Ausstellung über ägyptische Künstlergruppe in Düsseldorf

epd-bild/Kunstsammlung NRW

"Mahasseb Il-Sayyidah" (Die Glücklichen von Sayyidah) von Abdel Hadi El-Gazzar, 1953, Öl auf Karton

"Mahasseb Il-Sayyidah" (Die Glücklichen von Sayyidah) von Abdel Hadi El-Gazzar, 1953, Öl auf Karton

Werke eines surrealistischen ägyptischen Künstlerkollektivs zeigt die Kunstsammlung NRW im Museum K20 in Düsseldorf. Die Ausstellung "Art et Liberté. Umbruch, Krieg und Surrealismus in Ägypten 1938-1948" ist bis zum 15. Oktober zu sehen.

Die Ausstellung, die am Samstag eröffnet wird, erzähle die Geschichte der fast vergessenen ägyptischen Künstlergruppe "Art et Liberté" (Kunst und Freiheit), kündigte das Museum am Donnerstag an. Dieses surrealistische Kollektiv aus Schriftstellern und bildenden Künstlern formierte sich kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs im von Großbritannien kontrollierten Königreich Ägypten.

200 Werke aus zwölf Ländern

Die Beteiligten hatten sich dem künstlerischen Kampf gegen Faschismus, Nationalismus und Kolonialismus verschrieben. Mit Blick auf die diffamierende NS-Propagandaschau "Entartete 'Kunst'" überschrieb die Gruppe ihr Gründungsmanifest im Dezember 1938 mit: "Es lebe die entartete Kunst!"

Die Kunstsammlung NRW zeigt gut 200 Leihgaben aus zwölf Ländern, darunter Gemälde und Grafiken, Fotografien, Filme, Bücher und Dokumente. Sie seien oft provokativ, subversiv und anarchisch, aber auch poetisch, erklärte die Kunstsammlung. Die Schau war zuvor in Paris und Madrid zu Gast. Nach Düsseldorf soll sie ab Mitte November in der Tate Liverpool und im kommenden Jahren im Moderna Museet in Stockholm gezeigt werden.