Film-Festival: Aus Feinden werden nette Nachbarn

Der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern: Ist Versöhnung möglich? Das Film-Festival in Bad Schwalbach (Taunus/Hessen) setzt sich am 17. März mit dieser Frage auseinander. Im Mittelpunkt stehen die beiden Dokumentarfilme „Das Herz von Jenin“ (14 Uhr) und „Nach der Stille“ (17 Uhr). Beide Filme porträtieren Menschen, die mit dem alltäglichen Konflikt und der Gewalt in Israel und Palästina leben müssen und trotzdem ihre Hoffnung auf Frieden nicht aufgeben. Eintritt für beide Filme: 10 Euro.

An der Podiumsdiskussion in der Stadthalle (20.30 Uhr) nimmt neben den Produzenten und Regisseurinnen auch Yaël Chernobroda teil. Sie ist die Witwe des Friedensaktivisten Dov Chernobroda, den ein palästinensischer Selbstmordattentäter mit den Tod gerissen hatte. Inspiriert von dem Film "Das Herz von Jenin" nahm sie Kontakt zur Familie des Attentäters auf. Von den schwierigen Schritten der Versöhnung handelt der Dokumentarfilm "Nach der Stille". 

Am Sonntag, 18. März, ist im Kino um 18 Uhr eine Projektvorstellung mit Szenen aus dem Fim „Cinema Jenin“ zu sehen (Eintritt: 5 Euro). Es wird gezeigt, wie das verfallene Kino in Jenin wiederaufgebaut und zu einem kulturellen Zentrum wurde. Das in den 60er Jahren erbaute Kino wurde mit dem Ausbruch der ersten Intifada 1987 geschlossen. Weltweite Spenden ermöglichten den Wiederaufbau, im August 2010 wurde es wieder eröffnet. Der Erlös des Film-Festivals ist für das Kino in Jenin bestimmt.

Weitere Informationen über das Kino in Jenin.

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