Giffey verspricht 120 Millionen Euro für Frauenhäuser

epd-bild/Rolf Zoellner

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (Archivbild)

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (Archivbild)

Jede Frau in einer Notsituation müsse schnell Hilfe bekommen, sagte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey. In den kommenden vier Jahren will der Bund 120 Millionen Euro für Frauenhäuser und Fachberatungsstellen zur Verfügung stellen.

Der Bund will in den kommenden vier Jahren 120 Millionen Euro für Frauenhäuser und Fachberatungsstellen für von Gewalt betroffene Frauen zur Verfügung stellen. Dies sei ein wichtiger Impuls, um Frauenhäuser und Beratungsstellen besser aufzustellen, erklärte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) am Montag in Berlin. Jede Frau in einer Notsituation müsse schnelle Hilfe bekommen.

Das Geld soll in den Aus-, Um- und Neubau sowie in die Sanierung der Frauenhäuser und Beratungsstellen fließen. Von 2020 bis 2023 soll es jährlich 30 Millionen Euro geben. Ziel sei dabei auch, die Hilfseinrichtungen besser zugänglich zu machen und innovative Wohnformen für betroffene Frauen und gegebenenfalls deren Kinder zu schaffen.

Die große Koalition hatte ein Investitionsprogramm für Frauenhäuser im Koalitionsvertrag angekündigt. Die Länder hätten zwar ein Hilfesystem aufgebaut, dennoch fänden nicht immer alle Frauen die Unterstützung, die sie benötigten, sagte die Vorsitzende der Frauenministerkonferenz, die rheinland-pfälzische Ministerin Anne Spiegel (Grüne). Silvio Witt, Oberbürgermeister von Neubrandenburg und Mitglied im Präsidium des Deutschen Städtetags, sagte, der Ausbau sei erforderlich, weil Frauenhäuser bundesweit überlastet seien.

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