Platzeck: '89 war im Kern eine "evangelische Revolution"

epd-bild / Bernd Bohm

Fürbittandacht in der Gethsemanekirche in Ost-Berlin am 9. Oktober 1989

Fürbittandacht in der Gethsemanekirche in Ost-Berlin am 9. Oktober 1989

Für Brandenburgs früheren Ministerpräsidenten Matthias Platzeck waren die Ereignisse im Herbst 1989 in der DDR im Kern "eine evangelische Revolution".

Es sei kein Zufall, dass sich die friedliche Revolution mit Orten wie der Berliner Gethsemanekirche, der Leipziger Nikolaikirche und der Potsdamer Friedrichskirche verbinde, sagte der SPD-Politiker am Dienstag in Potsdam bei einem Zeitzeugengespräch 30 Jahre nach der friedlichen Revolution in der Evangelischen Kirchengemeinde Babelsberg.

"Unterschied zwischen katholischer und evangelischer Kirche"

Heute sei immer davon die Rede, dass sich beide große Kirchen im Herbst 1989 den Demonstranten geöffnet haben. "Es gab aber einen großen Unterschied zwischen katholischer und evangelischer Kirche. Das muss auch mal gesagt werden", sagte Platzeck. Bei den Katholiken seien zumeist die Türen geschlossen geblieben. Zwar habe es auch innerhalb der evangelischen Kirche viele kontroverse Diskussionen gegeben, inwieweit man der DDR-Opposition Räume und Podien biete, "aber am Ende gingen die Türen für die Demonstranten auf".

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