Leben von Apple-Gründer Steve Jobs verfilmt

Filmtipps der Woche: Eine amerikanische Erfolgsgeschichte
Steve Jobs, Democracy - Im Rausch der Daten, Alki Alki, A Man Can Make a Difference

Steve Jobs (USA 2015)

Der Film von Danny Boyle („Trainspotting“) und Drehbuchautor Aaron Sorkin („Social Network“) löst die Biographie des Apple-Mitgründers Steve Jobs in drei Episoden auf, die jeweils die Vorbereitungen für den Launch wichtiger Produkte – etwa des Macintosh-PCs 1984 – zeigen. Wortgewaltig gespielt von Michael Fassbender, präsentiert sich Jobs als erfolgsversessenes Alphatier und begnadeter Selbstdarsteller. Über die elektronische Revolution und die Wirkung von Jobs‘ Erfindungen sagt der Film fast nichts. Dafür ist er technisch virtuos, eloquent und sehr unterhaltsam. Ein bisschen wie sein „Held“ eben.

Regie: Danny Boyle. Buch: Aaron Sorkin. Mit:  Michael Fassbender, Kate Winslet, Seth Rogen, Jeff Daniels, Katherine Waterston, Michael Stuhlbarg. Länge: 122 Minuten.    

Eine ausführliche Filmkritik zu "Steve Jobs" lesen Sie bei epd-film.

stevejobsthefilm.com

Democracy - Im Rausch der Daten

Der NSA-Skandal hat auch im Europäischen Parlament ein Beben ausgelöst und die Dringlichkeit einer Datenschutzreform ins Bewusstsein gebracht. Wie so ein europäisches Gesetzgebungsverfahren funktioniert und worum es beim Datenschutz heute geht, macht der Dokumentarfilm von David Bernet, der zwei Jahre lang dem Datenschutzbeauftragten der Grünen, Jan Philipp Albrecht, über die Schulter geschaut hat, fassbar: in starken Bildern, nah an den Verhandlungen. Aber immer noch weit genug weg, um kritische Reflexion auszulösen: über den Stellenwert von Privatsphäre und Bürgerrechten im grenzenlosen Waren- und Datenverkehr.

Regie, Buch: David Bernet. Mit: Jan Philipp Albrecht, Viviane Reding, Ralf Bendrath, Paolo Balboni. Länge: 100 Minuten. FSK: ohne Altersbeschränkung. FBW: besonders wertvoll.     

Eine ausführliche Filmkritik zu "Democracy - Im Rausch der Daten" lesen Sie bei epd-film.

farbfilm-verleih.de/filme/democracy-im-rausch-der-daten/

Alki Alki (Deutschland 2015)

Regisseur Axel Ranisch ist der wichtigste Vertreter des „German Mumblecore“, jener Low-Budget-Filme, die auf Improvisation und Spontaneität setzen. In seinem vierten Film bringt er wieder seine bevorzugten Schauspieler Heiko Pinkowski und Peter Trabner zusammen, diesmal zu einer Tour de Force in Sachen Sucht. Tobias (Pinkowski) ist Architekt – und Alkoholiker; sein Freund Flasche (Trabner) begleitet ihn überall hin. Natürlich ist dieser Flasche nicht einfach nur ein Freund, sondern so etwas wie Tobias’ Nachtmahr oder Alter Ego. „Alki Alki“ ist Ranischs bislang reifster Film – auch wenn er sich um die Belange der Realität eigentlich überhaupt nicht schert.

Regie: Axel Ranisch. Buch: Axel Ranisch, Heiko Pinkowski, Peter Trabner. Mit: Heiko Pinkowski, Peter Trabner, Christina Große, Thorsten Merten, Robert Gwisdek, Oliver Korittke, Iris Berben. Länge: 102 Minuten. FSK: ab 12 Jahre. FBW: besonders wertvoll.

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alkialki.de

A Man Can Make a Difference ( Deutschland 2015)

Benjamin Ferenc war der Chefankläger im Verfahren gegen die sogenannten “Einsatzgruppen” während der Nürnberger Prozesse 1947/48. Der spätere Juraprofessor klagte unter anderem Paul Blobel an, verantwortlich für das Maasker von Babij Jar. Der Dokumentarfilm von Ullabritt Horn schildert die bewegende Lebensgeschichte des aus Rumänien stammenden Juden, der in York aufwuchs und den die Army während des Krieges dazu abkommandierte, Beweismaterial für die Kriegsverbrechen der Deutschen zu sammeln. Das Porträt des 1920 geborenen Ferencz lebt von dessen lebendigen Schilderungen und vergegenwärtigt immer wieder die Bedeutung der Nürnberger Prozesse.

Regie, Buch: Ullabritt Horn. Länge: 94 Minuten. FSK: ab 12 Jahre, ff. FBW: besonders wertvoll.

Eine ausführliche Filmkritik zu "A Man Can Make a Difference" lesen Sie bei epd-film.

wfilm.de/a-man-can-make-a-difference/

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