Bistum entlässt Lehrer wegen sexuellen Missbrauchs

Das Bistum Hildesheim hat gegen einen Lehrer der katholischen Marienschule in Hildesheim Strafanzeige wegen sexuellen Missbrauchs Schutzbefohlener gestellt.

Der Pädagoge habe zugegeben, gegenüber einer jugendlichen Schülerin "sexuell übergriffig" geworden zu sein, teilte das Bistum am Dienstag mit. Er sei vom Unterricht suspendiert und fristlos entlassen worden. Außerdem dürfe er die Schule nicht mehr betreten. Bischof Norbert Trelle zeigte sich "schockiert und bestürzt".

Die Hildesheimer Staatsanwaltschaft bestätigte den Eingang der Anzeige. Es sei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, sagte eine Sprecherin dem epd. Um das Opfer zu schützen, werde die Staatsanwaltschaft derzeit keine Angaben zu den näheren Umständen des Falles machen. Der Lehrer befinde sich nicht in Untersuchungshaft.

Mann hat Tat zugegeben

Die Eltern der Schülerin informierten nach Angaben des Bistums die Schulleitung in der vergangenen Woche über den Missbrauch. Der zuständige Direktor der Hauptabteilung Bildung im Bischöflichen Generalvikariat Hildesheim, Jörg-Dieter Wächter, habe den Lehrer daraufhin unverzüglich vorgeladen. Im Gespräch habe der Mann seine Tat zugegeben.

Das Bistum hat der Jugendlichen und ihren Eltern nach eigenen Angaben umfassend Hilfe angeboten. Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte der Betroffenen werde die Diözese keine weiteren Angaben zu diesem Fall machen, hieß es.