KKR erreicht Beteiligung von mehr als 40 Prozent an Springer

epd-bild/Rolf Zoellner

Axel Springer Verlag in Berlin (Archivbild)

Axel Springer Verlag in Berlin (Archivbild)

Der US-Finanzinvestor KKR hat eine Beteiligung von 42,5 Prozent beim Medienunternehmen Axel Springer erreicht. Der Vollzug des Angebots steht weiterhin unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher und medienkonzentrationsrechtlicher Freigaben.

Der US-Finanzinvestor KKR hat eine Beteiligung von 42,5 Prozent beim deutschen Medienkonzern Axel Springer erreicht. Nach Ablauf der weiteren Annahmefrist am 21. August um Mitternacht wurde diese Annahmequote erzielt, wie Springer und KKR am Montag in Berlin mitteilten. Darüber hinaus seien außerhalb des Übernahmeangebots Vereinbarungen über den Erwerb von 1,04 Prozent der Anteile abgeschlossen worden. Der Vollzug des Angebots steht weiterhin unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher, außenwirtschaftsrechtlicher und medienkonzentrationsrechtlicher Freigaben.

Nach Ablauf einer ersten Frist am 2. August verfügte der KKR bereits über 27,8 Prozent des Grundkapitals. In der nachträglichen Frist wurde das Angebot für weitere 14,7 Prozent der Anteile angenommen. Dazu gehören auch Anteile der beiden Springer-Enkel Ariane Melanie Springer und Axel Sven Springer im Gesamtumfang von etwa 3,7 Prozent des Grundkapitals. Zusammen halten beide nun noch rund sechs Prozent am Konzern.

Springer von der Börse nehmen

KKR wollte insgesamt mindestens 20 Prozent des Grundkapitals erwerben und plant, Springer von der Börse zu nehmen. Der US-Finanzinvestor bot 63 Euro je Aktie. Die Verlegerin Friede Springer, die 42,6 Prozent der Anteile kontrolliert, und der Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner, der 2,8 Prozent der Anteile besitzt, wollen ihre Beteiligungen behalten.

Zu Springer mit Sitz in Berlin gehören neben "Bild" und "Welt" unter anderem auch die Nachrichtenseite "Business Insider", die News-App "Upday" sowie Kleinanzeigenportale wie "Immonet" und "Stepstone". Der Konzern betreibt zudem den TV-Nachrichtensender Welt. Im vergangenen Jahr steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um 4,1 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro.

KKR wurde 1976 in New York von Henry Kravis and George Roberts gegründet. Die Gesellschaft beschreibt sich selbst als führende globale Investmentfirma und besitzt ein Fondsvolumen von rund 200 Milliarden Dollar. Gemeinsam mit dem Medienmanager Fred Kogel baut KKR derzeit ein neues deutsches Unternehmen im Film- und Fernsehbereich auf und hat dafür eine Reihe von Produktionsfirmen und Vertriebsgesellschaften aufgekauft.

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