Diakonische Träger aus Berlin fusionieren

epd-bild / Werner Krueper

Untersuchung einer Blutprobe im klinischen Labor in der Evangelischen Elisabeth Klinik der Paul Gerhardt Diakonie in Berlin. Archivbild 2012

Untersuchung einer Blutprobe im klinischen Labor in der Evangelischen Elisabeth Klinik der Paul Gerhardt Diakonie in Berlin. Archivbild 2012

Zwei große diakonische Träger aus Berlin schließen sich zusammen: Der Berliner Krankenhausträger Paul Gerhardt Diakonie fusioniert zum 1. Januar 2018 mit dem Evangelischen Johannesstift. Das neue Sozialunternehmen beschäftigt 8.600 Mitarbeiter.

Das neue diakonische Gesundheits- und Sozialunternehmen mit dem Namen Paul Gerhardt Diakonie gAG wird neben dem Schwerpunkt in der Region Berlin-Brandenburg auch in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen tätig sein. Ziel der Partner sei es, vor dem Hintergrund eines wachsenden Kostendruckes die Herausforderungen in der Gesundheits- und Sozialbranche besser zu meistern, sagte der Sprecher des Vorstandes, Martin von Essen, am Dienstag in Berlin : "Wir können das zusammen besser, als wenn es jeder einzeln macht."

Krankenhäuser und Jugendarbeit

Der künftige Träger verfügt über zehn Krankenhäuser, rund 30 Einrichtungen zur Betreuung älterer Menschen und mehr als 40 in der Jugendarbeit. Hinzu kommen den Angaben zufolge zahlreiche Angebote für Menschen mit Behinderung, Inklusionsbetriebe, Hospizarbeit, zwei Akademien zur Ausbildung sowie Angebote zur Personalentwicklung und -vermittlung. Als die drei tragenden Säulen des Sozialunternehmens benannte von Essen fachliche Professionalität, eine gute Ökonomie und im geistlichen Bereich Spiritualität und Ethik. Der Verbund sei in diesem Bereich der größte Träger in Ostdeutschland und in der Zukunft auch für weitere Partner offen, sagte der Sprecher des Vorstandes.

Kündigungen ausgeschlossen

Die Fusion war bereits 2015 von den Aufsichtsgremien beschlossen worden. Für die Mitarbeiter bedeute die Fusion eine größere Stabilität und Sicherheit. Kündigungen seien ausgeschlossen.

Von den derzeit rund 8.600 Mitarbeitern arbeiten knapp 5.000 in Krankenhäusern, erläuterten Finanzvorstand Andreas Mörsberger und Personalvorstand Andreas Arentzen. Der Umsatz des künftigen Unternehmens liege bei 580 Millionen Euro im Jahr, im Krankenhausbereich allein sind es rund 400 Millionen Euro. Aufsichtsratsvorsitzender ist der frühere Konsistorialpräsident der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und heutige Juristische Direktor der Evangelischen Wittenbergstiftung, Ulrich Seelemann.

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