Umfrage: Wo wollen Sie leben, was ist Ihnen wichtig?

Das Beste aus zwei Welten
Das Beste aus zwei Welten

Das Beste aus zwei Welten

Stadt oder Land? Viele Menschen würden wohl am liebsten in einer "urbanen Natur" leben.

­Wo wollen wir wohnen, was ist wichtig? Große Fragen, deshalb waren auch bis zu drei Antworten möglich. Fast die Hälfte der Befragten wünscht sich das Beste aus zwei Welten. ­ Also einerseits viel Natur, aber auch schnell einkaufen und fix zur Ärztin können. ­Kinos, Theater und Museen in der Nähe zu haben, das ist nur gut jeder und ­jedem Zehnten wichtig. Allerdings: In Orten mit unter 5000 Einwohnern wünscht sich jede Fünfte ein wenig Kultur ums Eck. Was man nicht hat, das schätzt man wohl besonders.

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Quelle: Kantar EMNID-Institut im Auftrag von chrismon (1013 Befragte). Bis zu drei Nennungen waren möglich.

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Lesermeinungen

Eine urbane Natur? Was ist denn das? Ein Bauerhof am Alexanderplatz, ein Kleingarten vor dem Bundeskanzleramt oder eine Kirmesbude im Brandenburger Tor? Urban ist die Großstadt. Die Natur ist dort, wo die Substanz gedeiht.

Viele Menschen würden lieber in einer urbanen Welt leben? Wie viele denn? Viele lässt die Mehrheit vermuten. Eine falsche Vorgabe. Deutschland ist geprägt davon, dass es trotz 83 Mio. keine wahren Großstädte hat. Im internationalen Maßstab ist Berlin ein Dorf. Die Stadt glaubt, davon leben und beachtet zu werden, dass dort angeblich die Post abgeht, die neuen Impulse gedeihen und alles in allem Berlin für alle anderen ein großes Vorbild ist. Eher ist es in wesentlichen Teilen umgekehrt. Ohne die verachtete Provinz ist die Stadt Berlin nicht denkbar. Das Land kann ohne Berlin leben und ein Regierungssitz ist variabel (Bonn). In Berlin regieren auch die Clans, zumindest wurden sie jahrzehntelang geduldet. Der rote Mob hat dort eine rechtsfreie Zone. Lebenswert ist eine solche Stadt, sind viele Städte, nicht. Die Kultur unserer Kleinstädte ist international ein Vorbild. Berlin sicher nicht. Wer von Süd nach Nord, von Ost nach West fährt und die BABs meidet, der findet eine Welt, die vor Lebensqualität strotzt. Berlin und die dortigen sozialliberalen Seminar-Ergebnisse der FU sind für viele Menschen außerhalb die pure Arroganz. Und wenn beide christlichen Kirchen sich auf die Städte verlassen müßten, wären sie schnell am Ende. Die von den Urbanen so häufig verachtete und beschimpfte Provinz, die Klein- und Mittelstädte (Landau, Freiburg, Mühlburg am Inn, Leer, Oldenburg, Schwerin, Jena), sind die Fixpunkte mit enormer Lebensqualität, die das urbane Berlin, Hamburg und Köln nie erreichen wird. Allenfalls deren Vorstädte, bzw. Randgebiete. Die uns führende Intelligenz in Wirtschaft, Verwaltungen und Parteien, in Kirchen und Sozialverbänden, kommt sicher nur selten aus den überheblichen urbanen Zentren. Die Provinz ist der Zahlmeister für unseren Wohlstand, den viele urbane Zentren verprassen.

Glückwunsch, lieber Herr Ockenga, Sie laufen zu hoher Form auf! Im Urlaubsmonat Juli, der traditionell auf chrismon ein überschaubares Leserkommentaraufkommen mit sich bringt, ist Deftiges am rechten Platz. Wer früher aus der Provinz - des richtigen Deutschlands, versteht sich - in die große Welt Berlins kam, konnte nahe der Mauer eigens errichtete Aussichtsplattformen ersteigen und einen schaudervollen Blick in den Unrechtsstaat tun.

Jetzt ist in ganz Berlin Rechtsstaat. Und mitten in dessen Hauptstadt gibt es eine rechtsfreie Zone, wo der rote Mob tobt! Das will auch ich angucken! Bitte die Adresse mitteilen! Wann kann der rote Mob bei seinem schändlichen Treiben besichtigt werden?

Fritz Kurz

Glückwunsch auch an Sie lieber Herr Kurz. Ihnen kann geholfen werden! Am besten bei sich selbst anfangen, damit Sie auch zur hohen Form einer neutralen Erkenntnis finden. Noch besser könnte für Lang-mütige Wesen sein zu warten, bis jemand was sagt oder schreibt um sich dann destruktiv darüber herzumachen. Was ich vermisse, sind ihre konstruktiven Beiträge. Aber was nicht zu lesen ist, kann ja noch kommen. Da nahezu alleine auf weiter Chrismon-Tour, habe ich schon lange überlegt, ob denn überhaupt noch kristische Meinungen erwünscht sind. Von Ihnen habe ich ja schon mehrmals "Aufhören"-Antworten bekommen. Kommen Sie vielleicht sogar aus einer urbanen "Blase", deren Weltoffenheit an der Stadtgrenze aufhört? Ein Berliner-Weihrauch der großen weiten Welt für alle provinziell Armen? Jetzt ist August und der Spaß-Monat ist noch lange nicht zu Ende. Alle "echten" Berliner auf den Funkturm, um möglicht fern von den Realitäten zu sein.

Lieber Herr Ockenga, ich habe eine erfreuliche Mitteilung zu Ihrer Vermisstenanzeige "Was ich vermisse, sind ihre konstruktiven Beiträge.". Mein Beitrag war konstruktiv. Sie beklagten die Zustände in Berlin mit den Worten: "Der rote Mob hat dort eine rechtsfreie Zone." Ich wollte daraufhin wissen, wo der rote Mob tobt und was er treibt. Konstruktiver geht es nicht mehr.

Sie vermuten, die Berliner auf dem Funkturm würden sich von den Realitäten entfernen. Mag sein. Meine Sorge gilt allerdings mehr dem Realitätssinn der Einwohner von "Mühlburg am Inn". Da sollen die "Zahlmeister" sitzen und "die Fixpunkte mit enormer Lebensqualität" genießen. Die Idylle hat einen großen Haken. Es gibt kein Mühlburg am Inn. Mühlburg lag am Fluss Alb und ist heute ein Stadtteil von Karlsruhe. In Thüringen treibt sich auch noch eine Mühlburg herum. Der Inn hat nur ein Mühldorf a. Inn zu bieten, kein Mühlburg am Inn.

Auf die tiefschürfende Frage "Wo wollen Sie leben, was ist Ihnen wichtig?" würde ich also eher nicht die Antwort geben "Mühlburg am Inn".

Fritz Kurz

Der Fahrer der Speditionsfirma ist sicher guten Willens und wird Sie in Mühlbruck am Inn finden und Sie und Ihren Hausrat nach Mühldorf a. Inn schaffen.

Fritz Kurz