Ein Rehabilitationszentrum hilft psychisch kranken Menschen in Litauen

Vyziai liegt in Litauen, zwölf Kilometer südöstlich von Siluté. An der Grenze zur russischen Exklave Kaliningrad. Siluté zählt 21 000 Einwohner, Vyziai elf. Es sollen bald 16 sein. Nach Vyziai ziehen Menschen, die psychisch krank sind, die an der Flasche oder der Nadel hingen. Sie kommen hierher, kehren der Welt den Rücken - um aus dem alten Leben auszusteigen. Es sind junge Erwachsene zwischen 22 und 40 Jahren. Schulabbrecher, Abiturienten, Akademiker. Den medizinischen Entzug haben sie hinter sich, den Weg zurück in die Gesellschaft lange nicht geschafft. In der Stadt wollte niemand das Projekt, den "Kranken" nebenan. So sind es einsame Schritte im Rehabilitationszentrum Gabrielius, einem sehr alten Pfarrhaus. Risse kriechen die Wände entlang, Regen tropft durchs Dach, durch kaputte Fensterscheiben bläst der Wind. Geld muss her zum Renovieren:16 000 Euro. Das Gustav-Adolf-Werk in Leipzig hat Vyziai als ein Projekt des Jahres 2010 ausgewählt und sammelt Spenden. "Lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen" (Gal. 6,10), heißt das Motto des Vereins, der evangelische Minderheiten im Ausland unterstützt.

Fragen an Mindaugas Kairys, Gründer des Rehabilitationszentrums


chrismon: Warum finanziert die Gemeinde das Projekt nicht selbst?
Wir leben im katholi­schen Litauen in der Diaspora. Wir haben wenig Mitglieder und wenig Mittel. Dabei übernehmen wir Arbeit, die der Staat nicht leistet. Gabrielius ist das einzige Rehabilitationszentrum im Westen des Landes. Wir leben im katholi­schen Litauen in der Diaspora. Wir haben wenig Mitglieder und wenig Mittel. Dabei übernehmen wir Arbeit, die der Staat nicht leistet. Gabrielius ist das einzige Rehabilitationszentrum im Westen des Landes.

Was machen Sie mit 100 Euro?
Als wir in das Pfarrhaus zogen, glich es einer Ruine. Um es bewohnbar zu machen, brauchen wir jeden Euro. Wir installieren Stromleitungen, streichen die Wände, verlegen Böden, erneuern das Dach.

Wie läuft das tägliche Leben in Vyziai ab?
Die Bewohner schlafen zu viert in einem Zimmer. Tagsüber arbeiten sie. Kochen, putzen, renovieren. Sie pflegen Tiere, spielen im Dorf Fußball. Psychologen und Fachärzte therapieren sie täglich

Spendenkontakt: 

Gustav-Adolf-Werk e.V.,
Pistorisstraße 6
04229 Leipzig
Tel. 0341/490 620
Fax 0341/490 6266.
www.gustav-adolf-werk.de

Bankverbindung
Landeskirchliche Kreditgenossenschaft Sachsen eG-LKG Dresden
Konto 22 33 44
BLZ: 850 951 64
Stichwort: chrismon
Für die Spendenquittung unbedingt die eigene Anschrift
im Betrefffeld der Überweisung angeben

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