EKD-Ratsvorsitzender: Christen sollen sich für Demokratie engagieren

epd-bild/Friedrich Stark

Heinrich Bedford-Strohm

Heinrich Bedford-Strohm

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, fordert von Christen in verantwortlichen Positionen Engagement in aktuellen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen.
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"In Zeiten eines nicht mehr selbstverständlich vorhandenen Konsenses über Grundorientierungen braucht es Menschen, die sich mit Leidenschaft für eine lebendige und von sozialer Verantwortung geprägte Demokratie engagieren", sagte Bedford-Strohm laut Mitteilung am Freitag im nordrhein-westfälischen Schwerte. Christen sollten dabei in der ersten Reihe stehen, betonte er in seinem Festvortrag anlässlich des 70-jährigen Bestehens des Evangelischen Studienwerkes Villigst.

Lob für evangelische Begabtenförderung

Gesellschaftliche Verantwortung ist laut Bedford-Strohm "Teil der DNA" des Begabtenförderungswerks der evangelischen Kirchen in Deutschland, das 1948 nach dem Ende der NS-Herrschaft ins Leben gerufen wurde. "Das Evangelische Studienwerk wurde gegründet, um junge Menschen zu ermutigen und zu befähigen, ihren Glauben auch in der Gesellschaft zu bezeugen und gesellschaftlichen Fehlentwicklungen aus der Kraft des Glaubens entgegenzutreten", erklärte der EKD-Ratsvorsitzende und bayerische Landesbischof, der selbst ehemaliger Stipendiat der Einrichtung ist.

Gegenwärtig fördert das Studienwerk fast 1.200 Studierende aller Fachrichtungen sowie 200 Promovierende, wie die Einrichtung auf ihrer Internetseite mitteilt. Zu den bekanntesten Alumni zählen die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann, Sachsens ehemaliger Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (CDU) und der verstorbene Autor und Moderator Roger Willemsen.

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