In einer besseren Welt

Man kann nicht einfach rumlaufen und Leute verprügeln!

Anton (Mikael Persbrandt, Foto) arbeitet als „Arzt ohne Grenzen“ in einem Flüchtlingslager irgendwo in Afrika. Gleich in den ersten Filmminuten wird er zu einer Notoperation gerufen. Eine junge Frau ist fast schon verblutet. Schnitt. Eine Trauerfeier in London, der zwölfjährige Christian sagt ein Gedicht für seine Mutter auf, sie ist an Krebs gestorben.

Später begegnen sich Christian und Anton zu Hause in Dänemark. Denn der frühreife Junge kümmert sich um Antons Sohn, der in der Schule gemobbt wird. Elias (Markus Rygaard, Foto) verhält sich zunächst im Sinne seines Vaters, der seinen Kindern Gewaltverzicht vorzuleben versucht; Christian aber entwickelt sich zu einem kindlichen Racheengel.

Eltern, die ihre Kinder nicht mehr erreichen, die Einsamkeit des Erwachsenwerdens, Gewalt in der Schule, Flüchtlingsdramen – die dänische Regisseurin Susanne Bier („Open Hearts“) bündelt viele Handlungsstränge unter einer ethischen Frage: Wie lange muss man eigentlich die andere Wange hinhalten? Wann muss man sich ­wehren, und wie? Kein Lehrstück, sondern mitreißend erzählt und hervorragend besetzt – mit Schauspielern, die auch in melo­dramatischen Momenten glaubwürdig sind.

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