Mit der Familie auf dem Burg Herzberg Festival

Juhu, Schlammschlacht!
Burg-Herzberg-Festival

Anika Kempf

Auf dem Burg Herzberg Festival brauchen Eltern keine Angst haben, dass ihre Kinder umgerempelt werden.

Familienurlaub auf dem Bauernhof? Nö. Anika Kempf fährt gern 
mit Mann und Söhnchen zum Burg-Herzberg-Festival.

Mit Kindern auf ein Musikfestival? Das geht echt! Letztes und vorletztes Jahr war ich mit Familie und Freunden auf dem Burg-Herzberg-Festival bei Fulda – mein Sohn war beim ersten Mal erst anderthalb Jahre alt. Es ist eine Art Hippie-Festival und gilt als besonders familienfreundlich, weil es kein großes Gewühl gibt, in dem man Angst haben muss, dass die Kleinen umgeschubst oder angerempelt werden.

Überall sieht man Familien mit ihren Kleinkindern, einige tragen sogar Neugeborene herum. Und es gibt ein Kinderland. Dort können die Knirpse in einem Zelt ­voller Teppiche mit Bauklötzchen spielen, Instrumente aus­probieren, auf Stelzen laufen oder in der Riesen­schaukel schaukeln. Es gibt sogar Konzerte und Theater extra für die Kinder, zum Beispiel "Der Reggaehase Boooo". Im vergangenen Jahr war das Gelände nach starken Regengüssen so aufgeweicht, dass wir mit unserem VW Bulli nicht mehr auf den Campingplatz fahren konnten und im Nachbarort an einem Sportplatz campierten. Nachts war es dort schön ruhig. Für die Kinder brachte der Regen ein besonderes Highlight: eine Schlammschlacht auf der großen Wiese.

 Endlich gemeinsam die Sonne genießen!
Anika und Alex Kempf

Ein ­schönes Abenteuer, bei dem sich die Kleinen austoben können

Gummistiefel, Wechselklamotten und Gehörschutz für die Kinder sollte man auf jeden Fall immer dabei haben. Wir hatten einen Bollerwagen mit, in dem sich die Kids auch mal schlafen legen konnten. Sehr praktisch! Manche Kinder hatten einen Klebestreifen auf dem Rücken, darauf die Handynummer der Eltern. Eine gute Idee, besonders bei Kindern, die gerne mal ausreißen.

Mein Tipp: Lieber etwas später anreisen. Den Zeltplatz bekommt man zugewiesen, und wer früh dran ist, zeltet nicht am Rand, sondern nahe den Bühnen, wo es lauter ist. Manchmal war unser Sohn genervt, wenn wir für seinen Geschmack zu lange auf einer Wiese saßen. Dann ist mein Mann mit ihm über das Gelände geschlendert. Da gibt es immer was zu sehen: Stände mit Instrumenten, Hippies in bunten Klamotten mit Glöckchen. Auch die Konzerte haben unserem Sohn Spaß gemacht. Der schönste Augen­blick war, als wir vor der großen Bühne in der ersten ­Reihe standen. Es hat ihm total gefallen, den Musikern beim Spielen zuzugucken, vor allem dem Schlagzeuger, denn sein Papa trommelt auch. Ein Erholungsurlaub ist das ­Festival mit Kindern nicht. Dafür erlebt man ein ­schönes Abenteuer, bei dem sich die Kleinen austoben können, wenn sie über die Wiese flitzen, Instrumente spielen oder zur Musik tanzen.

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