MDR verzeichnet für 2016 Fehlbetrag von 6,8 Millionen Euro

Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) hat im Geschäftsjahr 2016 ein Minus von 6,8 Millionen Euro erwirtschaftet.

Ein Grund für das Defizit seien die im Vergleich zum Vorjahr um mehr als zehn Millionen Euro gesunkenen Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag, teilte der MDR-Rundfunkrat am Montag in Leipzig mit. Der Fehlbetrag soll vollständig aus Gewinnrücklagen gedeckt werden.

Ursache für das Defizit ist nach Angaben des Verwaltungsrates die am 1. April 2015 in Kraft getretene Beitragssenkung um 48 Cent auf 17,50 Euro pro Haushalt und Monat. Zudem habe sich im Sendegebiet die Zahl voll beitragspflichtiger Wohnungen verringert, während der Materialaufwand gestiegen sei. Zugleich habe der MDR weniger Einnahmen aus Wertpapieren erzielt.

Die Intendantin des MDR und ARD-Vorsitzende, Karola Wille, sagte, der Sender müsse auch in den kommenden Jahren "konsequent Sparmaßnahmen umsetzen". Die Vielfalt und Qualität der Angebote dürfe das jedoch nicht beeinträchtigen.