Papst besorgt über Jerusalem-Pläne der USA

epd-bild / Norbert Neetz

Blick auf Jerusalem

Blick auf Jerusalem

Papst Franziskus warnt vor einer Anerkennung von Jerusalem als Hauptstadt Israels durch die USA.

Bei der Generalaudienz am Mittwoch in Rom äußerte sich das Oberhaupt der katholischen Kirche zutiefst besorgt über die Pläne von US-Präsident Donald Trump, die Botschaft seines Landes von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Angesichts der Gefahr wachsender Spannungen zwischen Israel und den Palästinensern rief der Papst dazu auf, den Status der Stadt zu schützen, wie es die Resolutionen der Vereinten Nationen vorsähen.

Berufung zur Stadt des Friedens

Jerusalem sei Juden, Christen und Muslimen gleichermaßen heilig, betonte Franziskus. Die Stadt habe eine besondere Berufung zum Frieden. "Ich bete dafür, dass diese Identität zum Wohl des Heiligen Landes, des Nahen Ostens und der ganzen Welt bewahrt und bestärkt werde", sagte der Papst. Zugleich warnte er davor, in einer von grausamen Konflikten gezeichneten Welt für wachsende Spannungen zu sorgen.

Das Kirchenoberhaupt hatte am Vorabend in einem Telefongespräch mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas über die Lage beraten, nachdem die Pläne Trumps bezüglich der US-Botschaft in Israel bekanntgeworden waren. Der Palästinenserpräsident habe nach einer Unterredung mit Trump, der ihm seine Pläne erläutert habe, das Gespräch gesucht, teilte Vatikansprecher Greg Burke mit.

Neue Lesermeinung schreiben

Wir freuen uns über einen anregenden Meinungsaustausch. Wir begrüßen mutige Meinungen. Bitte stützen Sie sie mit Argumenten und belegen Sie sie nachvollziehbar. Vielen Dank! Damit der Austausch für alle ein Gewinn ist, haben wir Regeln:

  • keine werblichen Inhalte
  • keine Obszönitäten, Pornografie und Hasspropaganda
  • wir beleidigen oder diskriminieren niemanden
  • keine nicht nachprüfbaren Tatsachenbehauptungen
  • Links zu externen Webseiten müssen zu seriösen journalistischen Quellen führen oder im Zweifel mit einem vertretbaren Prüfaufwand für die Redaktion verbunden sein.

Die Redaktion behält sich das Recht vor, Beiträge zu bearbeiten, macht dies aber stets kenntlich. Wir zensieren nicht, wir moderieren.
Wir prüfen alle Beiträge vor Veröffentlichung. Es besteht kein Recht auf Publikation eines Kommentars.