Verarbeitung von Viktoriabarschen in Kenia

Das Geschäft mit den Gräten

Jesco Denzel/Jesco Denzel

Die Filets der Viktoriabarsche werden nach Europa ausgeflogen, die Gerippe bleiben in Kenia. Abfälle aus den Fischfabriken werden in den benachbarten Slums gewaschen, frittiert und auf Märkten verkauft. Oft von Frauen wie Seline Achieng, die so acht Kinder über die Runden bringt

Die Frauen sitzen unter einem rostigen Blechdach mit vielen Löchern. Wasser tropft durch das Dach, es regnet. Die Frauen warten auf Gräten. Aber der Mann mit dem Handkarren kommt nicht. Irgendjemand muss ihm mehr Geld geboten haben. Es ist schon Mittag. Ein Viehhirte rennt an den Frauen vorbei, und seine Kühe ratschen mit den Hörnern an den aufgehängten Skeletten der Viktoriabarsche entlang. Die Frauen halten sich zerschlissene Plastiktüten über den Kopf. Sie sagen, wenn es hier einmal zu regnen beginnt, kann das lange dauern. Doch schon bald scheint die Sonne durch den Regen hindurch, und ein Regenbogen steht über den Lehmhütten von Obunga. Zwei­tausend Menschen leben in diesem kleinen Elendsviertel, das zwischen einer Fabrikruine und ein paar Bergen am Rande der Stadt Kisumu am Viktoriasee in Kenia liegt.

Gräten für die Armen, Filets für die Europäer. Vierundzwanzig Stunden nachdem der Fisch aus dem Wasser des Viktoriasees gezogen wurde, liegt er in einer Fischtheke in Deutschland. Die Fische werden hauptsächlich nach Europa und in die USA exportiert. In Deutschland wird Viktoriabarsch gerne gekauft, weil er günstig ist. Für die Fabriken am Rande des Viktoriasees bedeutet das sehr viel Geld. Alleine die deutschen Großhändler importierten im Jahr 2010 rund 416 Tonnen Viktoriabarsch im Wert von ungefähr 1,64 Millionen Euro. In Kenia verdient mehr als die Hälfte der Menschen weniger als 1,50 Euro am Tag.

Ein Filet hat sie noch nie gegessen

Seline Achieng ist eine schlanke 45-jährige Frau, schweigsam, zugleich humorvoll. Um sechs Uhr morgens steht sie auf, kümmert sich um ihre acht Kinder. Die Jüngeren müssen zur Schule. Seline erledigt die Arbeiten im Haus, danach geht sie an ihren Arbeitsplatz am Rand des Slums. „Ich bin eine Businessfrau“, sagt sie. „Das ist meine Arbeit, mit diesem Geschäft ernähre ich mich und die ­Kinder.“ Seit zehn Jahren arbeitet Seline in dem Viertel mit den Gräten. Ein Filet hat sie noch nie gegessen. Das ist zu teuer. Sie sagt: „Das Einzige, was ich habe, sind die Gräten. Wenn ich die nicht mehr hätte, würde ich sterben.“

Viele Familien im Umkreis der Fischfabriken sind von den Fischabfällen wirtschaftlich abhängig. Das Grätengeschäft ist ein wichtiger Wirtschaftszweig. Als die Fabriken in Kisumu vor ein paar Jahren planten, die Gräten zu Tiermehl zu ­verarbeiten und nicht mehr an die Armen abzu­geben, gab es Aufruhr im Armenviertel Obunga. Die Fabrikbesitzer lenkten ein und ließen den Menschen die Abfälle. Händler holen mit Handkarren aus den Fischfabriken die Reste, die beim Filetieren der Viktoriabarsche übrig bleiben: Fischgerippe mit Innereien und Kopf. Die Frauen aus Obunga verarbeiten diese Abfälle. Sie frittieren die Gräten und verkaufen sie an die Märkte der Stadt. Die Gräten sind eine Delikatesse für die Armen. An den Gräten ist noch ein wenig Fischfleisch, auch die Köpfe werden gerne gegessen.

Ein Problem mit der Hygiene

Eben hat Seline den Mann angerufen, der ihr die Gräten liefern soll. Sie schaut mit müden ­Augen auf ihr Handy. „Er wird heute Abend kommen.“ Wenn die Gräten so wie heute erst sehr spät kommen, steht sie auch nachts noch am Feuer des Ofens. Ein Straßenhändler kommt den staubigen Weg entlang, seine Hose ist über den Knien auf­gerissen. Um seinen Hals hängt an einem Riemen ein altes Radio. Der Empfang ist schlecht, das Rauschen so laut wie die Musik. Er bietet Gürtel, Batterien, Kohlköpfe und Bananen zum Kauf an.

Die Frauen bereiten das Fett zum Frittieren vor. Sie müssen sich beeilen. Denn die Lieferung der Gräten kommt nun doch schon am Nachmittag an. Schnell zünden sie das Feuer in den Öfen an. Der Mann mit dem Handkarren schüttet die Gräten auf den Boden, gleich neben einen der Gräben, von denen es viele hier gibt. Das Wasser darin, zum Reinigen der Gerippe bestimmt, ist eine stinkende, schwarzgrüne Brühe. Luftblasen blubbern an die Oberfläche. Seline sagt: „Ja, wir haben ein Problem mit der Hygiene. Die Fische liegen einfach so auf dem Boden.“ Vögel setzen sich auf die Dächer der Feuerstellen. „Manche von ihnen, die weißen, ­fressen nur die Augen, die braunen Vögel die Innereien.“ Hoch oben, Richtung Himmel, schweben ein paar Adler. In ganz Kisumu, einer Stadt mit 400 000 Einwohnern, arbeiten schätzungsweise 2000 Leute im Fischgrätenbusiness. Obunga ist ein kleiner Slum – hier leben etwa 300 Menschen von den Fischgräten

Die Gräten sind kräftig und spitz

Es ist heiß. Rauch brennt in den Augen und ­vermischt sich mit dem Gestank von Fisch und brennendem Fett. Die Köpfe der toten Viktoriabarsche haben weit aufgerissene Münder. Die Fische sind unterschiedlich groß, mindestens einen halben Meter lang. Die Frauen greifen mit bloßen Händen in die Grätenberge. Die Gräten der Viktoria­barsche sind kräftig und spitz, leicht kann man sich daran verletzen. Eine Frau sagt: „Die Männer sehen es nicht ein, sich an die Fritteuse zu stellen. Sie sitzen zusammen, trinken den selbst gebrannten Schnaps. Oder sie führen sich wie Agenten auf, die unsere Produkte an die Händler auf dem Markt verkaufen.“

Seline hat zwei Frauen eingestellt. Ihre Mitarbeiterinnen legen die Fischgerippe auf einen Holzklotz und hacken sie mit einer langen Machete so durch, dass sie sich aufklappen lassen. Dabei werden die Frauen mit restlichem Fischfleisch und fischigem Wasser vollgespritzt. Sie ziehen die Innereien ­he­raus und waschen die Gräten in einer Plastikschüssel. Frisches Wasser liefert ein kleiner Junge an, der damit sein Geld verdient.

Das Fett knistert und spritzt.

Seline nimmt die Gräten aus der Waschschüssel, zieht einen langen Holzstab durch eine Reihe Fischmäuler und legt den Stab auf einen der großen Holzständer. Unzählige Gerippe hängen an diesen Stangen und trocknen in der Sonne. Nach drei Stunden nimmt Seline die getrockneten Gräten herunter und frittiert sie nach und nach in einer großen, schwarzen Eisenschüssel. Auf die glühen­den Kohlen legt sie ein weiteres Stück Holz. Das Fett knistert und spritzt. Der Boden um die Öfen herum ist rutschig. Seline erzählt von einer Frau, die kürzlich in der Schmiere ausrutschte und mit ihrem Oberkörper in einen der großen Eisentöpfe mit siedendem Fett fiel. Ihre Haut ist überall verbrannt. Sie liegt im Krankenhaus.

Selines Kolleginnen stehen neben dem Ofen und singen. Seline nimmt eine von ihnen in den Arm und sagt: „Ihr seid die dicken Witwen aus Obunga. So wie ihr ausschaut, glaubt uns doch keiner, dass es uns hier schlechtgeht, dass wir arm sind.“ Die Frauen lachen. Eine von ihnen sagt: „Seline, du Gräte, du schaust gut aus, jünger als 45 Jahre. Du wirst hundert Jahre alt werden.“ Seline entgegnet: „Nein, ich werde keine hundert Jahre, ich werde 85.“ Seline mag die Leute hier, erzählt sie. „Ich liebe diesen Ort. Wir haben hier immer genug zu essen. Der Fisch macht die Menschen schlau.“ Ihre Kinder lässt sie immer den Kopf essen. „Die sind gut in der Schule.“ Nach so einem Kopf könne man außerdem sehr gut schlafen. „Fisch ist auch gut gegen Kwashiorkor. Die Kinder kriegen dann diese dicken Bäuche.“ Die schlimmste Mangelernährung können die Mütter jedenfalls verhindern.

Mit acht Kindern vom Land in die Stadt

Joanness Otieno ist ein Sohn von Seline. Er ist 27 Jahre alt und unterstützt seine Mutter, so gut er kann. Er geht Feuerholz sägen, beschützt die Mutter und seine jüngeren Geschwister. In Obunga ist es nicht ungefährlich. Erst gestern Nacht, als sie schon in ihren Betten lagen, hörten sie neben ihrer Hütte dumpfe Schläge und Geschrei. Es war wieder ein Überfall. „Das ist hier normal, viele ­Leute sind betrunken. Es gibt auch jede Menge Einbrüche“, erzählt Joanness. „Aber ich habe keine Angst. Die Leute hier haben Respekt vor mir, denn ich trinke nicht und rauche kein Hasch.“ Joanness passt auf, dass seine jüngeren Geschwister für die Schule lernen. Er selbst ist nie dorthin gegangen. „Damals hatten wir kein Geld für die Schulgebühren. Sänger zu werden, das ist mein Traum. Ich gehe manchmal zu Gesangswettbewerben. Ich liebe Reggae. Jamaika-Reggae.“

Seline kam vor zehn Jahren mit ihren acht Kindern vom Land in die Stadt. Ihr Mann war kurz zuvor gestorben. Sie ­redet nicht gern darüber. Aids, Cholera, Hepatitis und Malaria – in Obunga ­sterben viele Menschen. Seit gestern sind wieder ein paar Gräber dazugekommen, hat Seline beobachtet. Die Toten werden neben den Wohnhäusern beerdigt.

In Kisumu gibt es bessere Schulen

Als ihr Mann tot war, traf es kurz darauf auch ihren Schwager. Seine Frau war bereits gestorben. Die vier Kinder der beiden nahm Seline zu sich. Sie selbst hatte schon vier eigene Kinder. „Da war ich 35. Das ist zehn Jahre her. Die Jüngste war damals acht Monate alt.“ Auf dem Land gab es nicht genug zu essen. „Die kleinen Farmen bringen nicht genug ein. Es ist zu trocken, und von den paar Süßkar­toffeln und Mais kannst du nicht leben.“ Das schaffen nur Familien, deren Farmen um die zwei Hektar groß sind und die in trockenen Zeiten genügend bewässern können. Die meisten Witwen und jungen Frauen besitzen kein Land, auf dem sie Zuckerrohr, Reis, Bohnen, Mais oder Tabak an­bauen könnten. Das sieht die Erbfolge nicht vor. Sie ziehen meist in die Stadt und versuchen, sich irgendwie durchzuschlagen.

Auch Seline zog es in die Stadt. Über eine Bekannte hörte sie von der Möglichkeit, in das Geschäft mit den Gräten einzusteigen. Zudem gibt es in Kisumu bessere Schulen. „Das ist mir wichtig“, betont Seline. „Den Kindern soll es einmal besser gehen als mir.“ In den Schulen auf dem Land wird meist nicht in der offiziellen Landessprache Englisch unterrichtet, sondern in einer der traditionellen Sprachen der Region. Über fünfzig verschiedene Sprachen gibt es in Kenia. Eltern, die es sich leisten können, schicken ihre Kinder in städtische Schulen. Die Grundschule ist dort zwar kostenlos. Aber Bücher, Schuluniformen, Papier müssen sich Eltern leisten können. Aber das ist häufig nicht der Fall. Auch wenn sich Kinder mit guten Noten für weiterführende Schulen empfehlen, fehlt meistens das Geld dafür.

Die Angst vor dem Slum

In Obunga haben es bislang nur wenige Menschen geschafft, aus dem Slum rauszukommen. Und die wenigen, die es zu einem Beruf als Lehrer oder Taxifahrer gebracht haben, trauen sich oft nicht mehr in das Viertel hinein. „Die denken, es bringe ihnen Unglück. Sie haben Angst, hier runtergezogen zu werden – verhext zu werden“, sagt Joanness, „ich aber nicht.“

Das Haus von Seline ist täglich voller Kinder. Ein Grund dafür ist, dass auch viele Freunde von Selines Kindern keine Eltern mehr haben. Sie sind, wie die Leute hier sagen, an den Krankheiten gestorben. Nun laufen die Kinder in Horden durch das Viertel. „Wenn ich das Geld hätte, würde ich diesen Kindern helfen“, sagt Seline, „aber ich schaffe es gerade so, mich um meine Kinder zu kümmern. Diejenigen Kinder, die noch Angehö­rige haben, werden häufig schlecht behandelt. ­Alkohol und Misshandlung jeden Tag.“ Die Kinder in Selines Haus sitzen in mehreren Reihen auf und vor dem Sofa und schauen Fernsehen. Im Moment laufen Trickfilme, in denen der Kater Tom die Maus Jerry jagt.

Singen in der Kirche

Selines Kinder gehen regelmäßig zur Kirche. „Sie lieben Gott und Fußball“, erzählt Seline. „Wir mögen die Kirche, weil wir dort singen können.“ Sie setzt sich in einen Sessel und schaut auf die Kleinen. An der Wand hängen Fotos von den ­Kindern, daneben ein Bild mit einem Hirsch und einem Reh. Die stabile Kommode hat Seline von einem Tischler aus Obunga. Sie hat ihm über Monate immer wieder etwas Geld gegeben, und immer wieder hat er an dem Möbel ein Stück weitergebaut. Bis das Stück fertig war.

Eines von den Mädchen sagt: „Ich möchte einmal Ärztin werden. Es ist toll, wenn man Menschen helfen kann. Irgendwann möchte ich einmal nach Nairobi. Da gibt es Hochhäuser.“ Ihre Schwester wäscht sich die Haare über einem Plastikeimer. Vorher hat sie das Wasser in einem Topf im Vorraum über einer Feuerstelle erwärmt. Die Wände sind schwarz vom Rauch. Wasser läuft über den Betonboden. Ziegenherden laufen durch die matschigen Gassen des Viertels und wühlen in Aschehaufen. Männer suchen auf einem Müllberg nach etwas Verwertbarem. Er ist schon so gut durchstöbert, da ist es schwierig, noch etwas zu finden. Musik ertönt aus den Lehmhütten.

Die Konkurrenz wird größer

„Ich bin Geschäftsfrau“, sagt Seline. „Ich zahle Miete, Strom und Löhne an die beiden Frauen, die mir helfen. Ich will einen besseren Lebensstandard.“ Viele Menschen im Viertel haben keinen Strom. Seline hat sich bei den Nachbarn an das Stromnetz anschließen lassen. Das Wasser kauft sie bei einer Familie, die in der Nachbarschaft an eine Wasserleitung angeschlossen ist. Fünf Schilling kostet ein Eimer.

„Am Anfang, als wir hier ankamen, hatten wir kein Geld“, erzählt Seline. Sie war in Obunga eine der ersten Frauen im Fischgrätenbusiness. Eine Zeit lang lief das Geschäft gut. Aber in letzter Zeit wird es schwerer, berichtet sie: „Die Fabriken ­spucken immer weniger Fische aus.“ Hinzu kommt die zunehmende Konkurrenz in Obunga. Mehr und mehr Leute steigen in das Geschäft mit den Gräten ein. „Bei zu viel Angebot an Fisch fallen bei uns die Preise. Wir leben in einem ständigen Provisorium. Die Häuser müssten stabiler gebaut sein, dichte Dächer haben. Wir haben keine Toiletten, keinen Waschraum oder Duschen.“ Wenn es gut läuft, verdient Seline in einer Woche nach den ­Abzügen der Kosten 600 bis 900 Schilling (4,70 bis 7 Euro). 1500 Schilling kostet jeden Monat die ­Miete des Hauses inklusive Strom.

Sparen für ein eigenes Haus

„Mein Traum ist ein eigenes Haus mit einem ­kleinen Laden, im Angebot nur das Wesentliche: Waschpulver, Zucker, Getränke, Mehl und so“, sagt Seline. Aber immer wenn sie etwas Geld gespart hat, kommt etwas dazwischen. Die Gräten werden nicht geliefert oder es werden zu wenige verkauft. Und schon muss sie wieder an ihre Ersparnisse.

Teresia Aomo, die für Seline die Gräten hackt und wäscht, ist 61 Jahre alt. Eigentlich wollte sie immer ihre eigenen Gräten verkaufen. Aber sie hat es bis heute nicht geschafft. Früher hatte sie einen Mann und neun Kinder. Der Mann ist ge­storben und acht ihrer Kinder. Teresia hat leuchtende Augen. Sie ist ein sehr freundlicher Mensch. „Ich sehe das so, dass Gott das gewollt hat. Anders kann ich mir das gar nicht erklären. Und ich möchte auch gar nicht weiter darüber nachdenken.“

Nicht alle Fische sind gleich

Teresia vermisst ihren Sohn. Er besucht ein Internat außerhalb der Stadt. Früher hatte sie einen Bekannten, der hat sie öfter mal mit seinem Auto zu ihrem Sohn gefahren, wenn die Sehnsucht nach ihrem Kind zu groß war. Aber der Bekannte, der Freund aus der Kirche, ist gestorben. Autounfall. Er hatte auch das Schulgeld bezahlt. Teresia sagt: „Ich habe nicht viel im Leben, aber ich mag das Leben hier. Morgens und abends gönne ich mir etwas. Dann setze ich mich hin und trinke Tee mit Milch.“ Teresia würde sich freuen, wenn ihr Sohn nach der Schule einen Job bekommen würde. „Ich freue mich über jeden Job, den Gott für ihn aussucht.“

Es ist Abend. Seline wartet auf den Verkäufer, der ihre Ware zu den Märkten bringen wird. Sie hat die Gräten auf einen Stapel zusammengepackt. Sie sagt, nicht alle Fische seien gleich. Manche ­Fische hätten keine Augen. Einige seien gerade gewachsen, andere krumm. Sie hofft, dass viele ­Menschen auf den Märkten ihre Ware kaufen. Dem Verkäufer kann sie trauen, all die Jahre macht er zuverlässig die Arbeit für sie.

Als Nächstes möchte sie sich aber waschen. Ihre schwarzen Haare glänzen. Die Kleidung stinkt nach Fisch und verbranntem Fett. Heute Abend hat sie noch etwas vor. Sie besucht ein Konzert in einem Pub außerhalb von Obunga. Zusammen mit ihrem Sohn Joanness läuft sie über eine Stunde dorthin. Sie sparen sich das Geld für ein Tuk-Tuk. Auf einer Bühne spielt eine Band. Menschen sitzen an Tischen. Es gibt Essen und Trinken. Joanness und seine Mutter sitzen erst schweigend neben­einander. Dann stehen sie auf und tanzen.

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