weise zuschlägt, der gegenüber die Macht des Richters Hendrik Göhner matt erscheint, wobei diese irdische Macht allerdings real ist.

In der Bibel findet sich nicht nur Hetze gegen Schwule, gegen Frauen, gegen Ungläubige und sonstige Abweichler satt. In der Bibel finden sich auch laufend Aufforderungen, gefälligst außerordentlich lieb zu sein gegenüber Gott und Mensch. Soweit die korrekte Wiedergabe des Inhalts der Bibel.

Die verschiedenen Strömungen der Gläubigen greifen nun jeweils die Stellen der Bibel heraus, die ihren Vorstellungen entsprechen. Die anderen Stellen leugnen sie nicht, verwenden aber viel Scharfsinn darauf, ihre Bedeutung zurechtzustutzen. Dieses Treiben halten sie glatt für Wissenschaft und nennen es Theologie.

Interessanter scheint mir folgende Beobachtung zu sein: Bei allen Religionen genießen nur solche Texte den Rang einer Heiligen Schrift, wenn sie völlig Unvereinbares kalt lächelnd nebeneinander im Angebot haben. Warum ist das so? Wer hat davon den Nutzen und den Schaden?

Das könnten sowohl für gewisse wie auch für ungewisse Personen spannende Fragen sein.

Fritz Kurz

Ich finde in der Bibel, gerade wenn man den damaligen Kontext etc. berücksichtigt, nicht die erwähnte Hetze von der Sie schreiben. Vermeindliche Widersprüche finden die Personen, die sich primär auf Widersprüche und Negatives fokussieren und so gar nicht die Chancen ergreifen können, dass sich vermeindliche Widersprüche bei genauem Studium auch auflösen.
Aber wie Sie treffend formulierten, und da stimme ich Ihnen zu, greift man sich jeweils tendenziell nur die Stellen heraus, die den eigenen Meinungen und Theorien entsprechen. Dies ist nicht auf ein bestimmtes Buch wie z.B. die Bibel beschränkt, sondern diese selektive Wahrnehmung begleitet uns überall und genau das machen Sie und ich jetzt mehr oder weniger auch.

Wenn man an die reine Evolutionstheorie sprich. Wissenschaft glaubt, GLAUBT man, dass aus dem Nichts unsere Welt inkl. allem Leben etc. entstanden ist. Finde ich amüsant, dass man a) glaubt, weil beweisen kann man es nicht sprich. es ist bei weitem keine von Beginn bis zum Ende bewiesene Theorie und b), dass man anscheinend an Wunder glaubt (Stichwort Urknall). Wie viel logischer ist daher eine "Theorie", die besagt, dass etwas Intelligentes etwas anderes erschaffen hat. Vereinfacht ausgedrückt wie z.B. ein Autor ein Buch oder ein Architekt ein Haus oder Gott das Universum/Erde etc. Aber dass ohne Intelligenz oder intelligentes Wesen einfach so unsere heutige Welt, das Universum etc. entstanden sei, man müsse nur genügend lange warten (Zeit ist also das Zaubermittel anstelle von Gott), das ist doch nur abstrus.

So das war hiermit mein letzter Kommentar; ich wünsche Ihnen alles Gute.

Es hat nichts mit selektiver Wahrnehmung zu tun, wenn man Homosexualität unter Berufung auf die Bibel verurteilt. Es handelt sich um Autoritätsgläubigkeit. Irgendein nachvollziehbares Argument bietet die Bibel nämlich nicht. Aber weil es sich um die Bibel handelt, soll die passende Erwiderung "Unbegründeter gefährlicher Unsinn" nicht erfolgen oder nicht genügen.

Auch diejenigen, die selber keine Homofeinde sind und es deswegen auch nicht so großartig finden, dass die Bibel diese bekannten Stellen enthält, bleiben oft dieser Autoritätsgläubigkeit verhaftet. Da wird es dann eben ein Entschuldigungstanz für die Bibel und keine Kritik an ihr.

Und wenn der Herr in 3. Mose 18, 22 Elberfelder Übertragung, spricht: "Und bei einem Mann sollst du nicht liegen, wie man bei einer Frau liegt: Ein Gräuel ist es." muss man dem Herrn diesbezüglich seine Irrtümer klar machen und sich nicht in ein "War damals alles anders gemeint." flüchten. Ach, der Herr lässt sich sowieso nichts sagen? Dann muss man dem Herrn auch diesbezüglich den Kopf waschen.

Ihr zweites Thema: Ihnen erscheint es abstrus, dass das Universum ohne intelligenten Schöpfer entstanden sein soll. Sie vermuten, die Wissenschaft habe herausbekommen, dass man nur zuwarten müsse. Nein, da liegt ein Irrtum vor. Die Wissenschaft erklärt, wie aus einfacheren Systemen komplexere entstehen. Dazu bedarf es in der Tat oft langer Zeiträume. Das ist aber nicht der springende Punkt. Wichtig ist, gedanklich nachzuvollziehen, dass bei diesen Entwicklungen nirgendwo eine Intelligenz willentlich die Strippen im Hintergrund zieht oder sonst irgend etwas macht.

Fritz Kurz

Sehr geehrter Herr Weitz,

wenn man auf einem evangelischen Portal mit dem Namen "evangelisch.de" einen evangelischen Pfarrer als "Haßprediger" anzählt, sollte man sich der Mühe unterziehen, das harsche Urteil sorgfältigst zu begründen - insbesondere, wenn gerade ein deutsches Gericht geurteilt hat, dass dem nicht so sei, sondern die Äußerungen von Olaf Latzel von der Meinungsfreiheit gedeckt seien. Dies Portal verbittet sich zu recht Hasskommentare, Sie scheinen aber nichts dabei zu finden, genau so etwas redaktionell aufzusetzen. Wer den Römerbrief aufschlägt, findet gleich nach wenigen Versen eine Tirade des Paulus gegen mannmännliche Sexualiität, die sich gewaschen hat - und die Frage, warum sich der Apostel bei seinem Sündenkatalog ausgerechnet so detailliert auf die geschlechtlichen Aspekte stürzt, lässt sich nicht mit einem kurzen "Sorry" vom Tisch wischen. Aus Ihren Zeilen klingt durch, dass Olaf Latzel seine zugespitzten Äußerungen in Wut auf jüngste Schmierereien und Sachbeschädigungen von Seiten von Schwulenaktivisten an seiner Kirche getätigt hat - ich kann das eigentlich sehr gut verstehen, da scheint es ja einen ziemlich aufgeschaukelten Vorlauf gegeben zu haben, der zu berücksichtigen gewesen wäre. Immerhin hat er es bei groben Worten belassen und ist nicht ebenso tätlich geworden. Das Wort vom "Hassprediger" ist aus meiner Sicht auch daher fehl am Platze, weil Sie und Ihre Redaktion das Thema der islamischen Hassprediger, von denen die Bezeicnung abgeleitet ist, in aller Regel ausblenden oder verharmlosen. Deren Jünger sind - ich kann das als homosexuell lebender Mann aus eigener Erfahrung aussagen - auf jede sich bietende Gelegenheit scharf, mir auf den Straßen von Neukölln die Kauleiste einzudrücken. Wenn Sie diese unterschiedlichen Qualitäten von "Hassprediger" einmal ins Verhältnis setzen, sollte Ihr Urteil über Olaf Latzel anders ausfallen. Ihr Kommentar ergreift auf indirekte Weise auch noch für die schwulen Kirchenschmierer Partei und das nervt mich kolossal. Was soll diese Verbündung mit Gruppierungen, die der Kirche nichts Gutes wollen? Was soll dieser Geifer um eine Nebensächlichkeit aus Bremen? Ich habe der Evangelischen Kirche zu danken, dass sie sich frühzeitig in die gesellschaftliche Diskussion um Emanzipation eingebracht und sich auch dem Thema verschiedener sexueller Identitäten geöffnet hat. Das Gespräch gehört auch weitergeführt - aber in theologisch angemessener und menschlich mitfühlender Weise. Neue Kategorisierungen, Stereotype und vorurteilsbeladene Klischees helfen überhaupt nicht weiter.

Mit freundlichen Grüßen
Holger Müller-Brandes

Sehr geehrter Hr. Müller.Brandes,
ganz herzlichen Dank für diese ehrlichen, substanziellen Worte. Ich denke automatisch an 1. Thessalonicher 5; 12-14. Wie können wir den Überbringer der unangenehmen Nachricht angreifen ? ? ? und das sogar auf evangelisch.de ? ? ? Es ist - vor Allem in der Verfassung der BEK - Bremische evang. Kirche - die ureigene Aufgabe eines Pastors, uns ungestört an unsere Verfehlungen zu erinnern und dagegen zu mahnen.

Ihnen weiterhin Gottes Segen.

Die Natur macht mich wie ich bin. Man kann sie für Fehler, oder die andere dafür halten, nicht verklagen. Keiner wird gefragt, ob er geboren werden will. Das ist aber kein Alibi. Wir werden geboren mit Rechten und Pflichten. Eltern haben sie zu vermitteln. Tun sie es nicht, ist es ein emotioneller Mord. Homosexualität ist normal, weil menschlich. Was nerven kann ist, ähnlich wie Botox-Exesse, die Aufdringlichkeit, das Exaltierte, die Show im Zirkus der Sexualität. Nun ja.

War es nun ein Prediger oder gar ein Pastor? Der Begriff Sünde wurde schon so häufig mißbraucht!!!. Es fällt schon gar nicht mehr auf. Keine überragende Bedeutung. Eine praktische Theologie der Gutachterin? Gibt es auch das Gegenteil? Oder gar eine theoretische Theologie? Welcher Gläubige soll denn da noch mithalten? Alle die nicht wollen oder können sind begriffsstutzig. Hat das "Hohe Ross" gewiehert.?

Der Herr ist immer bei allen Lebenden. Selbst bei denen, die sich von dieser Dauerpräsenz genervt fühlen sollten.

Bei den Toten liegen die Verhältnisse komplizierter. Wen der Herr in die Hölle gesteckt hat, der muss auf die Beiwohnung des Herren verzichten.

Der engagierte Gottesmann Herr Pastor Olaf Latzel erfreut sich meiner Kenntnis nach nicht nur Amtes, Würden und eines zweitinstanzlichen Freispruches, sondern auch des Lebens. Also erübrigt sich der Wunsch, der Herr möge bei ihm sein. Der Herr ist mit Sicherheit bei Herrn Pastor.

Max Zirom