Was denken Sie, wenn ein Freund einen Flüchtling aus Afghanistan aufnimmt? Umsonst, ohne Miete!

Erschienen in Heft: 
Umfrageergebnis Februar 2016

Foto: chrismon

Erstaunliche Hilfsbereitschaft! Zugegeben, eine Aussage passt in die Reihe nicht hinein: „Flüchtlinge unterzubringen ist eine politische und keine private Aufgabe.“ Wer dem zustimmt – und das sind gerade mal ein Viertel aller Befragten –, von dem wissen wir nicht, ob er für die private Gastfreundschaft seines Freundes Sympathien hegt oder nicht. Wenn wir nun alle übrigen Antworten zusammenziehen, lautet das Ergebnis:

Fast 70 Prozent finden es gut, dass der Freund sein Gästezimmer einem afghanischen Flüchtling überlässt. Nur fünf Prozent glauben, das geht schief.

Theoretisch ja, praktisch nein: 48 Prozent der Frauen finden es gut, wenn ein Freund einen afghanischen Flüchtling beherbergt, ohne dass das es selbst für sie infrage ­käme – unter den Männern sind es 36 Prozent. Dafür können es sich mehr Männer ­(18 Prozent) als Frauen (14 Prozent) konkret vorstellen, ihr Gästezimmer wirklich anzubieten. Auch interessant: Unter den Ostdeutschen sagen 29 Prozent: Die Politik ist verantwortlich, Flüchtlinge unterzubringen. Im Westen sind nur 22 Prozent dieser Ansicht. 

Quelle: EMNID-Institut im Auftrag von chrismon.