Umfrage: Zwei Drittel der Bürger halten Energiewende für zu teuer

epd-bild / Steffen Schellhorn

Solarpark in Sachsen-Anhalt

Solarpark in Sachsen-Anhalt

Zwei von drei Deutschen sind der Meinung, die Energiewende koste zu viel Geld.

Wie eine am Dienstag in Berlin veröffentlichte Umfrage ergab, glauben zudem 65 Prozent, dass die "kleinen Leute" die Kosten der Energiewende tragen, während Unternehmen und Wohlhabendere eher davon profitieren. Die Untersuchung wurde vom Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS), der "100 Prozent Erneuerbar Stiftung" und der "Innogy Stiftung für Energie und Gesellschaft" erarbeitet.

Mehr als 60 Prozent für Ausstieg aus Kohle

Demnach befürworten etwa 88 Prozent der Bürger grundsätzlich die Kehrtwende in der Energieversorgung. Zustimmung kommt laut der Studie aus allen Gesellschaftsschichten, unabhängig von Alter, Bildungsstand, Einkommen, politischer Präferenz oder Wohnort. Auch 59 Prozent der AfD-Anhänger sind für die Energiewende. Selbst unter Menschen, die am Klimawandel zweifeln, sprechen sich 77 Prozent dafür aus.

Den Kohleausstieg befürworten den Angaben zufolge rund 63 Prozent der Bundesbürger. Positiv bewertet wird die Abkehr von der Kohle selbst in Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt, wo Braunkohle abgebaut wird.

Wie die Umfrage weiter ergab, ist jedoch fast die Hälfte der Bevölkerung (49 Prozent) mit der Politik der großen Koalition bei der Umsetzung der Energiewende unzufrieden. 84 Prozent sehen den Staat in der Verantwortung, eine ausreichende Energieversorgung für alle Menschen in Deutschland sicherzustellen. Für die Studie wurden die Daten von 7.500 Haushalten ausgewertet. Hinzu kamen qualitative Befragungen.

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