Hilfe für syrische Flüchtlinge

Luftangriffe, Heckenschützen, Hunger, Obdachlosigkeit. Seit eineinhalb Jahren bestimmt der Bürgerkrieg das Leben der Menschen in Syrien. Über eine Million haben ihre Heimatorte verlassen. Viele von ihnen kamen bei Verwandten oder Freunden unter oder in einer Mietunterkunft, in vermeintlich sicheren Gebieten – aber die werden immer weniger.

Rund 240 000 Menschen sind deshalb in die Nachbarländer geflohen: in den Libanon und den Irak, nach Jordanien und in die Türkei. Dort entstanden innerhalb kurzer Zeit Flüchtlingslager wie das Za’atari-Camp im Norden Jordaniens: eine Zeltstadt mitten in der Wüste für 20 000 Menschen. Sie sind wie die Binnenflüchtlinge oft mittellos und haben keine Möglichkeit, sich selbst zu versorgen. 

Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt über das globale kirchliche Hilfsnetzwerk ACT Alliance Flüchtlinge im Libanon, in Jordanien und im Nordirak sowie in mehre­-ren syrischen Städten. Helfer verteilen Nahrungsmittel, Kleidung, Bettwäsche, Decken, Hygieneartikel und Haushaltsgegenstände wie Geschirr, Ventilatoren und Kocher. Die Hilfswerke geben Familien, deren Erspartes aufgebraucht ist, Mietzuschüsse und orga­nisieren Schulunterricht für Kinder.

Fragen an Roland Schlott, Referent beim Lutherischen Weltbund, der das Za’atari-Camp besuchte

Wie kommen die Flüchtlinge durch das umkämpfte Syrien bis zur Grenze?
Ein Krankenpfleger aus Homs erzählte mir: Soldaten der Aufständischen fuhren ihn, seine Frau und zwei Kinder in der Nacht mit dem Auto in die Nähe der Grenze. Außer dem, was sie anhatten, konnten sie nichts mitnehmen.

Und wie kamen sie rüber?
Die letzten Kilometer lief die Familie allein und zu Fuß durch das unwegsame Gelände. Orientierte sich an den Lichtern der Grenzpfosten und überwand die Grenze an einer ungesicherten Stelle, dort war kein Zaun. 

Ist die Familie im Camp nun in Sicherheit?
Ja, aber Hitze und Staub machen allen zu schaffen. Mehr als die Hälfte der Bewohner sind Kinder. Sie brauchen Beschäftigung und Unterricht, aber auch psychologische Betreuung. Viele haben Tote und Verletzte gesehen, Angehörige verloren. Ihre Väter sind oft noch als Soldaten in Syrien.

Spendenkontakt: 

Diakonie Katastrophenhilfe
Diakonisches Werk der EKD e. V.
Stafflenbergstraße 76
70184 Stuttgart
Telefon: 0711 2159-0
E-Mail: ­kontakt@diakonie-katastrophenhilfe.de
www.diakonie-katastrophenhilfe.de

 

Bankverbindung
Ev. Darlehnsgenossenschaft Kiel
BLZ 210 602 37
Konto 502 502
Stichwort: chrismon / Nothilfe Syrien.
Für die Spendenquittung bitte die eigene Anschrift
im Betrefffeld der Überweisung angeben.

 

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