epd-Filmtipps: Die Känguru Verschwörung, Mit 20 wirst du sterben

Andersdenkende und Aussteiger
Marc-Uwe Kling und das Känguru knöpfen sich die Querdenkerszene vor: die Filmtipps der Woche vom 25. August 2022.
Die Känguru Verschwörung

X_Verleih

Die Känguru Verschwörung

Die Känguru Verschwörung (Deutschland 2022)

Marc-Uwe (Dimitrij Schaad) und das Känguru gehen eine gewagte Wette ein: Entweder sie schaffen es, Rosalies Mutter (Petra Kleinert) davon zu überzeugen, dass ihre Verschwörungstheorien Quatsch sind, oder sie verlieren ihre Wohnung. So finden die beiden sich auf einem Klimaleugner-Kongress wieder, bei dem ihre vorlaute Art natürlich nicht ganz so gut ankommt. In der zweiten Verfilmung der erfolgreichen "Känguru-Chroniken" übernimmt Autor Marc-Uwe Kling selbst die Regie und knöpft sich mit gewohntem Sprachwitz die Querdenkerszene vor.

Ausführliche Kritik bei epd Film.

© X-Verleih

Regie: Marc-Uwe Kling. Buch: Marc-Uwe Kling, Jan Cronauer. Mit: Dimitrij Schaad, Rosalie Thomass, Petra Kleinert, Michael Ostrowski. Länge: 101 Minuten. FSK: ab 6 Jahre

Evolution (Ungarn/Deutschland 2021)

1945 wird in einer Gaskammer ein kleines Mädchen entdeckt, das auf wundersame Weise überlebt hat. Jahrzehnte später kommt es zwischen der mittlerweile etwas dement gewordenen Éva (Lilli Monori) und ihrer Tochter Léna (Annámaria Láng) zu Diskussionen, weil Éva keine offiziellen Papiere auftreiben kann und will. Évas Enkel Jonas (Goya Rego) wiederum fühlt sich in der Schule von seinen nichtjüdischen Mitschülern ausgeschlossen und verliebt sich in seine muslimische Mitschülerin. Ausgehend von den erschreckenden Bildern eines Vernichtungslagers spannt der Film in drei Episoden einen großen Bogen und verhandelt auf ambitionierte Weise das Nachwirken des Holocausts und den aktuellen Antisemitismus. "Evolution" wurde von der Jury der Evangelischen Filmarbeit als Film des Monats ausgezeichnet.

Ausführliche Kritik bei epd Film.

© Port au Prince

Regie: Kornél Munduczó. Buch: Kata Weber. Mit: Lili Monori, Annamária Lang, Goya Rego, Padmé Hamdemir. Länge: 97 Minuten. FSK: ab 12 Jahre

Märzengrund (Österreich/Deutschland 2021)

Der 18-jährige Elias (Jakob Mader) ist sensibel und tut sich schwer mit dem Gedanken, schon bald den Hof seines reichen Vaters zu übernehmen. Bei einem Ausflug hinauf in die Tiroler Alpen entscheidet er sich, für immer in der Einsamkeit der Berge leben zu wollen. Die Geschichte eines Aussteigers basiert auf dem Leben einer realen Person und wurde von Felix Mitterer zunächst in ein Theaterstück verwandelt. Adrian Goigingers Verfilmung wechselt zwischen wunderschönen Bergpanaromen, der Unwirtlichkeit der Natur und einem präzisen Blick auf die harten Ansprüche von Elias´ Umfeld. Gleichzeitig ist der Film eine Auseinandersetzung mit der existenziellen Frage, wofür man leben möchte.

Ausführliche Kritik bei epd Film.

© Prokino

Regie: Adrian Goiginger. Buch: Adrian Goiginger, Felix Mitterer. Mit: Johannes Krisch, Jakob Mader, Verena Altenberger, Gerti Drassl. Länge: 110 Minuten. FSK: ab 12 Jahre

Mit 20 wirst du sterben (Sudan 2019)

Als Muzamil geboren wird, prophezeit ihm der heilige Mann des Dorfes, dass er mit 20 Jahren sterben wird. Weil der Vater das nicht aushält und flieht, wächst Muzamil alleine bei seiner überfürsorglichen Mutter auf. Mit 19 Jahren stellt sich dann die Frage, ob er dem Fluch entfliehen kann. Amjad Abu Alalas Spielfilmdebüt, das als erster sudanesische Beitrag 2021 für die Oscars nominiert war, erzählt mit mythisch aufgeladenen Bildern eine Coming-of-Age-Geschichte in einem Setting, das so vollkommen anders ist als wir es aus unserer westlichen Welt kennen.

Ausführliche Kritik bei epd Film.

OmeU © New Wave Films

Regie: Amjad Abu Alala. Buch: Yousef Ibrahim, Amjad Abu Alala. Mit: Mustafa Shehata, Islam Mubarak, Mahmoud Elsaraj, Bunna Khalid. Länge: 105 Minuten. FSK: ab 12 Jahre

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