Unter Ketzern
Oma, in Eichstätt geboren, praktizierte eine tiefe und sehr barocke Marienfrömmigkeit. Meine Mutter, zeitweise Redakteurin einer katholischen regionalen Wochenzeitung, verehrte Dom Hélder Câmara, den Bischof von Olinda und Recife in Nordostbrasilien, einen der Begründer der Befreiungstheologie. Ich nahm als kleiner Junge wahr, wie sehr meine Eltern, auch der eher zurückhaltende Vater, auf das II. Vatikanische Konzil hofften und im Laufe der frühen siebziger Jahre ihrer Enttäuschung Herr werden mussten, dass sich aus dem, was so großartig von PapstDer Begriff Papst, lateinisch: papa, ist ursprünglich ein Ehrentitel, der bis zum siebten Jahrhundert allen Bischöfen gegeben wurde, danach aber immer mehr ausschließlich dem Bischof von Rom zukam. Nach dem katholischen Kirchenrecht besitzt der Papst die oberste, volle und unmittelbare Gewalt in der Kirche, über die er frei verfügt. Sein Einfluss gleicht damit dem eines absoluten Monarchen. Er steht nach katholischem Verständnis über den Konzilien und Bischofskollegien. Seine Entscheidungen bedürfen keiner Bestätigung, gegen sie ist keine Berufung an eine andere Instanz möglich. Die evangelische Kirche vermag in ihm den Bischof von Rom und den obersten Repräsentanten der römisch-katholischen Kirche zu sehen, nicht aber den exklusiven Stellvertreter Christi auf -Erden. Dieses Amtsverständnis begründet die katholische Kirche damit, dass der Papst der Nachfolger des Apostels Petrus sei. Johannes XXIII. angestoßen worden war, kaum spürbare Veränderung gewinnen ließ.

Was genau hatte Jan Hus getan?
Zu Hus kam John Wyclif, den man in Konstanz dreißig Jahre nach seinem Tod ebenfalls zum Ketzer erklärte, seine Schriften verdammte und beschloss, seine Gebeine auszugraben und zu verbrennen. Mit roten Ohren lag ich auf dem Bett und nahm auf, dass Wyclif den Priestern absprach, Hostien und Wein tatsächlich in Leib und Blut Christi verwandeln zu können. Ich war sehr froh darüber, als zwölf-, dreizehnjähriger Knabe zu erfahren, dass die Evangelischen in der benachbarten Kreuz- oder in der Pauluskirche neben meinem Gymnasium die Worte Jesu „Das ist mein Leib / mein Blut“ nicht wortwörtlich nahmen. Und noch mehr begeisterte mich, dass bei den Protestanten Leute gemeinsam zum Abendmahl Das Abendmahl vergegenwärtigt das letzte Mahl Jesu mit seinen Jüngern. Beim Abendmahl bekomme man eine Vorstellung von der künftigen Mahlgemeinschaft im Reich Gottes, glauben Christen. Nach Matthäus 26,29 spricht Jesus von dem Tag, „an dem ich von neuem vom Gewächs des Weinstocks mit euch in meines Vaters Reich trinken werde“. Katholiken und Protestanten erkennen das Abendmahl als Sakrament an, als sichtbares Zeichen von Gottes unsichtbarem Handeln. Dennoch trennt der Streit um das Abendmahl die Konfessionen. Wie sind etwa Jesu Worte „Das ist mein Leib... und Blut“ zu verstehen? Verwandeln sich Brot und Wein in Christi Leib und Blut? Das ist die katholische Vorstellung. Früher herrschte auch innerhalb der Protestanten darüber Uneinigkeit. Reformierte Protestanten verstanden die Gleichsetzung symbolisch, Lutheraner bestanden auf einer wörtlichen Auslegung. Seit der „Leuenberger Konkordie“ von 1973 halten beide die früheren gegenseitigen Verwerfungen für überwunden: Damit leibliche Gegenwart entstehe, bedürfe es keiner Wandlung der Elemente. Sie bedeute vielmehr, dass Christus in der Mahlgemeinschaft geheimnisvoll gegenwärtig sei. gingen, die durchaus unterschiedliche Vorstellungen von der Bedeutung des Mahles hatten. Die einen nahmen Brot und Wein zum Gedächtnis an Christi Erlösungstat, die anderen nahmen die verwandelte Substanz Christi in sich auf.
Joseph Ratzinger wies den neuen Weg
Als ich nach einer Predigt des Kurienkardinals Joseph Ratzinger und in den Wirren der Kölner Sedisvakanz, also des verwaisten Bischofsstuhles, nach dem Tode Joseph Kardinal Höffners 1987 mit meiner Geduld am Ende war, empfahlen mir diese katholischen Weggefährten, höchstens aus der katholischen Kirche auszutreten. Wer austritt, sagten sie, kann zurückkommen; wer die Kirche wechselt, ist ein für alle Mal weg. Ich kam mir vor wie ein DDR-Dissident, der einen Ausreiseantrag gestellt hatte. Man nannte mich zwar nicht wortwörtlich Kameradenschwein, aber manch einer meiner Freunde empfand im Stillen so: Man macht sich nicht einfach leicht vom Acker um sein individuelles Glück zu finden; man hält stand, bleibt sich und den Seinen treu im Kampf um eine erneuerte Kirche.
"Ab morgen zahle ich die Kirchensteuer bei deinen Leuten!"
Der Tag, an dem ich beschloss, dem Evangelischen in mir Raum zu geben, hatte mit einem Ratzinger-Wort zu tun, das inzwischen der wohl bekannteste Beitrag des heutigen Papstes zur Definitionsdebatte der römischen Kirche ist: die Diktatur des Relativismus. Die rhetorische Scheindialektik des Mannes aus Rom – hie die dem Zeitgeist hinterherhastenden, kurzatmigen Modernisten, dort die fest in Glauben, Lehre und Tradition die Nachfolge JesuAls Nachfolge Jesu bezeichnet man im weitesten Sinn das, was Jesu Jünger tun: Sie geben sich seiner Botschaft ganz und gar hin. Im engeren Sinne bezeichnet es den im Neuen Testament beschriebenen Vorgang, dass sich Menschen Jesus anschließen. So sagte Jesus zu Fischern am See Genezareth: „Folgt mir nach!“ Die Angesprochenen ließen alles stehen und wurden seine Anhänger. Nachfolge heute kann zum Beispiel bedeuten, dass Menschen Jesu Gebot der Feindesliebe konsequent umsetzen, sich in seinem Sinne sozial engagieren oder ihr persönliches Leid ertragen. Die Reformatoren Martin Luther und Huldrych Zwingli lehrten, moralische Taten seien keine Voraussetzung dafür, ein guter Christ zu sein. Nach reformatorischem Verständnis muss man sich vielmehr zunächst der Botschaft des Glaubens öffnen. Dann erst kann man in die Nachfolge Jesu treten und zu einer moralischen Persönlichkeit reifen. Christi verteidigende eine heilige römische Kirche – hatte mich so erzürnt, dass ich meiner evangelischen Frau sagte: Ab morgen zahle ich meine Kirchensteuer bei deinen Leuten.
Einen Journalistenkollegen, von dem ich wusste, dass er ordinierter Pastor war, fragte ich: „Was muss ich gelesen haben, wenn ich zu euch kommen möchte?“ Er antwortete: „Gelesen haben ‚müssen‘ gibt es nicht. Aber ich empfehle ‚Die Sache mit Gott
Gott ist nach einer gängigen Vorstellung „das höhere Wesen, das wir verehren“. In Heinrich Bölls Erzählung „Doktor Murkes gesammeltes Schweigen“ lässt jedenfalls ein Kulturpapst „Gott“ aus seinen Radiovorträgen herausschneiden und durch diese Wendung ersetzen. Gott gilt als Grund alles Seins, hat aber – anders als eine unpersönliche Schicksalsmacht – zugleich auch eine personale Seite, an die sich der Mensch im Gebet wenden kann. Gott kann nicht bewiesen, sondern nur geglaubt werden. Für den Gläubigen ist Gott keine Annahme, sondern Wirklichkeit und transzendentes, also jenseitiges Gegenüber. Die monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam gehen davon aus, dass sich alles, was ist, auf Gott zurückführen lässt. So bleibt in diesen Religionen die Frage offen, wie derselbe Gott, der das Gute will, auch das Leid und das Böse zulassen kann.
‘ von Heinz Zahrnt. Und wenn einer der Theologen, von denen in diesem Buch die Rede ist, Sie besonders interessiert, dann nichts wie ran.“
Mitglied wird man in einer Gemeinde - und dann in der Kirche
Mein Anruf im Büro der kleinen Gemeinde in der Umgebung der damaligen Bundeshauptstadt Bonn, wo ich als politischer Korrespondent für Tageszeitungen arbeitete, erreichte einen freundlichen Vikar, der mich zu einem Gespräch einlud. Ein, zwei Tage später saß ich bei ihm und quoll über von neuen theologischen Erkenntnissen. „Schön, schön“, unterbrach er mich lächelnd, „ich würde gerne mit Ihnen das weitere Verfahren der Aufnahme in unsere Gemeinde besprechen.“ Ich war einigermaßen enttäuscht, als ich feststellte, dass ich nicht schon morgen, per Stempel und Unterschrift des Vikars in einer Urkunde, auf meiner Lohnsteuerkarte „ev.“ eintragen lassen konnte. Die rheinische Kirche, erklärte er mir, sei presbyterial verfasst. Ich würde also Mitglied der Gemeinde und dadurch Mitglied der Kirche. Bei den Katholiken und, soviel er wüsste, auch bei den Lutheranern werde man Mitglied der Kirche beziehungsweise der Landeskirche und dann einer Gemeinde zugewiesen. Nachdem ich unmittelbar an der Grenze zur Schweiz aufgewachsen war, leuchtete mir das ein: Auch Schweizer konnte man nicht werden, man erhielt das Bürgerrecht einer Gemeinde und damit des Kantons sowie der Eidgenossenschaft.
Nach meiner ersten Irritation offenbarte sich mir ein neues, ein der reformatorischen Tradition entstammendes Kirchenverständnis. Nicht der Vikar, der Pfarrer, entschied, sondern die Gemeinde, vertreten durch ihren Vorstand. Kirche ist Gemeinde, keine abstrakte Größe, sondern konkrete Gemeinschaft. Das gefiel mir. Das gefiel mir sehr. Leichter wurde der Vorgang dadurch indes nicht. Drei würdige Damen des Presbyteriums wollten mit mir sprechen, sich vom ordnungsgemäßen Zustand „meines Glaubensgerätes“ überzeugen, wie eine Freundin witzelte. Als wir zum ersten Mal telefonierten, lud ich die Presbyterinnen auf ein Glas Wein zu mir nach Hause ein. „Trinken Sie regelmäßig Alkohol?“, fragte mich die Frauenstimme streng. Und ohne meine Antwort abzuwarten, fügte sie hinzu: „Nein, wir treffen uns besser im Gemeindebüro.“
Ich wollte da rein, in diese Kirche!
Das Gespräch war dann sehr knapp und weder unfreundlich noch besonders herzlich. „Sachlich“ wäre wahrscheinlich das richtige Prädikat. Oder „nüchtern“. Frau F., offenbar die Anführerin des Trios, schlug mir eine Art Probephase vor. Ich sollte beim nächsten Basar der Gemeinde einen Verkaufsstand übernehmen und an einem Bibelgesprächskreis teilnehmen.
Gerne, sagte ich, welches Thema der Gesprächskreis denn behandle? Den Galaterbrief. Super, rief ich. Das ist einer meiner Lieblingstexte im Neuen TestamentTestament, ein aus dem Lateinischen abgeleitetes Wort, bedeutet Vertrag, Bund, Vermächtnis. Neben seiner zivilen Bedeutung als schriftliche Abfassung des letzten Willens eines Menschen wird das Wort Testament auch für die beiden Teile der christlichen Bibel benutzt. Martin Luther übersetzte das griechische Wort „diatheke“ (Bund) mit dem schon damals im Deutschen gebräuchlichen Lehnwort Testament. Die ursprünglich auf Hebräisch verfasste Bibel Israels, die die Christen übernahmen, wird von diesen als „Altes Testament“ bezeichnet, die griechische Bibel mit christlichen Texten, die im Lauf des 1. Jahrhunderts entstand, als „Neues Testament“. Unter dem Eindruck des jüdisch-christlichen Dialogs gibt es viele Christen, die den Begriff „Altes Testament“ für den ersten Teil der Bibel ablehnen, da „alt“ Assoziationen wie überholt oder minderwertig weckt. Sie sprechen vom ersten Teil der Bibel als „Hebräischer Bibel“ oder „Erstem Testament“. . „Christus
Diese griechische Bezeichnung ist kein weiterer Name Jesu, sondern ein Titel und Bekenntnis: Jesus ist „der Christus“, hebräisch „der Messias“, auf Deutsch „der Gesalbte“. Mit diesem Titel verband sich nach der Zeit von König David (um 1000 v. Chr.) in Israel die politische Hoffnung auf einen neuen Herrscher und ein Friedensreich unter seiner Ägide. Jesus lehnte diese politische Erwartung an seine Person ab. Im Gegenteil: Er starb sogar den Tod am Kreuz. Aber seine Botschaft enthält explizit politische Ziele: soziale Gerechtigkeit, Frieden, der Kampf gegen gesellschaftliche Ausgrenzung, Hunger und Krankheiten. Auch wenn Jesus die an ihn gerichteten Messiaserwartungen zurückwies, weckte er doch in den Menschen seiner Zeit und besonders in seinen Anhängern, den Christen, die Hoffnung „auf einen neuen Himmel und auf eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt” (Zweiter Petrusbrief 3, 13). hat uns von dem Fluch des Gesetzes losgekauft...“, begann ich, um gleich zurechtgewiesen zu werden: „Sie sollen zuhören und nicht erzählen in dem Gesprächskreis.“ Das fand ich, um es vorsichtig auszudrücken, nicht sehr einladend. Und meine evangelische Frau meinte, als ich davon erzählte: Bleib doch einfach weg, das musst du dir doch nicht gefallen lassen. Ich aber wollte da rein, in diese Kirche!
Das ist zwar wenig spontan und zugewandt, wahrscheinlich aber nicht gänzlich unvernünftig. Ich fühlte mich jedenfalls nicht vereinnahmt, sondern skeptisch beäugt. Die Aufnahme in die Gemeinde ein paar Monate später empfand ich als sehr feierlich. Der Vikar segnete mich und stellte mich der Gemeinde vor. Mein Gelöbnis sprach ich laut und deutlich. Nach der Konversion brachen keine wunderbaren Zeiten für mich an. Auf mich wirkte die Atmosphäre der Gemeinde pragmatisch und alltagsgrau.
Im lutherischen Hamburg änderte sich wieder vieles
Das änderte sich, als ich ins lutherische Hamburg kam. Dort traf ich in einer Stadtrandgemeinde Menschen an, mit denen ich mich bis heute verbunden fühle. „Jubilate“ hießen Gotteshaus und Gemeinde. Zu Recht. Der Kantor: ein Ass! Seine Kantorei, schätzungsweise 30 Leute, sang mindestens einmal im Monat im Gottesdienst. Und immer wurden die Menschen in den Bänken animiert, mitzusingen und mehr als nur Auditorium zu sein: „Singen Sie laut mit, auch wenn es mal falsch rauskommt!“ Der Pastor: ein Ass! Verständliche, humorvolle Predigten, immer darauf ausgelegt, den Weg zwischen Text und Gemeinde so kurz wie möglich zu machen. Noch mehr zu loben: sein Sinn für Liturgie. Gottesdienste, die tatsächlich „gefeiert“ wurden, von allen. Erst jetzt wurde mir klar, was ich in den katholischen Messen so oft vermisst hatte. Ich empfand die Hochämter an Weihnachten oder Ostern als „Holy Horror Picture Shows“. Priester und ein Dutzend Ministranten lieferten eine Inszenierung ab. Die Gemeinde blieb bis auf ein paar Lieder, Glaubensbekenntnis, VaterunserDas Vaterunser ist eines der zentralen und ältesten Gebete der Christen. Es wird auch „Gebet des Herrn“ oder gelegentlich „Jüngergebet“ genannt, weil Jesus selbst es seinen Anhängern als Gebet empfohlen hat. Im Neuen Testament sind zwei Versionen überliefert. Jene des Matthäusevangeliums, 6. Kapitel, ist die allgemein bekannte und in der Liturgie gebräuchliche mit ihren sieben Bitten. Im Lukasevangelium, 11. Kapitel, fehlen hingegen die Bitten „Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden“ und „sondern erlöse uns von dem Bösen“. Das Vaterunser gilt als eine sehr knappe Zusammenfassung wichtiger Inhalte des Evangeliums. Es steht in der Mitte der Bergpredigt (Matthäusevangelium, Kapitel 5 bis 7). Die Formel „Und führe uns nicht in Versuchung“ meint übrigens keine aktive Rolle Gottes als Verführer der Menschen, sondern hat die Bitte zum Inhalt, Gott solle die Menschen nicht der Gewalt der Versuchung überlassen. und Fürbitten auf die Rolle des Publikums reduziert. Hier war der Liturg und Prediger ein Brückenbauer, ein Öffner, ein Einbezieher. Niemand zog seine leitende Funktion in Zweifel. Alle wussten: Das ist einer, den wir als Kirche besonders haben ausbilden lassen, damit er für uns da ist. Und nach dem Gottesdienst im Kirchencafé wurde diskutiert, gestritten, erzählt, wie Lesungen und Predigt auf die Gemeinde gewirkt hatten.
Alle gehörten dazu. Auch der Berber.
Am ersten Sonntag, an dem meine Frau und ich den Fuß in diese Kirche setzten, waren wir aufgenommen, gehörten wir dazu. Christentum auf Augenhöhe. Das galt auch für Harry, den Berber, der üblicherweise in der U-Bahnstation vor der Kirchentür Platte machte. Sonntags kam er in die Kirche und ging zum Abendmahl Das Abendmahl vergegenwärtigt das letzte Mahl Jesu mit seinen Jüngern. Beim Abendmahl bekomme man eine Vorstellung von der künftigen Mahlgemeinschaft im Reich Gottes, glauben Christen. Nach Matthäus 26,29 spricht Jesus von dem Tag, „an dem ich von neuem vom Gewächs des Weinstocks mit euch in meines Vaters Reich trinken werde“. Katholiken und Protestanten erkennen das Abendmahl als Sakrament an, als sichtbares Zeichen von Gottes unsichtbarem Handeln. Dennoch trennt der Streit um das Abendmahl die Konfessionen. Wie sind etwa Jesu Worte „Das ist mein Leib... und Blut“ zu verstehen? Verwandeln sich Brot und Wein in Christi Leib und Blut? Das ist die katholische Vorstellung. Früher herrschte auch innerhalb der Protestanten darüber Uneinigkeit. Reformierte Protestanten verstanden die Gleichsetzung symbolisch, Lutheraner bestanden auf einer wörtlichen Auslegung. Seit der „Leuenberger Konkordie“ von 1973 halten beide die früheren gegenseitigen Verwerfungen für überwunden: Damit leibliche Gegenwart entstehe, bedürfe es keiner Wandlung der Elemente. Sie bedeute vielmehr, dass Christus in der Mahlgemeinschaft geheimnisvoll gegenwärtig sei. , reichte seinen Nachbarn links und rechts zum Friedensgruß die Hand. Mancher rümpfte die Nase, im wortwörtlichen Sinne. Denn Harry roch manchmal wirklich streng nach Schweiß, Zigaretten und Bier. Doch er gehörte eindeutig zu uns, wie Herr L., der ständig vor sich hin brabbelnde Rentner, wie die Hochschulprofessorin, der geschiedene Künstler und all die Lehrer, Lehrerinnen und Journalisten. Zum ersten Mal war ich im Hause des Vaters wirklich zu Hause.
Wir dachten gemeinsam darüber nach, wie wir mit den Leuten im Stadtteil ins Gespräch kommen könnten. Manches, was wir versuchten, ging fürchterlich schief. Hin und wieder war jemand beleidigt und blieb der Kirche ein paar Wochen oder Monate fern, aber der Geist der Gemeinschaft war stark und herzlich genug, den meisten der bockigen Mitchristen den Rückweg leicht zu machen.Einer der schönsten Momente: Der Kantor hörte in der Adventszeit vier Bläser in der Hamburger Mönckebergstraße weihnachtlich musizieren, mit einem Hut vor ihren Füßen. Er sprach sie an und lud sie ein, beim Weihnachtsgottesdienst mitzuwirken. Die vier Jungs, arbeitslos gewordene Konzertmusiker aus St. Petersburg, kamen und bliesen, dass es eine Freude war. Und im nächsten Jahr kamen sie wieder und nahmen Spenden der Gemeinde mit nach Russland.
Ich liebe die Offenheit und Pluralität
In der Zeit meiner Konversion hatte ein mir nahestehender Protestant gespottet: „Einmal katholisch, immer katholisch. Ihr braucht doch den PapstDer Begriff Papst, lateinisch: papa, ist ursprünglich ein Ehrentitel, der bis zum siebten Jahrhundert allen Bischöfen gegeben wurde, danach aber immer mehr ausschließlich dem Bischof von Rom zukam. Nach dem katholischen Kirchenrecht besitzt der Papst die oberste, volle und unmittelbare Gewalt in der Kirche, über die er frei verfügt. Sein Einfluss gleicht damit dem eines absoluten Monarchen. Er steht nach katholischem Verständnis über den Konzilien und Bischofskollegien. Seine Entscheidungen bedürfen keiner Bestätigung, gegen sie ist keine Berufung an eine andere Instanz möglich. Die evangelische Kirche vermag in ihm den Bischof von Rom und den obersten Repräsentanten der römisch-katholischen Kirche zu sehen, nicht aber den exklusiven Stellvertreter Christi auf -Erden. Dieses Amtsverständnis begründet die katholische Kirche damit, dass der Papst der Nachfolger des Apostels Petrus sei.! Die einen, um ihn zu verehren, die anderen, um sich gegen ihn zu wehren.“ Spätestens in Hamburg registrierte ich, dass das für mich nicht stimmte. Ich liebe die Offenheit und Pluralität meiner neuen Heimat. Manchmal, wenn sich ihre behördliche Struktur in den Vordergrund drängt, kann diese Kirche grauenhaft grau sein, ich rede dann von der „öffentlichen Glaubensverwaltung“. Aber ihre synodale Struktur und ihr reformatorisches Grundbekenntnis, Menschenwerk zu sein, macht sie, Gott
Gott ist nach einer gängigen Vorstellung „das höhere Wesen, das wir verehren“. In Heinrich Bölls Erzählung „Doktor Murkes gesammeltes Schweigen“ lässt jedenfalls ein Kulturpapst „Gott“ aus seinen Radiovorträgen herausschneiden und durch diese Wendung ersetzen. Gott gilt als Grund alles Seins, hat aber – anders als eine unpersönliche Schicksalsmacht – zugleich auch eine personale Seite, an die sich der Mensch im Gebet wenden kann. Gott kann nicht bewiesen, sondern nur geglaubt werden. Für den Gläubigen ist Gott keine Annahme, sondern Wirklichkeit und transzendentes, also jenseitiges Gegenüber. Die monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam gehen davon aus, dass sich alles, was ist, auf Gott zurückführen lässt. So bleibt in diesen Religionen die Frage offen, wie derselbe Gott, der das Gute will, auch das Leid und das Böse zulassen kann.
sei Dank, kritikfähig und veränderbar. Martin Luthers Wort „ecclesia semper reformanda“ (die Kirche muss immer wieder reformiert werden), verbunden mit dem Eingeständnis vom bedingten und vorläufigen Sein selbst des frömmsten Anliegens und der Anerkenntnis allein Gottes als des Unbedingten, wie der evangelische Theologe Paul Tillich formulierte, bezeichnet für mich die Kirche der Freiheit. Eine Kirche, die sündigte, etwa als sie sich mit dem Nationalismus in Deutschland verband und zum guten Teil mit dem Nationalsozialismus. Aber eine Kirche, die endlich auch zum Stuttgarter Schuldbekenntnis fähig war. Menschen irren und sündigen. Sie tun es oft genug gerade dann, wenn sie sich als Kirche eins wähnen mit dem Heilsplan Gottes. Dies zu sehen und auszusprechen, ist für mich der Quell evangelischer Identität.
Aus menschenferner Distanz kann keine Hilfe kommen.
Es gibt in meinem Bekanntenkreis genug katholische Christen, die dies alles unterschreiben. Wenn ich sie frage, warum sie meinen Weg nicht auch gehen wollen, geben sie sehr unterschiedliche Antworten. Manche fragen zurück: „Vermisst du denn gar nichts, in dieser kargen und spröden Kirche?“ Ein Vorurteil.
Was ich jedenfalls nicht vermisse ist eine überzogene, vergötzende Marienfrömmigkeit, einen Reliquien- und Heiligenkult, die seltsame Logik, dass man im Gespräch mit Gott
Gott ist nach einer gängigen Vorstellung „das höhere Wesen, das wir verehren“. In Heinrich Bölls Erzählung „Doktor Murkes gesammeltes Schweigen“ lässt jedenfalls ein Kulturpapst „Gott“ aus seinen Radiovorträgen herausschneiden und durch diese Wendung ersetzen. Gott gilt als Grund alles Seins, hat aber – anders als eine unpersönliche Schicksalsmacht – zugleich auch eine personale Seite, an die sich der Mensch im Gebet wenden kann. Gott kann nicht bewiesen, sondern nur geglaubt werden. Für den Gläubigen ist Gott keine Annahme, sondern Wirklichkeit und transzendentes, also jenseitiges Gegenüber. Die monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam gehen davon aus, dass sich alles, was ist, auf Gott zurückführen lässt. So bleibt in diesen Religionen die Frage offen, wie derselbe Gott, der das Gute will, auch das Leid und das Böse zulassen kann.
Heilige als Fürsprecher benötige. Das bedeutet entweder, dass dieser Gott
Gott ist nach einer gängigen Vorstellung „das höhere Wesen, das wir verehren“. In Heinrich Bölls Erzählung „Doktor Murkes gesammeltes Schweigen“ lässt jedenfalls ein Kulturpapst „Gott“ aus seinen Radiovorträgen herausschneiden und durch diese Wendung ersetzen. Gott gilt als Grund alles Seins, hat aber – anders als eine unpersönliche Schicksalsmacht – zugleich auch eine personale Seite, an die sich der Mensch im Gebet wenden kann. Gott kann nicht bewiesen, sondern nur geglaubt werden. Für den Gläubigen ist Gott keine Annahme, sondern Wirklichkeit und transzendentes, also jenseitiges Gegenüber. Die monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam gehen davon aus, dass sich alles, was ist, auf Gott zurückführen lässt. So bleibt in diesen Religionen die Frage offen, wie derselbe Gott, der das Gute will, auch das Leid und das Böse zulassen kann.
nicht in der Lage ist, die Not der Betenden selbst wahrzunehmen, oder dass er, der Unbedingte, gewisse Bedingungen erfüllt sehen will. Beides ist gottlose Relativierung.
Ich vermisse auch die Ohrenbeichte nicht. Wenn wir bereuen und uns im Gottesdienst gemeinsam der Gnade Gottes anempfehlen, ist die Sündenschuld bei Gott
Gott ist nach einer gängigen Vorstellung „das höhere Wesen, das wir verehren“. In Heinrich Bölls Erzählung „Doktor Murkes gesammeltes Schweigen“ lässt jedenfalls ein Kulturpapst „Gott“ aus seinen Radiovorträgen herausschneiden und durch diese Wendung ersetzen. Gott gilt als Grund alles Seins, hat aber – anders als eine unpersönliche Schicksalsmacht – zugleich auch eine personale Seite, an die sich der Mensch im Gebet wenden kann. Gott kann nicht bewiesen, sondern nur geglaubt werden. Für den Gläubigen ist Gott keine Annahme, sondern Wirklichkeit und transzendentes, also jenseitiges Gegenüber. Die monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam gehen davon aus, dass sich alles, was ist, auf Gott zurückführen lässt. So bleibt in diesen Religionen die Frage offen, wie derselbe Gott, der das Gute will, auch das Leid und das Böse zulassen kann.
aufgehoben, ohne dass es eines vermittelnden Lossprechers im Beichtstuhl bedürfte.
Und schon gar nicht vermisse ich dieses Papstwort: Den Menschen müsse die Kirche wie ein Leuchtturm Orientierung bieten. Ich habe dies in meiner rebellischen Phase als Anmaßung empfunden, vor allem dann, wenn es sich um Fragen der konkreten Lebensbewältigung handelt, kann aus menschenferner Distanz keine Hilfe kommen. Der Leuchtturm steht am Ufer und strahlt vor sich hin. Es kümmert ihn nicht, wenn ein Boot absäuft und ein anderes an den Klippen des Lebens zerschellt. Schuld sind dann nicht der Leuchtturm und sein Wärter, selbst schuld sind dann die Leute in den Booten, die nicht genügend vorsichtig waren und das Licht des Leuchtturmes nicht genügend beachtet haben.
Die römische Kirchen-idee vom unfehlbaren Lehrgebäude des Papsttums, die gottlob von den katholischen Christen an der Basis täglich ad absurdum geführt wird, steht außerhalb des Lebens wie der Leuchtturm außerhalb des Ozeans. Christsein heißt: mit im Boot sitzen, gemeinsam mit den anderen nach Lösungen suchen, die Ruder ergreifen, die Pinne halten, besonders dann, wenn der Sturm aufkommt. Das Schiff, das sich Gemeinde nennt, braucht kluge und erfahrene Leute an Bord. Sie sollten in der Lage sein, konkret und rasch auf die ständig wechselnden Herausforderungen im Wogengang des Hier und Jetzt zu reagieren. Es geht nicht um abstrakte Exempel, sondern um teilnehmende Hilfe, um liebenden Rat. Um ein aktuelles Beispiel zu nennen: Eine Frau und ein Mann, die über Präimplantationsdiagnostik nachdenken, brauchen konkrete Menschen an ihrer Seite, mit denen sie sprechen können, Seelsorger also, und keine dogmatischen Verlautbarungen von der Sorte „absolut verwerflich“.
Streiten? Das ist besser, als wie ein Schaf hinterherzutraben
An ihnen verzweifeln aufgeklärte Katholiken. Warum nimmt der römische Apparat das in Kauf? Warum spielt er die Karte der Abgrenzung und hetzt immer deftiger gegen die Protestanten? Zwei mögliche Antworten:
Die aus Sicht Roms von der Nachbarschaft mit reformatorischen Kirchen infizierten und von der Diktatur des Relativismus bedrohten katholischen Diözesen, in denen der Priestermangel weite Landstriche gemeindlich verödet, sollen einer Art Gottesurteil unterworfen werden: Entweder dieser Teil des Kontinents wird weiter entkatholisiert oder es geschieht ein Wunder und die Schäflein kehren in den Pferch der einzig wahren Kirche zurück.
Oder: In Rom hat man tatsächlich verstanden, dass ein mit der Moderne versöhnter Glaube entweder reformatorisch oder unmöglich ist. Aus der berechtigten Sorge, die europäische und nordamerikanische Entwicklung könnte in Südamerika, Asien und Afrika Schule machen, hat man eine TheologieDer Begriff Theologie stammt aus dem Griechischen und hieß ursprünglich sowohl „Gotteslehre“ als auch „Gotteslob“. Erstmals verwendeten Christen den Begriff, um ihren Glauben mit den philosophischen Begriffen ihrer Zeit darzustellen. Im Mittelalter war die Theologie die wichtigste aller akademischen Wissenschaften – noch vor der Kanonistik (Recht) und der Medizin. Viele alte Universitäten führen die theologische Fakultät in ihren Vorlesungsverzeichnissen bis heute an erster Stelle. Der neuzeitliche Wissenschaftsbegriff orientiert sich heute oftmals an den exakten Naturwissenschaften. Daher steht die Wissenschaftlichkeit der Theologie oft in Frage. Theologen bedienen sich aber der gleichen wissenschaftlichen Methoden wie andere Fakultäten: Bibelforscher untersuchen die Bibel wie ein historisches Dokument, praktische Theologen orientieren sich an Erkenntnissen der Psychologie und Soziologie. Doch sind Theologen christlichen Werten verpflichtet und daher nicht in dem Maße neutral, wie es andere Wissenschaftler für sich beanspruchen. des Unmöglichen entwickelt, um dem reformatorischen Element standzuhalten. Der globale Glaubenskonzern gibt Mittel- und Westeuropa auf, um in anderen Weltgegenden fundamentalistischen Entwicklungen mit rabiatem Konservativismus standhalten zu können.
Es geht in Europa längst nicht mehr um evangelisch oder römisch. In der Alltäglichkeit der Gemeinden hat das evangelische Modell, sich der Moderne zu stellen, die katholische Kirche längst in der Tiefe erfasst. Nicht im organisatorischen Handeln, viel wichtiger: im Glaubensbewusstsein selbst derer, die sich für treue Söhne und Töchter ihrer Kirche halten.
Deshalb schätze ich Luthers Aufforderung, „die Geister lasset aufeinanderprallen, die Fäuste haltet stille“. Als Konvertit habe ich gelernt, dass Protestantismus und Streit eine wichtige Beziehung zueinander haben. Und es ist gut so! Das Gottesvolk ist unterwegs. Und es hat die Heilige Schrift als Reiseführer und Atlas bei sich. Da die Wahrheit Gottes aber größer ist als unser Erkenntnisvermögen, müssen wir als Weggenossen manchmal darüber beraten, was der Unendliche und Unbedingte meint und wie wir Endlichen und Bedingten damit umgehen sollen. Und manchmal geraten wir eben dabei in Streit. Das ist besser, als sich als Schaf zu fühlen und einem Oberhirten hinterherzutraben, der allein zu wissen beansprucht, wo es hingehen soll.

Leserkommentare
Schaum vor dem Mund
Als Magazin, das sich an einen weiteren als den rein evangelischen Leserkreis wendet, sollte chrismon auf Tiraden wie die seines Chefredakteurs verzichten. Ein solcher Artikel, offenbar mit Schaum vor dem Mund wütend in den Computer gehackt, wirft die Ökumene meilenweit zurück. Der Satz, wonach Herr Bummer Gott Gott ist nach einer gängigen Vorstellung „das höhere Wesen, das wir verehren“. In Heinrich Bölls Erzählung „Doktor Murkes gesammeltes Schweigen“ lässt jedenfalls ein Kulturpapst „Gott“ aus seinen Radiovorträgen herausschneiden und durch diese Wendung ersetzen. Gott gilt als Grund alles Seins, hat aber – anders als eine unpersönliche Schicksalsmacht – zugleich auch eine personale Seite, an die sich der Mensch im Gebet wenden kann. Gott kann nicht bewiesen, sondern nur geglaubt werden. Für den Gläubigen ist Gott keine Annahme, sondern Wirklichkeit und transzendentes, also jenseitiges Gegenüber. Die monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam gehen davon aus, dass sich alles, was ist, auf Gott zurückführen lässt. So bleibt in diesen Religionen die Frage offen, wie derselbe Gott, der das Gute will, auch das Leid und das Böse zulassen kann. danke, dass er sich "seines Knechtes Josef Ratzinger" bedient habe, um ihn in die evangelische Kirche zu weisen, ist an Arroganz und Anmaßung nicht zu überbieten. Vielleicht ist es auch ein typisches Bedürfnis von Konvertiten, sich durch Häme gegenüber ihren ehemaligen Glaubensbrüdern ständig selbst der Richtigkeit ihrer Konversion zu versichern. Ich bekomme chrismon immer als Beilage zur SZ und habe dieses Leseangebot gerne angenommen. Wenn ich als Katholik zukünftig mit solchen gehässigen Artikeln rechnen muss, werde ich chrismon ungelesen beiseite legen. Karl-Ludwig Zöller
Danke
Mir bliebe nur noch Spott übrig..., doch das ist nicht meine Art.
Existenzbedingungen der Religion
Gabriell (nicht überprüft) schrieb am 2. Oktober 2011 um 7:53: "ReligionUnter Religion versteht man die vielfältigen Beziehungen des Menschen zu Gott, dem Göttlichen oder, ganz allgemein gesprochen, dem Transzendenten. Sie zeigen sich in Gebeten und Festen, in Ritualen, Liedern und Bräuchen. Der Ursprung des Wortes Religion liegt im lateinischen Wort religere (deutsch: zurückbinden). In diesem Sinne bedeutet Religion die Rückbindung des Menschen an Gott. Heute hat sich im Christentum die Auffassung durchgesetzt, dass sie nicht als einzige Glaubensgemeinschaft eine authentische Rückbindung an Gott hat. Auch bei den maßgeblichen Führern anderer Weltreligionen gilt Toleranz zwischen den Religionen zunehmend als erstrebenswert, da jeder Glaube an Gott auch kulturell geprägt ist. existiert nicht unabhängig von der eigenen Vergangenheit."
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Richtig! ReligionUnter Religion versteht man die vielfältigen Beziehungen des Menschen zu Gott, dem Göttlichen oder, ganz allgemein gesprochen, dem Transzendenten. Sie zeigen sich in Gebeten und Festen, in Ritualen, Liedern und Bräuchen. Der Ursprung des Wortes Religion liegt im lateinischen Wort religere (deutsch: zurückbinden). In diesem Sinne bedeutet Religion die Rückbindung des Menschen an Gott. Heute hat sich im Christentum die Auffassung durchgesetzt, dass sie nicht als einzige Glaubensgemeinschaft eine authentische Rückbindung an Gott hat. Auch bei den maßgeblichen Führern anderer Weltreligionen gilt Toleranz zwischen den Religionen zunehmend als erstrebenswert, da jeder Glaube an Gott auch kulturell geprägt ist. existiert überhaupt bloß, weil irgendwelche Urmenschen sich die Welt zu erklären versuchten mit dem, was modern Transzendenz heißt. Damals dürfte dieser schwere Irrtum ziemlich unvermeidbar gewesen sein. Dass er und seine Weiterungen allerdings auch noch im Jahre 2011 fröhliche Urständ feiern, kann man nicht mehr den Wesen mit der fliehenden Stirn anlasten.
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Zitat vom 2. Oktober 2011 um 23:37: "Ich fühle mich beleidigt, belästigt.....provoziert, und in die Ecke gedrängt !" Das ist das Terroristische an Diskussionsforen. Man begegnet völlig unerträglichen Gestalten wie dem Iwan. Das Tröstliche an Foren ist, dass sowohl die Teilnahme überhaupt wie auch die Art der Teilnahme, freiwillig sind. In anderen Lebensbereichen wie Familie, Studium oder Psychotherapie ist das anders. Wenn es gelingt, diese Bereiche getrennt zu halten, wird es einem wieder besser gehen.
@ an Herrn Brummer, als
@ an Herrn Brummer, als Chefredakteur dieser Zeitschrift, und protestantischer Christ sollten Sie eines, bei aller Kontroverse, nicht erlauben : nämlich das Häme über Menschen anderer Konfessionen ausgeschüttet wird, sei sie direkt oder indirekt ! " Iwan " ist auf diesem Gebiet ein hasserfüllter "Experte ". Seine Beiträge sind vor allem eine Beleidigung , für die Sinne, wie auch für den guten Geschmack. Man mag über die Religionen streiten, aber so penetrant verfolgt zu werden, ist schon sehr fragwürdig ! Welche Rolle spielen seine Beiträge hier ? Sie sind nie konstruktiv, immer nur eine aufgeplusterte Häme !
Ich fühle mich beleidigt, belästigt, und habe nicht den geringsten Grund solches Verhalten als tolerabel hinzunehmen. Ich fühlte mich provoziert, und in die Ecke gedrängt ! Ich glaube nicht, dass das in den protestantischen Rahmen hineinpasst. Außerdem weichen die letzten Beiträge sehr weit vom Thema ab. Dieser Mensch sucht keine Kontroverse, er sucht nach Gründen, mit seinem Hass andere zu verletzen.
Wo bleiben Qualität, Wissen,
Wo bleiben Qualität, Wissen, Intelligenz ?! Wo bleibt die Authentizität ? Auch ich bin streitbar, aber sehr verletzbar, und entsprechend ungeduldig ! Wird nur die interne Streitbarkeit als Werbeträger verstanden, oder ist da mehr Einlassung möglich ? Bisher konnte ich außer dem offenbar hauseigenen Virus, nicht mehr als das erkennen !
Herr Brummer, Ketzer wurden früher verbrannt, das wussten Sie doch, und nahmen dennoch kaum Rücksicht auf Gefühle anderer ? Wenn ich merke, dass meine Gefühle keine Rolle spielen, gehe ich von einer negativen Gesinnung desjenigen aus, es sei denn, derjenige, war sich der Tragweite nicht bewusst ! In diesem Falle verzeihe ich. Andernfalls habe ich keine Wahl, als andere über die negative, Unfrieden stiftende Gesinnung zu warnen ! Zum Thema Familie : Sie sagten in einem Fernsehninterview, Sie würden die ReligionUnter Religion versteht man die vielfältigen Beziehungen des Menschen zu Gott, dem Göttlichen oder, ganz allgemein gesprochen, dem Transzendenten. Sie zeigen sich in Gebeten und Festen, in Ritualen, Liedern und Bräuchen. Der Ursprung des Wortes Religion liegt im lateinischen Wort religere (deutsch: zurückbinden). In diesem Sinne bedeutet Religion die Rückbindung des Menschen an Gott. Heute hat sich im Christentum die Auffassung durchgesetzt, dass sie nicht als einzige Glaubensgemeinschaft eine authentische Rückbindung an Gott hat. Auch bei den maßgeblichen Führern anderer Weltreligionen gilt Toleranz zwischen den Religionen zunehmend als erstrebenswert, da jeder Glaube an Gott auch kulturell geprägt ist. als eine große Familie sehen, und da sei Streit normal. Ich gebe zu bedenken, dass die Verhältnisse in vielen Familien so sind, dass dort kein Streit möglich ist, b.z.w. er zur völligen Entfremdung führen kann, geführt hat ! Sie können doch nicht so naiv sein, zu behaupten, das nicht gewusst zu haben ? Oder so penetrant, zu behaupten, das spiele keine Rolle ?!
Ich habe seinerzeit in den Foren der EKD eine beispiellose Hetze gegen katholische Teilnehmer erfahren, wie Steinschläge, so hagelte der Hass mir, Nchtsahnenden, entgegen ! Ein katholischer Mönch sagte mir, das käme immer wieder mal vor ! Gut, es half mir zeitweise, es besser zu verstehen, aber es hört nicht auf ! Mein Fazit: ReligionUnter Religion versteht man die vielfältigen Beziehungen des Menschen zu Gott, dem Göttlichen oder, ganz allgemein gesprochen, dem Transzendenten. Sie zeigen sich in Gebeten und Festen, in Ritualen, Liedern und Bräuchen. Der Ursprung des Wortes Religion liegt im lateinischen Wort religere (deutsch: zurückbinden). In diesem Sinne bedeutet Religion die Rückbindung des Menschen an Gott. Heute hat sich im Christentum die Auffassung durchgesetzt, dass sie nicht als einzige Glaubensgemeinschaft eine authentische Rückbindung an Gott hat. Auch bei den maßgeblichen Führern anderer Weltreligionen gilt Toleranz zwischen den Religionen zunehmend als erstrebenswert, da jeder Glaube an Gott auch kulturell geprägt ist. existiert nicht unabhängig von der eigenen Vergangenheit. ich habe aber nicht das Recht, eigene Ressentiments über andere auszuschütten ! Wenn wir alle an einen Gott Gott ist nach einer gängigen Vorstellung „das höhere Wesen, das wir verehren“. In Heinrich Bölls Erzählung „Doktor Murkes gesammeltes Schweigen“ lässt jedenfalls ein Kulturpapst „Gott“ aus seinen Radiovorträgen herausschneiden und durch diese Wendung ersetzen. Gott gilt als Grund alles Seins, hat aber – anders als eine unpersönliche Schicksalsmacht – zugleich auch eine personale Seite, an die sich der Mensch im Gebet wenden kann. Gott kann nicht bewiesen, sondern nur geglaubt werden. Für den Gläubigen ist Gott keine Annahme, sondern Wirklichkeit und transzendentes, also jenseitiges Gegenüber. Die monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam gehen davon aus, dass sich alles, was ist, auf Gott zurückführen lässt. So bleibt in diesen Religionen die Frage offen, wie derselbe Gott, der das Gute will, auch das Leid und das Böse zulassen kann. glauben, dann sei dieser äußerst ungerecht, und mit ach so menschlichen Massstäben zu messen, dass ich nicht im geringsten , ihn als meinen Gott Gott ist nach einer gängigen Vorstellung „das höhere Wesen, das wir verehren“. In Heinrich Bölls Erzählung „Doktor Murkes gesammeltes Schweigen“ lässt jedenfalls ein Kulturpapst „Gott“ aus seinen Radiovorträgen herausschneiden und durch diese Wendung ersetzen. Gott gilt als Grund alles Seins, hat aber – anders als eine unpersönliche Schicksalsmacht – zugleich auch eine personale Seite, an die sich der Mensch im Gebet wenden kann. Gott kann nicht bewiesen, sondern nur geglaubt werden. Für den Gläubigen ist Gott keine Annahme, sondern Wirklichkeit und transzendentes, also jenseitiges Gegenüber. Die monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam gehen davon aus, dass sich alles, was ist, auf Gott zurückführen lässt. So bleibt in diesen Religionen die Frage offen, wie derselbe Gott, der das Gute will, auch das Leid und das Böse zulassen kann. akzeptieren möchte ! Und einen Gott Gott ist nach einer gängigen Vorstellung „das höhere Wesen, das wir verehren“. In Heinrich Bölls Erzählung „Doktor Murkes gesammeltes Schweigen“ lässt jedenfalls ein Kulturpapst „Gott“ aus seinen Radiovorträgen herausschneiden und durch diese Wendung ersetzen. Gott gilt als Grund alles Seins, hat aber – anders als eine unpersönliche Schicksalsmacht – zugleich auch eine personale Seite, an die sich der Mensch im Gebet wenden kann. Gott kann nicht bewiesen, sondern nur geglaubt werden. Für den Gläubigen ist Gott keine Annahme, sondern Wirklichkeit und transzendentes, also jenseitiges Gegenüber. Die monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam gehen davon aus, dass sich alles, was ist, auf Gott zurückführen lässt. So bleibt in diesen Religionen die Frage offen, wie derselbe Gott, der das Gute will, auch das Leid und das Böse zulassen kann. , der hinter den Personen, die sich im Vordergrund zur Schau stellen, zu erkennen, fällt mir schwer.
Ich glaube mitnichten, dass wir alle an einen Gott Gott ist nach einer gängigen Vorstellung „das höhere Wesen, das wir verehren“. In Heinrich Bölls Erzählung „Doktor Murkes gesammeltes Schweigen“ lässt jedenfalls ein Kulturpapst „Gott“ aus seinen Radiovorträgen herausschneiden und durch diese Wendung ersetzen. Gott gilt als Grund alles Seins, hat aber – anders als eine unpersönliche Schicksalsmacht – zugleich auch eine personale Seite, an die sich der Mensch im Gebet wenden kann. Gott kann nicht bewiesen, sondern nur geglaubt werden. Für den Gläubigen ist Gott keine Annahme, sondern Wirklichkeit und transzendentes, also jenseitiges Gegenüber. Die monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam gehen davon aus, dass sich alles, was ist, auf Gott zurückführen lässt. So bleibt in diesen Religionen die Frage offen, wie derselbe Gott, der das Gute will, auch das Leid und das Böse zulassen kann. glauben ! Spätestens seit Internet glauben die meisten an Facebook !
Sie, Herr Brummer, haben eine freundliche, recht unkritische und tolerante Pressen erfahren : gibt Ihnen das zu denken ?
Vorbildliche Heilige
Gabriell (nicht überprüft) schrieb am 28. September 2011 um 13:49: "Vorbilder und Heilige sind sich recht ähnlich als Prinzip"
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Sehr richtig! Wer selber ein Vorbild geben will, sei es im trauten Familienkreis oder am idyllischen Arbeitsplatz, kann sich bei den Heiligen was abgucken. Er muss ja nicht gleich mit den höheren Künsten wie der Levitation, also dem freien Schweben in der Luft, loslegen. Für den Anfang tut es auch ein gekonnter Schlag mit dem Schwert durch den Trenchcoat. Wer andere als Vorbild wählt, liegt moralisch richtig. Das gilt insbesondere, wenn er sich auch noch von einem Vorbild sagen lässt, wen er sich denn als Vorbilder aussuchen soll. Nach ökumenischer Gesamtauffassung - da machen auch die Reformierten mit, die ansonsten bei der Hochschätzung der Heiligen im Gegensatz zu den Lutheranern so mäklig sind - ist das größte Vorbild aller Zeiten, das Grövaz eben, der Gottessohn.
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Der allein macht den Kohl allerdings noch nicht so richtig fett. Deswegen gilt: "Um die Heiligung des Gottesvolkes zu pflegen, empfiehlt die Kirche der besonderen und kindlichen Verehrung der Gläubigen die selige, immerwährende Jungfrau und Gottesmutter Die Gottesmutter Maria ist vor allem für römisch-katholische und orthodoxe Christen ein wichtiges Symbol. Nach einem Dogma aus dem Jahr 451 hatte Jesus eine göttliche und eine menschliche Natur. Maria galt fortan als Mutter des Menschen wie auch des Gottes Jesus Christus. Um Letzteres zu unterstreichen, wurde sie auch Gottesmutter genannt. Spätere Lehren knüpfen an diese Bezeichnung an. Es hieß, Maria sei auch nach der Geburt Jesu eine Jungfrau geblieben. Die Erbsünde habe sie nicht berührt, da schon ihre Mutter sie jungfräulich empfangen habe. Keine dieser Lehren lässt sich direkt aus der Bibel ableiten. Deshalb hat auch für Protestanten das Symbol der Gottesmutter eine geringere Bedeutung als für Katholiken oder Orthodoxe. Maria, die Christus Diese griechische Bezeichnung ist kein weiterer Name Jesu, sondern ein Titel und Bekenntnis: Jesus ist „der Christus“, hebräisch „der Messias“, auf Deutsch „der Gesalbte“. Mit diesem Titel verband sich nach der Zeit von König David (um 1000 v. Chr.) in Israel die politische Hoffnung auf einen neuen Herrscher und ein Friedensreich unter seiner Ägide. Jesus lehnte diese politische Erwartung an seine Person ab. Im Gegenteil: Er starb sogar den Tod am Kreuz. Aber seine Botschaft enthält explizit politische Ziele: soziale Gerechtigkeit, Frieden, der Kampf gegen gesellschaftliche Ausgrenzung, Hunger und Krankheiten. Auch wenn Jesus die an ihn gerichteten Messiaserwartungen zurückwies, weckte er doch in den Menschen seiner Zeit und besonders in seinen Anhängern, den Christen, die Hoffnung „auf einen neuen Himmel und auf eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt” (Zweiter Petrusbrief 3, 13). zur Mutter aller Menschen bestimmt hat, und fördert sie die wahre und echte Verehrung der anderen Heiligen, durch deren Vorbild die Gläubigen auf erbaut und durch deren Fürsprache sie gestützt werden." Und damit sich keine falschen Fuchzger unter die Heiligen mischen, gilt: "Öffentlich verehrt werden dürfen nur die Diener Gottes, die durch die Autorität der Kirche in das Verzeichnis der Heiligen und Seligen aufgenommen worden sind."
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Wer das nicht glaubt und nicht für möglich hält, muss es eben im Codex des kanonischen Rechtes, Can. 1186 und 1187 nachlesen. http://www.vatican.va/archive/DEU0036/__P4D.HTM
Vorbilder und Heilige sind
Vorbilder und Heilige sind sich recht ähnlich als Prinzip, nur das hier viele Vorbilder schon zu Lebzeiten hervorgehoben werden, austauschbar sind, und einem kurzfristigen Zweck dienen, was zu einer starken Verflachung des Denkens und der Empfindlichkeit führt. Eine Abnickermentalität, "dem Himmel sei Dank, der Himmel ist schuld !" "Wir verstehen uns ?" Die Seelsorge könnte tatsächlich an Bedeutung verlieren ..
"Lasset die Geister aufeinander prallen,..", Brummers luthersches Lieblingszitat, ich prophezeie , dass es bald keinen Grund mehr dafür geben könnte, denn brave Bürger sind treue Gläubige , und die Kontroverse ermüdet. Dauernder Beifall, o.k. Ärger, Unzufriedenheit, weil der Seelsorger auch mal aufmüpfig wird, oder überarbeitet, wird es natürlich immer geben, aber genügt das zum Leben ?
Neue Probleme, neue Seelsorge ? Fein, Iwan, dass Sie sich sorgen, das ist ein Anfang, der Verflachung vorzubeugen.
Praktische Seelsorge
Gabriell (nicht überprüft) schrieb am 27. September 2011 um 10:32: "Ich finde,die Seelsorge sollte zuerst einmal INTERN geübt werden"
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Die Leviten haben Sie doch soeben dem Autor ordentlich gelesen. Das war und ist noch immer die durchschlagendste Art der Seelsorge.
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Zitat: "dient es tatsächlich ausschliesslich dem eigenen Geldbeutel !" Wenn weiter also nichts passiert ist, als dass Herr Brummer Geld verdient, dann verstehe ich nicht, warum jetzt Seelsorge angesagt ist. Müssen mitten in der blühenden Marktwirtschaft immer die Seelsorger ausschwärmen, wenn wo der Rubel rollt? Ich beginne mir Sorgen zu machen um die Arbeitsbelastung der Gottesmänner und evangelischerseits auch Gottesfrauen.
"Unter Ketzern"
Was mir nicht gefällt, ist die Vermischung von persönlichen Erfahrungen, die vollkommen unreflektiert , und ohne den historischen Hintergrund und den Tenor, welchen die Erziehung damals beherrschte, zu bedenken, vom Autor selbst hier als Basis für Rückschlüsse auf die Situation zwischen den zwei christlichen Kirchen heute genommen wird. Seine Sichtweise ist äußerst subjektiv und unwissenschaftlich. Seine persönliche Überzeugung. Es ist in der Tat so, dass ich diese Ausführungen als vielleicht nachvollziehbar für Vertreter seiner Generation ansehen darf, mich aber gegen die suggestive Generalisierung der aus seinen persönlichen Erfahrungen resultierenden Rückschlüsse auf Heute abgrenzen und distanzieren kann und sogar muss !
Ich finde,die Seelsorge sollte zuerst einmal INTERN geübt werden, eine besondere Form der Beichte Die Beichte zählt zwar in der katholischen, nicht aber in der evangelischen Kirche zu den Sakramenten. Trotzdem hat die Beichte auch für evangelische Christen ihre Bedeutung. Sie kann in einem Einzelgespräch oder auch in einem Gottesdienst stattfinden. Wichtigster Schritt einer Beichte ist das freiwillige Bekenntnis der Sünden, also von Schuld und Scheitern. Nach Auffassung Martin Luthers steht aber nicht dieses Bekenntnis im Kern der Beichte, sondern die Absolution, die Lossprechung von den Sünden. Die christlichen Konfessionen sind sich darin einig, dass es bei der Beichte nicht um die Besprechung einzelner Regelverstöße geht, sondern um die Wiederherstellung der durch die Sünde beschädigten oder zerstörten Beziehung zu Gott und den Mitmenschen. eben, denn so, wie im vorliegenden Fall, in der Öffentlichkeit , dient es tatsächlich ausschliesslich dem eigenen Geldbeutel ! Wie steht es um die Verantwortung, Herr Brummer ?
Gehorsam einst und heute
Gabriell (nicht überprüft) schrieb am 26. September 2011 um 12:58: "Die Klarstellung meiner Geschlechtsidentität mag Ihnen ein Anliegen sein, mir ist es nicht." Sorry! Soll nicht wieder vorkommen! Nur für den Fall, dass in Fortsetzung liebgewordener Traditionen in wenigen Wochen oder Monaten eine neue Forumsteilnehmerin auftauchen sollte, wenn Frau Gabriell uns bereits verlassen hat...
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Zitat: ".....ist das mit dem Gehorsam heute unter den Katholiken eben nicht mehr so selbstverständlich!" Aus dieser Bemerkung spricht der Irrtum, Gehorsam wäre früher bei Katholiken selbstverständlich gewesen. Gehorsam ist und war nie und nirgendwo selbstverständlich. Zum Gehorsam gehören immer zwei Seiten. Die eine, die den Gehorsam erwartet, fordert und nötigenfalls erzwingt und die andere Seite, die den Gehorsam leistet, sei es aus Überzeugung, sei es dem Zwange folgend. Gerade die Geschichte der katholischen Kirche weiß zu berichten von manch loderndem Feuerlein mit Menschlein darin, damit der Gehorsam gegenüber dem Gott Gott ist nach einer gängigen Vorstellung „das höhere Wesen, das wir verehren“. In Heinrich Bölls Erzählung „Doktor Murkes gesammeltes Schweigen“ lässt jedenfalls ein Kulturpapst „Gott“ aus seinen Radiovorträgen herausschneiden und durch diese Wendung ersetzen. Gott gilt als Grund alles Seins, hat aber – anders als eine unpersönliche Schicksalsmacht – zugleich auch eine personale Seite, an die sich der Mensch im Gebet wenden kann. Gott kann nicht bewiesen, sondern nur geglaubt werden. Für den Gläubigen ist Gott keine Annahme, sondern Wirklichkeit und transzendentes, also jenseitiges Gegenüber. Die monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam gehen davon aus, dass sich alles, was ist, auf Gott zurückführen lässt. So bleibt in diesen Religionen die Frage offen, wie derselbe Gott, der das Gute will, auch das Leid und das Böse zulassen kann. der Liebe sich durchsetze und erhalte. Von Selbstverständlichkeit also keine Spur.
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Zitat: "Die "gehorsame Herde ", verwandelte sich im Laufe der Zeit in Menschen, was natürlich die Glaubensperspektive verändert hat." Menschen waren es immer. Steine und wirkliche Schafe neigen nicht zum Glauben. Die Anpassung der Glaubensinhalte und Glaubensformen erfolgt allerdings nicht, um den Gehorsam abzuschaffen. Sie erfolgt im Gegenteil, um den Gehorsam auf den jeweils aktuell nötigen Stand zu bringen. Auch die heutigen Reformkatholiken wollen weder den lieben Gott Gott ist nach einer gängigen Vorstellung „das höhere Wesen, das wir verehren“. In Heinrich Bölls Erzählung „Doktor Murkes gesammeltes Schweigen“ lässt jedenfalls ein Kulturpapst „Gott“ aus seinen Radiovorträgen herausschneiden und durch diese Wendung ersetzen. Gott gilt als Grund alles Seins, hat aber – anders als eine unpersönliche Schicksalsmacht – zugleich auch eine personale Seite, an die sich der Mensch im Gebet wenden kann. Gott kann nicht bewiesen, sondern nur geglaubt werden. Für den Gläubigen ist Gott keine Annahme, sondern Wirklichkeit und transzendentes, also jenseitiges Gegenüber. Die monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam gehen davon aus, dass sich alles, was ist, auf Gott zurückführen lässt. So bleibt in diesen Religionen die Frage offen, wie derselbe Gott, der das Gute will, auch das Leid und das Böse zulassen kann. , noch die Kirche, ja nicht einmal deren Hierarchie abschaffen. Sie wünschen sich Priester, Bischöfe, einen PapstDer Begriff Papst, lateinisch: papa, ist ursprünglich ein Ehrentitel, der bis zum siebten Jahrhundert allen Bischöfen gegeben wurde, danach aber immer mehr ausschließlich dem Bischof von Rom zukam. Nach dem katholischen Kirchenrecht besitzt der Papst die oberste, volle und unmittelbare Gewalt in der Kirche, über die er frei verfügt. Sein Einfluss gleicht damit dem eines absoluten Monarchen. Er steht nach katholischem Verständnis über den Konzilien und Bischofskollegien. Seine Entscheidungen bedürfen keiner Bestätigung, gegen sie ist keine Berufung an eine andere Instanz möglich. Die evangelische Kirche vermag in ihm den Bischof von Rom und den obersten Repräsentanten der römisch-katholischen Kirche zu sehen, nicht aber den exklusiven Stellvertreter Christi auf -Erden. Dieses Amtsverständnis begründet die katholische Kirche damit, dass der Papst der Nachfolger des Apostels Petrus sei. (gerne auch weiblich) und einen Gott Gott ist nach einer gängigen Vorstellung „das höhere Wesen, das wir verehren“. In Heinrich Bölls Erzählung „Doktor Murkes gesammeltes Schweigen“ lässt jedenfalls ein Kulturpapst „Gott“ aus seinen Radiovorträgen herausschneiden und durch diese Wendung ersetzen. Gott gilt als Grund alles Seins, hat aber – anders als eine unpersönliche Schicksalsmacht – zugleich auch eine personale Seite, an die sich der Mensch im Gebet wenden kann. Gott kann nicht bewiesen, sondern nur geglaubt werden. Für den Gläubigen ist Gott keine Annahme, sondern Wirklichkeit und transzendentes, also jenseitiges Gegenüber. Die monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam gehen davon aus, dass sich alles, was ist, auf Gott zurückführen lässt. So bleibt in diesen Religionen die Frage offen, wie derselbe Gott, der das Gute will, auch das Leid und das Böse zulassen kann. , dem sie mit Überzeugung und freudigem Herzen ihren Glaubensgehorsam darbringen können. Vom Ende der Gehorsamsbereitschaft also keine Spur.
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Zitat: "...aber die Absurdität verdanken Sie Ihrer eigenen Diffusion, so leid es mit tut !" Nur immer frisch von der Leber weggeschrieben! Ich bin nicht empfindlich.
Menschsein
Lieber , Herr Iwan, ob schrecklich, oder nicht, absurd, alle mal. Die Klarstellung meiner Geschlechtsidentität mag Ihnen ein Anliegen sein, mir ist es nicht.
Mit der von Ihnen zitierten Frage aus meinem Beitrag: "Was ist denn nun, will ich also, oder will ich nicht ?! ", meinte ich die EKD, und ihre Haltung ihrem ökumenischen Partner gegenüber, der katholischen Kirche. Ich meinte hier nicht mich, nur dem Stil nach wählte ich diese Perspektive. Wie Sie aber inzwischen gemerkt haben, ist das mit dem Gehorsam heute unter den Katholiken eben nicht mehr so selbstverständlich! Sie müssen Ihre eigenen Vorstellungen und Ihr festes Wissen überprüfen ! Wir alle müssen dies tun.
Die "gehorsame Herde ", verwandelte sich im Laufe der Zeit in Menschen, was natürlich die Glaubensperspektive verändert hat. Möglicherweise trug gerade dieser Umstand zu Ihrer eigenen Verständnisdiffusion bei ?
Außerdem geht es um mehr, als um Veränderung äußerer Strukturen. Ich mag das Bild von der friedlich grasenden Herde, und guten Hirten sehr, aber es passt heute leider nicht mehr in unsere Welt hinein. Sie ist zu unübersichtlich geworden. Insofern ist Ihre scharfsinnige Bemerkung sehr richtig, aber die Absurdität verdanken Sie Ihrer eigenen Diffusion, so leid es mit tut !
Schafsehre
Frau Gabriell (nicht überprüft) schrieb am 23. September 2011 um 12:43: "Was ist denn nun: will ich also , oder will ich nicht ?!"
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Diese Frage ist gut. Die Reformkatholiken haben sie bereits beantwortet und zwar so: "Lieber PapstDer Begriff Papst, lateinisch: papa, ist ursprünglich ein Ehrentitel, der bis zum siebten Jahrhundert allen Bischöfen gegeben wurde, danach aber immer mehr ausschließlich dem Bischof von Rom zukam. Nach dem katholischen Kirchenrecht besitzt der Papst die oberste, volle und unmittelbare Gewalt in der Kirche, über die er frei verfügt. Sein Einfluss gleicht damit dem eines absoluten Monarchen. Er steht nach katholischem Verständnis über den Konzilien und Bischofskollegien. Seine Entscheidungen bedürfen keiner Bestätigung, gegen sie ist keine Berufung an eine andere Instanz möglich. Die evangelische Kirche vermag in ihm den Bischof von Rom und den obersten Repräsentanten der römisch-katholischen Kirche zu sehen, nicht aber den exklusiven Stellvertreter Christi auf -Erden. Dieses Amtsverständnis begründet die katholische Kirche damit, dass der Papst der Nachfolger des Apostels Petrus sei.! Genau wie Sie halten wir den Einfall mit dem liebenden Gott Gott ist nach einer gängigen Vorstellung „das höhere Wesen, das wir verehren“. In Heinrich Bölls Erzählung „Doktor Murkes gesammeltes Schweigen“ lässt jedenfalls ein Kulturpapst „Gott“ aus seinen Radiovorträgen herausschneiden und durch diese Wendung ersetzen. Gott gilt als Grund alles Seins, hat aber – anders als eine unpersönliche Schicksalsmacht – zugleich auch eine personale Seite, an die sich der Mensch im Gebet wenden kann. Gott kann nicht bewiesen, sondern nur geglaubt werden. Für den Gläubigen ist Gott keine Annahme, sondern Wirklichkeit und transzendentes, also jenseitiges Gegenüber. Die monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam gehen davon aus, dass sich alles, was ist, auf Gott zurückführen lässt. So bleibt in diesen Religionen die Frage offen, wie derselbe Gott, der das Gute will, auch das Leid und das Böse zulassen kann. und dem dazu passenden wandernden Gottesvolk, der Kirche, für ganz großartig. In einigen Detailpunkten wie Pille, Zölibat und Priesterinnen wären wir aber so gerne ungehorsam. Bitte, bitte erlauben sie uns das, damit unserer Ungehorsam keiner mehr ist! Wenn nicht, müssten wir mal wieder unserer bitteren Enttäuschung über Sie Ausdruck verleihen."
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Das gern gebrauchte Bild von den Gläubigen als Schafherde scheint mir den Schafen Unrecht zu tun. Ich kenne keine wirklichen Schafe, die ihren Hirten gegenüber die Regeln einfacher Logik dermaßen verletzen und dadurch ein absurdes Schauspiel aufführen.
Lieber Gabriell, Sie haben
Lieber Gabriell, Sie haben Recht, man ist nicht gezwungen, Priester zu werden, aber Pirstern ist es ein Gebot, im Zölibat zu leben. Pfarrer ist kein Beruf wie jeder andere, wer ihn wählt, tut es aus Überzeugung. Und warum sollten Menschen, die ihr Leben dem Dienst an Gott Gott ist nach einer gängigen Vorstellung „das höhere Wesen, das wir verehren“. In Heinrich Bölls Erzählung „Doktor Murkes gesammeltes Schweigen“ lässt jedenfalls ein Kulturpapst „Gott“ aus seinen Radiovorträgen herausschneiden und durch diese Wendung ersetzen. Gott gilt als Grund alles Seins, hat aber – anders als eine unpersönliche Schicksalsmacht – zugleich auch eine personale Seite, an die sich der Mensch im Gebet wenden kann. Gott kann nicht bewiesen, sondern nur geglaubt werden. Für den Gläubigen ist Gott keine Annahme, sondern Wirklichkeit und transzendentes, also jenseitiges Gegenüber. Die monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam gehen davon aus, dass sich alles, was ist, auf Gott zurückführen lässt. So bleibt in diesen Religionen die Frage offen, wie derselbe Gott, der das Gute will, auch das Leid und das Böse zulassen kann. widmen möchten, auf eine Familie verzichten? Schließlich stellt es keinen Wiederspruch dar, gleichzeitig zu versuchen, möglichst nah an eine universelle Liebe heranzukommen und gleichzeitig bestimmte Menschen zu lieben. Ich bin mir sicher, dass es viele Priester als Zwang empfinden, alle Sexualität aufgeben zu müssen. Und wer gerne darauf verzichtet, könnte auch ohne den Zölibat in Keuscheid leben. Kann es Gottes Wille sein, dass Menschen, die ihm folgen, die für ihn kämpfen und von ihm lehren, auf das Glück einer Partnerschaft verzichten müssen? Ich glaube nicht, dass ein Gott Gott ist nach einer gängigen Vorstellung „das höhere Wesen, das wir verehren“. In Heinrich Bölls Erzählung „Doktor Murkes gesammeltes Schweigen“ lässt jedenfalls ein Kulturpapst „Gott“ aus seinen Radiovorträgen herausschneiden und durch diese Wendung ersetzen. Gott gilt als Grund alles Seins, hat aber – anders als eine unpersönliche Schicksalsmacht – zugleich auch eine personale Seite, an die sich der Mensch im Gebet wenden kann. Gott kann nicht bewiesen, sondern nur geglaubt werden. Für den Gläubigen ist Gott keine Annahme, sondern Wirklichkeit und transzendentes, also jenseitiges Gegenüber. Die monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam gehen davon aus, dass sich alles, was ist, auf Gott zurückführen lässt. So bleibt in diesen Religionen die Frage offen, wie derselbe Gott, der das Gute will, auch das Leid und das Böse zulassen kann. , der seine Jünger liebt, sie zu dieser Enthaltsamkeit zwingt, nicht einmal, um sie vor "Ehescheidung und" "familiärem Zerfall" zu bewahren. Man könnte denken, dass die katholische Kirche mit dem Zölibat beabsichtigt, nur Prister zu weihen, die sich ihrer Sache sicher sind, so sicher, dass sie für den Dienst an Gott Gott ist nach einer gängigen Vorstellung „das höhere Wesen, das wir verehren“. In Heinrich Bölls Erzählung „Doktor Murkes gesammeltes Schweigen“ lässt jedenfalls ein Kulturpapst „Gott“ aus seinen Radiovorträgen herausschneiden und durch diese Wendung ersetzen. Gott gilt als Grund alles Seins, hat aber – anders als eine unpersönliche Schicksalsmacht – zugleich auch eine personale Seite, an die sich der Mensch im Gebet wenden kann. Gott kann nicht bewiesen, sondern nur geglaubt werden. Für den Gläubigen ist Gott keine Annahme, sondern Wirklichkeit und transzendentes, also jenseitiges Gegenüber. Die monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam gehen davon aus, dass sich alles, was ist, auf Gott zurückführen lässt. So bleibt in diesen Religionen die Frage offen, wie derselbe Gott, der das Gute will, auch das Leid und das Böse zulassen kann. sogar bereit sind, auf Sexualität, Parnerschaft, Ehe und Familie zu verzichten. Doch hier bietet die evangelische Kirche ein hervorragendes Gegenbeispiel: Was auch immer man von ihr halten möchte, ihre Pastoren dienen Gott Gott ist nach einer gängigen Vorstellung „das höhere Wesen, das wir verehren“. In Heinrich Bölls Erzählung „Doktor Murkes gesammeltes Schweigen“ lässt jedenfalls ein Kulturpapst „Gott“ aus seinen Radiovorträgen herausschneiden und durch diese Wendung ersetzen. Gott gilt als Grund alles Seins, hat aber – anders als eine unpersönliche Schicksalsmacht – zugleich auch eine personale Seite, an die sich der Mensch im Gebet wenden kann. Gott kann nicht bewiesen, sondern nur geglaubt werden. Für den Gläubigen ist Gott keine Annahme, sondern Wirklichkeit und transzendentes, also jenseitiges Gegenüber. Die monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam gehen davon aus, dass sich alles, was ist, auf Gott zurückführen lässt. So bleibt in diesen Religionen die Frage offen, wie derselbe Gott, der das Gute will, auch das Leid und das Böse zulassen kann. mit der gleichen Überzeugung wie unsere Pfarrer. Ich wollte mit meiner Kritik an der Distanz der katholischen Kirche nicht ausdrücken, dass sie zu wenig Einfluss auf die Gemeinde nimmt, vielmehr, das Verbote von oben herab erteilt werden, ohne dass sich vorher mit der Gemeinde auseinandergesetzt wurde. Auch sehe ich in den katholischen Ge- und Verboten nicht die Möglichkeit zur "selbstbewussten Befreiung", denn gerade sie ist an der konservativen Zukunftsangst der katholischen Kirche gescheitert. Hat der PapstDer Begriff Papst, lateinisch: papa, ist ursprünglich ein Ehrentitel, der bis zum siebten Jahrhundert allen Bischöfen gegeben wurde, danach aber immer mehr ausschließlich dem Bischof von Rom zukam. Nach dem katholischen Kirchenrecht besitzt der Papst die oberste, volle und unmittelbare Gewalt in der Kirche, über die er frei verfügt. Sein Einfluss gleicht damit dem eines absoluten Monarchen. Er steht nach katholischem Verständnis über den Konzilien und Bischofskollegien. Seine Entscheidungen bedürfen keiner Bestätigung, gegen sie ist keine Berufung an eine andere Instanz möglich. Die evangelische Kirche vermag in ihm den Bischof von Rom und den obersten Repräsentanten der römisch-katholischen Kirche zu sehen, nicht aber den exklusiven Stellvertreter Christi auf -Erden. Dieses Amtsverständnis begründet die katholische Kirche damit, dass der Papst der Nachfolger des Apostels Petrus sei. nicht gerade erst alle Kritikversuche abgeblockt, keinem der Anträge seiner Gemeinde in Deutschland stattgegeben? Er schiebt seine Unfehlbarkeit und das Geheimnis von Gottes Liebe und Gerechtigkeit vor, um seine eigenen Interessen durchzusetzen, er versteckt sich vor der Realität. Ich finde ihre Idee schön: Die Kirche erteilt keine Verbote, sie gibt Anregungen zum Denken, sie hilft uns, Mensch zu werden. Allerdings sollten sie diese Tehse keinem katholischen Offiziellen vorstellen, vermutlich würde er sie vor den Gefahren der Willkür warnen, und sie ermahnen, kirchliches Gesetzt ernst zu nehmen. Und natürlich müssen wir auf dem Weg zu einer funktionierenden Ökumene zuallererst versuchen, den anderen, unseren potentiellen Wegbegleiter zu verstehen, statt in zu "verspotten", wie sie schreiben. Da gebe ich ihnen absolut Recht, und vielleicht, ja, vielleicht ist Herr Brummer in "Unter Ketzern" zu weit gegangen. Aber er hat lange nicht das Maß erreicht, das katholische Publizisten zu häufig überschritten haben. Die Kirche ist theoretisch eine wundervolle Organisation, nein, sie ist auch praktisch eine tolle Gemeinschaft, ihr verdanke ich meine schulische Ausbildung, ihr verdanken Millionen von Menschen ein würdevolles Leben und rettende Hilfe. Aber man ist zu weit vom Pfad abgekommen. Man muss zu den eigenen Wurzeln zurückkehren und auf der Basis von christlichen Grundwerten eine tolerante, fortschrittliche, menschenfreundliche Kirche aufbauen, in der sowohl Freiheit als auch Sicherheit für den einzelnen gegeben sind. Wie lange wird es dauern, bis eine solche Kirche entsteht? Hoffentlich nicht allzu lange. Hoffentlich noch bevor jeder Freigeist aus der christlichen Tradition gewichen ist. Es freut mich, dass sie sich als Verfechter der Botschaft interpretieren, die sind nämlich dringend vonnöten :) Übrigens: Ich bestehe nicht darauf, gesiezt zu werden, ich glaube, mit 16 hat man noch nicht das Recht, auf eine bestimmte Form der Anrede zu bestehen, aber ich lehne das Sie auch nicht ab.
Arnd Brummer: Unter Ketzern
Welch ein Opus! Bin schon sehr enttäuscht angesichts der plakativen Oberflächlichkeit dieses Artikels und vermisse den eigentlich angemessenen Tiefgang - eine wirkliche Auseinandersetzung mit dem Wesen des Katholischen und des Protestantischen.
Ich bin ein Verfechter der
Ich bin ein Verfechter der Botschaft, will man mich schon einen Verfechter nennen, eher konfessionsfrei, aber tief katholisch verwurzelt, sehr wider meinen Willen, aber dennoch! "Mit dem katholischen Herzen", schreiben Sie ( ich glaube, das Sie ist Ihnen lieber! ), "und protestantischem Gedankengut" ( mit Einschränkungen ). Über das Zölibat sollten die Betroffenen selbst entscheiden, diskutieren, aber in Anbetracht des heutigen Singlelebens, Ehetrennungen, Leid durch familiären Zerfall, sehe ich im Zölibat nichts unzeitgemässes, eher eine Lebensart eben der von Ihnen erwähnten "universellen Liebe" gewidmet. Es ist doch eine freie Entscheidung, kein Zwang, kein Geburtsrecht, und lebenslänglich bindend auch nicht, es ist doch möglich auszutreten.
"Und hindert uns nicht gerade die Distanzierung an unsrer Freiheit ? " Das finde ich nicht, Es gibt keine uneingeschränkte Freiheit, wir müssen in diese Freiheit hineinwachsen. Ich meinte keine Kirche, die "bis in unsere Ehebetten hinein bestimmt ! ", lernen wir, uns frei zu entscheiden, und vermeintliche Verbote, als Nachdenkenswertes zu betrachten ! Es gibt doch keine bessere Möglichkeit, als die selbstbewusste, nachdenkliche Befreiung, insofern ist es schön, dass Sie und Ihre Freunde in der Schule diskutieren. Ich mache mir keine Sorgen,:-)
Ich finde, Herr Brummer irrt gewaltig, indem er seine persönlichen Ressentiments mit in seinen evangelischen Glauben hineinbringt und daraus Kritik des Katholischen kreiert ! Er hat auch außerdem ein völlig falsches Verständnis von der Rolle der Kirche. Der Leuchtturm ist zwar unbeteiligt, und stumm, also hier, distanziert, aber es geht doch darum, selbständig denken zu lernen, nicht das Denken von anderen zu erwarten, oder nur zu übernehmen ? ! Oder irre ich mich hier etwa? Brauche ich ein Leben lang ein Vorbild, werde ich nie erwachsen ???? Statt VERBOTE, sind es ANREGUNGEN zum Denken, GEWISSENSSCHULUNG, nicht einfach nur zum Vergnügen leben, sondern, um Mensch zu werden, nicht einfach bloß EGO , wie es Herr Brummer in seinem Artikel so beispielhaft vormacht ! Und wenn ich Ökumene, also Gemeinschaft will, dann nicht, indem ich denjenigen, mit dem ich gemeinsam gehen will, zuerst einmal verspotte, und meine eigenen Vorzüge so völlig in den Vordergrund stelle, um anschliessend dann endlich auch noch meine ach so grosszügige Art und Fortschrittlichkeit zu präsentieren ! Was ist denn nun: will ich also , oder will ich nicht ?! Kirche und ICH vertragen sich nicht, wenn die Ressentiments im Vordergrund stehen, d.h. also, das EGO muss hier in den Hintergrund treten, damit ein gemeinsamer Geist wirken kann. Nicht das Trennende, sondern das Verbindende soll in den Vordergrund.
Und verbindend ist für alle der Wunsch nach Selbstbestimmung, wer aber selbst bestimmen will, braucht eine gewisse Reife, die erlangt man aber vielleicht nur, indem man gewisse persönliche Erfahrungen machen darf ! Ergo, man benötigt entsprechendes Wissen, Verstand und Vernunft, um in der Lage zu sein, nicht einfach aus reinem Vergnügen, in sein Unglück zu rennen ! Auch wenn man manches nicht verhindern kann, so braucht es Vertrauen, um seinem Herzen zu folgen. Kann ich der Kirche vertrauen ?
Die Homosexualität, der Zölibat, die Verhüttung, und die Frauen, das scheinen die wichtigsten Themen der Kirche zu sein. Individuelles und Allgemeines, Aufgabe der Kirche, die Seelsorge, und ihre Verantwortung der Schöpfung gegenüber, die Menschheitsentwicklung ...
Der Leuchtturm als Bild für eine hohe humane Position der Kirche, viel zu wichtig, als dass es sich lohnen würde, diesen spirituellen Ansatz zugunsten machtpolitischer, oder rechthaberischer Querelen in den Schmutz zu ziehen, meine ich !
( Was mich betrifft : nur Privatperson... )
Wir bräuchten Ökumene
Der Autor bedient sich allerplumpester Attitüden. Ihm geht es um publicity für sein Buch (und um viel Mammon). Ein passender Titel wäre auch "Unter Hetzern". Der Artikel und der Zeitpunkt der Veröffentlichung ist der Ökumene nicht dienlich. Die Reaktion der Herausgeber war auch nur halbherzig. Aber überrascht das ? Bei den Aussagen zur Ökumene dieser Leute habe ich nicht immer das Gefühl, daß sie es ehrlich meinen. Ausnahme: Landesbischof Friedrich. Zum Glück gibt es auch noch konservative Protestanten, die Konferenz bekennender Gemeinschaften. Da ist mehr Ehrlichkeit und Wille zur Ökumene erkennbar als in der EKD-Spitze. Beim Marsch für das Leben in Berlin haben sich evangelische Teilnehmer geschämt, daß außer vom Landesbischof von Pommern kein weiteres Grußwort eines evang. Bischofs kam, nicht einmal vom Ortsbischof. Hier liegt das Problem in der EKD. Abtreibung, die in der Antike im heidnischen Griechenland und Rom erlaubt war, wurde erst durch das Christentum geächtet. Denn dort galt das Leben als heilig. Leider haben liberale Kirchen diese Werte über Bord geworfen. Hier liegt meiner Ansicht nach ein Hauptproblem für die Ökumene. In der römisch-katholischen Kirche und den orthodoxen Kirchen gilt Abtreibung als Tötung und ist daher eine SündeDie Sünde ist mehr als ein Regelverstoß. Das Wort Sünde kommt von „sich sondern, sich trennen“, gemeint ist also die Trennung zwischen Gott und Mensch. Spricht man von einer Sünde, dann geht es nicht nur um eine bestimmte Tat, sondern zusätzlich um ein Ausbrechen des Menschen aus der Beziehung zu Gott. In der biblischen Geschichte vom Paradies und Sündenfall wird dies bereits angesprochen: Der Mensch will vom Baum der Erkenntnis essen und „sein wie Gott“, sich seine Existenz aus eigener Kraft sichern. Das Sündenverständnis von Katholiken und Protestanten unterscheidet sich: Während es nach der katholischen Lehre Sünden der unterschiedlichsten Art und Schwere aufgrund eigener Entscheidung gibt, spricht die evangelische Kirche weniger von einzelnen „Sünden“, als vielmehr von der einen „Sünde“, der Auflehnung des Menschen gegen Gott; zudem wachse der Mensch in eine unentwirrbare Mischung aus Schuld und Schicksal hinein, aus der er sich nicht selbst erlösen kann.. Ich würde mir wünschen, die EKD würde sich wieder mehr an die Bibel Die Bibel (griechisch „biblia“ = Bücher) ist die Heilige Schrift der Christen. Die Bibel ist in das Alte und in das Neue Testament aufgeteilt. Das Alte Testament ist ursprünglich in Hebräisch geschrieben. Es beginnt mit der Schöpfungsgeschichte und enthält neben den Urgeschichten der Menschheit Prophetenbücher, Weisheitstexte und die Geschichte des Volkes Israel. Viele Schlüsseltexte der westlichen Kultur finden sich im Alten Testament, wie zum Beispiel die Zehn Gebote. Das Neue Testament ist ursprünglich in Griechisch geschrieben. Es enthält unter anderem die vier Evangelien, die vom Leben, von Kreuz und Auferstehung Jesu Christi erzählen, und eine Anzahl theologischer Briefe, von denen die des Apostels Paulus am wichtigsten sind. Bis ins 15. Jahrhundert wurde die Bibel fast nur in ihrer lateinischen Übersetzung (Vulgata) gelesen. Martin Luther übersetzte die Bibel von 1520 bis 1536 ins Deutsche. Alle christlichen Kirchen berufen sich in ihrer Lehre und in ihrer Praxis auf die Bibel, auf das Alte und das Neue Testament, als wichtigste Quelle. halten ("solum scriptura"), Beispiel Unauflöslichkeit der Ehe, und nicht immer die Bibel Die Bibel (griechisch „biblia“ = Bücher) ist die Heilige Schrift der Christen. Die Bibel ist in das Alte und in das Neue Testament aufgeteilt. Das Alte Testament ist ursprünglich in Hebräisch geschrieben. Es beginnt mit der Schöpfungsgeschichte und enthält neben den Urgeschichten der Menschheit Prophetenbücher, Weisheitstexte und die Geschichte des Volkes Israel. Viele Schlüsseltexte der westlichen Kultur finden sich im Alten Testament, wie zum Beispiel die Zehn Gebote. Das Neue Testament ist ursprünglich in Griechisch geschrieben. Es enthält unter anderem die vier Evangelien, die vom Leben, von Kreuz und Auferstehung Jesu Christi erzählen, und eine Anzahl theologischer Briefe, von denen die des Apostels Paulus am wichtigsten sind. Bis ins 15. Jahrhundert wurde die Bibel fast nur in ihrer lateinischen Übersetzung (Vulgata) gelesen. Martin Luther übersetzte die Bibel von 1520 bis 1536 ins Deutsche. Alle christlichen Kirchen berufen sich in ihrer Lehre und in ihrer Praxis auf die Bibel, auf das Alte und das Neue Testament, als wichtigste Quelle. so interpretieren, wie sie am besten dem Zeitgeist entspricht. Aber wir brauchen Ökumene, wie uns in diesen Tagen vor Augen geführt wird. Wir müssen enger zusammenrücken. Beim Marsch für das Leben wurden einige Teilnehmer von Linksautonomen attackiert.So wie auch viele Linke und Rechtsradikale aggressiv gegen die Kirchen hetzen. Mehr Mut zur Nachfolge Christi! Non avete paura (habt keine Angst) ! Sonst sind wir in Deutschland und Europa eine bedeutungslose Minderheit in einer gottlosen Gesellschaft !
@Gabriell Lieber Gabriell,
@Gabriell Lieber Gabriell, ehrlich gesagt ist mir ihr erster Beitrag bereits aufgefallen, als ich den Artikel zum ersten Mal gelesen habe, sie scheinen ein sehr überzeugter Verfechter der konservativ-katholischen Lehre zu sein, und es freut mich, dass sie auf meinen Beitrag Bezug genommen haben. Ich würde mich gerne gegen ihre "Vorwürfe" verteidigen: Niemand von uns möchte die Kirche stillschweigend boykottieren. Wir -meine Freunde und ich- disskutieren oft über thologische oder kirchliche Problematiken, an unserer Schule herrscht eine große Offenheit, wir sprechen auch mit Lehrern oder Pfarrern über unsere Zweifel. Ich gehöre meiner KonfessionDas Wort Konfession (lateinisch für „Bekenntnis“) beschreibt ursprünglich einen aktiven Vorgang: In einer konkreten historischen Situation, zum Beispiel während der Christenverfolgungen in der Antike, spitzt sich ein Konflikt so zu, dass die Kirche ihre Mitglieder zum Bekenntnis ihres Glaubens auffordert oder, im anderen Fall, Grenzlinien zieht. Konfession ist also in erster Linie eine Handlung. In der Reformationszeit bekam das Wort eine zugespitzte Bedeutung: Nun verstand man darunter ein ausformuliertes, auf Dauer angelegtes Bekenntnis. Reformatoren legten eigene Konfessionsschriften vor, unter ihnen zum Beispiel die Confessio Augustana, das Augsburger Bekenntnis. Seither bezeichnet das Wort Konfession im deutschen Sprachgebrauch unterschiedliche Bekenntnisrichtungen, zum Beispiel die römisch-katholische, die evangelisch-lutherische oder die evangelisch-reformierte. nicht an, weil ich Freude daran habe, gegen sie zu sprechen oder zu versuchen, sie zu reformieren. Sie haben Recht, ich muss mir die (wichtige) Frage nach meinen Zielen stellen. Aber wie gesagt bin ich noch nicht erwachsen und lebe in dem Glauben, wichtige Entscheidungen wie die der Konfessionswahl erst von ganzem Herzen treffen zu können, wenn ich lange darüber nachgedacht habe und mich sicher fühle. Kirche ist für mich nicht reine Kopfsache, und bisher fühle ich mich in katholischen Messen besser aufgehoben als in evangelischen Gottesdiensten, auch wenn ich mir die protestantische Kirche sehr sympatisch ist. Ich würde mir eine Ökumene wünschen, in der mit katholischem Herz und protestantischem Gedankengut Gottesdienst gefeiert wird, in der jung und alt, konservativ und modern einander offen begegnen und niemand gegen den anderen hetzt, aus keinem Lager. Sie schreiben weiter, kein Neid würde die katholischen "hohen Tiere" gegen die Protestanten aufbringen, sondern Verletztheit. Ich bin vermutlich in Kirchendingen nicht so erfahren wie sie, habe bisher nur gut funktionierende ökumenische Gemeinschaften oder Intolleranz von seiten katholischer Publizisten erfahen. Und natürlich diesen Artikel von Arndt Brummer, die erste sehr kritische Bemerkung, die ich von einem Protestanten über die katholische Kirche gelesen oder gehört habe. Zum Leuchtturm: Die Idee der Kirche als Wegweiser finde ich auch schön, aber können wir, die Gemeinde, nicht auch dann selbst das Steuer in der Hand behalten, wenn die Kirche nicht mehr der weit entfernte Leuchtturm, der einzige Wegweiser in der Flut ist, der uns eine Orientierung geben soll? Und hindert diese Distanz zum Leben uns nicht gerade an unserer Freiheit? Denn die Menschen im Leuchtturm bestimmen in unser Boot hinein. Sie bieten uns damit aber keine Hilfe, stattdessen legen sie Konventionen fest, verabschieden Gesetze, die nicht zu der Gemeinschaft im Boot passen. Wenn wir doch angeblich durch die Entfernung des Leuchtturms unsere Freiheit behalten, warum bestimmt er dann bis in die Ehebetten hinein? Oder gerade in die nicht von Ehepaaren genutzen Ehebetten? Warum kann sich die Kirche, die sich doch auf der Liebe gründet (und genau deshalb bewundere und liebe ich den christlichen Glauben: Das Christentum bedeutet für mich ein Synonym für universelle Liebe, einen Glauben an die Liebe, einen Glauben, der durch und durch positiv ist, einen Glauben, der unendliche Geduld beweist, einen Glauben an einen liebenden Gott Gott ist nach einer gängigen Vorstellung „das höhere Wesen, das wir verehren“. In Heinrich Bölls Erzählung „Doktor Murkes gesammeltes Schweigen“ lässt jedenfalls ein Kulturpapst „Gott“ aus seinen Radiovorträgen herausschneiden und durch diese Wendung ersetzen. Gott gilt als Grund alles Seins, hat aber – anders als eine unpersönliche Schicksalsmacht – zugleich auch eine personale Seite, an die sich der Mensch im Gebet wenden kann. Gott kann nicht bewiesen, sondern nur geglaubt werden. Für den Gläubigen ist Gott keine Annahme, sondern Wirklichkeit und transzendentes, also jenseitiges Gegenüber. Die monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam gehen davon aus, dass sich alles, was ist, auf Gott zurückführen lässt. So bleibt in diesen Religionen die Frage offen, wie derselbe Gott, der das Gute will, auch das Leid und das Böse zulassen kann. . Einen Glaubeen also, der Mut macht!) nicht der Homosexualität öffnen, warum besteht in dieser Kirche der Zölibat? Sie brauchen sich keine Sorgen über das Selbstbewusstsein der katholischen Jugend oder der Jugend im allgemeinen zu machen, wie gesagt bestehen Diskussionen, und wie schon gesagt wissen die Leute, die wirklich mit uns, der Jugend, zu tun haben, um unsere Kritik. Allerdings muss ich ihnen Recht geben: Man sollte so fair sein, und dem PapstDer Begriff Papst, lateinisch: papa, ist ursprünglich ein Ehrentitel, der bis zum siebten Jahrhundert allen Bischöfen gegeben wurde, danach aber immer mehr ausschließlich dem Bischof von Rom zukam. Nach dem katholischen Kirchenrecht besitzt der Papst die oberste, volle und unmittelbare Gewalt in der Kirche, über die er frei verfügt. Sein Einfluss gleicht damit dem eines absoluten Monarchen. Er steht nach katholischem Verständnis über den Konzilien und Bischofskollegien. Seine Entscheidungen bedürfen keiner Bestätigung, gegen sie ist keine Berufung an eine andere Instanz möglich. Die evangelische Kirche vermag in ihm den Bischof von Rom und den obersten Repräsentanten der römisch-katholischen Kirche zu sehen, nicht aber den exklusiven Stellvertreter Christi auf -Erden. Dieses Amtsverständnis begründet die katholische Kirche damit, dass der Papst der Nachfolger des Apostels Petrus sei. direkt begegnen, ihn mit den Vorstellungen der Jugend konfrontieren, statt sich in Selbstmitleid zu suhlen, und sich mit dem typischen Spruch: "Die da oben entscheiden ohnehin allein" aus der Affäre zu ziehen. Allerdings ist die katholische Mehrheit unter Erwachsenen (jedenfalls die Mehrheit, die in der Öffentlichkeit auftritt) wenig bereit, sich jeder Art von Kritik zu stellen. Dennoch wäre es einen Versuch wert. Falls sie, lieber Gabriell, etwas mit der katholischen Öffentlichkeit zu tun haben (vielen Dank für den Tip übrigens, ich habe den anderen Beitrag des katholischen Pressebunds mit Vergnügen gelesen), biitte ich sie, sich einmal mit der katholischen Jugend auseinanderzusetzen. Ehrlich gesagt habe ich sie nämlich im Verdacht, für die katholische Presse zu arbeiten :) Einen Rat zum Schluss (ist es sehr vermessen, einer älteren Person Ratschläge zu geben?): Fühlen sie sich von Protestanten nicht allzusehr verletzt. Erstens, weil es ihnen wahrscheinlich ohnehin ihr Stolz gebietet, und zweitens, weil die evangelische Kirche sich auch nicht verletzten lässt. Wir wollen alle ein friedliches Zusammenleben schaffen, und das können wir nicht erreichen, wenn wir uns ständig von Ansichten anderer persönlich betroffen fühlen. P.S. Nein, ich bin nicht sehr katholisch. Aber ich bewundere sie für ihre überzeugte Art, ich wünschte, ich könnte ebenfalls so fest entschlossen sein.
@ Katholische
@ Katholische Ketzerin?
Klingt sehr katholisch, Was sind Deine Ziele ??? Das ist eine wichtige Frage.
Herrscht auf der Katholischen Seite Neid, so reflektierst Du fragend?! VERLETZTHEIT vielmehr, weil man mit Gönnerhaftigkeit, Polemik, und heftiger Hetze, ( habe ich selbst erfahren !), Grandiosität ,aufgestört und aufgeweckt wird, seitens der Mainstreamkirche. KATHOLISCH hat eine alte Tradition, vielleicht dürfen die Jungen endlich mehr Frische, mehr Selbstbewusstsein , mehr Erkenntnisfähiges Ich hereinbringen ? Es ist doch ein lohnendes Ziel, einen PapstDer Begriff Papst, lateinisch: papa, ist ursprünglich ein Ehrentitel, der bis zum siebten Jahrhundert allen Bischöfen gegeben wurde, danach aber immer mehr ausschließlich dem Bischof von Rom zukam. Nach dem katholischen Kirchenrecht besitzt der Papst die oberste, volle und unmittelbare Gewalt in der Kirche, über die er frei verfügt. Sein Einfluss gleicht damit dem eines absoluten Monarchen. Er steht nach katholischem Verständnis über den Konzilien und Bischofskollegien. Seine Entscheidungen bedürfen keiner Bestätigung, gegen sie ist keine Berufung an eine andere Instanz möglich. Die evangelische Kirche vermag in ihm den Bischof von Rom und den obersten Repräsentanten der römisch-katholischen Kirche zu sehen, nicht aber den exklusiven Stellvertreter Christi auf -Erden. Dieses Amtsverständnis begründet die katholische Kirche damit, dass der Papst der Nachfolger des Apostels Petrus sei. mit eigenen Vorstellungen selbstbewusst zu konfrontieren ? Oder gegen eine unterdrückende Autorität und Hierarchie vorzugehen, indem der klare und selbstbewusste Verstand eingesetzt wird ? Ist es nicht möglich, dem PapstDer Begriff Papst, lateinisch: papa, ist ursprünglich ein Ehrentitel, der bis zum siebten Jahrhundert allen Bischöfen gegeben wurde, danach aber immer mehr ausschließlich dem Bischof von Rom zukam. Nach dem katholischen Kirchenrecht besitzt der Papst die oberste, volle und unmittelbare Gewalt in der Kirche, über die er frei verfügt. Sein Einfluss gleicht damit dem eines absoluten Monarchen. Er steht nach katholischem Verständnis über den Konzilien und Bischofskollegien. Seine Entscheidungen bedürfen keiner Bestätigung, gegen sie ist keine Berufung an eine andere Instanz möglich. Die evangelische Kirche vermag in ihm den Bischof von Rom und den obersten Repräsentanten der römisch-katholischen Kirche zu sehen, nicht aber den exklusiven Stellvertreter Christi auf -Erden. Dieses Amtsverständnis begründet die katholische Kirche damit, dass der Papst der Nachfolger des Apostels Petrus sei. mit neuen Gedanken zu begegnen, statt lediglich klein beizugeben, und im Stillen zu boykottieren, oder ins andere Lager zu schielen ? Wie sieht es mit kritischen Diskussionen im eigenen Lager aus?
Und was spricht dagegen, sich gegen eine evang. Polemik zur Wehr zu setzen ? Oder eben tatsächlich zu akzeptieren, dass es Menschen gibt, die in einer katholischen Kirche sich nicht wohl fühlen? Jedem das Seine, nur dauernde Provokation zermürbt. Das halte ich nicht gerade für tolerant, gilt offenbar für beide Seiten. Die Fehler müssen immer zuerst einmal im eigenen Lager gesucht werden.
Interessant der Kommentar vom KATHOLISCHEN PRESSEBUND, hier weiter unten, spricht das Wesentliche an, lies es, wenn Du magst, lohnt sich zu lesen, und darüber nachzudenken.
Ich mag die Idee mit dem Leuchtturm. Eine Kirche, die Orientierung, Kursrichtung , Anhaltspunkt sein will. Was ist daran auszusetzen ? Ein Licht in der Ferne zeigt mir die Richtung, und ich bin verantwortlich. Ein PapstDer Begriff Papst, lateinisch: papa, ist ursprünglich ein Ehrentitel, der bis zum siebten Jahrhundert allen Bischöfen gegeben wurde, danach aber immer mehr ausschließlich dem Bischof von Rom zukam. Nach dem katholischen Kirchenrecht besitzt der Papst die oberste, volle und unmittelbare Gewalt in der Kirche, über die er frei verfügt. Sein Einfluss gleicht damit dem eines absoluten Monarchen. Er steht nach katholischem Verständnis über den Konzilien und Bischofskollegien. Seine Entscheidungen bedürfen keiner Bestätigung, gegen sie ist keine Berufung an eine andere Instanz möglich. Die evangelische Kirche vermag in ihm den Bischof von Rom und den obersten Repräsentanten der römisch-katholischen Kirche zu sehen, nicht aber den exklusiven Stellvertreter Christi auf -Erden. Dieses Amtsverständnis begründet die katholische Kirche damit, dass der Papst der Nachfolger des Apostels Petrus sei., welcher hoffentlich zur Vernunft zu bewegen ist, leuchtet mit seinem Amt, seiner Aufgabe, seiner Berufung, nicht aber mit seiner Macht ! Im Boot dagegen sitzt die Gemeinde mit ihrem ökumenischen Priester ?
Der Papstbesuch ist doch eine Chance für beide Kirchen, zu zeigen, wie viel fortschrittlicher Geist, sprich ToleranzDas Wort Toleranz bezieht sich seiner ursprünglichen Bedeutung nach auf die Duldung religiöser Minderheiten im autoritären Staat. Berühmte Toleranzedikte sind die des Perserkönigs Kyros (538 v. Chr.), der Juden die Heimkehr aus dem Babylonischen Exil gewährte, und das Toleranzedikt von Nikomedia (311 n. Chr.), welches das Christentum im Römischen Reich zur geduldeten Religion erklärte. 1847 erlaubte Friedrich Wilhelm IV. von Preußen in einem Toleranzedikt unter anderem den Kirchenaustritt. In der freiheitlichen Gesellschaft setzt Religionsfreiheit Toleranz voraus. Doch es gibt Grenzen. Wo der Staat bei einem bestimmten Verhaltenskodex Intoleranz vermutet, kann er zum Schutz der Individualrechte die Religionsfreiheit einschränken, wie beispielsweise beim Kopftuchverbot. Heute bedeutet Toleranz, dass Menschen unterschiedlicher Überzeugungen einander dulden. Wo Gleichgültigkeit an die Stelle konkurrierender Überzeugungen tritt, erübrigt sich die Tugend der Toleranz., Verständnis und Einsicht in beiden steckt. Zum Amt des Papstes: wie viel Veränderung hat dieses Amt doch schon mitgemacht ! Von der InquisitionZu Deutsch: Befragung, Verhör. Die Inquisition bezeichnet die Ketzerverfolgung der Kirche vom 12. bis ins 19. Jahrhundert. Die Furcht der Inquisitoren, ein Angriff auf die Religion sei ein Angriff auf die gesellschaftliche Ordnung, ist aus heutiger Sicht unverständlich. Im Mittelalter fürchteten Staat und Kirche, jede Kirchenspaltung führe ins Chaos. So war die Inquisition zunächst eine Reaktion auf die kirchenkritische Bewegung der Katharer im 12. Jahrhundert. In der Folge fällten kirchliche Richter Urteile gegen vermeintliche Ketzer, Hexen, freie Ordensgemeinschaften und Andersgläubige, staatliche Behörden vollstreckten sie. Eine evangelische Inquisitionsbehörde hat es nie gegeben. Solange Protestanten mittelalterlichem Denken verhaftet waren, verfolgten auch sie Hexen und Andersdenkende. Bekanntes Opfer ist Michel Servet, der 1553 in Genf verbrannt wurde. Er hatte die Dreifaltigkeit Gottes bestritten. bis heute !!! Wir leben nicht mehr im Mittelalter.
Danke für diesen Essay!
auch mir geht es so: ich könnte jeden satz arnd brummers unterschreiben - danke für die ehrliche beschreibung des eigenen werdegangs. als kind war ich ministrant, bin dann als erwachsener kopfschüttelnd und frustriert aus der katholischen kirche ausgetreten und bin nun, nach einer zehnjährigen latenzzeit, mit freude und überzeugung in die evangelisch-lutherische kirche eingetreten. eine welt tut sich mir seitdem auf - in der glaube und begegnung ganz natürlich gelebt, widersprüche des lebens ausgehalten werden und freies und aufgeklärtes denken einen würdigen platz hat.
danke, arndt brummer, sie sprechen mir sowas von aus dem herzen!
kape
Im Gegensatz zu vielen
Im Gegensatz zu vielen anderen Katholiken, die ihren Artikel vor mir kommentiert haben, bin ich begeistert von ihrer überzeugten und doch toleranten Art, Herr Brummer. In Zeiten, in denen der Papstbesuch in Deutschland kurz bevorsteht, halte ich es für wichtig, den katholisch-evangelischen Dialog und natürlich auch die daraus resultierenden Diskussionen neu aufleben zu lassen. Ich möchte meine katholischen Mitbrüder und Mitschwestern darauf aufmerksam machen, dass der Autor hier nicht die Katholiken an sich, sondern die katholische Amtskirche kritisiert. Mit meinen erst 16 Jahren kann ich diese Kritik durchaus unterstützen, die intollerante und lebensferne Kirchenpolitik der katholischen Kirche entfernt Jugendliche meines Alters zunehmend vom gesamten christlichen Glauben. Ich habe durchaus auch gute Erfahrungen mit meiner KonfessionDas Wort Konfession (lateinisch für „Bekenntnis“) beschreibt ursprünglich einen aktiven Vorgang: In einer konkreten historischen Situation, zum Beispiel während der Christenverfolgungen in der Antike, spitzt sich ein Konflikt so zu, dass die Kirche ihre Mitglieder zum Bekenntnis ihres Glaubens auffordert oder, im anderen Fall, Grenzlinien zieht. Konfession ist also in erster Linie eine Handlung. In der Reformationszeit bekam das Wort eine zugespitzte Bedeutung: Nun verstand man darunter ein ausformuliertes, auf Dauer angelegtes Bekenntnis. Reformatoren legten eigene Konfessionsschriften vor, unter ihnen zum Beispiel die Confessio Augustana, das Augsburger Bekenntnis. Seither bezeichnet das Wort Konfession im deutschen Sprachgebrauch unterschiedliche Bekenntnisrichtungen, zum Beispiel die römisch-katholische, die evangelisch-lutherische oder die evangelisch-reformierte. gemacht, bin häufig auf Verständnis und große Nächstenliebe Liebe ist mehr als ein Gefühl für den Wonnemonat Mai. Liebe ist eine Grundkonstante menschlicher Beziehungen. Am Anfang steht die Liebe der Eltern zum Kind, dann folgen das Buhlen der Geschwister um die Liebe der Eltern, die freundschaftliche Liebe (griechisch: Philia) und schließlich die Liebe (Eros) zwischen jugendlichen und zwischen erwachsenen Partnern. Wo die Fähigkeit zu lieben über die Freundschaft und Partnerschaft hinauswächst, kann sie zur Nächstenliebe werden, manchmal sogar zur Feindesliebe. Im Hinduismus gilt die bedingungslose Hingabe an Gott (Bhakti) als vollendete Gottesliebe. Im Christentum schließt die Liebe zu Gott auch den Zweifel an oder das Hadern mit Gott ein. gestoßen. Ich habe erfahren, dass geschiedene und wiederverheiratete Menschen weiterhin zur Kommunion gehen, sogar im Religionsunterricht wurden päpstliche Entscheidungen wie das Zurücknehmen der Exkommunikation der Piusbrüder scharf kritisiert. Und zwar von katholischen Religionslehrern, deren Aufgabe es doch eigentlich wäre, uns, um es primitiv, aber hoffentlich doch treffend auszudrücken, beizubringen, unserer Kirche zu folgen und den PapstDer Begriff Papst, lateinisch: papa, ist ursprünglich ein Ehrentitel, der bis zum siebten Jahrhundert allen Bischöfen gegeben wurde, danach aber immer mehr ausschließlich dem Bischof von Rom zukam. Nach dem katholischen Kirchenrecht besitzt der Papst die oberste, volle und unmittelbare Gewalt in der Kirche, über die er frei verfügt. Sein Einfluss gleicht damit dem eines absoluten Monarchen. Er steht nach katholischem Verständnis über den Konzilien und Bischofskollegien. Seine Entscheidungen bedürfen keiner Bestätigung, gegen sie ist keine Berufung an eine andere Instanz möglich. Die evangelische Kirche vermag in ihm den Bischof von Rom und den obersten Repräsentanten der römisch-katholischen Kirche zu sehen, nicht aber den exklusiven Stellvertreter Christi auf -Erden. Dieses Amtsverständnis begründet die katholische Kirche damit, dass der Papst der Nachfolger des Apostels Petrus sei. als "unfehlbaren, heiligen Vater" zu akzeptieren. Alle Katholiken in meinem Umfeld wehren sich gegen die lebensferne Lehre der katholischen Kirche. Man begegnet der Homosexualität offen, man ist sich einig, dass der PapstDer Begriff Papst, lateinisch: papa, ist ursprünglich ein Ehrentitel, der bis zum siebten Jahrhundert allen Bischöfen gegeben wurde, danach aber immer mehr ausschließlich dem Bischof von Rom zukam. Nach dem katholischen Kirchenrecht besitzt der Papst die oberste, volle und unmittelbare Gewalt in der Kirche, über die er frei verfügt. Sein Einfluss gleicht damit dem eines absoluten Monarchen. Er steht nach katholischem Verständnis über den Konzilien und Bischofskollegien. Seine Entscheidungen bedürfen keiner Bestätigung, gegen sie ist keine Berufung an eine andere Instanz möglich. Die evangelische Kirche vermag in ihm den Bischof von Rom und den obersten Repräsentanten der römisch-katholischen Kirche zu sehen, nicht aber den exklusiven Stellvertreter Christi auf -Erden. Dieses Amtsverständnis begründet die katholische Kirche damit, dass der Papst der Nachfolger des Apostels Petrus sei. ein fehlbarer, wenn auch sicherlich sehr gebildeter Mensch ist, der ein hohes Amt innehat, zu arbeitsintensiv für einen Mann seines Alters. Kurz: Für die gewöhnlichen Katholiken in den Dorfgemeinden und Firmgruppen, in den Schulen, Kindergärten oder Famlien, spielen die Entschlüsse aus Rom keine Rolle mehr. Was zählt, ist vielleicht noch der Glaube, oder die Gemeinschaft. Herr Brummer hat Recht, man stellt sich der Moderne, vielleicht nach dem Vorbild der protestantischen Kirche. Manchmal schäme ich mich für meine Kirche, besonders, wenn wieder einmal gegen die Protestanten gehetzt wird. Ja, in Herr Brummers Artikel ist die katholische Kirche auch nicht gerade gut davongekommen, aber wer einmal die Leitartikel der "Kirchenzeitung", des katholischen Pendants zu "Chrismon" gelesen hat, wird "Unter Ketzern" kaum noch als Provokation betrachten. Meiner Meinung nach ist es der Neid, der katholische Extreme zu wahren Hetzschriften gegen die evangelische Kirche veranlasst: Obwohl die evangelische Kirche die katholische Lehre ablehnt, steht sie der dazugehörigen Kirche doch tolerant gegenüber und bringt diese so in die Lage des Ablehnenden. Diese ToleranzDas Wort Toleranz bezieht sich seiner ursprünglichen Bedeutung nach auf die Duldung religiöser Minderheiten im autoritären Staat. Berühmte Toleranzedikte sind die des Perserkönigs Kyros (538 v. Chr.), der Juden die Heimkehr aus dem Babylonischen Exil gewährte, und das Toleranzedikt von Nikomedia (311 n. Chr.), welches das Christentum im Römischen Reich zur geduldeten Religion erklärte. 1847 erlaubte Friedrich Wilhelm IV. von Preußen in einem Toleranzedikt unter anderem den Kirchenaustritt. In der freiheitlichen Gesellschaft setzt Religionsfreiheit Toleranz voraus. Doch es gibt Grenzen. Wo der Staat bei einem bestimmten Verhaltenskodex Intoleranz vermutet, kann er zum Schutz der Individualrechte die Religionsfreiheit einschränken, wie beispielsweise beim Kopftuchverbot. Heute bedeutet Toleranz, dass Menschen unterschiedlicher Überzeugungen einander dulden. Wo Gleichgültigkeit an die Stelle konkurrierender Überzeugungen tritt, erübrigt sich die Tugend der Toleranz. trifft die katholische Kirche härter als jede öffentliche Distanzierung. Die evangelische Kirche hat es geschafft, christliche Grundwerte wie ToleranzDas Wort Toleranz bezieht sich seiner ursprünglichen Bedeutung nach auf die Duldung religiöser Minderheiten im autoritären Staat. Berühmte Toleranzedikte sind die des Perserkönigs Kyros (538 v. Chr.), der Juden die Heimkehr aus dem Babylonischen Exil gewährte, und das Toleranzedikt von Nikomedia (311 n. Chr.), welches das Christentum im Römischen Reich zur geduldeten Religion erklärte. 1847 erlaubte Friedrich Wilhelm IV. von Preußen in einem Toleranzedikt unter anderem den Kirchenaustritt. In der freiheitlichen Gesellschaft setzt Religionsfreiheit Toleranz voraus. Doch es gibt Grenzen. Wo der Staat bei einem bestimmten Verhaltenskodex Intoleranz vermutet, kann er zum Schutz der Individualrechte die Religionsfreiheit einschränken, wie beispielsweise beim Kopftuchverbot. Heute bedeutet Toleranz, dass Menschen unterschiedlicher Überzeugungen einander dulden. Wo Gleichgültigkeit an die Stelle konkurrierender Überzeugungen tritt, erübrigt sich die Tugend der Toleranz. und Nächstenliebe Liebe ist mehr als ein Gefühl für den Wonnemonat Mai. Liebe ist eine Grundkonstante menschlicher Beziehungen. Am Anfang steht die Liebe der Eltern zum Kind, dann folgen das Buhlen der Geschwister um die Liebe der Eltern, die freundschaftliche Liebe (griechisch: Philia) und schließlich die Liebe (Eros) zwischen jugendlichen und zwischen erwachsenen Partnern. Wo die Fähigkeit zu lieben über die Freundschaft und Partnerschaft hinauswächst, kann sie zur Nächstenliebe werden, manchmal sogar zur Feindesliebe. Im Hinduismus gilt die bedingungslose Hingabe an Gott (Bhakti) als vollendete Gottesliebe. Im Christentum schließt die Liebe zu Gott auch den Zweifel an oder das Hadern mit Gott ein. zu erhalten und sich gleichzeitig der Moderne anzupassen. Keines von beidem ist der katholischen Amtskirche gelungen. Bitte nicht falsch verstehen: Gemeint ist der Vatikan, sind die Bischöfe. Der katholische Alltag, die katholischen Gläubigen stehen den evangelischen in nichts nach. Viele von ihnen versuchen, die katholische Kirche zu reformieren, sie glauben an die Botschaft, die zählt.
Feministische Theologie
Eines muss hier allerdings noch gesagt werden: Dorothee Sölle war nun auch nicht jedermanns Geschmack. Bei gläubigen Protestanten war diese Theologin sehr umstritten.
Der letzte Abschnitt, und ein
Der letzte Abschnitt, und ein Satz davor: "Das ist besser, als sich als Schaf zu fühlen und einem Oberhirten hinterherzutraben, der allein zu wissen beansprucht, wo es hingehen soll." ( Klingt aufmüpfig,, spätpubertär :-) ) "So danke ich heute dem Herrn, dass er sich seines Knechtes Joseph Ratzinger ( meine eigene Anm.:ein deutscher PapstDer Begriff Papst, lateinisch: papa, ist ursprünglich ein Ehrentitel, der bis zum siebten Jahrhundert allen Bischöfen gegeben wurde, danach aber immer mehr ausschließlich dem Bischof von Rom zukam. Nach dem katholischen Kirchenrecht besitzt der Papst die oberste, volle und unmittelbare Gewalt in der Kirche, über die er frei verfügt. Sein Einfluss gleicht damit dem eines absoluten Monarchen. Er steht nach katholischem Verständnis über den Konzilien und Bischofskollegien. Seine Entscheidungen bedürfen keiner Bestätigung, gegen sie ist keine Berufung an eine andere Instanz möglich. Die evangelische Kirche vermag in ihm den Bischof von Rom und den obersten Repräsentanten der römisch-katholischen Kirche zu sehen, nicht aber den exklusiven Stellvertreter Christi auf -Erden. Dieses Amtsverständnis begründet die katholische Kirche damit, dass der Papst der Nachfolger des Apostels Petrus sei., offenbar ein speziell deutsches Problem ), bediente, um mir den Weg in die neue Heimat zu weisen, und auch dafür, dass dieser Weg war, wie er war- " gibt den eigentlichen Charakter des Textes von Herrn Brummer wieder: eine höhnische Abrechnung mit der eigenen Vergangenheit, schliesslich ist der "Große Vater " eine Stellvertreterfigur, ein männliches Vorbild, und ein mächtiges archaisches Urbild, heute aber mehr nur noch als Symbol zu verstehen.
Launisch, polemisch, unbestritten streitsüchtig, streitsuchend..., persönlich. Provokation als Profession..., mit Luther als Vorbild. Persönlicher Ehrgeiz ?!
Streiten will gelernt sein, wer es nicht gelernt hat, wird mitunter unter "Streithammeln" zertrampelt, das "arme Schaf", Herr Brummer, bedenken Sie das, bevor Sie wieder einmal "das Kind mit dem Bade ausschütten ! Mangelnde Selbstreflexion des Schreibers führt dazu, dass ich ihn und seine Ausführungen nicht ernst nehmen kann.
Aber ich sehe in der Kritik an Ratzinger ein deutsches Phänomen, einen intellektuellen Versuch der Söhne, den Urvater zu stürzen, wobei ich in dem deutschen PapstDer Begriff Papst, lateinisch: papa, ist ursprünglich ein Ehrentitel, der bis zum siebten Jahrhundert allen Bischöfen gegeben wurde, danach aber immer mehr ausschließlich dem Bischof von Rom zukam. Nach dem katholischen Kirchenrecht besitzt der Papst die oberste, volle und unmittelbare Gewalt in der Kirche, über die er frei verfügt. Sein Einfluss gleicht damit dem eines absoluten Monarchen. Er steht nach katholischem Verständnis über den Konzilien und Bischofskollegien. Seine Entscheidungen bedürfen keiner Bestätigung, gegen sie ist keine Berufung an eine andere Instanz möglich. Die evangelische Kirche vermag in ihm den Bischof von Rom und den obersten Repräsentanten der römisch-katholischen Kirche zu sehen, nicht aber den exklusiven Stellvertreter Christi auf -Erden. Dieses Amtsverständnis begründet die katholische Kirche damit, dass der Papst der Nachfolger des Apostels Petrus sei. den hochgebildeten und integren Mann schätze.
Ohne EMPFINDSAMKEIT und Bildung ist heute offenbar nur noch geistige Barbarei und primitive streitsüchtige Polemik zu erwarten. Wenn die evangelische Kirche die " katholische Tiefe erreicht haben soll, wozu dann Ihr provokatorischer Ansatz ?! Sollte nicht eher die Vernunft den Weg zur Ökumene bereiten und weisen? Auch Ihre persönliche ? Einschliesslich der Selbsterkenntnis.
Luther war in seiner Art noch ein völliger Barbar, Vorsicht somit vor seiner dauernden Anrufung ! GESPRÄCH, KOMMUNIKATION, TOLERANZ, aber, bitte, keinen KAMPF, der im hierarchischen Deutschland nur Kopfnüsse verteilt, und Schafe in eine Hammelherde vertauscht, ohne dass sich dabei etwas wesentlich ändert !
Doch, die Lämmer würden wieder auf dem Altar der Rebellion geopfert, zwecks Fortbestand des Landes, der Wirtschaft, des globalen Europa, der Welt, e.t.c
Es sei denn, die Herde, einschliesslich deren Hirten, merkt, das Ökumene nur mit Menschen und unter Menschen möglich ist, ganz gleich, welcher KonfessionDas Wort Konfession (lateinisch für „Bekenntnis“) beschreibt ursprünglich einen aktiven Vorgang: In einer konkreten historischen Situation, zum Beispiel während der Christenverfolgungen in der Antike, spitzt sich ein Konflikt so zu, dass die Kirche ihre Mitglieder zum Bekenntnis ihres Glaubens auffordert oder, im anderen Fall, Grenzlinien zieht. Konfession ist also in erster Linie eine Handlung. In der Reformationszeit bekam das Wort eine zugespitzte Bedeutung: Nun verstand man darunter ein ausformuliertes, auf Dauer angelegtes Bekenntnis. Reformatoren legten eigene Konfessionsschriften vor, unter ihnen zum Beispiel die Confessio Augustana, das Augsburger Bekenntnis. Seither bezeichnet das Wort Konfession im deutschen Sprachgebrauch unterschiedliche Bekenntnisrichtungen, zum Beispiel die römisch-katholische, die evangelisch-lutherische oder die evangelisch-reformierte.. Ich gehe hier bewusst auf den primitiv provokativen Kampfschreibstil eines Chefredakteurs des allgemein wohl recht stark überschätzten, und äußerst ehrgeizigen Blattes Chrismon !
Aber, wir sind und bleiben m GESPRÄCH.
Super Artikel!
Ich lese Brunners Artikel immer sehr gern - dieser war eine Sternstunde für mich. Sicher auch wegen persönlicher Betroffenheit: ich habe mich mit 30 für eine Konvertierung (Konversion? Ach egal) entschieden.
Ich finde nicht, wie ein vorangegangener Kommentator, dass ein solcher Schritt der Ökumene schadet. Vielmehr schadet die katholische Kirche fortlaufend der Ökumene, so dass ich nicht mit meinem Namen und meiner SeeleMit dem Begriff Seele ist in der Bibel meist das Leben des Menschen gemeint, nicht im Sinne einer körperlichen Funktion, sondern als Lebensprinzip. Der Mensch hat nicht eine Seele, sondern er ist eine lebendige Seele. An die Funktion des Gehirns oder des Herzens ist die Seele nicht gebunden. Der Begriff „Seele“ gleicht eher dem, was man heute unter Ganzheitlichkeit und Identität versteht. Nach dem Katechismus der katholischen Kirche (1993) ist die Seele von Gott geschaffen und unsterblich: „Sie geht nicht zugrunde, wenn sie sich im Tod vom Leibe trennt, und sie wird sich bei der Auferstehung von neuem mit dem Leib vereinen.“ Nach dieser Vorstellung schläft die Seele zwischen Tod und Auferstehung. An den Seelenschlaf glaubte man auch in reformatorischer Zeit. In Bachs berühmtem Choral aus der Johannespassion heißt es: „Ach, Herr, lass dein lieb’ Engelein/am letzten End’ die Seele mein/in Abrahams Schoß tragen!/Den Leib in sein’m Schlafkämmerlein/gar sanft, ohn’ ein’ge Qual und Pein/ruhn bis am Jüngsten Tage!“ dafür einstehen möchte. Ich kann in der evangelischen Kirche meine Kenntnisse " der anderen Seite" einbringen - und fühle mich dabei einfach besser! Und das ist auch gut so!
Das ist doch arg undifferenziert...
Ich störe mich ganz konkret an einer Sache, die ich nun doch Ihnen beschreiben möchte: Sie schreiben, der römische Apparat - halte man von ihm, was man wolle - hetze immer stärker gegen Protestanten. Ob das nun stimmt, sei dahingestellt. Als Katholik beobachte ich da mehrere Gruppierungen mit mehreren Meinungen (auch innerhalb das römischen Apparates) und kann das nicht so einfach über einen Kamm scheren, wie Sie das gerne hätten.
Worum es mir aber eigentlich geht, ist die Tatsache, dass es solche Hetze nicht nur katholischerseit gibt (für die ich mich stellvertretend sehr entschuldigen möchte), sondern auf allen Seiten. Und es stellt sich die Frage: Wollen Sie das nur so einseitig betrachten oder können Sie es einfach nicht besser?
Es ist mir ehrlich gesagt egal, ob Sie Katholik, Lutheraner, Reformierter, Orthodoxer, Freikirchler, Muslim, Jude, Sikh oder sonst was sind (oder Atheist, Agnostiker, Indifferentist, etc.): Aber eine differenzierte Sicht würde man sich dann doch wünschen. Hetzbücher gibt es schon genug - und zwar auf allen Seiten. Es scheint, dass Sie die große ökumenische Bewegung des 20. Jahrhunderts, die in den evangelischen Kirchen begann (begleitet von katholischen Theologen) und zu dem später die katholische Kirche hinzustieß, verpasst haben und die gute und große Arbeit vieler Ökumeniker auf allen Seiten mit Ihrem Hetzbuch zunichte machen wollen, indem Sie mit Halb- und Unwahrheiten (z. B. dass man die Heiligen für das Gespräch mit Gott Gott ist nach einer gängigen Vorstellung „das höhere Wesen, das wir verehren“. In Heinrich Bölls Erzählung „Doktor Murkes gesammeltes Schweigen“ lässt jedenfalls ein Kulturpapst „Gott“ aus seinen Radiovorträgen herausschneiden und durch diese Wendung ersetzen. Gott gilt als Grund alles Seins, hat aber – anders als eine unpersönliche Schicksalsmacht – zugleich auch eine personale Seite, an die sich der Mensch im Gebet wenden kann. Gott kann nicht bewiesen, sondern nur geglaubt werden. Für den Gläubigen ist Gott keine Annahme, sondern Wirklichkeit und transzendentes, also jenseitiges Gegenüber. Die monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam gehen davon aus, dass sich alles, was ist, auf Gott zurückführen lässt. So bleibt in diesen Religionen die Frage offen, wie derselbe Gott, der das Gute will, auch das Leid und das Böse zulassen kann. benötige, so einen Blödsinn haben Sie sich doch selbst ausgedacht, oder? Ich kann mich auch direkt an Gott Gott ist nach einer gängigen Vorstellung „das höhere Wesen, das wir verehren“. In Heinrich Bölls Erzählung „Doktor Murkes gesammeltes Schweigen“ lässt jedenfalls ein Kulturpapst „Gott“ aus seinen Radiovorträgen herausschneiden und durch diese Wendung ersetzen. Gott gilt als Grund alles Seins, hat aber – anders als eine unpersönliche Schicksalsmacht – zugleich auch eine personale Seite, an die sich der Mensch im Gebet wenden kann. Gott kann nicht bewiesen, sondern nur geglaubt werden. Für den Gläubigen ist Gott keine Annahme, sondern Wirklichkeit und transzendentes, also jenseitiges Gegenüber. Die monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam gehen davon aus, dass sich alles, was ist, auf Gott zurückführen lässt. So bleibt in diesen Religionen die Frage offen, wie derselbe Gott, der das Gute will, auch das Leid und das Böse zulassen kann. wenden.) gegen einen Katholizismus hetzen, den es so nicht gibt - den sich zwar sicher einige Katholiken (auch im "röm. App.") so wünschen, der aber faktisch so nicht existiert. Dazu ist das katholische Denken zu weit und zu vielfältig, eben kata-holon (wenn wir auch die Etymologie von katholisch mal bemühen wollen). Ich hätte mir ein konstruktives Buch gewünscht. Auf Bild-Zeitungsniveau hetzen kann nämlich offensichtlich jeder, sei es ein Matussek oder eben ein Brummer. Aber differenziert denkende Bücher verkaufen sich nicht so gut - und Sie wollen ja sicherlich mit Ihrem Buch auch Geld verdienen, oder?
Zum Abschluss noch eine Anekdote aus meinem bisher noch kurzen Leben: Ich muss da an eine Begegnung denken mit einem lutherischen Professor, der nach einer Diskussion zu mir meinte "Sie scheinen mir arg lutherisch, warum sind Sie denn noch katholisch?" - Worauf ich reagierte: "Gegenfrage: Sie scheinen mir arg katholisch, warum sind Sie denn noch lutherisch?" - Solche Begegnunen scheinen mir derzeit in der wissenschaftlichen Arbeit symptomatisch zu sein für eine Bewegung aufeinander zu!
Leserbrief zum Leitartikel in "Chrismon" 9-11
Leserbrief zum Leitartikel „Unter Ketzern“ von Arnd Brummer (Chrismon Heft 9-11)
Eigentlich schade: Da kommt jeden Monat mit der Zeitung ein evangelisches Magazin in Hunderttausende deutscher Haushalte – und nun das! Die großartige Chance, vielen glaubensfernen Zeitgenossen Geschmack an christlichen Werten zu vermitteln, scheint mir mit dem Septemberheft vertan. Mit dem Leitartikel „Unter Ketzern“ hat Chefredakteur Arnd Brummer das Blatt in eine andere Richtung gedrängt. Jetzt kommt es daher, wie eine konfessionelle Streitschrift, bei deren Lektüre auch Nichtchristen mit Häme auf die Kirchen im Lande zeigen werden: „Seht, wie sie einander lieben!“ Vor allem im Osten, wo ehemals rote Tageszeitungen die weithin atheistische Landschaft mit „Chrismon“ versorgen, wird die Saat jetzt wohl auf felsigen Grund fallen. Als katholischer Christ bin ich sehr traurig über die verbalen Ausfälle von Herrn Brummer. Er kann ja gern berichten, warum und wie er vom katholischen zum lutherischen Bekenntnis kam. Aber warum muss er dabei alle Katholiken beleidigen, die weiter zum Glauben ihrer Kirche halten wollen? Das dient weder dem ökumenischen Miteinander auf Gemeindeebene noch dem Verständnis der verschiedenen Kirchen füreinander. Eine Frage drängt sich mir auf: Ist das anlässlich des Papstbesuches vielleicht auch von Verantwortlichen in evangelischen Kirchenleitungen so gewollt? Beim Lesen des Septemberheftes von Chrismon könnte dieser Eindruck entstehen - obwohl ich beispielsweise Landesbischof Friedrich als einen der prominenten Herausgeber eine solch ökumenefeindliche Haltung nicht zutrauen würde. Doch sollten die Herausgeber insgesamt mehr darauf achten, was da in dem von ihnen verantworteten Magazin an abwegigen Inhalten publiziert wird. Abwegig sind m. E. nicht nur die Schmähungen des Katholischen im Leitartikel, sondern auch die Vereinnahmung von Erzbischof Romero als Passagier im abgebildeten Boot. Bei aller Kritik in der Sache bleibt für mich ein rechtliches Problem bestehen: Darf ein Chefredakteur in dem von ihm geleiteten Blatt Werbung für eine seiner privaten Unternehmungen platzieren? Ist es nur eine Frage des guten Geschmackes, wenn nach Einräumung einer fünfseitigen Vorstellung des Buchinhaltes unmittelbar der Verweis auf die Werbeseite für dieses Buch (Seite 27 im gleichen Heft) erfolgt mit weiterem Link zum Bestellcoupon auf Seite 42? Verdient Herr Brummer gar an dem Verkauf seines Buches. für dessen Bewerbung er ein gesponsertes kirchliches Blatt nutzt? Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Tages- und Wochenzeitungen, die „Chrismon“ als Beilage verteilen, ihren redaktionellen Mitarbeitern derartige Vorrechte einräumen würden. Schade, dass ein evangelisches Magazin auf solche Art und Weise ins Zwielicht gerät. Schade um die so verlorenen Chancen in Mission und Ökumene.
Dr. Georg Diederich 19065 Pinnow
Unter Ketzern
Ich bin ein Atheist von Gottes Gnaden, verheiratet mit einer bayerischen Katholikin, habe drei Söhne, bekam die Dispens aus Rom, katholisch heiraten zu dürfen, ohne Auflage, in die katholische Kirche einzutreten, meine Söhne wurden getauft, besuchten katholische Schulen und sind offiziell aus der katholischen Kirche ausgetreten. Ein Hammer für meine Frau. Gott Gott ist nach einer gängigen Vorstellung „das höhere Wesen, das wir verehren“. In Heinrich Bölls Erzählung „Doktor Murkes gesammeltes Schweigen“ lässt jedenfalls ein Kulturpapst „Gott“ aus seinen Radiovorträgen herausschneiden und durch diese Wendung ersetzen. Gott gilt als Grund alles Seins, hat aber – anders als eine unpersönliche Schicksalsmacht – zugleich auch eine personale Seite, an die sich der Mensch im Gebet wenden kann. Gott kann nicht bewiesen, sondern nur geglaubt werden. Für den Gläubigen ist Gott keine Annahme, sondern Wirklichkeit und transzendentes, also jenseitiges Gegenüber. Die monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam gehen davon aus, dass sich alles, was ist, auf Gott zurückführen lässt. So bleibt in diesen Religionen die Frage offen, wie derselbe Gott, der das Gute will, auch das Leid und das Böse zulassen kann. schütze...wen?
und tschüss!
... und tschüss, Ökumene! Wer aus echter Glaubensüberzeugung und so seinem Gewissen folgend seine Kirchenzugehörigkeit glaubt wechseln zu müssen und es auch tut, verdient Achtung und Respekt. Wer es tut wie Herr Brummer im Artikel "... und tschüss!", verdient ob seiner (post)pubertären Respektlosigkeit dies nicht. Er denkt nur an sich (oder an sein Buch) und nicht an das Ganze. Besonderen Schaden fügt er allen ökumenischen Bemühen zu und hat sich selbst von der Ökumene veranschiedet. Tschüss, Ökumene!
Unter Ketzern
Lieber Herr Brummer,
wie bei anderen "Vor-Kommentatoren": fast auch meine Geschichte: Ministrant, Kontakte zu einem Krankenpflegeorden einerseits und zu evangelischer Freikirche andererseits und dann - endgültig - bei den "Ketzern" gelandet. Gründe gab es viele - u.a. das Schicksal eines Religionslehrers, Schulpfarrers, den ich sehr geschätzt habe und immer noch tue, der an der Zölibatsklippe gescheitert ist und dessen Spießrutengang in den Laienstand, aber v.a. das Gefühl, auf eine absolut-hierarchisch organisierte Kirche als Mittler zwischen Christ und Gott Gott ist nach einer gängigen Vorstellung „das höhere Wesen, das wir verehren“. In Heinrich Bölls Erzählung „Doktor Murkes gesammeltes Schweigen“ lässt jedenfalls ein Kulturpapst „Gott“ aus seinen Radiovorträgen herausschneiden und durch diese Wendung ersetzen. Gott gilt als Grund alles Seins, hat aber – anders als eine unpersönliche Schicksalsmacht – zugleich auch eine personale Seite, an die sich der Mensch im Gebet wenden kann. Gott kann nicht bewiesen, sondern nur geglaubt werden. Für den Gläubigen ist Gott keine Annahme, sondern Wirklichkeit und transzendentes, also jenseitiges Gegenüber. Die monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam gehen davon aus, dass sich alles, was ist, auf Gott zurückführen lässt. So bleibt in diesen Religionen die Frage offen, wie derselbe Gott, der das Gute will, auch das Leid und das Böse zulassen kann. nicht nötig zu haben. Die endgültige Konversion dann eher zum Schmunzeln: nach mehreren Jahren Kindergottesdienstarbeit kam die Aufforderung unserer damaligen Pfarrerin, für den Kirchenvorstand zu kandidieren. Der Hinderungsgrund - "katholisch" war schnell aus der Welt geschafft. Dass dann die Aufnahme in die Gemeinde kein "Akt" mehr war, versteht sich von selbst. Und heute: wie Sie überzeugt "unter Ketzern" zuhause.
Bitte lassen Sie/Chrismon sich nicht beirren von den Vor-/Anwürfen mancher katholischer Kreise: ein wenig Provokation darf/muss zu Zeiten eines Besuchs eines wie auch immer "Heiligen Vaters" in Deutschland und der damit verbundenen Rituale und Absonderlichkeiten durchaus sein: wo steht man denn, wenn die Tatsache, dass bei der Papstmesse auch Ministrantinnen dabei sein dürfen, eine Meldung im swr-Radio wert ist? Andererseits müssen wir ja auch mit der Ab/Einschätzung, eine "Nicht-richtige-Kirche" zu sein, ja auch leben und tun's fröhlich, mit einem gewissen Stolz und jedenfalls von diesem Diktum des "Pontifex maximus" (ganz so tragfähig bzw. weit reichend sind dessen Brücken ja nicht; diesen Titel des römischen obersten Priesters trägt der "Stellvertreter Christi" und "Nachfolger Petri" tatsächlich) nicht sehr berührt.
Mit herzlichen Grüßen Stefan Schneckenburger
"Unter Ketzern"
Ich selbst bin den umgekehrten Weg gegangen und nach jahrelangen Überlegungen katholisch geworden. Persönlich glaube ich nicht mehr an ökumenische Fortschritte zwischen den beiden Konfessionen und halte weitere Zugeständnisse der katholischen Kirche auch nicht für wünschenswert. Jedoch würde würde ich nie in einer derart verletzenden und polemischen Art über die Gemeinschaft sprechen, in der ich meinen Glauben empfangen und lange Zeit gelebt habe.
"Unter Ketzern"
Die Einlassungen von Arnd Brummer finde ich oberflächlich, effektheischend und beleidigend. Ich habe kein Verständnis dafür, dass das vorher niemandem in der Redaktion aufgefallen ist. Oder geht es darum, mit allen Mitteln Aufsehen zu erregen, um Chrismon in die Presse zu bringen? Bei mir funktioniert das nicht, denn ich werde die Zeitschrift zukünftig nicht mehr lesen.Wir leben in einer konfessionsverbindenen Ehe und engagieren uns sowohl in der evangelischen als auch der katholischen Gemeinde hier am Ort. Inzwischen gibt es auch in der katholischen Kirche viele Möglichkeiten der engagierten und verantwortungsvollen Mitarbeit. Von einem (Chef)redakteur erwarte ich, dass er neben seinen persönlichen Erfahrungen auch durch Recherche gewonnene Erkenntnis mit in seine Publikationen einbringt. Ein bisschen weniger Egozentrik wäre wohl angebracht. Gerne hätte ich Herrn Brummer hier vor Ort gezeigt, wie Gemeinde und ökumenische Zusammenarbeit an der Basis praktiziert wird, aber in so einer polemischen und für mich persönlich beleidigenden Athmosphäre macht das wohl leider keinen Sinn. So, jetzt haben Sie einen Leser weniger, macht aber nichts, denn es war ein Katholik....
So ist es
Das könnte mein Bericht sein. Aber eines sollte noch gesagt werden. Die Wahrheit ist nicht in einer Kirche zu finden, sondern allein in Jesus Christus Diese griechische Bezeichnung ist kein weiterer Name Jesu, sondern ein Titel und Bekenntnis: Jesus ist „der Christus“, hebräisch „der Messias“, auf Deutsch „der Gesalbte“. Mit diesem Titel verband sich nach der Zeit von König David (um 1000 v. Chr.) in Israel die politische Hoffnung auf einen neuen Herrscher und ein Friedensreich unter seiner Ägide. Jesus lehnte diese politische Erwartung an seine Person ab. Im Gegenteil: Er starb sogar den Tod am Kreuz. Aber seine Botschaft enthält explizit politische Ziele: soziale Gerechtigkeit, Frieden, der Kampf gegen gesellschaftliche Ausgrenzung, Hunger und Krankheiten. Auch wenn Jesus die an ihn gerichteten Messiaserwartungen zurückwies, weckte er doch in den Menschen seiner Zeit und besonders in seinen Anhängern, den Christen, die Hoffnung „auf einen neuen Himmel und auf eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt” (Zweiter Petrusbrief 3, 13).. Ich bin auch katholisch aufgewachsen und erzogen worden, war auch Ministrant. Naiv, wie ich war, glaubte ich das, was mir erzählt wurde, und meinte, die katholische Lehre sei wahr, und er Christus Diese griechische Bezeichnung ist kein weiterer Name Jesu, sondern ein Titel und Bekenntnis: Jesus ist „der Christus“, hebräisch „der Messias“, auf Deutsch „der Gesalbte“. Mit diesem Titel verband sich nach der Zeit von König David (um 1000 v. Chr.) in Israel die politische Hoffnung auf einen neuen Herrscher und ein Friedensreich unter seiner Ägide. Jesus lehnte diese politische Erwartung an seine Person ab. Im Gegenteil: Er starb sogar den Tod am Kreuz. Aber seine Botschaft enthält explizit politische Ziele: soziale Gerechtigkeit, Frieden, der Kampf gegen gesellschaftliche Ausgrenzung, Hunger und Krankheiten. Auch wenn Jesus die an ihn gerichteten Messiaserwartungen zurückwies, weckte er doch in den Menschen seiner Zeit und besonders in seinen Anhängern, den Christen, die Hoffnung „auf einen neuen Himmel und auf eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt” (Zweiter Petrusbrief 3, 13)., den die katholische Kirche predigt, sei der echte. Anfang dreißig kam ich dann zu einem lebendigen Glauben an Jesus Christus Diese griechische Bezeichnung ist kein weiterer Name Jesu, sondern ein Titel und Bekenntnis: Jesus ist „der Christus“, hebräisch „der Messias“, auf Deutsch „der Gesalbte“. Mit diesem Titel verband sich nach der Zeit von König David (um 1000 v. Chr.) in Israel die politische Hoffnung auf einen neuen Herrscher und ein Friedensreich unter seiner Ägide. Jesus lehnte diese politische Erwartung an seine Person ab. Im Gegenteil: Er starb sogar den Tod am Kreuz. Aber seine Botschaft enthält explizit politische Ziele: soziale Gerechtigkeit, Frieden, der Kampf gegen gesellschaftliche Ausgrenzung, Hunger und Krankheiten. Auch wenn Jesus die an ihn gerichteten Messiaserwartungen zurückwies, weckte er doch in den Menschen seiner Zeit und besonders in seinen Anhängern, den Christen, die Hoffnung „auf einen neuen Himmel und auf eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt” (Zweiter Petrusbrief 3, 13). und an sein Wort, die Bibel Die Bibel (griechisch „biblia“ = Bücher) ist die Heilige Schrift der Christen. Die Bibel ist in das Alte und in das Neue Testament aufgeteilt. Das Alte Testament ist ursprünglich in Hebräisch geschrieben. Es beginnt mit der Schöpfungsgeschichte und enthält neben den Urgeschichten der Menschheit Prophetenbücher, Weisheitstexte und die Geschichte des Volkes Israel. Viele Schlüsseltexte der westlichen Kultur finden sich im Alten Testament, wie zum Beispiel die Zehn Gebote. Das Neue Testament ist ursprünglich in Griechisch geschrieben. Es enthält unter anderem die vier Evangelien, die vom Leben, von Kreuz und Auferstehung Jesu Christi erzählen, und eine Anzahl theologischer Briefe, von denen die des Apostels Paulus am wichtigsten sind. Bis ins 15. Jahrhundert wurde die Bibel fast nur in ihrer lateinischen Übersetzung (Vulgata) gelesen. Martin Luther übersetzte die Bibel von 1520 bis 1536 ins Deutsche. Alle christlichen Kirchen berufen sich in ihrer Lehre und in ihrer Praxis auf die Bibel, auf das Alte und das Neue Testament, als wichtigste Quelle., die Gott Gott ist nach einer gängigen Vorstellung „das höhere Wesen, das wir verehren“. In Heinrich Bölls Erzählung „Doktor Murkes gesammeltes Schweigen“ lässt jedenfalls ein Kulturpapst „Gott“ aus seinen Radiovorträgen herausschneiden und durch diese Wendung ersetzen. Gott gilt als Grund alles Seins, hat aber – anders als eine unpersönliche Schicksalsmacht – zugleich auch eine personale Seite, an die sich der Mensch im Gebet wenden kann. Gott kann nicht bewiesen, sondern nur geglaubt werden. Für den Gläubigen ist Gott keine Annahme, sondern Wirklichkeit und transzendentes, also jenseitiges Gegenüber. Die monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam gehen davon aus, dass sich alles, was ist, auf Gott zurückführen lässt. So bleibt in diesen Religionen die Frage offen, wie derselbe Gott, der das Gute will, auch das Leid und das Böse zulassen kann. ganz anders darstellt als es diese Kirche tat. Mein Motto: Nie wieder zurück!!! Viele Katholiken meinen ja man ginge verloren wenn man aus der Kirche austritt. Laut Jesus Christus Diese griechische Bezeichnung ist kein weiterer Name Jesu, sondern ein Titel und Bekenntnis: Jesus ist „der Christus“, hebräisch „der Messias“, auf Deutsch „der Gesalbte“. Mit diesem Titel verband sich nach der Zeit von König David (um 1000 v. Chr.) in Israel die politische Hoffnung auf einen neuen Herrscher und ein Friedensreich unter seiner Ägide. Jesus lehnte diese politische Erwartung an seine Person ab. Im Gegenteil: Er starb sogar den Tod am Kreuz. Aber seine Botschaft enthält explizit politische Ziele: soziale Gerechtigkeit, Frieden, der Kampf gegen gesellschaftliche Ausgrenzung, Hunger und Krankheiten. Auch wenn Jesus die an ihn gerichteten Messiaserwartungen zurückwies, weckte er doch in den Menschen seiner Zeit und besonders in seinen Anhängern, den Christen, die Hoffnung „auf einen neuen Himmel und auf eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt” (Zweiter Petrusbrief 3, 13). wird der, der diese Kirche nicht verläßt, verloren gehen:
Offb 18,4 Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel, die sprach: Geht hinaus aus ihr, mein Volk, damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt!
Diskutierkultur
An diesem Forum kann man sehen, dass das Diskutieren über den Glauben nicht unbedingt weiterbringt. Aber verloren ist nichts, vielleicht verirrt sich manch einer, der Orientierung sucht, hierher und findet für sich Erkenntnis.
Was wäre wünschenswert? Weniger Polemik. Weniger Klischees. Weniger Unverständnis. Weniger Aufmerksamkeitsheischerei. Weniger Oberflächlichkeit. Weniger Popularismus.
Als Christen können wir uns bereichern, wenn wir unsere eigene Glaubensgeschichte in aller Bescheidenheit einbringen.
Ich jedenfalls bin gespannt, wie es Gott Gott ist nach einer gängigen Vorstellung „das höhere Wesen, das wir verehren“. In Heinrich Bölls Erzählung „Doktor Murkes gesammeltes Schweigen“ lässt jedenfalls ein Kulturpapst „Gott“ aus seinen Radiovorträgen herausschneiden und durch diese Wendung ersetzen. Gott gilt als Grund alles Seins, hat aber – anders als eine unpersönliche Schicksalsmacht – zugleich auch eine personale Seite, an die sich der Mensch im Gebet wenden kann. Gott kann nicht bewiesen, sondern nur geglaubt werden. Für den Gläubigen ist Gott keine Annahme, sondern Wirklichkeit und transzendentes, also jenseitiges Gegenüber. Die monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam gehen davon aus, dass sich alles, was ist, auf Gott zurückführen lässt. So bleibt in diesen Religionen die Frage offen, wie derselbe Gott, der das Gute will, auch das Leid und das Böse zulassen kann. gelingen wird, uns Unversöhnte in Christus Diese griechische Bezeichnung ist kein weiterer Name Jesu, sondern ein Titel und Bekenntnis: Jesus ist „der Christus“, hebräisch „der Messias“, auf Deutsch „der Gesalbte“. Mit diesem Titel verband sich nach der Zeit von König David (um 1000 v. Chr.) in Israel die politische Hoffnung auf einen neuen Herrscher und ein Friedensreich unter seiner Ägide. Jesus lehnte diese politische Erwartung an seine Person ab. Im Gegenteil: Er starb sogar den Tod am Kreuz. Aber seine Botschaft enthält explizit politische Ziele: soziale Gerechtigkeit, Frieden, der Kampf gegen gesellschaftliche Ausgrenzung, Hunger und Krankheiten. Auch wenn Jesus die an ihn gerichteten Messiaserwartungen zurückwies, weckte er doch in den Menschen seiner Zeit und besonders in seinen Anhängern, den Christen, die Hoffnung „auf einen neuen Himmel und auf eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt” (Zweiter Petrusbrief 3, 13). zu vereinen! Unser Beitrag: Dem anderen aufmerksam zuhören und die Einheit tatsächlich ersehnen!
Gelungenes Marketing!
Als orthodoxer Christ – mit einer evangelischen Christin seit 27 Jahren verheiratet – kann ich nur staunen vor so viel Bosheit und Hass von einem Christen kommend und gegen eine Schwesterkirche gerichtet. Und das war zu lesen in einer christlichen Zeitschrift, die ich schätze und immer mit Interesse lese! Dies ist ein bildhaftes Beispiel dafür, wie man jahrzehntelang einer Kirche / Glaubensrichtung angeblich angehören und trotzdem nur an der Oberfläche bleiben kann, ohne etwas von der Tiefe dieses Glaubens richtig zu verstehen. Abgesehen davon, wäre es zu erwarten, dass zumindest die Nächstenliebe Liebe ist mehr als ein Gefühl für den Wonnemonat Mai. Liebe ist eine Grundkonstante menschlicher Beziehungen. Am Anfang steht die Liebe der Eltern zum Kind, dann folgen das Buhlen der Geschwister um die Liebe der Eltern, die freundschaftliche Liebe (griechisch: Philia) und schließlich die Liebe (Eros) zwischen jugendlichen und zwischen erwachsenen Partnern. Wo die Fähigkeit zu lieben über die Freundschaft und Partnerschaft hinauswächst, kann sie zur Nächstenliebe werden, manchmal sogar zur Feindesliebe. Im Hinduismus gilt die bedingungslose Hingabe an Gott (Bhakti) als vollendete Gottesliebe. Im Christentum schließt die Liebe zu Gott auch den Zweifel an oder das Hadern mit Gott ein. für die Mitgeschwister im christlichen Glauben präsent ist, die als höchstes Gebot gilt! Eine ähnliche Position wäre vielleicht nur durch eine Oberflächlichkeit und einen Mangel an Interesse für die tiefen Bedeutungen des Glaubens – einschließlich verschiedener äußerer Formen des Ritus, der religiösen Handlungen – egal in welcher der christlichen Kirchen das geschieht - zu erklären. Vielleicht liegt aber auch ein ganz prosaisches Motiv dieser anmaßenden Kritik zu Grunde – nämlich der Wunsch um mehr Aufmerksamkeit, die ohne diese Provokation dem angekündigten Buch sicher nicht geschenkt würde – und der Zeitpunkt des Papstbesuches in Deutschland ist „optimal“ gewählt. Im Endeffekt bleibt anzunehmen, dass die meisten Christen eine solche „Stellungnahme“ nur mit Herablassung und einer bestimmten von allen Christen erwarteten ToleranzDas Wort Toleranz bezieht sich seiner ursprünglichen Bedeutung nach auf die Duldung religiöser Minderheiten im autoritären Staat. Berühmte Toleranzedikte sind die des Perserkönigs Kyros (538 v. Chr.), der Juden die Heimkehr aus dem Babylonischen Exil gewährte, und das Toleranzedikt von Nikomedia (311 n. Chr.), welches das Christentum im Römischen Reich zur geduldeten Religion erklärte. 1847 erlaubte Friedrich Wilhelm IV. von Preußen in einem Toleranzedikt unter anderem den Kirchenaustritt. In der freiheitlichen Gesellschaft setzt Religionsfreiheit Toleranz voraus. Doch es gibt Grenzen. Wo der Staat bei einem bestimmten Verhaltenskodex Intoleranz vermutet, kann er zum Schutz der Individualrechte die Religionsfreiheit einschränken, wie beispielsweise beim Kopftuchverbot. Heute bedeutet Toleranz, dass Menschen unterschiedlicher Überzeugungen einander dulden. Wo Gleichgültigkeit an die Stelle konkurrierender Überzeugungen tritt, erübrigt sich die Tugend der Toleranz. betrachten werden. (Ich kann mir gut vorstellen, dass die meisten Protestanten sich für eine solche unchristliche Haltung eher schämen würden!) Bleibt zu hoffen, dass die ökumenische Annäherung der Katholiken, Protestanten und Orthodoxen keinen größeren Schaden dadurch nimmt und sich die Mehrheit weiter für eine wahrhafte Ökumene engagieren und in der Tiefe ihrer Seelen mit den Worten unseres Heilands antworten würden: „Vater, vergib ihm, denn er weiß nicht, was er tut!“ Übrigens ist die Barmherzigkeit eine der christlichen Haupttugenden – was nicht in allen Weltreligionen selbstverständlich ist.
Unter Ketzern...
...gemeinsam in einem Boot. Die Wellen schlagen hier im Forum ja sehr hoch! Warum schreibt Herr Brummer dieses Buch? Was sind seine letzten und eigentlichen Motive? Und das alles vor dem Papstbesuch im Bundestag, in Erfurt und in München. Wird Herr Brummer ein zweiter Luther?
Unter Ketzern
Ach Herr Brummer,
Anstand liest doch doch völlig anders.Und nur weil man das Bekenntnis wechselt... andere Erkenntnisse gewinnt... nicht mehr klar kommt... das lohnt doch solche Ausbrüche und Diffamierungen nicht. Ob die Ev, Kirche nun einen Gewinn hat?
Arnd Brummer: Unter Ketzern
Meine Zeit, welch ein Tamtam! Alle Welt regt sich über Arnd Brummer auf. Er ist vor Jahren konvertiert und hat Gründe und Erfahrungen genannt und sie locker journalistisch aufgemischt. Nun fallen viele über ihn her, nehmen die arme römisch-katholische Kirche in Schutz. Auch namhafte Protestanten. Wissen sie wirklich, was sie tun? Immer klein beigeben oder sich quasi dafür entschuldigen, dass wir noch da sind bzw. noch nicht wieder heimgekehrt in den Schutz der alleinseligmachenden Kirche. Welch eine jämmerliche Haltung? Jeder hat das Recht, den Mund aufzumachen. Kürzlich erzählte mir mein Anwalt, was er als Kind im vorwiegend katholischen Neheim-Hüsten erlebt hat. Mit den evangelischen Schülern der unmittelbar benachbarten ev. Schule dürfe man nicht spielen, denn die Protestanten hätten keine SeeleMit dem Begriff Seele ist in der Bibel meist das Leben des Menschen gemeint, nicht im Sinne einer körperlichen Funktion, sondern als Lebensprinzip. Der Mensch hat nicht eine Seele, sondern er ist eine lebendige Seele. An die Funktion des Gehirns oder des Herzens ist die Seele nicht gebunden. Der Begriff „Seele“ gleicht eher dem, was man heute unter Ganzheitlichkeit und Identität versteht. Nach dem Katechismus der katholischen Kirche (1993) ist die Seele von Gott geschaffen und unsterblich: „Sie geht nicht zugrunde, wenn sie sich im Tod vom Leibe trennt, und sie wird sich bei der Auferstehung von neuem mit dem Leib vereinen.“ Nach dieser Vorstellung schläft die Seele zwischen Tod und Auferstehung. An den Seelenschlaf glaubte man auch in reformatorischer Zeit. In Bachs berühmtem Choral aus der Johannespassion heißt es: „Ach, Herr, lass dein lieb’ Engelein/am letzten End’ die Seele mein/in Abrahams Schoß tragen!/Den Leib in sein’m Schlafkämmerlein/gar sanft, ohn’ ein’ge Qual und Pein/ruhn bis am Jüngsten Tage!“, seien also im strengen Sinne keine Menschen. So geschehen im 20. Jahrhundert. Und: Seit wann gibt es die Religionsfreiheit in Spanien? - Ich habe erlebt, wie die katholische Kirche, wo immer es möglich war, ihre Macht ausspielte. Bis heute: Einer Kindergärtnerin auf Zeit wurde die dauerhafte Beschäftigung angeboten unter der Bedingung des Konfessionswechsels. Ärzte, deren Ehe zu Bruch ging, wurden ruckzuck entlassen. Und so weiter. Es liesse sich ein ganzer Katalog solcher Kirchensuenden auflisten. Im Zweifelsfall siegte meistens das Kirchenrecht und die Barmherzigkeit, die Christus Diese griechische Bezeichnung ist kein weiterer Name Jesu, sondern ein Titel und Bekenntnis: Jesus ist „der Christus“, hebräisch „der Messias“, auf Deutsch „der Gesalbte“. Mit diesem Titel verband sich nach der Zeit von König David (um 1000 v. Chr.) in Israel die politische Hoffnung auf einen neuen Herrscher und ein Friedensreich unter seiner Ägide. Jesus lehnte diese politische Erwartung an seine Person ab. Im Gegenteil: Er starb sogar den Tod am Kreuz. Aber seine Botschaft enthält explizit politische Ziele: soziale Gerechtigkeit, Frieden, der Kampf gegen gesellschaftliche Ausgrenzung, Hunger und Krankheiten. Auch wenn Jesus die an ihn gerichteten Messiaserwartungen zurückwies, weckte er doch in den Menschen seiner Zeit und besonders in seinen Anhängern, den Christen, die Hoffnung „auf einen neuen Himmel und auf eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt” (Zweiter Petrusbrief 3, 13). lebte und einforderte kam unter die Räder. Alles richtig, alles gut? Mache ich mit diesen Hinweisen die kath. Kirche schlecht? Mir wird schlecht bei jeder Doppelmoral. Mir wird auch schlecht, wenn man nicht angstfrei sagen kann, was man denkt, ohne gleich als Beleidiger abgeschossen zu werden. Demut und Bescheidenheit finde ich bei den alten Herren in Rom selten. Es sei denn in wohlfeilen Worten. Die Rechthaber geben keinen Millimeter preis. Sie haben die Wahrheit gepachtet. Trotzdem: Ich habe nie nachgelassen in dem Bemühen, das Gemeinsame zu suchen, weil ich weiss, dass das Gemeinsame grösser ist als das Trennende. Ich lebe jetzt weit weg von Rom. In der Gemeinde, die ich, längst pensioniert, ehrenamtlich betreue, feiern wir (Protestanten und Katholiken) gemeinsam Gottesdienst (incl.das Mahl des Herrn oder die Eucharistie oder das Abendmahl Das Abendmahl vergegenwärtigt das letzte Mahl Jesu mit seinen Jüngern. Beim Abendmahl bekomme man eine Vorstellung von der künftigen Mahlgemeinschaft im Reich Gottes, glauben Christen. Nach Matthäus 26,29 spricht Jesus von dem Tag, „an dem ich von neuem vom Gewächs des Weinstocks mit euch in meines Vaters Reich trinken werde“. Katholiken und Protestanten erkennen das Abendmahl als Sakrament an, als sichtbares Zeichen von Gottes unsichtbarem Handeln. Dennoch trennt der Streit um das Abendmahl die Konfessionen. Wie sind etwa Jesu Worte „Das ist mein Leib... und Blut“ zu verstehen? Verwandeln sich Brot und Wein in Christi Leib und Blut? Das ist die katholische Vorstellung. Früher herrschte auch innerhalb der Protestanten darüber Uneinigkeit. Reformierte Protestanten verstanden die Gleichsetzung symbolisch, Lutheraner bestanden auf einer wörtlichen Auslegung. Seit der „Leuenberger Konkordie“ von 1973 halten beide die früheren gegenseitigen Verwerfungen für überwunden: Damit leibliche Gegenwart entstehe, bedürfe es keiner Wandlung der Elemente. Sie bedeute vielmehr, dass Christus in der Mahlgemeinschaft geheimnisvoll gegenwärtig sei. ). Übrigens: Es macht mir nichts mehr aus, dass ein Mann namens Joseph Ratzinger (Beruf: PapstDer Begriff Papst, lateinisch: papa, ist ursprünglich ein Ehrentitel, der bis zum siebten Jahrhundert allen Bischöfen gegeben wurde, danach aber immer mehr ausschließlich dem Bischof von Rom zukam. Nach dem katholischen Kirchenrecht besitzt der Papst die oberste, volle und unmittelbare Gewalt in der Kirche, über die er frei verfügt. Sein Einfluss gleicht damit dem eines absoluten Monarchen. Er steht nach katholischem Verständnis über den Konzilien und Bischofskollegien. Seine Entscheidungen bedürfen keiner Bestätigung, gegen sie ist keine Berufung an eine andere Instanz möglich. Die evangelische Kirche vermag in ihm den Bischof von Rom und den obersten Repräsentanten der römisch-katholischen Kirche zu sehen, nicht aber den exklusiven Stellvertreter Christi auf -Erden. Dieses Amtsverständnis begründet die katholische Kirche damit, dass der Papst der Nachfolger des Apostels Petrus sei.) uns den Status Kirche abspricht. Unfehlbar bleibt er unwissend in der Definition von Kirche, die Martin Luther selbst einem Kind von zehn Jahren attestiert hat. Die Spaltung beginnt da, wo man sich absolut setzt und jede Kritik unterdrückt. Ich gewinne immer groesseren Respekt vor denen, die sich der roemischen Allmacht nicht gebeugt haben, die ihre Gewissensfreiheit mit ihrem Leben bezahlt haben. Im Namen der Freiheit des Evangeliums: Ich lasse mir nicht mehr alles gefallen. Am wenigsten den Mund zu halten.Wohin sind wir in der Christenheit des 21. Jahrhunderts gekommen? Lieber soll chrismon eingehen, als dass es nicht mehr möglich ist, die Dinge beim Namen zu nennen. Und absolut zulaessig waere es, jemanden Gelegenheit zu geben, seinen umgekehrten Weg darzustellen. In den Kommentaräusserungen der "Gegenseite" lese ich allerdings viel Rechthaberisches. Bei Arnd Brummer finde ich dergleichen nicht. Verdammt nochmal, es muss doch möglich sein, ehrlich über seine Erfahrungen Auskunft zu geben. Danke, Arnd Brummer! Danke Margot Kässman, dass Sie sich nicht einschüchtern lassen. Wir erleben in diesen Tagen einen Papstzirkus sondergleichen. Kritik ist nicht erlaubt. Dabei ist er doch auch nur ein Mensch wie du und ich. Was wir heute vor allem brauchen, ist der freie Diskurs. Geben wir den auf, dann hat sich die Kirche überlebt. Einfach so runtergeschrieben von Günter Apsel
Arnd Brummer schreibt einen
Arnd Brummer schreibt einen Text, in dem er die Vorurteile der kath. Kirche, der Organisation, gegenüber Protestanten kritisiert. Und selbst bedient er nichts anderes als Vorurteile. Er greift in die hinterletzte Mottenkiste: Heiligenverehrung usw. Er langweilt intelligente Leser mit seiner plumpen Polemik, denn es geht ihm nicht um die Sache. Er macht sich nicht einmal die Mühe, "katholische Argumente" für dies und jenes Kritisierte aufzuführen. Und er konstruiert evangelische Alleinstellungsmerkmale, die es nicht gibt: Pluralität usw. Der Pluralismus der kath. Kirche ist ja schon in ihrer Bezeichnung - katholisch - grundgelegt. Wer möchte die - gewollten - Unterschiede in der kath. Kirche zwischen Südamerika und Polen, zwischen den Vereinigten Staaten und asiatischen Gemeinden, zwischen Süddeutschland und Afrika bezweifeln? Er spricht von "gottloser Relativierung" als ob er selbst das Heil gepachtet hat. Er preist das gemeinsame Schuldbekenntnis in der ev. Kirche, ohne auf die Konsequenzen hinzuweisen (und darauf, dass es dieses in der kath. Kirche auch gibt, genauso wie die Ohrenbeichte in der evangelischen - auch wenn sie dort noch viel weniger Kirchenglieder praktizieren als in der kath. Kirche Mitteleuropas). Herr Brummer setzt sich mit dem PapstDer Begriff Papst, lateinisch: papa, ist ursprünglich ein Ehrentitel, der bis zum siebten Jahrhundert allen Bischöfen gegeben wurde, danach aber immer mehr ausschließlich dem Bischof von Rom zukam. Nach dem katholischen Kirchenrecht besitzt der Papst die oberste, volle und unmittelbare Gewalt in der Kirche, über die er frei verfügt. Sein Einfluss gleicht damit dem eines absoluten Monarchen. Er steht nach katholischem Verständnis über den Konzilien und Bischofskollegien. Seine Entscheidungen bedürfen keiner Bestätigung, gegen sie ist keine Berufung an eine andere Instanz möglich. Die evangelische Kirche vermag in ihm den Bischof von Rom und den obersten Repräsentanten der römisch-katholischen Kirche zu sehen, nicht aber den exklusiven Stellvertreter Christi auf -Erden. Dieses Amtsverständnis begründet die katholische Kirche damit, dass der Papst der Nachfolger des Apostels Petrus sei. und seiner TheologieDer Begriff Theologie stammt aus dem Griechischen und hieß ursprünglich sowohl „Gotteslehre“ als auch „Gotteslob“. Erstmals verwendeten Christen den Begriff, um ihren Glauben mit den philosophischen Begriffen ihrer Zeit darzustellen. Im Mittelalter war die Theologie die wichtigste aller akademischen Wissenschaften – noch vor der Kanonistik (Recht) und der Medizin. Viele alte Universitäten führen die theologische Fakultät in ihren Vorlesungsverzeichnissen bis heute an erster Stelle. Der neuzeitliche Wissenschaftsbegriff orientiert sich heute oftmals an den exakten Naturwissenschaften. Daher steht die Wissenschaftlichkeit der Theologie oft in Frage. Theologen bedienen sich aber der gleichen wissenschaftlichen Methoden wie andere Fakultäten: Bibelforscher untersuchen die Bibel wie ein historisches Dokument, praktische Theologen orientieren sich an Erkenntnissen der Psychologie und Soziologie. Doch sind Theologen christlichen Werten verpflichtet und daher nicht in dem Maße neutral, wie es andere Wissenschaftler für sich beanspruchen. gar nicht auseinander, er benennt noch nicht einmal die Kernelemente. Er qualifiziert ab, verletzend und dogmatisch - gerade Letzteres aber gibt er vor, besonders an der kath. Kirche zu kritisieren.
"Und tschüss"
Guten Tag. Ich bin, wie man so sagt, romtreuer Katholik. Und ich habe in meiner damaligen Eigenschaft als PGR-Vorsitzender den ersten Partnerschaftsvertrag mit einer evanglischen Gemeinde in unserem Bistum unterschrieben. Das war nur möglich, weil es bei uns Ort unter den Protestanten keine Brummers gibt - wir können zusammen beten, ökumenisch Gottesdienst feiern und Zeugnis für Evangelium geben. Und wir können ertragen, dass der/die jeweils andere ein anderes Kirchen-, Eucharistie- und Amtsverständnis hat. Denn wir anerkennen, dass dieser Unterschied nicht Bösartigkeit und Verbortheit beruht, sondern darauf. dass der/die jeweils andere in seinem/ihrem Verständnis eben den besten Weg sieht, Christus Diese griechische Bezeichnung ist kein weiterer Name Jesu, sondern ein Titel und Bekenntnis: Jesus ist „der Christus“, hebräisch „der Messias“, auf Deutsch „der Gesalbte“. Mit diesem Titel verband sich nach der Zeit von König David (um 1000 v. Chr.) in Israel die politische Hoffnung auf einen neuen Herrscher und ein Friedensreich unter seiner Ägide. Jesus lehnte diese politische Erwartung an seine Person ab. Im Gegenteil: Er starb sogar den Tod am Kreuz. Aber seine Botschaft enthält explizit politische Ziele: soziale Gerechtigkeit, Frieden, der Kampf gegen gesellschaftliche Ausgrenzung, Hunger und Krankheiten. Auch wenn Jesus die an ihn gerichteten Messiaserwartungen zurückwies, weckte er doch in den Menschen seiner Zeit und besonders in seinen Anhängern, den Christen, die Hoffnung „auf einen neuen Himmel und auf eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt” (Zweiter Petrusbrief 3, 13)., unserem gemeinsamen Herrn, nachzufolgen.
Dergleichen lehnt Herr Brummer leider ab. Er braucht keine Gemeinsamkeit mit uns, nein, er hält uns für dumme Schafe, für den letzten Dreck, für jämmerliche, unaufgeklärte Gestalten, die es nicht verdienen, ernst genommen zu werden, und über deren Glauben - der seiner Ansicht nach ja nichts wert ist - man so viele Lügen verbreiten darf, wie es dem Zwecke dient.
Das ist bei uns vor Ort glücklicherweise, was sag ich, Gott Gott ist nach einer gängigen Vorstellung „das höhere Wesen, das wir verehren“. In Heinrich Bölls Erzählung „Doktor Murkes gesammeltes Schweigen“ lässt jedenfalls ein Kulturpapst „Gott“ aus seinen Radiovorträgen herausschneiden und durch diese Wendung ersetzen. Gott gilt als Grund alles Seins, hat aber – anders als eine unpersönliche Schicksalsmacht – zugleich auch eine personale Seite, an die sich der Mensch im Gebet wenden kann. Gott kann nicht bewiesen, sondern nur geglaubt werden. Für den Gläubigen ist Gott keine Annahme, sondern Wirklichkeit und transzendentes, also jenseitiges Gegenüber. Die monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam gehen davon aus, dass sich alles, was ist, auf Gott zurückführen lässt. So bleibt in diesen Religionen die Frage offen, wie derselbe Gott, der das Gute will, auch das Leid und das Böse zulassen kann. sei Dank, anders. Da wir einander zuhören, wissen wir, dass der PapstDer Begriff Papst, lateinisch: papa, ist ursprünglich ein Ehrentitel, der bis zum siebten Jahrhundert allen Bischöfen gegeben wurde, danach aber immer mehr ausschließlich dem Bischof von Rom zukam. Nach dem katholischen Kirchenrecht besitzt der Papst die oberste, volle und unmittelbare Gewalt in der Kirche, über die er frei verfügt. Sein Einfluss gleicht damit dem eines absoluten Monarchen. Er steht nach katholischem Verständnis über den Konzilien und Bischofskollegien. Seine Entscheidungen bedürfen keiner Bestätigung, gegen sie ist keine Berufung an eine andere Instanz möglich. Die evangelische Kirche vermag in ihm den Bischof von Rom und den obersten Repräsentanten der römisch-katholischen Kirche zu sehen, nicht aber den exklusiven Stellvertreter Christi auf -Erden. Dieses Amtsverständnis begründet die katholische Kirche damit, dass der Papst der Nachfolger des Apostels Petrus sei. keinesfalls sagt, die evangelischen Gemeinschaften seien keine Kirche, sondern: sie seien Kirche im katholischen Sinn. Was ja auch stimmt, denn das Kirchenverständnis beider Konfessionen unterscheidet sich nun mal. Und das Geschrei hätte ich hören mögen, wenn der PapstDer Begriff Papst, lateinisch: papa, ist ursprünglich ein Ehrentitel, der bis zum siebten Jahrhundert allen Bischöfen gegeben wurde, danach aber immer mehr ausschließlich dem Bischof von Rom zukam. Nach dem katholischen Kirchenrecht besitzt der Papst die oberste, volle und unmittelbare Gewalt in der Kirche, über die er frei verfügt. Sein Einfluss gleicht damit dem eines absoluten Monarchen. Er steht nach katholischem Verständnis über den Konzilien und Bischofskollegien. Seine Entscheidungen bedürfen keiner Bestätigung, gegen sie ist keine Berufung an eine andere Instanz möglich. Die evangelische Kirche vermag in ihm den Bischof von Rom und den obersten Repräsentanten der römisch-katholischen Kirche zu sehen, nicht aber den exklusiven Stellvertreter Christi auf -Erden. Dieses Amtsverständnis begründet die katholische Kirche damit, dass der Papst der Nachfolger des Apostels Petrus sei. die evangelischen Gemeinschaften als Teilkirchen der katholischen Kirche bezeichnet hätte. Das wollen Sie doch gerade nicht, und wie ich denke, haben Sie Ihre guten Gründe dafür.
Gelogen ist auch, dass man im Gespräch mit Gott Gott ist nach einer gängigen Vorstellung „das höhere Wesen, das wir verehren“. In Heinrich Bölls Erzählung „Doktor Murkes gesammeltes Schweigen“ lässt jedenfalls ein Kulturpapst „Gott“ aus seinen Radiovorträgen herausschneiden und durch diese Wendung ersetzen. Gott gilt als Grund alles Seins, hat aber – anders als eine unpersönliche Schicksalsmacht – zugleich auch eine personale Seite, an die sich der Mensch im Gebet wenden kann. Gott kann nicht bewiesen, sondern nur geglaubt werden. Für den Gläubigen ist Gott keine Annahme, sondern Wirklichkeit und transzendentes, also jenseitiges Gegenüber. Die monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam gehen davon aus, dass sich alles, was ist, auf Gott zurückführen lässt. So bleibt in diesen Religionen die Frage offen, wie derselbe Gott, der das Gute will, auch das Leid und das Böse zulassen kann. Heilige als Fürsprecher benötige. Natürlich beten Katholiken direkt zu Gott Gott ist nach einer gängigen Vorstellung „das höhere Wesen, das wir verehren“. In Heinrich Bölls Erzählung „Doktor Murkes gesammeltes Schweigen“ lässt jedenfalls ein Kulturpapst „Gott“ aus seinen Radiovorträgen herausschneiden und durch diese Wendung ersetzen. Gott gilt als Grund alles Seins, hat aber – anders als eine unpersönliche Schicksalsmacht – zugleich auch eine personale Seite, an die sich der Mensch im Gebet wenden kann. Gott kann nicht bewiesen, sondern nur geglaubt werden. Für den Gläubigen ist Gott keine Annahme, sondern Wirklichkeit und transzendentes, also jenseitiges Gegenüber. Die monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam gehen davon aus, dass sich alles, was ist, auf Gott zurückführen lässt. So bleibt in diesen Religionen die Frage offen, wie derselbe Gott, der das Gute will, auch das Leid und das Böse zulassen kann. , durch Christus Diese griechische Bezeichnung ist kein weiterer Name Jesu, sondern ein Titel und Bekenntnis: Jesus ist „der Christus“, hebräisch „der Messias“, auf Deutsch „der Gesalbte“. Mit diesem Titel verband sich nach der Zeit von König David (um 1000 v. Chr.) in Israel die politische Hoffnung auf einen neuen Herrscher und ein Friedensreich unter seiner Ägide. Jesus lehnte diese politische Erwartung an seine Person ab. Im Gegenteil: Er starb sogar den Tod am Kreuz. Aber seine Botschaft enthält explizit politische Ziele: soziale Gerechtigkeit, Frieden, der Kampf gegen gesellschaftliche Ausgrenzung, Hunger und Krankheiten. Auch wenn Jesus die an ihn gerichteten Messiaserwartungen zurückwies, weckte er doch in den Menschen seiner Zeit und besonders in seinen Anhängern, den Christen, die Hoffnung „auf einen neuen Himmel und auf eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt” (Zweiter Petrusbrief 3, 13)., unseren Herrn. Darüberhinaus beten Katholiken in der Tat füreinander, und Sie bitte andere darum, für sie zu beten. Und die anderen, das ist die Kirche, zu der nicht nur die gehören, die jetzt mit uns sind, sondern auch die, die vor uns waren, und mit denen wir durch Christus Diese griechische Bezeichnung ist kein weiterer Name Jesu, sondern ein Titel und Bekenntnis: Jesus ist „der Christus“, hebräisch „der Messias“, auf Deutsch „der Gesalbte“. Mit diesem Titel verband sich nach der Zeit von König David (um 1000 v. Chr.) in Israel die politische Hoffnung auf einen neuen Herrscher und ein Friedensreich unter seiner Ägide. Jesus lehnte diese politische Erwartung an seine Person ab. Im Gegenteil: Er starb sogar den Tod am Kreuz. Aber seine Botschaft enthält explizit politische Ziele: soziale Gerechtigkeit, Frieden, der Kampf gegen gesellschaftliche Ausgrenzung, Hunger und Krankheiten. Auch wenn Jesus die an ihn gerichteten Messiaserwartungen zurückwies, weckte er doch in den Menschen seiner Zeit und besonders in seinen Anhängern, den Christen, die Hoffnung „auf einen neuen Himmel und auf eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt” (Zweiter Petrusbrief 3, 13). verbunden sind. Die dürfen wir auch um ihre Fürbitte bitten, denn sie gehören zu unserer Gemeinschaft dazu. Schrecklich, nicht wahr?
Lassen wir es bei diesen zwei Beispielen. Der Artikel hatte offensichtlich zwei Absichten: das Buch Herrn Brummer zu promoten, und Katholiken zu verletzen. Beides, so scheint es, ist gelungen.Eine runde Sache. Herzlichen Glückwunsch!
Wissen Sie was sie tun?
Bei allem Respekt vor dem persönlichen Glaubensweg des Autors geht mir das Verständnis für den Artikel völlig abhanden. Was bezwecken Sie eigentlich wirklich? Ist das eine Ouvertüre - wozu ? Frau Käsmann ist ja nicht eben als glühende Verfechterin der Ökumene bekannt. Nun wissen wir es von Ihnen, Hr. Brummer auch. In welchem Parallel-Universum haben Sie eigentlich die letzten 50 Jahre gelebt? Hr. Brummer, bitte beenden Sie die geistige Brandstiftung. Die Einheit der Christen kann sicher nicht herbeilammentiert und herbeigefoult werden. Mit dem aufrichtigem Wunsch im Herzen darf Sie von Gott Gott ist nach einer gängigen Vorstellung „das höhere Wesen, das wir verehren“. In Heinrich Bölls Erzählung „Doktor Murkes gesammeltes Schweigen“ lässt jedenfalls ein Kulturpapst „Gott“ aus seinen Radiovorträgen herausschneiden und durch diese Wendung ersetzen. Gott gilt als Grund alles Seins, hat aber – anders als eine unpersönliche Schicksalsmacht – zugleich auch eine personale Seite, an die sich der Mensch im Gebet wenden kann. Gott kann nicht bewiesen, sondern nur geglaubt werden. Für den Gläubigen ist Gott keine Annahme, sondern Wirklichkeit und transzendentes, also jenseitiges Gegenüber. Die monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam gehen davon aus, dass sich alles, was ist, auf Gott zurückführen lässt. So bleibt in diesen Religionen die Frage offen, wie derselbe Gott, der das Gute will, auch das Leid und das Böse zulassen kann. erbetet werden; gegen unseren Willen wird ER sie uns sicher nicht schenken.
Ins Schwarze getroffen
Kann es sein, dass Arnd Brummer mit seiner Veröffentlichung voll ins Schwarze getroffen hat? Die aufgeregten, empörten, beleidigten Kommentare legen den Verdacht zumindest nahe. Unglaublich, was da von "Geschwisterlichkeit", "Einheit" und dergleichen schwadroniert wird. Eine (römische) Kirche, die die andere (evangelische) Kirche nicht als Kirche akzeptiert, kann auch deren Mitglieder bestenfalls als Stiefgeschwister betrachten. Aus Sicht der römischen Kirche kann Einheit nur bedeuten, dass die Protestanten zur ihr zurückkehren.
Ökumene hat - zumindest in meiner Wahrnehmung - in der Vergangenheit im Wesentlichen aus schroffer Ablehnung von römischer Seite und fast schon peinlicher, an Selbstaufgabe grenzender Anbiederei von evangelischer Seite bestanden.
Arnd Brummer setzt hier einen erfrischenden, auf diplomatisches Gesäusel verzichtenden Kontrapunkt.
Einheit der Christen
Eine wirkliche Einheit der Christen kann es nur aus dem Geist und tiefen Verständnis des Glaubens kommen. Ein wichtiges Buch schrieb Manfred Reichelt mit dem Titel "Warum gerade ich? - Schicksalsfragen im Licht neuester Erkenntnisse" ( https://sites.google.com/site/erweckungunderneuerung/home )
Zu: "Unter Ketzern" und "vorbilder"
Geht evangelisches Selbstverständnis eigentlich nicht ohne die polemische Abgrenzung vom Katholischen? Der Chefredakteur braucht keine Heiligen. Ein anderer Redakteur mokiert sich darüber, dass die katholische Kirche den einen nicht, den anderen doch heiligspricht... Ansonsten hätte ich gerne redliche Quellenangaben zu dem Vorwurf, der "römische Apparat" spiele "die Karte der Abgrenzung und hetzt immer deftiger gegen die Protestanten". Ich kenne kein einziges römisches Dokument (inkl. Dominus Jesus), dass so gehässig und abgrenzend über evangelisches Christsein spricht wie Herr Brümmer seinerseits über die katholische Kirche.
Freie Religionswahl
Wenn jemand seinen Sitz-Platz oder auch Stand-Punkt im Leben wechselt ist das sein gutes Recht. Es heißt nicht, dass die kath.Kirche schlechter ist als die evangelische, es ist einfach eine persönliche Entscheidung, warum auch immer. Eine solche Entscheidung fordert mir Respekt ab, denn dieser Mensch hat sich seine Entscheidung wohl überlegt, was man von vielen Christen, die einfach ihre einmal eingeschlagenen Wege (meist noch von den Eltern her übernommen) gewohnheitsmäßig weitergehen nicht sagen kann. Ich bin katholischer Christ und werde es solange bleiben wie man mich lässt und das aus vollem Herzen, wenn auch nicht kritiklos.
Ich habe den Artikel gerne
Ich habe den Artikel gerne gelesen. Besonders wertvoll ist für mich der letzte Absatz, in dem Arnd Brummer über die Beziehung von Protestantismus und Streit schreibt. Weil ich mich so oft über die evangelische Kirche aufrege. Danke ! Diesen sehr persönlichen Einblick schätze ich, weil es wichtig ist von seinem Glauben zu erzählen und von Entscheidungen, die man auf Grund seines Glaubens getroffen hat - damit andere wissen, sie stehen nicht allein, wenn sie in der Auseinandersetzung mit Kirche Probleme sehen.
Antwort an den lieben "Protestant"
"'Unter Ketzern' ist schon im kurzen Vorabdruck gleichermaßen brilliant in der Argumentation wie in der Gedankenführung."
Sie übersehen dabei eines: Es gibt keine Argumente und Gedanken"führung", weil es sich hier um ein Landschaftsgemälde emotionaler Hin- und Abwendung handelt. Hier versucht jemand verzweifelt mit logischen Versatzstücken ein rational nachvollziehbares Erklärungsmuster für sein Verhalten zu geben. Dieses Elaborat ist schlicht eine Selbstvergewisserung über einen - wie es scheint - noch immer nicht verdauten Schritt. Eine Schönfäberei des Verlustes der Heimat.
Und verdammen wird Sie wegen Ihrer Meinung auch niemand. Sie begeben sich damit halt lediglich auf Brummers Niveau. Wenn Sie das wollen ...
Die Reaktion des Katholischen
Die Reaktion des Katholischen Pressebundes macht u.a. das Dilemma der anderen Kirche deutlich: Da werden die bischöf- lichen Herausgeber und Margot Kässmann der Respektlosigkeit etc. p.p. angeklagt - aber was haben sie getan? Sie haben das doch eigentlich selbstverständliche Recht auf Meinungs- freiheit eingeräumt. Aber genau da liegt in der katholisch- vatikanischen Hierachie eben ein zentrales Problem - was richtig, falsch oder abwegig ist, entscheidet der PapstDer Begriff Papst, lateinisch: papa, ist ursprünglich ein Ehrentitel, der bis zum siebten Jahrhundert allen Bischöfen gegeben wurde, danach aber immer mehr ausschließlich dem Bischof von Rom zukam. Nach dem katholischen Kirchenrecht besitzt der Papst die oberste, volle und unmittelbare Gewalt in der Kirche, über die er frei verfügt. Sein Einfluss gleicht damit dem eines absoluten Monarchen. Er steht nach katholischem Verständnis über den Konzilien und Bischofskollegien. Seine Entscheidungen bedürfen keiner Bestätigung, gegen sie ist keine Berufung an eine andere Instanz möglich. Die evangelische Kirche vermag in ihm den Bischof von Rom und den obersten Repräsentanten der römisch-katholischen Kirche zu sehen, nicht aber den exklusiven Stellvertreter Christi auf -Erden. Dieses Amtsverständnis begründet die katholische Kirche damit, dass der Papst der Nachfolger des Apostels Petrus sei.. Bei uns darf der einzelne Mensch selbst denken und das auch laut. Noch eine Bemerkung zur 'Marienfrömmigkeit': Ich kenne viele Katholiken, bei denen ich ein zumindest fragwürdiges Marien- verständnis erkenne. Aber es stimmt, ich verstehe das vielleicht auch nicht. Wie aber kann man Maria derart verehren und Mariechen Müller nicht Pfarrerin werden lassen?
Abendmahl
Brummer gefällt, dass jeder sich beim Abendmahl Das Abendmahl vergegenwärtigt das letzte Mahl Jesu mit seinen Jüngern. Beim Abendmahl bekomme man eine Vorstellung von der künftigen Mahlgemeinschaft im Reich Gottes, glauben Christen. Nach Matthäus 26,29 spricht Jesus von dem Tag, „an dem ich von neuem vom Gewächs des Weinstocks mit euch in meines Vaters Reich trinken werde“. Katholiken und Protestanten erkennen das Abendmahl als Sakrament an, als sichtbares Zeichen von Gottes unsichtbarem Handeln. Dennoch trennt der Streit um das Abendmahl die Konfessionen. Wie sind etwa Jesu Worte „Das ist mein Leib... und Blut“ zu verstehen? Verwandeln sich Brot und Wein in Christi Leib und Blut? Das ist die katholische Vorstellung. Früher herrschte auch innerhalb der Protestanten darüber Uneinigkeit. Reformierte Protestanten verstanden die Gleichsetzung symbolisch, Lutheraner bestanden auf einer wörtlichen Auslegung. Seit der „Leuenberger Konkordie“ von 1973 halten beide die früheren gegenseitigen Verwerfungen für überwunden: Damit leibliche Gegenwart entstehe, bedürfe es keiner Wandlung der Elemente. Sie bedeute vielmehr, dass Christus in der Mahlgemeinschaft geheimnisvoll gegenwärtig sei. etwas anderes vorstellen darf, der eine nimmt also Brot und Wein zu sich, der andere die verwandelte Substanz Christi. Ja, was nun: jedem so, wie es ihm beliebt. Aber vor lauter Subjektivismus fragt keiner mehr, was es denn tatsächlich sei, oder gar, wie es denn Jesus tatsächlich gewollt haben könnte: Wollte er wirklich einen sujektivistischen Gemischtwarenladen? Wer sich so seinen Glauben selber zurechtzimmert, je nach Gemütslage, der kann sich auch einen Glauben zurechtzimmern, in dem Jesus ein Mensch ist wie du und ich, vielleicht ein bißchen vorbildhafter. Aber für diesen Glauben brauche ich dann wirklich keine Kirche mehr. Ich will mir keinen Jesus zurechtzimmern, wie ich ihn für richtig halte, sondern ich will wissen, wie er tatsächlich ist. Gut, dass ich katholisch geworden bin!
Ich lese Arnd Brummers
Ich lese Arnd Brummers Artikel und Kolumnen machmal mit Gewinn, manchmal auch nicht. Ich mag seine 'Schreibe', ohne ständig begeistert zu sein. "Unter Ketzern" ist schon im kurzen Vorabdruck gleichermaßen brilliant in der Argumentation wie in der Gedankenführung. Dazu wieder einmal flott geschrieben - mehr davon. Jetzt wende ich mich den vermutlich zürnenden Bloggern evangelikaler oder römisch-katholischer Denke zu, um mich weiter zu amüsieren. Ich höre das Zetern, Schreien und die 'ewige-Verdammnis-Flüche' schon....
Hr.Schmidtke und Ohrenbeichte
Danke Herrn Schmidtke für die versöhnlichen Worte! Was die "Ohrenbeichte" angeht, so gibt es ja einmal das seelsorgerliche Gespräch. Und wie Herr Brunner schilderte, konnten oder könnten da wohl auch "Laien" Hilfestellung geben. Für mich gehört zu einem solchen Gespräch nicht nur das Offenlegen und Betrachten, sondern auch das Bewusstsein der Fürbitte, d.h. ich gehe davon aus, dass sie nach einem solchen Gespräch erfolgt. Die Beichte Die Beichte zählt zwar in der katholischen, nicht aber in der evangelischen Kirche zu den Sakramenten. Trotzdem hat die Beichte auch für evangelische Christen ihre Bedeutung. Sie kann in einem Einzelgespräch oder auch in einem Gottesdienst stattfinden. Wichtigster Schritt einer Beichte ist das freiwillige Bekenntnis der Sünden, also von Schuld und Scheitern. Nach Auffassung Martin Luthers steht aber nicht dieses Bekenntnis im Kern der Beichte, sondern die Absolution, die Lossprechung von den Sünden. Die christlichen Konfessionen sind sich darin einig, dass es bei der Beichte nicht um die Besprechung einzelner Regelverstöße geht, sondern um die Wiederherstellung der durch die Sünde beschädigten oder zerstörten Beziehung zu Gott und den Mitmenschen. ist in der evangelischen Kirche so wenig Sakrament wie die Trauung oder die Bestattung. Kann sie trotzdem einen Sinn haben? ich glaube, ja. Es kann natürlich nicht im Sinne des "Schlüsselamtes" um ein "Lösen oder Binden" gehen. Ich möchte eher sprechen von einer Befreiung des Mensch zu sich selbst, zu seinem Lebensauftrag als Gotteskind. Zuletzt meine ich, es geht um Frieden, Frieden mit Gott Gott ist nach einer gängigen Vorstellung „das höhere Wesen, das wir verehren“. In Heinrich Bölls Erzählung „Doktor Murkes gesammeltes Schweigen“ lässt jedenfalls ein Kulturpapst „Gott“ aus seinen Radiovorträgen herausschneiden und durch diese Wendung ersetzen. Gott gilt als Grund alles Seins, hat aber – anders als eine unpersönliche Schicksalsmacht – zugleich auch eine personale Seite, an die sich der Mensch im Gebet wenden kann. Gott kann nicht bewiesen, sondern nur geglaubt werden. Für den Gläubigen ist Gott keine Annahme, sondern Wirklichkeit und transzendentes, also jenseitiges Gegenüber. Die monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam gehen davon aus, dass sich alles, was ist, auf Gott zurückführen lässt. So bleibt in diesen Religionen die Frage offen, wie derselbe Gott, der das Gute will, auch das Leid und das Böse zulassen kann. , mit sich selbst und mit den Mitmenschen. Ein vertrauliches Gespräch mit einem eingesegneten Pfarrer, Pfarrerin, kann das nicht "bewirken", aber wohl dazu verhelfen.
ich bin sehr erstaunt
Ich bin sehr erstaunt über die Unwissenheit vieler Leute. Solange das unten angeführte Dogma der Katolischen Kirche nicht aufgehoben wird, kann doch kein vernünftiger Mensch sich nach einer vereinigung mit der Katolischen Kirche sehnen. Es mag ja sein, daß das gemeine Kirchenvolk davon keine Ahnung hat. Das Dogma aber besteht, auch wenn es in unserer Zeit nicht umgesehtz werden kann
PapstDer Begriff Papst, lateinisch: papa, ist ursprünglich ein Ehrentitel, der bis zum siebten Jahrhundert allen Bischöfen gegeben wurde, danach aber immer mehr ausschließlich dem Bischof von Rom zukam. Nach dem katholischen Kirchenrecht besitzt der Papst die oberste, volle und unmittelbare Gewalt in der Kirche, über die er frei verfügt. Sein Einfluss gleicht damit dem eines absoluten Monarchen. Er steht nach katholischem Verständnis über den Konzilien und Bischofskollegien. Seine Entscheidungen bedürfen keiner Bestätigung, gegen sie ist keine Berufung an eine andere Instanz möglich. Die evangelische Kirche vermag in ihm den Bischof von Rom und den obersten Repräsentanten der römisch-katholischen Kirche zu sehen, nicht aber den exklusiven Stellvertreter Christi auf -Erden. Dieses Amtsverständnis begründet die katholische Kirche damit, dass der Papst der Nachfolger des Apostels Petrus sei. Urban II. (1088 -1099), Urheber des ersten Kreuzzuges, verfügte, alle Ketzer müßten gefoltert und getötet werden. Das wurde zu einem Dogma der Kirche. Sogar Thomas von Aquin lehrte, Nichtkatholiken oder Ketzer könnte man nach einer zweiten Warnung rechtmäßig töten. Seine Worte lauten genau: „Sie haben es verdient, durch den Tod von der Erde verbannt zu werden“ (Thomas von Aquin Summa Theologica).
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