Mädchenfragen

Aufklärung im Doppelpack
Aufklärung im Doppelpack

Niels Schröder

Aufklärung im Doppelpack

Erste Hilfe gegen Bodyshaming und Pubertätsstress – für Mädchen und deren Mütter

Kann ein Arzt, eine Ärztin sehen, ob ein Mädchen schon mal Sex hatte? Nein, das weiß nur das Mädchen selbst, sagt die Frauenärztin ­Gisela Gille. Sie bietet seit vielen Jahren Mädchensprechstunden an Schulen an. Jetzt hat sie zwei Bücher zu all den Fragen geschrieben, die sie schon gehört hat. Ein Buch ist für Mädchen ab 11, eins für die Mütter (und Väter).

Aber was hat es nun mit dem Jungfernhäutchen auf sich? Das, so erklärt Gille, schützt bei ­kleinen Mädchen als straffes Häutchen den Scheideneingang – kleine Mädchen liegen ja die ersten Jahre in vollgemachten Windeln. ­Später wird das Hymen zu einer Art dehnbarem Rollkragen um den Eingang der Scheide. Deswegen geht beim ersten liebevollen Mal nichts kaputt, nur in Ausnahmen fließen ein paar Tropfen Blut.

Die Pubertät ist eine auf­regende Zeit, aber oft auch eine voller Scham. Man muss Gisela Gille lieben für Sätze wie diesen: "Bei dem einen Mädchen fängt die Brustentwicklung schon mit 8 Jahren an, bei einem anderen erst mit 14 Jahren – und alle Mädchen sind ganz normale Mädchen."

Warum auch ein Buch für Mütter? Weil die auch nicht ­immer wissen, wie sie reagieren sollen. Und weil sie in der Pubertät der Töchter ihr Verhältnis zum 
eigenen Körper neu sortieren.

Produktinfo

Gisela Gille: "Mädchen fragen Mädchenfragen" und "Mädchen fragen – Mütter wissen", Springer-Verlag 2019, jeweils 19,99 Euro

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