Festival Elbjazz: Jazz, Weißwein und die Elbe

Und hinten kreuzen die Elbfähren
Elbjazz 2017 Hamburg

Patrick Runte

Narinat Feil genießt den Jazz in der Abendsonne

Nari Feil Elbjazz 2017 Hamburg

Festivals? Das war nix ­für die Hamburgerin Narinat Feil. Bis sie letzten Sommer mal zum Elbjazz ging...

Es ist 19 Uhr. Die Strahlen der tief stehenden Sonne 
funkeln in den Discokugeln zwischen den Kranauslegern. Im Fahrwasser kreuzen Elbfähren, auf der Bühne jamt Pianist Benjamin Schaefer, und Narinat Feil holt sich ein Glas Weißwein. 31 Jahre ist sie alt, Brandmanagerin und Musikfan – von House bis Charts mag sie alles. Nur Jazz und Festivals liegen ihr nicht so. Bisher.

"Wenn ich schon eine Konzertkarte kaufe, will ich wissen, was mich er­wartet." Festivals waren ihr zu beliebig, zu teuer. Zum ersten Mal ist sie 2017 auf dem Elbjazz-Festival – und fühlt sich "bekehrt": "Es ist soo cool. Die Bühnen, die unterschiedlichen Musiker, die Elbe, die Schiffe – der totale Wahnsinn." Nie zuvor war die Hamburgerin auf dem Werksgelände von Blohm und Voss, jetzt schaut sie auf die Stadtsilhouette gegenüber, weiter hinten schimmern die Fenster der Elbphilharmonie rotgolden, und Narimat Feil weiß: "Megaschön ist die Stadt!" Dann zieht es sie zur Werkshalle, Nils Wülker spielt Trompete. Der zweite Wein muss warten – erst mal wird getanzt. Nächstes Jahr kommt sie wieder: "Dass Jazz so vielfältig sein kann . . ."

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