Nabeel Rajab

"Sperrt mich drei Jahre ein oder 30 – ich werde nie aufgeben"
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AP Photo/Hasan Jamali

Menschenrechtsaktivist aus Bahrain, Jahrgang 1964

Als er 2012 wegen "Störung der öffentlichen Ordnung“ zu drei Jahren Haft verurteilt wurde, ­verbreitete sein Sohn über Twitter, wie der Vater die Festnahme ­kommentierte: "Sperrt mich drei Jahre ein oder 30 – ich werde nie aufgeben." Auch wenn Nabeel Rajab mal wieder im Gefängnis sitzt, läuft sein Twitter-Account weiter, dafür sorgen seine Freunde dann.

Website & Twitter

Die Website von "Bahrain Center for Human Rights" finden Sie hier: www.bahrainrights.org
Folgen Sie Nabeel Rajab auf Twitter: @nabeelrajab

Dass Rajab, Präsident des "Bahrain Center for Human Rights“ und prominenter Menschenrechtsaktivist, Twitter-Nachrichten absetzt oder weiterleitet, wird ihm immer wieder zum Verhängnis. Mal ­twittert der Bahrainer über Vor­fälle im Gefängnis, mal über den Krieg im ­Jemen, einmal auch über Sicherheitskräfte der Regierung, die sich dem "Islamischen Staat“ angeschlossen haben sollen – sie hätten sich in den Ministerien radikalisiert. Da wurde er wegen "öffentlicher Diffamierung von staatlichen Institutionen“ zu einer sechsmonatigen Haftstrafe verurteilt. Gerade endete die fünfte Haftstrafe innerhalb von vier Jahren – vorzeitig, der König hatte ihn begnadigt. Da sie ihn jederzeit wieder festnehmen könnten, hat Rajab immer ein ­Köfferchen fertig gepackt.

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