Fans der Rockband "Böhse Onkelz"

„Wir sind die letzten Deutschen“

Fotos: Jörg Brüggemann / Ostkreuz

In weniger als zwei Stunden waren ihre beiden Sommerkonzerte ausverkauft: 200 000 Karten. Die Zeitungen und Radios in der Großstadt nehmen kaum von ihnen Notiz. Aber auf dem Land kommen die Böhsen Onkelz ganz groß raus – eine Rockband am Rande der Neonazi-Szene

Als das Konzert zur Predigt wird, singt Frank mit. Die Böhsen Onkelz spielen ein langsames Stück, von rustikalen Riffs getragen. „Wenn du wirklich willst“. Franks Lieblingssong, pathosgeladene Verse: „Sei du selbst / Steh zu dir / Die Wahrheit wird gelebt / Und nicht doziert.“ Er sagt: „Solche Onkelz-Lieder haben mir geholfen, besser durchs Leben zu kommen. Ohne ihre Musik wäre ich nicht der, der ich bin.“ Frank, 34, ein stattlicher Typ mit gro­ßem Gesicht, der manchmal schüchtern schweigt, hört die Böhsen Onkelz seit seinem zwölften Lebensjahr. Er kennt ­jedes Lied auswendig. Jetzt, auf dem Comeback-Konzert der Band am Hockenheimring, stimmt er mit knapp 100 000 Zuschauern, vorwiegend Männern zwischen 20 und 40, in die Rockbretter der Band ein. Ein Massenbariton, der ins Ohr rauscht wie eine Mons­terwelle. Die Menschenmasse feiert die Rückkehr der Band. Als die Böhsen Onkelz im Februar verkündeten, nach neunjähriger Abstinenz zwei Konzerte am Hockenheimring zu spielen, waren die etwa 200 000 Tickets in Rekordzeit ausverkauft. Das erste Konzert nach einer knappen Stunde, das zweite sogar nach 45 Minuten. Dabei hängt nur wenigen deutschen Bands ein so mieser Ruf nach.

Das Durchschnittsprofil eines Onkelz-Anhängers: Mann, Provinz, Arbeiter

Vor mehr als dreißig Jahren haben sie rechtsradikale Lieder geschrieben, „Türken raus“ und „Deutschland den Deutschen“, und avancierten zur Kultband der militanten rechten Szene. Ende der 80er Jahre brachen sie damit, schlossen Neonazis von ihren Konzerten aus und spielten wenig später auf einem „Rock gegen Rechts“-Festival. Dennoch ist die Band bis heute unter Rechtsradikalen beliebt, Beobachter sagen, sie sei ein „Scharnier der Neonazi-­Szene“. Die Drogenexzesse ihres Sängers Kevin Russell verfinsterten das Image weiter. Ende 2009 verursachte er unter Kokain- und Methadon­einfluss einen Verkehrsunfall, der zwei Menschen fast das Leben kostete. Statt Hilfe zu leisten, floh er vom Tatort.

Die Musik der Onkelz: mittelmäßiger Hardrock mit Punk- und Schlagerelementen. Frank hat sich von seinem Tribünenplatz erhoben und nickt mit dem Kopf, elektrisiert von dem bollernden Rocksound, der aus wagengroßen Lautsprechertürmen herüberweht. Er fixiert die Bühne, sieht den korpulenten Kevin Russell, der während seiner Haft einen Entzug gemacht hat und aus seiner Brust seine Kettenraucherstimme presst. Neben ihm der jugendlich wirkende Stephan Weidner, Songwriter und Bassist, der sein Instrument heftig bearbeitet.

Frank, Block F, Reihe 8, Platz 205, passt ins Durchschnittsprofil eines Onkelz-Anhängers: Mann, Provinz, Arbeiter. Frank wohnt in Blieskastel, einer Kleinstadt im Saarland, wenige Kilometer vor der französischen Grenze. Hauptschulabschluss, Bäcker­lehre, heute arbeitet er im Callcenter. Dazwischen malochte er als Tankwart und Fensterputzer. Sein Motto: „Ich schlage mich so durch.“ Er wählt die Linkspartei, weil sie „Politik für den kleinen Mann macht“. Neonazis nennt er „dummes Volk“. Sie seien engstirnig und intolerant und hätten nur ihre fremdenfeindlichen Gedanken im Kopf.

 Frank freut sich auf das Konzert mit gigantischen Ausmaßen


Frank betreibt im Internet das Fanforum „bofanz.de“. Außerdem richtet er Onkelz-Partys aus, seit 2005 alle paar Monate in einem Lokal in Neunkirchen, nicht weit von seinem Heimatort, besucht von bis zu 500 Gästen. Solche Partys sind ein Dauerbrenner, meistens weit weg von den hippen jungen, gut ausgebildeten Großstadtoptimisten: im Sauerland, in der Rhön, im Erzgebirge, in der Oberpfalz. Die DJs legen nonstop Onkelz-Songs auf, ­manchmal tritt eine der vielen Coverbands auf, die sich seit den späten 90er Jahren gegründet haben. Es ist eine Subkultur weitgehend unter­halb des Radars von Zeitungen, Fernsehen und Nachrichten­portalen.
Das Comeback-Konzert am Hockenheimring: Die Fans tragen T-Shirts, bedruckt mit Songtiteln der Band. „Nichts ist für die Ewigkeit“, „Gehasst, verdammt, vergöttert“. Auch Frank trägt diesen Slogan auf der Rückseite seines Hemds. Ebenso sein Kumpel Markus, der mit ihm aus dem Saarland angereist ist, 38 Jahre, Verfahrenstechniker.

Ansonsten: Fernfahrer und Facharbeiter, Hooligans, Hausmeister und Studenten. Sie sprechen einen Mix aus Dialekten, von Nordfriesisch bis Nieder­österreichisch. Auf dem Parkplatz dröhnt aus den Boxen eines Autos das Lied „Weißer Verrat“ von Lunikoff Verschwörung, einer Neonazi-Band, deren Sänger schon mehrfach verurteilt wurde. Ein hessischer Rocker vom Gremium Motorcycle Club auf den Zuschauerrängen bekennt freimütig, dass er ganz gern Songs dieser Gruppe hört. Eine Tribünenreihe höher tönt ein badischer Handwerker, als er die wabernde Menschenmasse auf dem Konzertgelände überblickt: „Wir sind die letzten Deutschen.“ Hier treffe man ganz sicher keine Türken und Araber. Frank ist damit vertraut, dass Rechtsradikale auftauchen. Sie kommen ja auch zu seinen Partys – eine kleine Minderheit, die nicht zu übersehen ist.

Partykeller-Atmosphäre aus den 70er Jahren

Frank genießt das Konzert, die Songs erfüllen ihn mit Stolz. „Kinder dieser Zeit“ erklärt Randständigkeit zum einzig wahren Lebensstil. „Nr. 1“ erzählt von den Rivalen, „Macht für den, der sie nicht will“ von Politikern, „Kirche“ von katholischen Moralaposteln. Balladen wie „Nichts ist für die Ewigkeit“ und „Bin ich nur glücklich, wenn es schmerzt“ behandeln große Fragen: die Suche nach Sinn, das Ringen um Halt. Auf Facebook hat Frank ein Foto von Fans auf den Wegen in Richtung Konzertgelände gepostet. „Auf dem Weg zur heiligen Messe“, hat er darüber geschrieben.

Eine Straße in Neunkirchen, einen Steinwurf vom Bahnhof ­entfernt. Spielcasinos, Sexshops, „das Assi-Viertel“, sagt Frank. Hier steht das Lokal „Relaxx“, das seine Partyreihe beherbergt. Heute Abend zum 41. Mal: eine Discokugel, eine Kunstpalme, ein Hau-den-Lukas-Automat, Sitzecken. In der Mitte des Raums ein u-förmiger Tresen. Partykeller-Atmosphäre aus den 70er Jahren.

Noch ist die Spelunke leer. Frank quetscht sich in einen Sessel und erzählt von seiner Schulzeit. „Ich war klein und dick“, sagt er: „Ich war immer das Arschloch. Ich habe es immer allen recht gemacht.“ Damals hat Frank selbst mit der rechtsradikalen Szene sympathisiert. „Dort habe ich den Zusammenhalt erlebt, den ich in der Schule vermisst habe.“ Er hat Linke als „Scheißzecken“ beschimpft und mit Kameraden die schwarz-weiß-rote Reichsfahne gehisst. Gleichzeitig hatten die Onkelz in den Neunzigern antirechte Songs veröffentlicht wie „Deutschland im Herbst“. Die Lieder beeinflussten Frank. Er wollte kein Nazi mehr sein.

 Die Fans geben im Relaxx in Neunkirchen alles
 Enthemmtes Feiern mit Tanz und Gesang

Zudem waren die Onkelz für Frank ein Ventil. In der Berufsschule in Saarbrücken haben sie ihn gehänselt, er sei dumm wie Brot. An solchen Tagen hat er zu Hause die Onkelz-Kassette in den Rekorder geschoben und Stücke wie „Die Stunde des Siegers“ gehört. „Die Stunde des Siegers kommt für jeden irgendwann / Für dich, für mich, für jeden irgendwann / Die Stunde des Siegers, nutze sie und zeig ihnen, wer du bist / Spuck ihnen ins Gesicht, ins Gesicht!“

Am liebsten hört Frank die wütenden Kanonaden der Böhsen Onkelz, wenn er im Auto sitzt, auf dem Weg zur Arbeit oder zu seiner Freundin. „Die Onkelz sagen mir, dass ich okay bin. Sie bestärken mich in meinem Denken und meinem Handeln.“

Auf Frank wirken sie glaubwürdig. Auch die Musiker erlebten eine deprimierende Jugend. Russell wurde von seinem Vater, einem britischen Piloten, verprügelt; Weidners Vater, ein Zuhälter, machte sich gleich nach seiner Geburt aus dem Staub. Mit solchen Geschichten nährt die Band ihren Mythos. Wir kommen von ganz unten, lautet die Botschaft.

Die Onkelz inszenieren sich als Prügelknaben aus der Gosse, von der feinen Gesellschaft verschmäht. „Hier sind neue ­Schweinereien / Von dem Feindbild Nummer eins / Ihr solltet uns belohnen / Sonst hättet ihr keins“, grölt Kevin Russell in „Hier sind die Onkelz“, mit dem das Konzert am Hockenheimring ­beginnt. Dabei sind die Onkelz längst Millionäre. Sie spielen in der gleichen Liga wie Die Ärzte und Die Toten Hosen: ganz oben.

Die Fundamentalisten der deutschen Rockmusik

Journalisten sind bei Konzerten unerwünscht, gelten als „Arschlöcher“ und „Ficker“. Das brummt Kevin Russell in einer Videobotschaft an seine Fans ein paar Tage nach dem Konzert. Reporter von „Stern“ und „Spiegel Online“ hatten kritisch von dem Comeback berichtet. Die Böhsen Onkelz bestärkt das nur; sie sind die Fundamentalisten der deutschen Rockmusik: Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Mit diesem Schwarz-Weiß-Schema sammeln sie zu kurz gekommene und zurückgewiesene Männer ein.

Es ist nach elf Uhr, in Neunkirchen köchelt inzwischen die Onkelz-Party. Frank thront hinter einem Verschlag aus Spanholzbrettern, der ein DJ-Podest imitiert. Auf dem Bildschirm vor ihm flimmert die Playlist, eine Endlosschleife der immer gleichen ­Onkelz-Brecher. Auf der Tanzfläche trinkt und taumelt eine schweißtriefende Meute. Robustes Volk aus Homburg und Idar-Oberstein, mit langen Mähnen oder kahlrasiert, in Jeanskutten, manchmal Bandshirts, dauerbetankt mit Strömen von Bier. Das Pils geht weg für einen Euro – ein gutes Geschäft für den Ladenbetreiber, einen stoischen Griechen.

Unter den Gästen sind auch ein paar Frauen, eine Mini­jobberin, eine Handwerkerin, eine Lehramtsstudentin. Ebenfalls dabei: ein Anhänger der Jungen Union. In der Ecke knutschen Teenies. Sonst trifft man viele Männer: Manuel etwa, 27, Anlagenfahrer bei einer Recyclingfirma, Onkelz-Fan schon seit der Grundschule. Damals wurde sein achtjähriger Freund vom eigenen Vater getötet, erweiterter Suizid. Sein Bruder spielte ihm daraufhin „Nur die besten sterben jung“ vor, das sei seine „Einstiegsdroge“ gewesen. Und Jerome, 32, Schausteller auf der Kirmes, wo man die Plastikenten angelt. Sein Arm ist wegen eines Ärztefehlers bei der Geburt verwachsen, er hat keine leichte Schulzeit gehabt. Sein Ford Focus, der vor dem Eingang parkt, ist großflächig mit Onkelz-Aufklebern bedeckt.

 Zur Realität auf den Konzerten gehört auch Nazi-Besuch, wie hier in Neunkirchen im Saarland
In der Nähe des Tresens hocken zwei Typen, deren Hemden mit Runen bedruckt sind. „Wir sind alle deutsche Jungs“ steht auf einem Shirt, „Deutschland“ auf dem anderen. Entlang der Schriftzüge spannt ein Reichsadler seine Flügel aus. Am Rand der Tanzfläche wollen sich zwei Glatzköpfe, breitschultrig und bis zum Hals mit Tattoos übersät, fotografieren lassen. Einer hebt, gestützt vom anderen, seinen linken Fuß an und zeigt fünf Hakenkreuze auf dem Profil seiner Stiefel. Der Begleiter zieht sein weißes „Thor Steinar“-Hemd hoch: Von den Lenden bis aufwärts zu den Schulterblättern ist das Abbild eines SS-Offiziers eintätowiert.

Mit Unterstützung der Kellner habe er schon drei Mal Nazis rausgeworfen, die „Landser“-Hemden trugen oder „Sieg heil“ skandierten, sagt Frank. Die trinkenden Kameraden in den Reichsadler-Hemden sind unübersehbar. Trotzdem duldet er ihren Auftritt. Er scheut den Konflikt und fürchtet Randale, ebenso der griechische Ladenbetreiber. Frank spielt mit dem Gedanken, ein Security-Team einzustellen, das Rechtsradikalen erst gar keinen Einlass gewährt.

„Onkelz-Fans sind Menschen, die sich ihren Platz im Leben härter erkämpfen müssen als andere.“

Nazibesuch gehört auch auf anderen Onkelz-Partys zum Programm. 2010 ist in Kall, einer Kleinstadt in der Eifel, während des Konzerts einer Onkelz-Coverband eine rechtsradikale Gruppe aufmarschiert. 2012 wurde bekannt, dass eine Partyreihe in einer Kneipe im niedersächsischen Tostedt der Stammtisch für 30 Rechte ist, vom Wirt freundlich genehmigt: „Solange sie sich ruhig verhalten, keinen Ärger machen und ihre Rechnung bezahlen, sind sie willkommen“, erklärte er dem „Hamburger Abendblatt“. Auch Onkelz-Partys im Lahn-Dill-Kreis sind bei Neonazis angesagt, dort treffe sich die versammelte Szene der Region, berichtete ein Frankfurter Experte im Juni diesen Jahres.

 Party-Posen: Gäste skandieren zu den Onkelz-Songs
Die Party hat am frühen Morgen ihren Siedepunkt hinter sich, das Lokal leert sich allmählich. Frank hat das DJ-Pult verlassen und einem anderen Onkelz-Fachmann die Songauswahl anvertraut. Er tapst nach draußen an die frische Luft, es ist kalt. Frank legt seinen Arm über die Schulter eines Freunds im Polohemd, der am Eingang steht und eine Zigarette raucht, er ist ebenfalls Onkelz-Fan, 33 Jahre alt, auch einer mit rechtsradikaler Episode in seiner Biografie. Als er jung war, hat er Bomberjacke und Springerstiefel getragen und Ausländer verprügelt. Frank, damals aus der Szene bereits ausgestiegen, redete auf ihn ein, seinem Beispiel zu folgen. Schließlich hat der vom Weg abgekommene Gefährte eingesehen: „Frank hat recht.“ Heute habe er nichts mehr mit rechtem Gedankengut zu tun. Er führt ein gewöhnliches Spießerleben: Familienvater, ein Job als Mechatroniker.

Eigentlich seien die meisten Fans ganz normal, findet Frank. Er sieht nur einen Unterschied: „Onkelz-Fans sind Menschen, die sich ihren Platz im Leben härter erkämpfen müssen als andere.“

Jörg Brüggemann

Jörg Brüggemann, Mitglied der Berliner Foto­agentur Ostkreuz, ist beruflich in aller Welt unterwegs. Laute Musik zu fotografieren ist seine Spezialität. Dazu erschien sein Bildband „Metalheads – The Global Brotherhood“.

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Lesermeinungen

In Eurem bericht über die Onkelz fans habt Ihr Euch ja ganz schön was zusammen erfunden. Mann oh mann... Also nur eines vorweg, Ich bin selbst Onkelz Fan. Allerdings stamme ich nicht "vom Lande" wie von Euch behauptet wird. Ich Stamme aus einer Größern Stadt. Aus einer Landeshauptstadt sogar, um genau zu sein aus Saarbrücken. Ich selbst hatte ebenfalls eine Gaststätte und kenne Frank recht gut, da Er bei mir in der Gaststätte ebenfalls die bofanz.de Partys organisierte. Daher weiß ich das seine Partys ebenfalls in einer Stadt, um genau zu sein in Neunkirchen, stattfinden. Die Onkelz selbst stammen aus Frankfurt am Main und auch der B.O.S.C und ein Großteil seiner Mitglieder haben dort ihren ständigen Sitz. Das bild das Ihr vom Hinterwäldler- Fan zeichnet ist also schon
mal grundsätzlich falsch. Auch das die Konzerte und Partys von Rechtsextremisten unterwandert seien kann man so nicht behaupten. Die Konzerte und Partys sind tatsächlich, im schlimmsten Fall, von von eben so vielen Rechtsextremisten besucht wie der Europa Park in Rust, das Oktoberfest in München oder jeder andre Großveranstaltung in Deutschland. Möchte man dies verhindern, so müsste man die Gesetzgebung dahin gehend ändern, dass man alle Extremisten (Rechts wie Links) aus der BRD verbannt. Falls die Evangelische Kirche, oder generell die Kirchen im allgemeinen, da einen optimalen Lösungsansatz vorweißen können, würde sich sicher ein Großteil der Bevölkerung der BRD darüber freuen. Für den Fall das dem nicht so ist, ist Ihr Artikel diesbezüglich so aussagekräftig wie eine Bockwurst.

Im Übrigen bin ich auch Christ und glaube an Gott. Allerdings muss ich schon sagen, das wenn ich solche, an den Haaren herbei gezogene Artikel aus evangelisch.de lesen muss, vergeht mir immer mehr die Glaubwürdigkeit der Kirche als Institution.

Was mich an die Onkelz bindet ist meine persönliche Vorgeschichte. Wie Frank schon sagte, dass ist es was die meisten Onkelz fans mit den Onkelz verbindet. Wir nennen uns Neffen und Nichten der Onkelz und gemeinsam sind wir La Familia Onkelz. Wir vergeben und verzeihen uns auch untereinander und geben uns gegenseitig halt und Trost in schweren Zeiten.

Im Grunde ist das ja genau der Anspruch den die Kirche an sich selbst haben sollte. Im Gegensatz zu der Kirche schaffen die Onkelz und Ihre Fans das umzusetzen, was die Kirche immer von sich vorgibt sein zu wollen.

Im Grunde kann die Kirche bzw. können die Kirchen sehr viel von der La Familia Onkelz lernen. Gerade darüber was das Wort Familie bedeutet.

Ich wäre angenehm überrascht, wenn Ihr meine Kritik zu Eurem Artikel über die Onkelz Fans veröffentlichen würdet.

In diesem Sinne...

Alles gute Ihnen.