Bastian Pastewka und Bärbel Schäfer sinnieren über das Älterwerden

Mit dem Alter kommt die Krise, oder?
Begegnung zum Älterwerden: Bastian Pastewka und Bärbel Schäfer

Sandra Stein

Nein, das Älterwerden ist nicht schlimm, meint Autorin Bärbel Schäfer und erfindet sich ­immer wieder neu. Comedian Bastian Pastewka wartet noch drauf

Bärbel Schäfer: Merkst du’s schon?

Bastian Pastewka: Was?

Schäfer: Das Älterwerden?

Pastewka: Ja! Ich bin sogar beleidigt, dass ich älter werde. Ich wollte immer jung bleiben. Jetzt, mit 45, kann ich zum ersten Mal auf eine Generation schauen, die nach mir groß geworden ist. Es nervt mich, dass ich nicht dazugehöre. Ich sehe, da kommen jetzt Jüngere, die definieren wieder alles anders. Die rennen erst mal los, so wie ich damals, ohne zu gucken, ob das Sinn macht. Und ich denke: "Nur weil ich so ein bisschen älter geworden bin, gehöre ich nicht mehr dazu, oder was?" Wobei ich mich auch selbst ausnehme. Instagram zum Beispiel: In Wahrheit bin ich viel zu faul, mich in die Bedienungsweise einzufummeln. Lieber sage ich aber einfach: "Ich bin zu alt dafür."

Schäfer: Man ist im Grunde ein wenig eifersüchtig auf etwas, das man selbst auch schon hatte.

chrismon: Manche Menschen möchten möglichst schnell irgendwo ankommen in ihrem Leben. Und Sie?

Pastewka: Ich glaube, die, die immer gesagt haben: "Mit 25 hab ich das, mit 35 hab ich das . . ." – die sind alle wahnsinnig geworden, weil sie ihren eigenen großen Lebensplan dann doch nicht verwirklicht haben.

Schäfer: Das empfinde ich als großen Stress. Du bist dann gar nicht mehr offen für das, was da noch so auf dich ­zukommt: Umwege, Abwege, Drehungen, Stillstände. Das ist alles nicht drin, wenn du einen Plan hast.

Pastewka: Und es überrascht dich dann auch nichts mehr.

Bastian Pastewka

Bastian Pastewka, Jahrgang 1972, ist ­Comedian, Schauspieler und ­Drehbuchautor. ­Seinen Durchbruch hatte er mit der "Wochenshow". Große Erfolge feierte der mehrfach preisgekrönte Komiker ­zuletzt mit der ­Miniserie "Morgen hör ich auf" und ­seiner Sitcom "­Pastewka". In der neuen, achten ­Staffel, die seit dem 26. Januar 2018 bei Amazon Prime Video läuft, gerät die Hauptfigur scheinbar in eine handfeste Midlife-Crisis.
Sandra Steindie Begegnung zum Thema: „Midlife-Crisis -Älter Werden“ am 21.11.2017 mit Bastian Pastewka und Bärbel Schäfer in Köln

Bärbel Schäfer

Bärbel Schäfer,­ Jahrgang 1963, ist Journalistin, Moderatorin und Autorin. 2017 war sie für den Deutschen Radiopreis in der Kategorie "Bestes Interview" nominiert. Sie­ veröffentlichte mit Monika Schuck das Buch "Die besten Jahre. Frauen erzählen vom Älterwerden" (Kiepenheuer 2007). Ihr aktuelles Buch handelt von ihren ­Gesprächen mit einer Holocaust-Über­lebenden: "Meine Nachmittage mit Eva" (Gütersloher Verlagshaus 2017).
Sandra Stein

Andererseits heißt es auch: Was man nicht gedacht hat, kann man auch nicht erreichen . . . 

Pastewka: Ich hab als Anfang Zwanzigjähriger davon geträumt, dass ich diesen Beruf so machen darf, wie ich ihn heute mache und dass ich davon leben kann. Das hat geklappt. Aber ich habe mir damals nicht als Ziel gesetzt, in fünf Jahren Teil eines TV-Comedy-Ensembles zu sein.

Schäfer: Du steckst dir keine Ziele, damit du nicht enttäuscht wirst von dir selbst?

Pastewka: Absolut. Dieses "Ab dem ersten Januar höre ich auf zu rauchen" und "Ich werde mich öfter bei meiner Mutter melden": Wenn du es nicht machst, gibt es immer einen Grund. Da muss man seinen inneren Richter vielleicht ein bisschen zurückstellen, der einem sagt: Du musst noch . . . , du solltest . . . , pass auf . . ., es bleibt nicht mehr viel Zeit, . . .

Schäfer: Wenn man sich darauf einlässt, dann ist das Älter­werden vielleicht wie viele Überraschungsbonbonnieren: Du machst sie auf und bist aber bei jeder immer wieder in einem neuen Lebensabschnitt. Es ist wie eine Häutung. Ich erinnere mich noch an das Zwanzigsein, aber trotzdem nützen mir die Erfahrungen nichts für den nächsten Al­ters­abschnitt. Da muss man vieles wieder neu lernen.

Und wie ist das, wenn Sie auf die nächste Generation schauen?

Schäfer: Meine Erfahrungen nützen mir, aber nicht meinen Kindern. Ich kann sie durch Worte vermitteln, aber ob das ankommt? Die wollen auch ihre Erfahrungen machen, so wie wir, und müssen das letztendlich auch alleine tun.

Pastewka: Erfahrung ist ja kein USB-Stick, aus dem einen raus, in den anderen rein, das geht ja nicht.

In welcher Altersphase stecken Sie gerade?

Schäfer: Ich würde sie als "reiferes Glücklichsein" be­schreiben: Ich bin glücklich, aber nicht mehr naiv. Ich merke, dass ich unglaublich empathisch werde und ich das Wir mehr sehe, seit ich die Ego-Autobahn verlassen habe. Ich bin selbstständiger – wenn man älter ist, ist es leichter, sich von Vorstellungen und Zwängen zu befreien. Und verletzlicher, weil ich weiß, dass dieses Zufriedensein fragil ist.

"Ich bin eine tickende Zeitbombe. Ich warte auf diese Midlife-Crisis und stecke vielleicht schon drin"

Die Phase 40+ verbindet man gerne mit "Midlife-Crisis" . . . 

Schäfer: Das ist so negativ besetzt. Ich würde eher ­sagen, es ist eine Phase, in der man Bilanz zieht. Ich ­sehe diese ­Jahre als Geschenk. Ich habe mich von meiner Produktions­firma gelöst und mich wieder unglaublich frei gefühlt – und ich habe einen weiteren Beruf für mich entdeckt: den der Autorin. Der Beruf ist eher unabhängig vom Alter. Diese Hektik, dass mir beim Schreiben die Zeit wegrennt, die hab ich da noch nicht.

Pastewka: Ich bin eine tickende Zeitbombe. Ich warte auf diese Midlife-Crisis und stecke vielleicht schon drin. Ich hab ein Buch gelesen, das heißt "Midlife-Cowboy": Forscher haben herausgefunden, dass beim Mann zwischen 40 und 50 der Testosteronspiegel tatsächlich gleich bleibt. Im Buch heißt es dann, eben WEIL das so ist, kommt es bei den Männern zur Krise. Sie denken, sie müssten noch was reißen, weil sie so voller Testosteron sind. Aber dann schauen sie in den Spiegel und stellen fest: Sie haben eine Plautze und stellen mittwochs die Biotonne auf die Straße.

Aber wenn es bei Männern speziell keinen Grund für ­diese Midlife-Crisis gibt . . . 

Schäfer: . . . warum kaufen sie dann so viele Sportwagen in dieser Zeit?

Pastewka: In der neuen Staffel meiner Serie schützt meine Figur Bastian eine Midlife-Crisis vor: Er trennt sich durch ein Missverständnis von seiner Freundin und sagt dann: Jetzt bin ich einmal in der Krise und da trennt die sich von mir, anstatt auf mich zu achten. Er schmeißt alles hin, steigt in ein Wohnmobil und ganz weit weg wieder aus.

Rennen Männer in der Midlife-Crisis noch mal los wie in der Pubertät?

Schäfer: Es ist so was wie eine Luxuspubertät, mit Sportwagen. Aber es kann ja auch sein, dass man sich nach all den Jahrzehnten noch mal neu erfährt, zum Beispiel mit einer anderen Partnerin.

Pastewka: Aber das hat doch oft etwas Befremdliches, wenn man bei Männern mit deutlich jüngeren Partnerinnen erkennt: Hier ist die Frau eindeutig als Accessoire geplant oder als Wiederholungsschleife.

Schäfer: Allerdings kann ich mir vorstellen, dass man sich nach 20 Jahren Berufsalltag fragt: "War’s das jetzt?" Denn dass Zeit endlich ist, ist ja das Brutale am Älter­werden. Und Aussteigen geht nicht einfach so, du musst deine Miete bezahlen, hast die Kinder . . .  Wenn du älter wirst, kannst du dir das Scheitern seltener leisten. Du hast keine Zeit mehr für einen Neuanfang.

Pastewka: Ich denke mir immer: Vorsicht vor hohen Ansprüchen. Je weniger Ziele wir uns stecken, desto weniger verpassen wir auch.

Sie haben Ihre Kinder spät bekommen, Frau Schäfer. War das besser?

Schäfer: Ja, ich glaube, als ich jünger war, wäre ich nicht bereit dazu gewesen. Aber es hängt auch vom Partner ab – ob es jemand ist, den man als Vater seiner Kinder sehen möchte. Und ich empfinde jetzt eine stärkere Verantwortung, zum Beispiel auf meine Gesundheit zu achten.

"Bei einem Foto habe ich gedacht, das ist jemand anderes"

Wie war das mit dem Erwartungsdruck aus dem Umfeld?

Schäfer: Davon muss man sich frei machen. Wenn man ­älter wird, geht das leichter. Wir haben uns doch alle ­früher viele Probleme gemacht, die wir nicht gehabt ­hätten, wenn wir selbstsicherer gewesen wären.

Pastewka: Mir hat jemand sehr früh gesagt: "Sieh dich nicht im Spiegel der anderen." Er meinte das im Hinblick auf das, was ich beruflich mache. Mich hat dieser Satz auf eine komplett andere Bahn gebracht.

Schäfer: Aber dazu braucht man Mut und muss anfangen, sich zu vertrauen.

Pastewka: Ich habe zwei Dinge aus diesem Satz abgeleitet: Erstens habe ich versucht, danach zu leben. Und ich dachte mir, dass ich dankbar wäre, wenn so ein Rat häufiger ­kommen würde. Daher hab ich versucht, mich mit Freunden zu umgeben, die nicht aus meinem Beruf kommen, damit ich auch mal über meinen Tellerrand hinausschaue.

Schäfer: Ich achte heute auch mehr darauf, mit wem oder womit ich meine Zeit verbringe. Denn die ist ja begrenzt. Das merkst du nicht, wenn du 15 bist – oder 35.

Pastewka: Ich habe das gerade erst festgestellt.

Und wie fühlt sich das an?

Pastewka: Jedenfalls ist es nicht so, dass da jetzt eine Sanduhr abläuft und ich etwas schaffen muss. Selbst nach scheinbar verlorenen Tagen denke ich mir: Ein bisschen was hast du doch mitgenommen. Ich fühle mich wohl in meiner Haut. Es gab andere Zeiten, aber jetzt ist alles gut.

Eine weitere These: Älter wird man, wenn man Klassentreffen hat . . . 

Schäfer: Klassentreffen ist hart: Du erkennst die ehe­maligen Klassenkameraden ohne Haare nicht und denkst, das ist nicht deine Veranstaltung. Aber nach ein paar Bier geht es dann, und der alte Humor kommt wieder. Gehst du zu Klassentreffen?

Pastewka: Zu jedem! Bei mir ist es genau andersrum, ich bin sofort wieder jung. Beim letzten Treffen hatten wir wahnsinnig gute Laune. Ich musste leider am nächsten Tag zeitig raus und war sehr traurig, dass ich schon um ein Uhr nachts gegangen bin.

Schäfer: Mit 20 hätten wir einfach durchgemacht!

Pastewka: . . . und wären am nächsten Tag arbeiten gegangen. Ich finde, an den Fotos, die die anderen mitbringen, erkennst du, dass du älter wirst. Bei einem Foto habe ich gedacht, das ist jemand anderes. Es scheint doch eine Veränderung in mir vorzugehen, die ich nicht kontrollieren kann, obwohl ich alles kontrollieren will. Und auch immer noch so jung sein will.

Schäfer: Würdest du was tun, um weiterhin äußerlich jung zu wirken?

Pastewka: Nee. Ich würde eher versuchen, das Kind in mir so lange wie möglich zu kitzeln.

"Wie gruselig: Dass du versuchst, noch mal in ­dieser Dauerfruchtblase deiner Kindheit weiterzu­schwimmen . . ."

Herr Pastewka, Sie sind ein großer Fan der "drei ???"-Hörspiele. Die Sprecher der drei Detektive sind mittlerweile in Ihrem Alter, spielen aber immer noch Schuljungen. Und die meisten Fans sind von Anfang an dabei. Ist das eine Strategie, das Älterwerden auszutricksen?

Pastewka: Justus, Peter und Bob, in der Tat! Da ist irgendwas verschoben. Andere machen das intensiv mit Fußball. Da geht man zu seinem Verein und sagt: Vor vier Jahren war dies und 1982 war das . . . 

Schäfer: Ich habe für meine Kinder Karten für die Live­show der "drei ???" besorgt. Ich musste aber feststellen: Es waren wenige Kinder da und sehr, sehr viele Erwachsene. Wie gruselig: Dass du versuchst, noch mal in ­dieser Dauerfruchtblase deiner Kindheit weiterzu­schwimmen . . .

Pastewka: Das ist wie mit den Leuten, die ihr Leben lang zu Rolling-Stones-Konzerten gehen.

Schäfer: Aber du bist ja nicht mehr die oder der Gleiche wie vor zehn oder 30 Jahren beim Stones-Konzert. Ich empfinde die Musik doch jedes Mal anders, weil ich mich verändere.
Älterwerden erleben wir als Kind, wenn wir im Auto endlich vorne sitzen dürfen und später, wenn wir unseren ersten Vertrag selbst unterschreiben . . . 

Schäfer: . . . und irgendwann werden aus Errungenschaften Verluste. Erst diskutierst du "Pille oder Spirale" und dann "Brille oder Lasern". Ich habe leidenschaftlich Tennis gespielt. Seit einem Muskelfaserriss geht das nicht mehr. Es sind winzige Abschiede.

Pastewka: Ich habe bisher nichts aufgeben müssen. Aber ich habe mich mehrfach von Freunden aus meiner Jugend verabschiedet, weil mir manche Dinge einfach nicht gepasst haben. Ich merke: Da ruft jemand an und ich fühle mich sofort unwohl. Denn ich tue offenbar nur noch Dinge mit ihm oder für ihn, weil wir früher mal Zeit miteinander verbracht haben. Seine Nummer lösche ich trotzdem nicht.

Schäfer: Ich habe Freundinnen, von denen ich als etwas gesehen werde, das ich gar nicht mehr bin. Der Blick ist immer noch der aus der Vergangenheit. Die Entwicklung, die ich gemacht habe, wird überhaupt nicht wahrgenommen. Aber so eine Trennung ist eine große Entscheidung, weil du damit einen Lebenszeugen entfernst.

Lernt man mit dem Älterwerden, besser mit Verlusten umzugehen?

Schäfer: Dass mein Bruder verstorben ist, ist erst ­wenige Jahre her. Auch meinen Vater habe ich beerdigt. Das sind große Wunden und die bleiben. Dann wird mir immer deutlicher, dass es für meine Zeit keinen Ersatz gibt. Das macht es nicht leichter. Der Schmerz vergeht nicht mehr. Ich spüre eher, dass er größer wird, weil ich all diese ­schönen Dinge, die das Leben zu bieten hat, nicht mehr mit den geliebten Menschen teilen kann.

Pastewka: Aber auch das kann ein richtiger Weg sein, den Schmerz einfach von oben bis unten zuzulassen – und wenn es fünf Jahre dauert. Der Schmerz poppt auch ­wieder hoch an Tagen, an denen du das nicht erwartest.

Schäfer: Manchmal gibt es Erinnerungsinseln, die du gar nicht betreten willst, aber du schnappst einen Parfümduft auf oder siehst, wie jemand sich ähnlich bewegt.

Pastewka: Und wenn man entscheidet, dass das nicht schrecklich oder falsch ist, dann ist man schon einen ­großen Schritt weiter.

Schäfer: Ich habe das zuletzt bei meiner Freundin Eva Szepesi erlebt. Sie hat den Holocaust überlebt und ihre Gefühle 50 Jahre lang abgekapselt. Aber für mein Buch "Meine Nachmittage mit Eva" habe ich mit ihr über ­alles gesprochen. Für mich war das eine Chance, einer be­troffenen Familie ganz nahezukommen. Es spiegelt aber auch meine Familie: Da sind überall Wunden. Sich das anzuschauen, das setzt eine Reife voraus. Damit kann ich jetzt anders umgehen als mit 30 oder 15.

"Wir suchen nach der Grundnaivität der Jugend"

Es geht in dem Buch auch um das Schweigen in Ihrer Familie. Sollte man die Lücken in der Erinnerung füllen, damit man mit sich selbst klarkommt?

Schäfer: Wir sind ein Glied in einer Kette aus Gene­rationen. In unserem Land gibt es viele, die geschwiegen haben. Die haben nie über ihr Verhalten und ihre Er­fahrung in einem Krieg, der so viele Menschenleben vernichtet hat, gesprochen. Diese tiefen, schwarzen Brunnen, diese unter den Teppich gekehrten Familiengeschichten, die beeinflussen auch uns als Enkelgeneration. Auch so etwas ermöglicht die vielen neuen Rechten, die wir in diesem Land haben.

Pastewka: Ich kann auch nicht sagen, dass ich glücklich bin, was dieses Land angeht. Weil offenbar so wenig nach dem Krieg gesprochen wurde, schlummert irgendwas deutschtümelnd Trauriges in manchem Menschenschlag. Es macht mich wütend, dass die Rädelsführer von Pegida und AfD den Rahm der Traurigen und Verunsicherten abschöpfen und ein Parteiprogramm daraus machen. Meine Eltern sind nach dem Krieg geboren. Aber meine Großeltern haben schon sehr früh ihre Geschichten bei mir abgeladen, weil ich ja nicht der direkte Nachkomme war.

Was suchen wir, wenn wir nach Jugend suchen?

Pastewka: Nach der Grundnaivität, sicherlich.

Schäfer: Nach eben dem Tollen an der Jugend: Du glaubst, alles ist jederzeit möglich und deswegen rennst du einfach mutig und offen los, in das, was wir Zukunft nennen.

Wann ist man denn nun wirklich alt?

Pastewka: Mittwoch geht’s los . . . !

Nebenbei gefragt

Herr Pastewka, was möchten Sie in Ihrem Leben unbedingt noch tun?

Bastian Pastewka: Ich würde gerne noch eine Weltreise machen und einen ­Fallschirmsprung, weil ich weiß, dass ich mich das nicht traue.

Welche Marotten pflegen Sie bereits?

Ich bin unpünktlich, ­lege oft einen Schlendrian an den Tag und habe immer eine Nagelschere im Auto, falls ich mir den Nagel einreiße.

Nebenbei gefragt

Frau Schäfer, welche drei Dinge möchten Sie in ­Ihrem Leben noch machen?

Bärbel Schäfer: Ich würde mir gerne die Haare noch mal sehr, sehr lang ­wachsen lassen und eine Zeit auf einer ­Hallig verbringen. Punkt Nummer 3 habe ich mir gerade erfüllt: eine Husky-Tour.

Welche besonderen Angewohnheiten ­haben Sie?

Ich führe ständig ­To-Do-Listen, trage ­alle Termine immer noch per Hand in ­einen Kalender ein und klebe alle Kino- und Theaterkarten ­hinein.

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Lesermeinungen

Sehr  geehrte  Damen  und  Herren !

Die meisten Menschen wollen alt werden, aber nicht älter. Am Älterwerden stören sie nicht nur Äußerlichkeiten wie graue Haare, Haarausfall,  Falten  oder auch körperliche Beeinträchtigungen, sondern vor allem die immer weniger werdenden, noch zu erwartenden Lebensjahre. Und etliche vermissen im Alter auch die Vorzüge ihrer Berufstätigkeit wie die Freude an der Tätigkeit, Erfolgserlebnisse,  viele Kontakte,  strukturierte Tagesabläufe.

Zum  Älterwerden  gibt es viele Sprüche und Lebensweisheiten. Sie tragen dazu bei, die Vorteile dieser Lebensphase, etwa die Erfahrungen,  mehr zu schätzen und mit dem Alter gelassener umzugehen:

„Nicht die Jahre in unserem Leben zählen, sondern das Leben in unseren Jahren zählt.“ (A. Stevenson)  

„Älter werden ist immer noch das einzige bekannte Mittel, um lange leben zu können.“ (J.O.y Gasset)

„Alt macht nicht das Grau der Haare, alt macht nicht die Zahl der Jahre, alt ist, wer den Humor verliert und sich für nichts mehr interessiert.“ (G.E.Lessing)

„Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.“ (F. Kafka) 

„Alter spielt sich im Kopf ab, nicht auf der Geburtsurkunde.“ (M. Navratilova)

„Alter ist nur eine Zahl. Wie man sich fühlt oder anfühlt, bestimmt  man selbst.“  ( C. Cordalis)   

„Jung sind alle, die noch lachen, lieben, weitermachen. Alter…?!   fängt mit 100  an.“ (unbekannter Verfasser)

Ganz besonders gefällt mir dieses Rezept von Coco Chanel: „Alter schützt vor Liebe nicht, aber Liebe  vor dem Altern.“

Mit freundlichen Grüßen  und

guten Wünschen zum Neuen Jahr

Gabriele   Gottbrath