Susanne Breit-Keßler über den perfekten Osterbrunch

Susanne Breit-Keßler über den perfekten Osterbrunch
Ostern mit allen Sinnen
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Foto: Susanne Breit-Keßler

Ostern Susanne Breit-Keßler Blog Mahlzeit

Ostern. Auferstehung. Licht im Dunkeln. Ein grandioses Fest des Lebens. Am schönsten ist es, wenn man ganz früh aufsteht und ungefrühstückt in die Osternacht eilt. Dort ist es zunächst finster wie in der Hölle – dann wird es Stück für Stück durch Kerzen paradiesisch hell. Was man sinnenhaft in der Kirche erlebt, lässt sich zuhause genussvoll fortsetzen.

Ein Osterbrunch in der Familie oder mit Freunden. Dazu gehören Eier, biologisch und selbst gefärbt natürlich. Für mich ist es auch selbstverständlich, nur Eier von Höfen zu kaufen, auf denen keine männlichen Küken getötet werden. Etwas anderes passt nicht zu Ostern. Auch sonst nicht. Eier sind das Symbol des Werdens und der Schöpfung.
Zurück zum Brunch. Tee, Kaffee, ein spritziger Birnensaft oder ein Gläschen Prosecco nach der enthaltsamen Fastenzeit. Dazu diverse Köstlichkeiten wie gefülltes Weißbrot (Rezept siehe unten), grüne Oliven, Weinblätter mit Reis, ein luftiger Osterzopf mit Butter und Marmelade oder ein Osterlamm aus Teig … Ich kann das aus Fleisch nicht essen, das bräche mir das Herz.

Alles in der Farbe des Lebens, des Wachstums, der Ewigkeit und des Lichts. Grün, weiß, Es ist wunderbar, zu reden, zu plaudern, sich Zeit nehmen. Open end. Ein weiter Blick auf unsere Ewigkeit. Ein Osterspaziergang im Goetheschen Sinne rundet das Ganze ab: „Jeder sonnt sich heute so gern. Sie feiern die Auferstehung des Herrn, denn sie sind selber auferstanden … Zufrieden jauchzet groß und klein: Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!" Gesegnete Ostern!

Rezept:

Ein kleines Kastenweißbrot längs zweimal durchschneiden. 400 Gramm Frischkäse nach Gefühl mit zwei hartgekochten Eiern, roter Paprika (roher oder eingelegter), kleingeschnittenen Essiggurken, Kapern, Radieschen und Petersilie sorgfältig vermischen. Ich füge gerne einen Esslöffel Mayonnaise aus dem Reformhaus oder einem Naturkostladen dazu. Kalorien sind nicht mein Problem und sollten an Ostern auch niemand anderes beschäftigen. Leben! Wer mag, kann noch kleingeschnittenen Schinken beimengen. Ordentlich pfeffern, ein bisschen salzen.

Die Füllung auf die untere Fläche streichen, den mittleren Brotteil draufsetzen, ebenfalls bestreichen. Mit der oberen Brotscheibe abdecken. Leicht zusammendrücken, mit Klarsichtfolie eng umhüllen, im Kühlschrank fest werden lassen. Mit einem sehr scharfen Messer senkrechte Scheiben schneiden. Kleiner Tipp: Von der Masse mehr herstellen, wenn man das Brot „fülliger will“. Dafür ist es dann etwas schwerer zu schneiden. Die Masse hält sich mehrere Tage und ist ein toller Brotaufstrich. Manche essen sie auch mit dem Finger aus der Schüssel heraus ...

 

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Über diesen Blog

Essen und Trinken hält Leib und ­Seele zusammen. Und darüber Neues zu lesen, macht den Geist fit. Susanne Breit-Keßler wünscht Guten Appetit!

Susanne Breit-Keßler
Susanne Breit-Keßler schrieb viele Jahre die Kolumne "Im Vertrauen" für chrismon. Seit 2000 ist sie Regionalbischöfin des evangelischen Kirchenkreises München-Oberbayern und seit 2003 Ständige Vertreterin des bayerischen Landesbischofs. Ihre journalistische Ausbildung absolvierte sie bei der Süddeutschen Zeitung und beim Bayerischen Rundfunk. Mehrere Jahre sprach sie "Das Wort zum Sonntag" in der ARD und war bereits Autorin des chrismon-Vorläufers "Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt".

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