Afghanistan-Schulen e. V.

Der Bezirk Andkhoi liegt im Nordwesten Afghanistans, dicht an der Grenze zu Turkmenistan. 300 000 Menschen leben hier. Alle Mädchenschulen waren während der Talibanherrschaft geschlossen. Nur 800 Mädchen durften damals in Andkhoi etwas lernen: in so genannten Homeschools, also zu Hause, abgeschirmt vom öffentlichen Leben. Zu verdanken hatten sie dies dem Verein "Afghanistan-Schulen". 1983 hatte die Hamburgerin Ursula Nölle das Bildungsprojekt gegründet - für die Mädchen von Andhkoi und für die afghanischen Flüchtlingskinder in Pakistan. Mittlerweile gehen in Andkhoi wieder 4800 Mädchen sowie 17000 Jungen zur Schule. Alle Schulen im Bezirk werden von dem Verein betreut, zwölf Schulen wurden neu dazugebaut. Die Organisation im Land erfolgt durch sechs afghanische Mitarbeiter, sie alle kooperieren eng mit den Behörden. Für Notzeiten spart der Verein jährlich eine größere Summe an: In diesem Winter zahlt er damit monatlich 50 Dollar an jeden der 800 Lehrer im Bezirk aus, denn das unregelmäßig kommende staatliche Gehalt von 38 Dollar reicht nicht zum Lebensunterhalt.

 

Marga Flader, 1. Vorsitzende des Vereins Afghanistan-Schulen e. V.

 

chrismon: Warum gibt es den Verein Afghanistan-Schulen?

MARGA FLADER : Fast alle Schulen wurden in den letzten Jahrzehnten durch die Kriege im Land zerstört. Heute können 80 Prozent der Frauen und 50 Prozent der Männer weder lesen noch schreiben.

Ein Leser spendet Ihnen 100 Euro -  was machen Sie damit?

FLADER: Davon kaufen wir Tische und Bänke für sechs Kinder und außerdem für jedes Kind noch zwei Bücher.

Welches Ziel haben Sie für die nächsten fünf Jahre?

FLADER: Zurzeit werden noch viele Kinder in Zelten und Ruinen unterrichtet. Wir brauchen weitere Schulneubauten. Vor allem in den Dörfern ist viel Überzeugungsarbeit nötig, damit auch Mädchen Schulen besuchen dürfen. Wir werden unsere Fortbildungsangebote ausbauen: Schon heute kommen täglich 380 Lehrer zu den Kursen, abends, nach der Arbeit. Der Hunger nach Bildung ist riesig!

Was andere meinen

Dr. Armin Farhang, Minister für Wiederaufbau in Afghanistan: "Wenn ich morgens Kinder sehe, die überglücklich auf dem Weg zur Schule sind, schöpfen meine Landsleute und ich Hoffnung auf eine bessere Zukunft für Afghanistan. Das Angebot an Schulplätzen muss der großen Nachfrage angepasst werden. Der Verein Afghanistan-Schulen tut genau das. Großen Dank dafür!"

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Spendenkontakt: 

Spenden Afghanistan-Schulen e. V., Hamburger Sparkasse, Konto 1008 225 805, BLZ 200 505 50, Stichwort chrismon.
Für die Spendenquittung unbedingt die eigene Anschrift im Betrefffeld der Überweisung angeben.
Spenden, öffentliche Gelder 2002: 534 641, 90 €
Ausgaben 2002: 414 435,00 €
Ausgaben für Verwaltung 17 055,94 € 

Adresse: Afghanistan-Schulen e. V.
Wiesenweg 45,
22113 Oststeinbek,
Telefon 04541/80 20 90 oder 040/712 24 17,
Fax 040/71185782,
http://www.afghanistan-schulen.de/

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