Was ist das Besondere an Grönemeyers "Mensch"?

WAS IST DAS BESONDERE AN GRÖNEMEYERS "MENSCH"?

Lena Gerlach, Anne Hufnagl

Sprachstunde - Folge 34: Mensch

Was ist das Besondere an Grönemeyers "Mensch"?
Sprachstunde – Folge 34
Vor 20 Jahren erschien das legendäre Album "Mensch" von Herbert Grönemeyer. Arezu Weitholz arbeitete mit Grönemeyer an den Texten. Was hat sie dabei über das Wort "Mensch" gelernt?

"Mensch" von Herbert Grönemeyer ist das erfolgreichste deutschsprachige Album aller Zeiten. Es hat sich seit seinem Erscheinen vor 20 Jahren rund 3,5 Millionen Mal verkauft.

Die Lyrikerin und Textdramaturgin Arezu Weitholz hat damals mit Grönemeyer an den Songtexten gearbeitet, in denen der Musiker auch den Tod seiner Ehefrau und seines Bruders verarbeitet hat. Ende Mai hat Weitholz das Buch "Zu Mensch. Skizzen und Blicke zurück auf Herbert Grönemeyers Album 'Mensch'" veröffentlicht, in dem sie auf die Zusammenarbeit und Bedeutung des Werkes zurückblickt. Ein zentrales Thema in den Liedern ist - wie der Titel bereits verrät - der Mensch.

"Dieses Wort 'Mensch' hat einen Nerv getroffen in dieser Zeit vor 20 Jahren", sagt Weitholz im Podcast über den Erfolg des Songs. "Es zeigte, dass die Welt nicht schlecht ist und man füreinander da ist. Dass man im Zwischenmenschlichen unheimlich viel Kraft findet. Das ist die Kernaussage."

Arezu Weitholz

Arezu Weitholz, Jahrgang 1968, ist Schriftstellerin, Journalistin und Illustratorin. Sie schrieb den Roman "Wenn die Nacht am stillsten ist" (2012) und den Gedichtband "Der Fisch ist ein Gedicht" (2017). Im Frühjahr 2022 erhielt sie den Hans-Fallada-Preis. Im Mai 2022 veröffentlichte sie "Zu Mensch. Skizzen und Blicke zurück auf Herbert Grönemeyers Album 'Mensch'".
Anne Hufnagl

Ursula Ott

Ursula Ott ist Chefredakteurin von chrismon und der digitalen Kommunikation im Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik gGmbH. Sie studierte Diplom-Journalistik in München und Paris und besuchte die Deutsche Journalistenschule in München. Sie arbeitete als Gerichtsreporterin bei der "Frankfurter Rundschau", als Redakteurin bei "Emma", als Autorin und Kolumnistin bei der "Woche", bei der "Brigitte" und bei "Sonntag aktuell" sowie als freie Autorin für Radio und Fernsehen. 2020 wurde sie unter die 10 besten Chefredakteur*innen des Jahres gewählt. 2019 schrieb sie den Bestseller "Das Haus meiner Eltern hat viele Räume. Vom Loslassen, Ausräumen und Bewahren".
Foto: Lena UphoffUrsula Ott, chrismon Chefredakteurin

In welcher Gemengelage das Lied entstanden ist und was das Elbhochwasser 2002 und die Shuffle-Funktion des iPods mit dem Erfolg des Songs zu tun haben, erzählt Arezu Weitholz in der letzten Folge der Sprachstunde vor der Sommerpause.

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