EU beklagt Tod von George Floyd

Die Europäische Union hat den Tod des Afroamerikaners George Floyd beklagt, der vergangene Woche nach einem Polizeieinsatz in den USA gestorben war.

"Wir hier in Europa sind, wie das Volk der Vereinigten Staaten, schockiert und erschüttert", sagte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell am Montag in Brüssel. "Alle Leben zählen, auch schwarze Leben zählen", sagte er in Anlehnung an den Protestslogan "Schwarze Leben zählen" ("Black lives matter").

Man müsse in allen Gesellschaften sicherstellen, dass Ordnungskräfte ihre Möglichkeiten nicht auf eine Weise einsetzten, wie es im Fall Floyd geschehen sei. "Das ist ein Missbrauch von Gewalt", sagte Borrell. Der EU-Außenbeauftragte unterstützte das Recht auf friedlichen Protest. Zugleich rief er zu einer Deeskalation auf. "Wir vertrauen in die Fähigkeit der Amerikaner, zusammenzukommen, als eine Nation zu heilen."

Des Mordes angeklagt

Der 46-jährige Floyd war am Montag vergangener Woche nach einem brutalen Polizeieinsatz in der US-Stadt Minneapolis gestorben. Einer der vier am Tod von Floyd beteiligten Polizisten wurde Medienberichten zufolge am Freitag des Mordes angeklagt und festgenommen. Der Beamte hatte minutenlang auf Nacken und Hals des Opfers gekniet. Der Afroamerikaner hatte mehrfach um Hilfe gefleht, bevor er das Bewusstsein verlor. Bekannt wurde die brutale Tat durch Videos von Passanten. Seither kam es neben friedlichen Protesten auch zu Ausschreitungen in zahlreichen Städten.

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