Axel Springer plant Rückzug von der Börse

epd-bild/Christian Ditsch

Elfriede Springer

Elfriede Springer

Der Schritt kommt nicht überraschend: Springer verlässt die Börse.

Der Medienkonzern Axel Springer will sich von der Börse zurückziehen. Dafür werde ein Antrag bei der Frankfurter Wertpapierbörse gestellt, teilte Springer am späten Donnerstagabend in Berlin mit.

Im vergangenen Jahr war der US-Finanzinvestor KKR bei dem Medienkonzern eingestiegen und hatte angekündigt, Springer von der Börse zu nehmen. KKR werde den Aktionären nun gemäß einer am Donnerstag mit Springer abgeschlossenen Vereinbarung 63 Euro pro Aktie anbieten, damit sie ihre Aktien noch vor dem Rückzug von der Börse verkaufen könnten. Verlegerin Friede Springer und Vorstandschef Mathias Döpfner, die gemeinsam rund 45,4 Prozent des Grundkapitals halten, würden im Rahmen des Angebots keine ihrer Aktien verkaufen, hieß es.

KKR war im Dezember nach einem öffentlichen Übernahmeangebot mit insgesamt rund 44,9 Prozent bei Springer eingestiegen. Die Führung des Medienkonzerns verspricht sich von der Zusammenarbeit mit der Investmentgesellschaft einen Wachstumsschub für die Digitalgeschäfte. Springer war 1985 an die Börse gegangen. Zu dem Konzern gehören neben "Bild" und "Welt" auch die Nachrichtenseite "Business Insider", die News-App "Upday" oder Kleinanzeigenportale wie "Immonet" oder "Stepstone". Der Konzern betreibt zudem den TV-Nachrichtensender Welt.

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