Gerhard Richter bekommt in Dresden Europäischen Kulturpreis

epd-bild/Rolf Zoellner

Bilder-Zyklus von Gerhard Richter im Reichstagsgebaeude

Bilder-Zyklus von Gerhard Richter im Reichstagsgebaeude

Der Maler und Bildhauer Gerhard Richter erhält am 8. Juni in Dresden den Europäischen Kulturpreis Taurus für sein künstlerisches Lebenswerk.
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"Mit diesem Preis würdigen wir einen Künstler, der in seinem auf traditionell malerischen Elementen basierenden Werk stets sehr intime Optionen auslotet", erklärte das Europäische Kulturforum Dresden am Freitag zur Begründung. Richter sei "ein Künstler zwischen Ost und West, ein wahrhaft europäischer Künstler".

Wie vor einigen Wochen bereits bekanntgegeben wurde, wird zur Preisverleihung in der Dresdner Frauenkirche auch Fürst Albert II. von Monaco erwartet. Er werde den undotierten Kulturpreis für die Prince Albert II of Monaco Foundation und die Deutsche Meeresstiftung entgegennehmen, hieß es. Damit werde deren Engagement für den Natur- und Umweltschutz geehrt. Zudem sollen unter anderem der Schauspieler Daniel Brühl, der Tenor Piotr Beczcala und die Sopranistin Anja Harteros sowie die Dresdner Musikfestspiele mit ihrem Intendanten Jan Vogler den Taurus-Preis erhalten.

Bekenntnis zur Heimatstadt

Richter hinterfrage eine "subjektiv wahrgenommene Wirklichkeit" mit Skepsis. In all seinen Schaffensphasen gebe er persönliche Einblicke in seine familiäre, aber auch politische Umgebung, hieß es weiter. Zudem sei das vor zwölf Jahren gegründete Gerhard Richter Archiv bei den Dresdner Kunstsammlungen "ein Bekenntnis des großen Künstlers zu seiner Heimatstadt".

Die Auszeichnung sei für ihn "eine große und ganz unerwartete Ehrung", reagierte Richter, der heute in Köln lebt. Dass er ihn in seiner Geburtsstadt erhalte, freue ihn "natürlich ganz besonders".

Der Europäische Kulturpreis Taurus wird in Kooperation der Stiftung Frauenkirche und des Europäischen Kulturforums vergeben. Er würdigt jährlich Personen und Initiativen, deren herausragende Erfolge und Leistungen für das kulturelle Leben in Europa beispielhaft sind. Der undotierte Preis wurde erstmals 2006 vergeben.

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