Immer Drama um Tamara

Eine neuer Film von Stephen Friars

Es ist der Traum der Mauerblümchen und hässlichen Entlein dieser Welt: in strahlender Gestalt an den Ort erlittener Beleidigungen zurückzukehren. Ungefähr so wie Tamara (Gemma Arterton) im neuen Film des britischen Regisseurs Stephen Frears. Als über­aus attraktive und erfolgreiche junge Frau entsteigt sie an ihrem alten Heimatort einem flotten Wagen, und augenblicklich verzehren sich all jene, von denen sie einst wegen ihrer großen Nase gehänselt wurde, nach ihrer Gunst. Sie dankt es der Schönheitschirurgie, muss aber bald lernen, dass ein verführerisches Aussehen das ­Leben nicht unbedingt vereinfacht. Ihr Auftritt löst nämlich eine Kette von Intrigen und Unfällen aus, die auf tragikomische Weise das englische Landleben durcheinanderbringen. „Immer Drama um Tamara“ liefert eine Parodie sowohl auf die „Hochkultur“ – ­Tamaras Nachbarn unterhalten eine Farm für Schriftsteller mit Schreibblockade – als auch auf die Boy-Group-Manie: Tamaras Freund, ein Rockstar, sorgt für Wirbel unter den Teenagern des Ortes. Vor allem aber zeichnet sich der Film durch jenen britischen Humor aus, dem man guten Gewissens ein Ökosiegel verleihen könnte: zurückgenommen und nachhaltig. Jetzt im Kino

Neue Lesermeinung schreiben

Wir freuen uns über einen anregenden Meinungsaustausch. Wir begrüßen mutige Meinungen. Bitte stützen Sie sie mit Argumenten und belegen Sie sie nachvollziehbar. Vielen Dank! Damit der Austausch für alle ein Gewinn ist, haben wir Regeln:

  • keine werblichen Inhalte
  • keine Obszönitäten, Pornografie und Hasspropaganda
  • wir beleidigen oder diskriminieren niemanden
  • keine nicht nachprüfbaren Tatsachenbehauptungen
  • Links zu externen Webseiten müssen zu seriösen journalistischen Quellen führen oder im Zweifel mit einem vertretbaren Prüfaufwand für die Redaktion verbunden sein.

Die Redaktion behält sich das Recht vor, Beiträge zu bearbeiten, macht dies aber stets kenntlich. Wir zensieren nicht, wir moderieren.
Wir prüfen alle Beiträge vor Veröffentlichung. Es besteht kein Recht auf Publikation eines Kommentars.