Bund will offenbar Familienbonus zahlen

epd-bild / Gustavo Alabiso

Vater und Sohn

Vater und Sohn

Eine einmalige Zahlung an Familien zur Milderung von Einbußen durch die Corona-Krise ist laut "Spiegel" Bestandteil des geplanten Konjunkturpakets der Regierung. Finanzminister Scholz spricht von 300 Euro, NRW-Regierungschef Laschet schlägt 600 vor.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) will offenbar im Rahmen eines Konjunkturpakets zur Belebung der Wirtschaft in der Corona-Krise auch einen Familienbonus zahlen. Eltern sollen für jedes Kind einmalig 300 Euro bekommen, berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Freitag vorab. Zuvor hatte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) eine solche Zahlung ins Gespräch gebracht.

Die nordrhein-westfälische Landesregierung schlägt eine einmalige Aufstockung des Kindergeldes vor. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) erklärte am Freitag in Düsseldorf, zur Unterstützung von Familien in der Corona-Krise solle es einen Bonus von 600 Euro pro Kind geben. Das Geld diene der Entlastung von Familien und einer Förderung des privaten Konsums, erläuterte er.

Besondere Last der Familien

Familien hätten durch die Schließung von Schulen und Kitas in den vergangenen Wochen besondere Lasten zu tragen gehabt, hieß es. Der Bonus könne ohne zusätzliche Bürokratie die Kaufkraft stärken und dem Einzelhandel zusätzliche Nachfrage bringen.

Dem Bericht des "Spiegels" zufolge setzt auch Scholz beim Konjunkturpaket vor allem auf Maßnahmen zur Stärkung der Kaufkraft. Ein 300-Euro-Bonus pro Kind würde den Staat dem Bericht zufolge fünf bis sechs Milliarden Euro kosten. Das Konjunkturpaket soll insgesamt eine Größenordnung von bis zu 150 Milliarden Euro umfassen.

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