Filmtipps der Woche: Top Gun: Maverick, Maixabel, Das starke Geschlecht, Alles in bester Ordnung

Überflieger und Ordnungsverweigerin
Top Gun: Maverick

2021 Paramount Pictures Corporation

Top Gun: Maverick

Top Gun: Maverick (USA/China 2022)

Peter "Maverick" Mitchell (Tom Cruise) ist nach 35 Jahren immer noch für die Elite-Jagdflugschule der US-Navy tätig, wo er es durch seinen Mangel an Gehorsam aber nicht weiter als zum Captain geschafft hat. Nun soll er für einen wichtigen Einsatz innerhalb kürzester Zeit die besten Pilot:innen ausbilden. Ein sehr persönlicher Einsatz, denn darunter befindet sich auch der Sohn seines bei einem Einsatz gestorbenen besten Freundes. Nach 35 Jahren gibt es nun doch noch eine Fortsetzung zum Kassenschlager von 1986, die unterhaltsames Blockbuster-Kino der alten Schule bietet.

© Paramount Pictures

Regie: Joseph Kosinski. Buch: Christopher McQuarrie, Peter Craig, Justin Marks, Ashley Miller, Zack Stentz, Eric Singer. Mit: Tom Cruise, Miles Teller, Jennifer Connelly, Jon Hamm, Glen Powell. Länge: 131 Min. FSK: 12, ffr. FBW: ohne Angabe.

 

Maixabel – Eine Geschichte von Liebe, Zorn und Hoffnung (Spanien 2021)

11 Jahre nachdem ihr Mann durch einen Mordanschlag der baskischen Separatistenorganisation ETA getötet wurde, erhält Maixabel (Blanca Portillo) die Anfrage zu einem Gespräch mit zweien der Mörder. Trotz Widerständen im Umfeld lässt sie sich auf die Begegnung ein. Auf wahren Begebenheiten beruhend bringt der Film die Perspektiven von Opfern und Tätern zusammen und stellt die Frage nach Versöhnung, ohne auf emotionale Überwältigung aus zu sein. Damit nimmt er auch einen besonderen Platz in der Aufarbeitung des Terrors ein, der durch die ETA verübt wurde.

Ausführliche Kritik bei epd Film.

© Piffl Medien

Regie: Icíar Bollaín. Buch: Isa Campo, Icíar Bollaín. Mit: Blanca Portillo, Luis Tosar, Urko Olazabal, María Cerezuela. Länge: 115 Min. FSK: 12, ffr. FBW: ohne Angabe.

 

Das starke Geschlecht (Deutschland 2021)

Verschiedene Männer, die jeweils einzeln vor einem schwarzen Hintergrund über männliche Sexualität und das Rollenbild des Mannes sprechen. Das ist die simple aber wirkmächtige Anordnung von Jonas Rothlaenders Dokumentarfilm. Zunächst konfrontiert mit den anonymen, nicht immer unproblematischen Statements anderer Männer, beginnen Gespräche, in denen die Protagonisten ungewöhnlich offen über Stereotype von Männlichkeit sowie ihren eigenen Erfahrungen sprechen und deutlich machen, wie schwierig es für viele ist, ehrlich zu sein und Schwächen zu zeigen.

Ausführliche Kritik bei epd Film.

© missingFILMs

Regie und Buch: Jonas Rothlaender. Länge: 102 Min. FSK: 16, ffr. FBW: ohne Angabe.

 

Alles in bester Ordnung (Deutschland 2021)

Gegensätze ziehen sich an: Marlen (Corinna Harfouch) hortet in ihrer Wohnung Unmengen an Gegenständen, von denen sie sich nicht trennen kann, während für Fynn (Daniel Sträßer) Ordnung alles ist. Durch Zufall begegnen sich die beiden und setzen sich nach und nach gemeinsam mit ihren Macken auseinander. Denn was beide eint, ist die Einsamkeit. Regisseurin Natja Brunckhorst entwirft in ihrem Regiedebüt eine leichte Komödie über das Zuviel und Zuwenig sowie einer ungewöhnlichen Beziehung.

Ausführliche Kritik bei epd Film.

© Filmwelt Verleih

Regie: Natja Brunckhorst. Buch: Natja Brunckhorst, Martin Rehbock. Mit: Corinna Harfouch, Daniel Sträßer, Luise Kinner, Simon Hatzl, Steffen Will. Länge: 96 Min. FSK: 6, ffr. FBW: ohne Angabe.

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