Courage-Preis für "Es waren viele Männer - und die Mütter" von Christine Holch

"Beherzt, unerschrocken, unverzagt"
chrismon Chefreporterin Christine Holch

Susan Paufler

Christine Holch

Courage-Preis, Medienpreis für Christine Holch und Patricia Morosan (Fotografin)

chrismon-Chefreporterin Christine Holch wurde für ihre Reportage über sexuelle Gewalt gegen Kinder mit dem Courage-Preis ausgezeichnet.

"Niemand, der die Geschichte liest, ist danach derselbe," sagte die Laudatorin in Berlin über Christine Holchs Text "Es waren viele Männer – und die Mütter". Ein Text über zwei Frauen, die sich an die chrismon-Chefreporterin gewendet hatten, um von unfassbarer Gewalt zu erzählen, die Ihnen angetan wurde. Von Müttern, die ihre Kinder verkauften, einem, der sein Baby missbrauchte, Familien, in denen Schreckliches geduldet wurde.

Der Journalistinnenbund hatte Christine Holch und die Fotografin Patricia Morosan für die chrismon-Titelgeschichte mit dem Couragepreis für aktuelle  Berichterstattung ausgezeichnet; Birgit Wentzien, Chefredakteurin des Deutschlandfunks hielt die Laudatio. "Beherzt, unerschrocken, unverzagt" nannte Wentzien die chrismon-Chefreporterin und "Recherche-Königin". Sie würdigte Holchs "fundamentale" Herangehensweise, ihre empathische  und professionelle Art, auf Menschen zuzugehen – und auch lange danach den Kontakt zu den Menschen zu halten, über die sie schreibt. Der Fotografin seien dazu die Bilder, die Augenblicke zur Grausamkeit dieser Geschichte gelungen, sagte Wentzien.

Die chrismon-Redaktion freut sich und gratuliert auch!

Leseempfehlung

Man hätte es sehen können, dass die beiden Kinder missbraucht wurden
Dass auch Mütter Kinder missbrauchen, dringt sehr spät ins gesellschaftliche Bewusstsein.
Viele Taten sind noch nicht verjährt! Ein Dossier voller Tipps

Neue Lesermeinung schreiben

Wir freuen uns über einen anregenden Meinungsaustausch. Wir begrüßen mutige Meinungen. Bitte stützen Sie sie mit Argumenten und belegen Sie sie nachvollziehbar. Vielen Dank! Damit der Austausch für alle ein Gewinn ist, haben wir Regeln:

  • keine werblichen Inhalte
  • keine Obszönitäten, Pornografie und Hasspropaganda
  • wir beleidigen oder diskriminieren niemanden
  • keine nicht nachprüfbaren Tatsachenbehauptungen
  • Links zu externen Webseiten müssen zu seriösen journalistischen Quellen führen oder im Zweifel mit einem vertretbaren Prüfaufwand für die Redaktion verbunden sein.

Die Redaktion behält sich das Recht vor, Beiträge zu bearbeiten, macht dies aber stets kenntlich. Wir zensieren nicht, wir moderieren.
Wir prüfen alle Beiträge vor Veröffentlichung. Es besteht kein Recht auf Publikation eines Kommentars.