"Zeit" bekommt neues Ressort für Streit

epd-bild/Norbert Neetz

Neues bei der Wochenzeitung "Die Zeit" (Archivbild vom 70. Geburtstag vor drei Jahren).

Neues bei der Wochenzeitung "Die Zeit" (Archivbild vom 70. Geburtstag vor drei Jahren).

"Wir wollen einen kleinen Beitrag dazu leisten, den Begriff Streit wieder positiv zu besetzen", sagt "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo - und stellt bis zu vier Seiten zur Verfügung.

Die Wochenzeitung "Die Zeit" hat ein neues Ressort. Auf bis zu vier Seiten soll künftig gestritten werden, wie die Zeit Verlagsgruppe am Mittwoch in Hamburg mitteilte. "Wir wollen einen kleinen Beitrag dazu leisten, den Begriff Streit wieder positiv zu besetzen", sagte Chefredakteur Giovanni di Lorenzo. Aktuell werde der Begriff "von den Rändern dominiert und vom unbedingten Willen, die jeweils andere Seite falsch zu verstehen".

Im Streit-Ressort sollen nach Angaben des Verlags "große Debatten und Kontroversen in unterschiedlichen dialogischen Formaten" einen Platz bekommen. Es wird von Charlotte Parnack und Jochen Bittner geleitet.

Ressorts Wissen und Chancen zusammengelegt

In dem Format "60 Zeilen Liebe" wird eine öffentlich besonders geschmähte Person der vergangenen Woche wieder aufgerichtet. In der Kolumne "Twitter-Tiefpunkt" sollen die NDR-Journalistin Anja Reschke und Ulf Poschardt, Chefredakteur der Welt-Gruppe, abwechselnd einen aus ihrer jeweiligen Sicht besonders ärgerlichen Tweet rezensieren. Das neue Ressort sei gemeinsam mit der Community-Redaktion und "Zeit Online" entwickelt worden.

Zudem hat die Wochenzeitung die Ressorts Wissen und Chancen zusammengelegt. In dem Großressort soll mehr Platz sein für "große, interdisziplinäre Recherchen". Die eigene Arbeit will das Blatt in dem Ressort zudem durch Quellenangaben zu den großen Artikeln transparenter machen. Auch im Politik-Ressort gibt es Neuerungen wie beispielsweise einen wöchentlichen politischen Fragebogen mit 30 Fragen an Prominente aus Politik, Wirtschaft und Kultur.

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