Kunstfestival artionale 2019 in Münchner Kirchen

Neues Licht in alten Kirchen
Neues Licht in alten Kirchen

Nanni Schiffdeiler/Remember me my dear

Bild im Bild: Video installation im Löhe-Haus, München

Neues Licht in alten Kirchen

14 Kirchengemeinden und Einrichtungen in München öffnen ihre Räume für zeitgenössische Kunst.

Das Verhältnis von zeitgenössischer Kunst und Kirche ist nicht immer einfach. Installationen und Skulpturen können Kirchenräume neu zur Geltung bringen und die 
Kirchgängerinnen und Kirchgänger auf bisher nicht bemerkte Zusammenhänge hinweisen. Sie können aber auch verstören, so geschehen 2017, als ein Künstler den Altarraum des Berliner Doms mit einer gigantischen Spiegelwand verdeckte. Darf Kunst so was? Gegner und Verfechter der Installation suchten in heftigen Debatten nach Antworten.

Es ist also nicht selbstverständlich, wenn sich vom 9. Oktober bis 6. November in München evangelische Gemeinden für Video-, Licht- und Objektinstallationen öffnen. Bei dieser siebten "artio­nale" dreht sich alles um Resonanzen, Echos und Reflexionen. In der Erlöserkirche in Schwabing wird ein Wetterballon unter der Decke schweben, ein Künstler will in der Dreieinigkeitskirche in Bogenhausen ein neues Altarbild schaffen. Als Motiv dient eine ­digital veränderte russische Ikone. 
Auf einem Globus in St. Lukas ist der Essay "Wir Flüchtlinge" von Hannah Arendt abgedruckt.

Auch Lesungen, Konzerte und eine Performance sind geplant. Die einen wird das auf neue Ideen bringen, andere werden sich fragen: Muss das sein? Erfrischend sind die Begegnungen von Kunst und Kirche allemal.

Leseempfehlung

Der Fotograf Tom Hunter verwandelt ein Detail aus einem klassischen Skandalwerk in eine Szene voller Hingabe
Die heilige Jungfrau ist ein Soldat. Und der Heiland: ein Mädchen! Madonna mit Kind nennt der Fotograf Richard Mosse sein Bild aus dem Kongo

Neue Lesermeinung schreiben

Wir freuen uns über einen anregenden Meinungsaustausch. Wir begrüßen mutige Meinungen. Bitte stützen Sie sie mit Argumenten und belegen Sie sie nachvollziehbar. Vielen Dank! Damit der Austausch für alle ein Gewinn ist, haben wir Regeln:

  • keine werblichen Inhalte
  • keine Obszönitäten, Pornografie und Hasspropaganda
  • wir beleidigen oder diskriminieren niemanden
  • keine nicht nachprüfbaren Tatsachenbehauptungen
  • Links zu externen Webseiten müssen zu seriösen journalistischen Quellen führen oder im Zweifel mit einem vertretbaren Prüfaufwand für die Redaktion verbunden sein.

Die Redaktion behält sich das Recht vor, Beiträge zu bearbeiten, macht dies aber stets kenntlich. Wir zensieren nicht, wir moderieren.
Wir prüfen alle Beiträge vor Veröffentlichung. Es besteht kein Recht auf Publikation eines Kommentars.