Weiße Evangelikale in den USA bleiben Republikanern treu

Laut Befragungen nach den US-Kongresswahlen wählten weiße evangelikale Christen erneut überwiegend republikanische Kandidaten.

Bei den US-Kongresswahlen haben die Glaubensgruppen sehr unterschiedlich abgestimmt. Laut Nachwahlbefragungen zu der Abstimmung vom Dienstag wählten weiße evangelikale Christen erneut überwiegend republikanische Kandidaten, wie der Fernsehsender CNN am Mittwoch (Ortszeit) berichtete. Drei Viertel der weißen evangelikalen Wähler hätten republikanisch abgestimmt.

Katholiken bevorzugen Demokraten

Rund die Hälfte der katholischen Wähler hätten Demokraten gewählt. Protestanten hätten zu 38 Prozent demokratisch und zu 61 Prozent republikanisch abgestimmt, jüdische Wähler zu 79 Prozent demokratisch und zu 17 Prozent republikanisch, Menschen ohne Religionszugehörigkeit zu 70 Prozent demokratisch und zu 28 Prozent republikanisch.

Die Befragung enthält keine Daten über das Wahlverhalten afro-amerikanischer Christen. Insgesamt hätten jedoch 90 Prozent der schwarzen Wähler bei Demokraten ihre Kreuze gemacht. Weiße hätten zu 54 Prozent republikanisch gewählt, weiße Männer zu 60 Prozent.

Nach Darstellung des Direktors vom "Public Religion Research Institute", Robert Jones, sind weiße Evangelikale offenbar sehr stark politisch engagiert. Sie stellten 26 Prozent der Wähler, obwohl sich nur 15 Prozent der US-Amerikaner als weiße evangelikale Protestanten identifizierten, sagte Jones.

2016 hatten bei der Präsidentenwahl rund 80 Prozent der weißen evangelikalen Wähler für Donald Trump gestimmt. Der konservative Verband "Faith and Freedom Coalition" erklärte am Mittwoch, die "Rekord-Wahlbeteiligung" bei Evangelikalen und gläubigen Menschen sei entscheidend gewesen für republikanische Erfolge am Wahltag.

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