Wie sind wir in Zukunft mobil und wer zahlt dafür?

Wer hat die großen Autos, wer fliegt oft?
Wer hat die großen Autos, wer fliegt oft?

Getty Images/olaser

Die autofreie Stadt: ein Traum?

"Male bicyclist in profile in environment friendly Stockholm, Sweden. Using the empty bus lane to bypass stationary car queue.See also"

Menschen, die viel Geld haben. Sie müssen bei der Mobilitätswende auf Privilegien verzichten. Ein Doppelinterview mit Verena Bentele und Ruth Gütter über eine Handlungsempfehlung, wie wir in Zukunft unterwegs sind – sozial gerecht und ökologisch.

Wie sind Sie derzeit mobil?

Verena Bentele: Mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Ich lebe in München, arbeite in Berlin, zwischen beiden Städten nutze ich den ICE. Weil ich blind bin, habe ich kein Auto. Freunde nehmen mich natürlich manchmal mit. Und an den Wochenenden fahre ich Tandem. Könnte ich sehen, würde ich sehr gern allein durch die Gegend radeln.

Ruth Gütter: Ich wohne in Kassel, arbeite in Hannover und pendele mit dem Zug. Ich habe vor zwölf Jahren mein Auto abgeschafft und komme trotzdem mit dem Rad und dem ÖPNV gut voran. Ich engagiere mich deshalb in einer Arbeitsgruppe des  Klimaschutzrates der Stadt Kassel, damit unter anderem der ÖPNV in Kassel noch besser wird.

Verena Bentele

Verena Bentele ist seit 2018 Präsidentin des größten deutschen Sozialverbands, des "Sozialverbands VdK Deutschland e.V.", der die Interessen von mehr als 2,1 Millionen Mitgliedern vertritt. Bekannt wurde Bentele auch als Sportlerin. Als Biathletin und Skilangläuferin holte sie von 1995 bis 2011 vier Weltmeistertitel und wurde zwölf Mal Paralympics-Siegerin. Die studierte Literaturwissenschaftlerin war von 2014 bis 2018 Behindertenbeauftragte der Bundesregierung.

Dr. Ruth Gütter

Dr. Ruth Gütter, Oberkirchenrätin, ist Referentin für Fragen der Nachhaltigkeit in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Welche Erfahrungen machen Sie als Frau, die nicht sehen kann, Frau Bentele?

Bentele: Ganz unterschiedliche. Wenn ich außerhalb einer Stadt wie München oder Berlin unterwegs bin, gibt es schon mal deutliche Verspätungen – besonders, wenn alle wieder vom Winter überrascht sind. An Barrierefreiheit hapert es leider auch oft. Ich komme mit Treppen und hohen Einstiegen klar, Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Kinderwagen aber nicht. Für mich sind Durchsagen wichtig. Gestern war ich in Berlin unterwegs, da waren die Ansagen ausgefallen, dann muss ich andere Fahrgäste um Hilfe bitten. Aber prinzipiell mache ich gute Erfahrungen.

Sie warnen in Ihrem Buch vor einer Spaltung der Gesellschaft, welche genau meinen Sie?

Bentele: Die zwischen Arm und Reich, die auch viel damit zu tun hat, wie mobil wir sind. Die kommende Bundesregierung hat deshalb mit Blick auf die Mobilität eine riesige Verantwortung. Menschen mit mehr finanziellen Möglichkeiten tragen mehr zur Erderwärmung bei. Es ist nur folgerichtig, dass die, die besser situiert sind, sich in Zukunft mehr einbringen. Sie haben die größeren Autos und machen die Fernreisen. Wenn jedoch das Engagement wohlhabender Klimaschützer am Ende dazu führt, dass ältere Menschen mit wenig Geld nicht mehr mit ihrem alten Diesel in die Stadt zum Arzt fahren können, geht das nicht. Jeder Mensch hat das Recht auf Mobilität, barrierefrei und klimafreundlich.

Gütter: Das stimmt. In der Pandemie hat man gesehen, wer auf die Öffentlichen angewiesen war. Die Wohlhabenderen sind aufs Auto ausgewichen. Im Winter habe ich mich auch manchmal in teilweise überfüllten Zügen und Bussen unwohl gefühlt. Deshalb fordern wir in unserem Papier ja den Ausbau des ÖPNV. Und der beinhaltet, dass Busse und Bahnen sauberer und geräumiger werden müssen. Ich sehe eine zweite Spaltung: die zwischen Stadt und Land. Auf dem Land sind viele Menschen aufs Auto angewiesen.

Wie überzeugen Sie Nachbarn, Freunde, Verwandtschaft, dass nach der Pandemie sofort die nächste Veränderung her muss – die Mobilitätswende?

Gütter: Wir haben ja schon vor Corona gesehen, dass wir nicht nachhaltig unterwegs sind und eine Mobilität haben, die viele stresst. Corona kann – so schlimm diese Krise ist – auch eine Chance sein, um gesamtgesellschaftlich umzusteuern. Paradoxerweise haben wir zuletzt die Klimaziele erreicht, weil wir gezwungen waren, für eine Weile herunterzufahren. Die Frage ist: Brauchen wir noch alles, was wir vor Corona gebraucht haben?

Haben Sie denn das Gefühl, die Leute fragen sich das? 

Gütter: Unsere Gesellschaft ist gespalten. An mich tritt eine wachsende Zahl von Menschen heran, die fordert, dass sich etwas verändern muss. Aber viele wollen auch zurück in die alte Normalität.

Im Wahlkampf sorgte eine Erhöhung des Benzinpreises um 16 Cent für einen Aufschrei. Wie will man gegen so große Beharrungskräfte ankommen, ohne die Menschen aus dem Blick zu verlieren, die nicht viel Geld haben?

Bentele: Ich will am liebsten eine autofreie Stadt. Ich laufe manchmal, wenn Baustellen auf dem Gehweg sind, auf der Straße. Und wenn jemand hupt, rufe ich: "Ich zahle auch Steuern für die Straße, dann darf ich diese jetzt auch mal benutzen."  Ich hätte gern mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger. Viele denken, wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass. Fürs Klima wollen die meisten etwas tun. Aber wenn Fliegen oder Fleisch deutlich teurer werden, wenn Radwege in der Stadt eingeführt werden, wo vorher Autos fahren durften, ist das für viele Menschen ein Dilemma. Wo sind wir bereit, einen neuen Konsens zu finden? Brauchen wir alle selbst ein Auto oder können wir uns auch eines teilen? Wo bin ich bereit zu verzichten? Alle scheuen sich, das auszusprechen. Deswegen argumentiere ich gegenüber meinen Mitgliedern lieber, welches Angebot wir ihnen machen können, und wie die Mobilität in Zukunft aussieht.

Zum Beispiel Bürgerbusse?

Bentele: Genau. Mein Vater hat so einen Bus am Bodensee eingeführt. Das Angebot wurde zu Beginn schleppend angenommen, die Leute müssen erst lernen, dass es den gibt. Und dass er nicht 24/7 unterwegs sein kann. Man muss den eigenen Friseurtermin dann eben nach den Fahrtzeiten richten. Im Moment komme ich auch nicht ohne Auto in das Sechs-Häuser-Dorf, in dem meine Eltern leben. Es war daher nie die Frage, dort wieder hinzuziehen, weil mich immer jemand irgendwo einsammeln müsste. Aber gerade für ältere Menschen, die auf dem Land leben, ist so ein Bus super.

Gütter: Eine evangelische Kirchengemeinde in Nordhorn hat sich Gedanken gemacht, dass sonntags nicht immer 30 Leute zum Gottesdienst mit dem eigenen Auto kommen müssen. Ein Kirchenbus klappert die Dörfer ab und holt die Leute ab. Das funktioniert super. Für eine sozial-ökologische Transformation muss jeder Einzelne bereit sein, einen Beitrag zu leisten. Wir dürfen Veränderungen nicht nur an andere adressieren. Aber wir betonen in unserem Papier, dass wir bessere Rahmenbedingungen brauchen.

Welche?

Gütter: Zum einen sind das Instrumente, die Wohlsituierte herausfordern. Also: Dienstwagenprivileg abschaffen, Pendlerpauschale umgestalten. Im Gegenzug muss der ÖPNV besser und günstiger werden.

Welche Rückmeldungen haben Sie zum Bündnis?

Gütter: Sehr viele finden es gut, vereinzelt gibt es Kritik. "Was hat Kirche mit Mobilität zu tun?", ist eine typische Frage. Meine Antwort ist: Der Einsatz für Gerechtigkeit und den Erhalt der Schöpfung gehört zu unseren Kernaufgaben. Der Mobilitätssektor hat überhaupt noch nichts zur CO2-Ersparnis beigetragen. Im Gegenteil. Also ist das auch ein Thema für uns.

Frau Bentele, Pendlerpauschale, Dienstwagenprivileg – das sind heilige Kühe. Wie schafft man es, solche Privilegien abzubauen?

Bentele: Das geht nur mit politischem Mut, klar zu sagen, dass man sich nicht immer auf das Arbeitsplatzargument zurückziehen kann.

Sie sind als Lobbyistin in Berlin unterwegs. Was spiegeln Ihnen Politikerinnen denn zurück, wenn Sie diesen Mut einfordern?

Bentele: Vielen tut es weh zu sagen, dass wir Veränderungen brauchen. Menschen mögen Veränderungen nicht, und die Politiker wissen, dass ihnen nicht die Herzen zufliegen, wenn sie davon reden. Der Klimawandel forciert aber Veränderungen. Viele sehen es aber als ihr ureigenes Recht, dreimal im Jahr einen Fernstreckenflug zu machen.

Kommt ein Bürgerbus gegen das Statussymbol Auto an?

Gütter: Meine Tochter lebt in Berlin, sie sieht – wie viele in Berlin – in einem Auto eher ein Hindernis. Die Autoindustrie hat verstanden, dass sie Teil der Lösung sein muss. Wir haben auch Gewerkschaften im Bündnis – und es gab keine grundsätzlichen Differenzen. Wir hatten Expertenanhörungen, wie viele Arbeitsplätze entstehen, wenn die Autoindustrie nicht mehr nur Autos verkauft, sondern Mobilität. Zum Beispiel durch das autonome Fahren. Man ordert Autos, die einen abholen. Es gibt Experten, die sehen ein Nullsummenergebnis voraus aus Jobs, die verloren gehen – und solchen, die entstehen. Manche erwarten sogar einen Zuwachs. Aber klar, das ist kein Spaziergang.

Bentele: Wir wollen nicht die Autoindustrie angreifen. Aber meine Kritik ist, dass Industrie und Politik gewartet haben, bis es nicht mehr geht. Es ist gut, dass sich nun so viele Gruppen zusammengefunden haben. Wir, der VdK, haben über zwei Millionen Mitglieder, die evangelische Kirche mit 20 Millionen Menschen – wenn man alle zusammenzählt, sind wir viele. Dann können wir gestalten, mit guten Ideen. Es ist etwas Besonderes, dass wir uns hinter gemeinsamen Zielen versammeln.

Gütter: Ich habe dazugelernt. Es wurden nie so viele Fahrräder verkauft wie in jüngster Zeit – das schafft auch Arbeitsplätze. Aber wenn man weiß, wie schlecht Busfahrer verdienen, von denen übrigens viele in Rente gehen . . .

Bentele: . . . wir haben genug Arbeit. Wir brauchen Pflegekräfte. Wir haben Bedarf im ÖPNV. Aber welchen Wert hat Arbeit? Ich möchte nicht, dass der Ingenieur, der Autos plant, in Zukunft weniger verdient. Aber warum soll eine Pflegekraft so viel weniger verdienen als er? 

Frau Gütter, Sie leiten das Referat Nachhaltigkeit in der EKD und beschäftigen sich mit der Ethik des Genug. Muss die Kirche Spielverderber sein?

Gütter: Die Kirchen vertreten diese Ethik schon lange, die Resonanz war immer unterschiedlich. Es geht ja nicht nur darum, dass diejenigen, die die planetaren Grenzen verletzen, sich zurücknehmen, sondern dass alle genug zum Leben haben und alle Menschen weltweit ihre Grundbedürfnisse decken können. Es geht um Gerechtigkeit und Zukunftsfähigkeit. Wir sind verantwortlich vor unserem Schöpfer und können nachfolgenden Generationen nicht die Lebensgrundlagen rauben. Daran immer wieder zu erinnern, ist unsere Aufgabe als Kirche.

Infobox

"Wie wir das Klima schützen und eine sozial gerechte Mobilitätswende umsetzen können", heißt das Papier an dem neben dem DGB, der G Metall, ver.di, SoVD, VdK, AWO, BUND, VCD und NABU auch die DGB, IG Metall, ver.di, SoVD, VdK, AWO, BUND, VCD, die Evangelische Kirche in Deutschland mitgearbeitet hat. Es steht hier kostenfrei zum Herunterladen bereit.

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Lesermeinungen

Die individuelle Mobilität ist, neben der Waschmaschine, eine der größten Errungenschaften. Beliebig unterwegs zu sein, ist der Inbegriff von Freiheit. Es muß nicht 150 km sein. Auch mit 120 komme ich in 8 Stunden weit. In der Nähe und auf dem Land ist die spontane Mobilität uerersätzlich. LITER-Preis € 3 ? Dann schränke ich alle anderen Käufe ein. Ein etwas schwächerer PS-Diesel mit Adblue hat den besten Fußabdruck. BIO ist kein Zwang. Essen kann ich auch zuhause. Geschenke? Sind häufig doch nur zur Freude des Schenkenden. Ich kann auch spartanisch gut leben. Damit und mit einem kleinen Kleiderschrank ist mein persönlicher ökologischer Fußabdruck tief. Freiheitsberaubung ist im Alter zwangsläufig. Dann wird sie auch alle anderen bedrängen. Lebensfreude wird nicht immer mit ÖVPN und dem Fahrrad nachts, im Winter, bei Regen, in der Kälte und in schwieriger Umgebung verbunden. Statt 1 Stunde täglich umständlich 2 Sunden zur Arbeit ist eine Last und Bestrafung. Mit dem ÖVPN und Taxen, mit Schuttelbussen und Mitfahrgelegenheiten in jede Ecke? Das Ende vieler Vereine, des regionalen Tourismus und vieler Sportaktivitäten ist unvermeidlich. Das alles bedeutet eine Diskriminierung der Dörfer, von Bewohnern einzelner Anwesen und der Provinz. Insgesamt eine typisch urbane Bevormundung.

Das wir soviel zuviel Waren- und Personenverkehr haben, liegt am Prinzip der Freiheit von/zu unternehmerischer Abwägungen in wettbewerbsbedingter Symptomatik, die hauptsächlich von einer gänzlich FALSCHEN Leistungsgerechtigkeit in "Wer soll das bezahlen?" ver-/gesteuert wird.

Wenn wir uns allerdings endlich eingestehen, daß diese wettbewerbsbedingte Symptomatik grundsätzlich falsch ist, weil sie die hauptsächliche URSACHE für unsere Probleme in gesellschaftlich-/global-konfusionierter Spaltung ist, dann würde nicht nur das Pendlerproblem ein menschenwürdiges Ende finden, es würde eine globale Ökonomie die quantitative Überproduktion von konfusioniertem Kommunikationsmüll stoppen, ohne dass sich irgendein Mensch ungerecht behandelt fühlen muss - GEMEINSCHAFTSEIGENTUM, auf der Basis eines UNKORRUMPIERBAREN Menschenrecht zu KOSTENLOSER Nahrung, MIETFREIES (Sozial-)Wohnen und ebenso KASSEN-/KLASSENLOSER Gesundheit.
Eine Leistungsgerechtigkeit (konsequent für die Gemeinschaft) die OHNE Steuern zahlen, OHNE manipulativ-schwankende "Werte", OHNE irrationalen Zeit-/Leistungsdruck zu/in einer Karriere von Kindesbeinen, usw., geradezu unendlich teilbar ist.

Zeigt uns Corona- und Klimakrise denn nicht deutlich genug wie und was wir nachhaltig und zweifelsfrei-eindeutig gottgefällig / wirklich-wahrhaftig vernünftig ändern müssen???

Diese Sprache ist mir nicht gegeben.
Allein der Begriff "gottgefällig" hat so seine Tücken. Wie noch der Sinn des Teufels (wer hat ihn warum geschaffen?) bis vor wenigen Jahrzehnten. Inzwischen wird er öffentlich nur noch selten beschworen. Was beklagt wird, sind die Folgen der unausrottbaren menschlichen Schwächen. Da uns von Geburt unweigerlich gegen, sind auch sie gottgefällig. Oder? Wer das bestreitet, begibt sich mit seiner "Wahrheit" in das Fahrwasser total irrationaler Gedankenspiele von Ursache und Wirkung, von Anfang und Ende, von Gut und Böse, von Plus und Minus. Das "Begriffsbild" von (Herrn?) Pendler ist mir unbegreiflich. Wir sind unsere eigenen "Wirte". Die Rechnung für aus der Zivilisation resultierenden Verbrauch, Verschwendung und Verbrennung macht uns die Natur. Auch als Ergebnis der bald 8 bis 10 Milliarden Mitbürger. Wenn deren Zahl und Leben auch göttlich ist, wer ist dann dafür verantwortlich? Den "lieben Gott" mit seiner Schöpfung für alles verantwortlich zu machen, stößt an Grenzen die grenzenlos sind.

Ockenga: "Da uns von Geburt unweigerlich gegen, sind auch sie gottgefällig. Oder?"

Von Geburt glaube ich nicht, aber seit unserem ersten und bisher einzigen geistigen Evolutionssprung ("Vertreibung aus dem Paradies") ganz gewiss - Konfusion, "Individualbewusstsein" und geistiger Stillstand, statt gottgefällige/vernünftige Entwicklung unserer Vernunftbegabung zu geistig-heilendes Selbst- und Massenbewusstsein für eine neue/weitere Seele eines Geistes der Gott/Vernunft, Schöpfung, Universum und/oder Zentralbewusstsein ist.

Mensch bedeutet IMMER ALLE!

Ockenga: "Wenn deren Zahl und Leben auch göttlich ist, wer ist dann dafür verantwortlich?"

Ob man diese Anzahl gottgefällig/vernünftig nennen kann, weiss nicht, aber verantwortlich im Sinne von Vernunft und "Vertreibung" ist Mensch - "Seid fruchtbar und mehrere euch", man kann sich darüber streiten ob die Schöpfung ein grenzenlos damit meinte, aber unsere Entwicklung, wo etwas gottgefälliges/vernünftiges geschehen/überwunden sein sollte, die hat in der Offenbarung eine vorhergesehene Grenze!?
Es könnte aber auch ein überraschender Ereignishorizont sein - nicht "Jüngstes Gericht" und Neuanfang, sondern der "längste Tag" für eine Party und Erweiterung der Schöpfung!?