"Amerikanisches Idyll" von und mit Ewan McGregor

Filmtipps der Woche: Ist meine Tochter Terroristin?
Amerikanisches Idyll, Egon Schiele, Wir sind Juden aus Breslau, Paterson

Amerikanisches Idyll

Was tun, wenn deine Tochter vermeintlich einen Terroranschlag begangen hat? Seymour Levov (Ewan McGregor), bis dato Vorzeige-Bürger im Sinne des American Dreams, muss sich Ende der 60er diese Frage stellen, als in seiner Heimatstadt in einer Tankstelle eine Bombe explodiert. Seine Tochter, faszinierend verkörpert von Dakota Fanning, ist hoch tatverdächtig. McGregor gibt hier auch sein Regiedebüt. Die Vorlage ist ein preisgekrönter Roman von Philip Roth, dessen dessen nüchterne Außenperspektive McGregor gegen die eines emotionalisierten Vaters austauscht - ein Schachzug, der die Geschichte aus heutiger Sicht zugänglicher macht.

© Tobis Film

Regie: Ewan McGregor. Buch: John Romano (nach dem Roman von Philip Roth). Mit: Ewan McGregor, Jennifer Connelly, Dakota Fanning. Länge: 126 Minuten. FSK: ab 12 Jahre.  (epd)

www.amerikanisches-idyll-film.de

Eine ausführliche Filmkritik zu "Amerikanisches Idyll" lesen Sie bei epd-film.

Egon Schiele

Einer der wichtigsten österreichischen Maler seiner Zeit war Egon Schiele besonders für seine radikalen Aktdarstellungen bekannt. Seine Beziehung zu Frauen, teilweise auch seinen Modellen, sind nun der Stoff eines biografischen Films geworden. Dabei setzt Regisseur Dieter Berger auf einen jungen Cast, dessen Unverfrorenheit der Intensität des Beziehungsgeflechts zwischen Schiele und seinen Geliebten zu Gute kommt: sei es die komplizierte Beziehung zu seinem ersten Modell, ausgerechnet seine Schwester Gerti, seiner Ehefrau Edith Harms oder zur Quasi-Ehefrau und Muse Wally Neuzil.

© Alamode

Regie: Dieter Berner. Buch: Hilde Berger, Dieter Berner (nach einem Roman von Hilde Berger). Mit: Noah Saavedra, Maresi Riegner, Valerie Pachner. Länge: 109 Minuten. FSK: ab 12 Jahre. (epd)

www.egonschiele-derfilm.de

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Wir sind Juden aus Breslau

Im heutigen Wroclaw lebte vor der Schoah die drittgrößte jüdische Gemeinde Deutschlands. Die Dokumentaristen Karin Kaper und Dirk Szuszies zeichnen das Porträt der zwischen 1921 und 1931 Geborenen vor allem in Interviews und Begegnungen – in der Absicht, noch einen möglichst großen Schatz der Erinnerungen der überlebenden Breslauer Juden und Jüdinnen zu retten. Die eingefangenen Stimmen und Gesichter sind denn auch das Zentrum des Films, der ansonsten mit Archivbildern und Hintergrundmusik eher routiniert jongliert.

© Karin Kaper Film

Regie: Karin Kaper, Dirk Szuszies. Mit: Esther Adler, Gerda Bikales, Anita Lasker-Wallfisch, Renate Lasker-Harpprecht, Walter Laqueur u.a.. Länge: 108 Min. FSK: ab 12 Jahre. (epd)

www.judenausbreslaufilm.de

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Paterson

Indie-Ikone Jim Jarmusch erhebt in seinem neusten Werk die Genügsamkeit zum höchsten Wert. Personifiziert wird sie von Paterson (Adam Driver), der mit seinem Leben als Busfahrer, Hobbydichter und Hundebesitzer im selbst auserkorenen Hamsterrad äußerst zufrieden ist. Seine Partnerin Laura (Golshifteh Farahani) liefert den exzentrischen Gegenpol zu seiner Lebensphilosophie, will sie doch im einen Moment ein Star, im anderen Bäckerin werden. Ein Film, der von nicht viel mehr handelt, als einem äußerst gewöhnlichen Leben, den behandelten Alltäglichkeiten aber ungeheuer viel Magie abzugewinnen vermag.

© Weltkino

Regie und Buch: Jim Jarmusch. Mit: Adam Driver, Golshifteh Farahani, Barry Shabaka Henley, Cliff Smith, Chasten Harmon, William Jackson Harper. Länge: 113 Min. FSK: ohne Altersbeschränkung. Film des Monats der Jury der evangelischen Filmarbeit (epd)

www.paterson-derfilm.de

Eine ausführliche Filmkritik zu "Paterson" lesen Sie bei epd-film.

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