Klimaaktivisten kündigen neue Proteste gegen Braunkohletagebau an

epd-bild/Meike Boeschemeyer

Aktivistin des Aktionsbündnisses "Ende Gelände" (Archivbild)

Aktivistin des Aktionsbündnisses "Ende Gelände" (Archivbild)

Die Klimaschutz-Gruppe "Ende Gelände" hat für Ende Juni angekündigt, erneut Tagebaue zu blockieren. Das Aktionsbündnis fordert den sofortigen Kohleausstieg.

Das Aktionsbündnis "Ende Gelände" hat für Juni erneute Großproteste im rheinischen Braunkohlerevier angekündigt. Vom 19. bis 24. Juni sollen Tagebaue blockiert werden, um der Forderung nach einem sofortigen Kohleausstieg Nachdruck zu verleihen, wie die Klimaschutz-Gruppe am Montag in Köln mitteilte. Dazu würden Tausende Klimaaktivisten aus ganz Europa erwartet. Wegen der zeitgleich in Bonn stattfindenden UN-Klimaverhandlungen werde auch mit Gäste aus den Ländern des globalen Südens gerechnet.

Auf ganzer Linie versagt

Die Politik habe beim Klimaschutz auf ganzer Linie versagt, kritisierte Pressesprecherin Kathrin Henneberger. "Mit dem Ergebnis der Kohlekommission rasen wir weiter ungebremst auf eine Welt vier bis sechs Grad heißer zu. Kohlekonzerne und Regierungen verfeuern unsere Zukunft." Ein Kohleausstieg erst im Jahr 2038 bedrohe unter anderem die Dörfer am Tagebau Garzweiler. Als größte CO2-Quelle Europas gefährde das rheinische Braunkohlerevier zudem ganze Inselstaaten und Küstenregionen in der Welt.

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