Umfrage: Wo wollen Sie leben, was ist Ihnen wichtig?

Das Beste aus zwei Welten
Das Beste aus zwei Welten

Das Beste aus zwei Welten

Stadt oder Land? Viele Menschen würden wohl am liebsten in einer "urbanen Natur" leben.

­Wo wollen wir wohnen, was ist wichtig? Große Fragen, deshalb waren auch bis zu drei Antworten möglich. Fast die Hälfte der Befragten wünscht sich das Beste aus zwei Welten. ­ Also einerseits viel Natur, aber auch schnell einkaufen und fix zur Ärztin können. ­Kinos, Theater und Museen in der Nähe zu haben, das ist nur gut jeder und ­jedem Zehnten wichtig. Allerdings: In Orten mit unter 5000 Einwohnern wünscht sich jede Fünfte ein wenig Kultur ums Eck. Was man nicht hat, das schätzt man wohl besonders.

Infobox

Quelle: Kantar EMNID-Institut im Auftrag von chrismon (1013 Befragte). Bis zu drei Nennungen waren möglich.

Neue Lesermeinung schreiben

Wir freuen uns über einen anregenden Meinungsaustausch. Wir begrüßen mutige Meinungen. Bitte stützen Sie sie mit Argumenten und belegen Sie sie nachvollziehbar. Vielen Dank! Damit der Austausch für alle ein Gewinn ist, haben wir Regeln:

  • keine werblichen Inhalte
  • keine Obszönitäten, Pornografie und Hasspropaganda
  • wir beleidigen oder diskriminieren niemanden
  • keine nicht nachprüfbaren Tatsachenbehauptungen
  • Links zu externen Webseiten müssen zu seriösen journalistischen Quellen führen oder im Zweifel mit einem vertretbaren Prüfaufwand für die Redaktion verbunden sein.

Die Redaktion behält sich das Recht vor, Beiträge zu bearbeiten, macht dies aber stets kenntlich. Wir zensieren nicht, wir moderieren.
Wir prüfen alle Beiträge vor Veröffentlichung. Es besteht kein Recht auf Publikation eines Kommentars.

Lesermeinungen

Eine urbane Natur? Was ist denn das? Ein Bauerhof am Alexanderplatz, ein Kleingarten vor dem Bundeskanzleramt oder eine Kirmesbude im Brandenburger Tor? Urban ist die Großstadt. Die Natur ist dort, wo die Substanz gedeiht.

Viele Menschen würden lieber in einer urbanen Welt leben? Wie viele denn? Viele lässt die Mehrheit vermuten. Eine falsche Vorgabe. Deutschland ist geprägt davon, dass es trotz 83 Mio. keine wahren Großstädte hat. Im internationalen Maßstab ist Berlin ein Dorf. Die Stadt glaubt, davon leben und beachtet zu werden, dass dort angeblich die Post abgeht, die neuen Impulse gedeihen und alles in allem Berlin für alle anderen ein großes Vorbild ist. Eher ist es in wesentlichen Teilen umgekehrt. Ohne die verachtete Provinz ist die Stadt Berlin nicht denkbar. Das Land kann ohne Berlin leben und ein Regierungssitz ist variabel (Bonn). In Berlin regieren auch die Clans, zumindest wurden sie jahrzehntelang geduldet. Der rote Mob hat dort eine rechtsfreie Zone. Lebenswert ist eine solche Stadt, sind viele Städte, nicht. Die Kultur unserer Kleinstädte ist international ein Vorbild. Berlin sicher nicht. Wer von Süd nach Nord, von Ost nach West fährt und die BABs meidet, der findet eine Welt, die vor Lebensqualität strotzt. Berlin und die dortigen sozialliberalen Seminar-Ergebnisse der FU sind für viele Menschen außerhalb die pure Arroganz. Und wenn beide christlichen Kirchen sich auf die Städte verlassen müßten, wären sie schnell am Ende. Die von den Urbanen so häufig verachtete und beschimpfte Provinz, die Klein- und Mittelstädte (Landau, Freiburg, Mühlburg am Inn, Leer, Oldenburg, Schwerin, Jena), sind die Fixpunkte mit enormer Lebensqualität, die das urbane Berlin, Hamburg und Köln nie erreichen wird. Allenfalls deren Vorstädte, bzw. Randgebiete. Die uns führende Intelligenz in Wirtschaft, Verwaltungen und Parteien, in Kirchen und Sozialverbänden, kommt sicher nur selten aus den überheblichen urbanen Zentren. Die Provinz ist der Zahlmeister für unseren Wohlstand, den viele urbane Zentren verprassen.

Glückwunsch, lieber Herr Ockenga, Sie laufen zu hoher Form auf! Im Urlaubsmonat Juli, der traditionell auf chrismon ein überschaubares Leserkommentaraufkommen mit sich bringt, ist Deftiges am rechten Platz. Wer früher aus der Provinz - des richtigen Deutschlands, versteht sich - in die große Welt Berlins kam, konnte nahe der Mauer eigens errichtete Aussichtsplattformen ersteigen und einen schaudervollen Blick in den Unrechtsstaat tun.

Jetzt ist in ganz Berlin Rechtsstaat. Und mitten in dessen Hauptstadt gibt es eine rechtsfreie Zone, wo der rote Mob tobt! Das will auch ich angucken! Bitte die Adresse mitteilen! Wann kann der rote Mob bei seinem schändlichen Treiben besichtigt werden?

Fritz Kurz