Guterres verurteilt häusliche Gewalt in der Corona-Krise

epd-bild/Steffen Schellhorn

In der harten Zeit der Ausgangssperren und Quarantänen müsse "Frieden zu Hause" herrschen, sagte Guterres.

In der harten Zeit der Ausgangssperren und Quarantänen müsse "Frieden zu Hause" herrschen, sagte Guterres.

Ein schrecklicher Anstieg von Schlägen und Angriffen auf weibliche Haushaltsmitglieder sei weltweit in den vergangenen Wochen zu verzeichnen gewesen, sagt der UN-Generalsekretär.

UN-Generalsekretär António Guterres hat zunehmende häusliche Gewalt gegen Frauen und Mädchen in der Corona-Pandemie scharf verurteilt. Ein schrecklicher Anstieg von Schlägen und Angriffen auf weibliche Haushaltsmitglieder sei weltweit in den vergangenen Wochen zu verzeichnen gewesen, sagte Guterres am Sonntag (Ortszeit) in New York. In einigen Ländern habe sich die Zahl der Notrufe von Frauen an Hilfseinrichtungen verdoppelt.

In der harten Zeit der Ausgangssperren und Quarantänen müsse "Frieden zu Hause" herrschen, verlangte Guterres. Die Staaten müssten den Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt durch ihre Partner, Väter oder andere Mitbewohner in ihre Reaktionspläne gegen die Corona-Pandemie aufnehmen. Internet-Angebote für Frauen und Mädchen müssten erhöht werden. In Apotheken und Lebensmittelläden sollten Notfallrufsysteme installiert werden und Schutzheime für Betroffene müssten zu den systemrelevanten Einrichtungen zählen.

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