Corona: Rund 70 Länder unterstützen UN-Appell zu Waffenstillstand

Rund 70 Länder unterstützen den Appell des UN-Generalsekretärs für einen globalen Waffenstillstand angesichts der Corona-Pandemie.

Zudem akzeptierten Konfliktparteien in einer Reihe von Kriegen den Aufruf, die Waffen niederzulegen, erklärte UN-Generalsekretär António Guterres am Freitag in New York laut einem vorab verteilten Text.

Darunter seien Parteien in den Konfliktländern Jemen, Kamerun, Kolumbien, Libyen, Myanmar, Philippinen, Sudan, Südsudan, Syrien, Ukraine und Zentralafrikanische Republik. Auch religiöse Oberhäupter wie Papst Franziskus und verschiedene Organisationen verlangten ein Schweigen der Waffen angesichts der rasanten Ausbreitung der Pandemie.

In Libyen und Jemen wird weiter gekämpft

Guterres betonte, dass die Menschheit jetzt nur gegen einen Feind kämpfen müsse, das Coronavirus. Von den gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Verheerungen der Pandemie seien alle Menschen betroffen. Allerdings musste Guterres einräumen, dass in vielen Konflikten weiter gekämpft werde. Er nannte Libyen und Jemen, wo die Gefechte in den vergangenen Tagen sogar eskaliert seien.

Der UN-Generalsekretär erklärte, es sei ein langer Weg von einer Erklärung zu Taten. Es sei enorm schwierig, jahrelange Konflikte abrupt zu beenden. Hass und Misstrauen müssten überwunden werden. Guterres hatte Anfang vergangener Woche alle Konfliktparteien weltweit ermahnt, die Kämpfe einzustellen.

Neue Lesermeinung schreiben

Wir freuen uns über einen anregenden Meinungsaustausch. Wir begrüßen mutige Meinungen. Bitte stützen Sie sie mit Argumenten und belegen Sie sie nachvollziehbar. Vielen Dank! Damit der Austausch für alle ein Gewinn ist, haben wir Regeln:

  • keine werblichen Inhalte
  • keine Obszönitäten, Pornografie und Hasspropaganda
  • wir beleidigen oder diskriminieren niemanden
  • keine nicht nachprüfbaren Tatsachenbehauptungen
  • Links zu externen Webseiten müssen zu seriösen journalistischen Quellen führen oder im Zweifel mit einem vertretbaren Prüfaufwand für die Redaktion verbunden sein.

Die Redaktion behält sich das Recht vor, Beiträge zu bearbeiten, macht dies aber stets kenntlich. Wir zensieren nicht, wir moderieren.
Wir prüfen alle Beiträge vor Veröffentlichung. Es besteht kein Recht auf Publikation eines Kommentars.