Weniger Neubürger in EU-Ländern als in Vorjahren

Einbürgerungsfeier

epd-bild / Gustavo Alˆbiso

Die meisten Neubürger, nämlich 87 Prozent, stammten dabei aus einem Land außerhalb der EU.

Im Jahr 2015 sind 840.000 Menschen neue Staatsbürger eines EU-Landes geworden und damit weniger als in den Jahren zuvor. 2014 hatten noch 890.000 die Staatsbürgerschaft erhalten und 2013 sogar 980.000, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg mitteilte. Seit 2010 erwarben demnach insgesamt mehr als fünf Millionen Frauen und Männer die neue Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedstaates.

Die meisten Einbürgerungen in Luxemburg

Marokkanische Staatsbürger standen 2015 laut Eurostat mit 86.100 Einbürgerungen an erster Stelle, dahinter Albaner (48.400), Türken (35.000) und Inder (31.000). 13 Prozent der neuen Bürger eines EU-Landes hatten bereits den Pass eines anderen EU-Landes. Bei diesen Einbürgerungen lagen die Rumänen (28.400) vorn, gefolgt von den Polen (17.800). Aufgeschlüsselt nach Erdteilen kamen die meisten Neubürger eines EU-Landes aus Europa, danach mit knappem Abstand aus Afrika sowie Asien und Amerika.

Die deutsche Staatsbürgerschaft erwarben 2015 nach Eurostat-Angaben genau 110.128 Personen. Die drei größten Gruppen waren Türken, Polen und Ukrainer. Bezogen auf die Einwohnerzahl gab es die meisten Einbürgerungen in Luxemburg, nämlich 5,6 auf 1.000 Einwohner. Im EU-Durchschnitt lag diese Zahl bei 1,7 und in Deutschland bei 1,3.