Plötzlich platzt der Tod ins Leben

Frank, 44, hat einen Hirntumor. Inoperabel, sagt der Arzt – gleich in der ersten Szene von „Halt auf freier Strecke“. Frank bleiben nur noch wenige Monate.

Gerade erst hat die Familie Lange ein Reihenhaus bezogen, das noch abbezahlt werden muss. Das neue Hochbett des Sohns muss aufgebaut werden. Schon bald wird Frank sich nicht mehr darum kümmern können. Seine Wut und Hilflosigkeit sind groß. Die Krankheit reißt ihn aus seinem Alltag. Ihm bleibt keine andere Wahl, als zu akzeptieren, dass er nicht mehr lange zu leben hat.

Der Filmemacher Andreas Dresen hat seinen Vater durch einen Hirntumor ver­loren. In seinem Spielfilm treibt der Tod nicht, wie sonst im Kino, die Handlung ­voran, sondern er steht im Mittelpunkt. Darum geht’s. Nichts bleibt ungezeigt, Dresen zwingt den Zuschauer, sich auf den Prozess des Sterbens einzulassen. Die improvisierten Dialoge geben dem Film eine besondere Intensität. Allein die Kraft der Familie lässt einen ihre Tragödie aus­halten.

Ab 17. November im Kino

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