Leserkirchgang aus Nordstemmen, Niedersachsen

April 2014

Jacqueline Henze

Zur Gemeinde

Kontaktinformationen der Gemeinde: 

Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Johannis
Kirchbrink 1
31171 Nordstemmen

Das Pfarramt ist in von Montag bis Mittwoch von 9-11 Uhr und am Donnerstag von 16-18 Uhr geöffnet.

Telefon: 05069 7356
Fax: 05069 965193
www.st-johannis-nordstemmen.de  

 

Weitere Adressen:

St. Johanniskirche: Kirchbrink 3, 31171 Nordstemmen
Haus Holekamp: Kirchbrink 4, 31171 Nordstemmen
Küsterhaus (Johannissaal, Alte Schulstube): Kirchbrink 2, 31171 Nordstemmen

Bewertung

Liturgie: 
4
Predigt: 
4
Musik: 
4
Atmosphäre: 
4

Von Achim Bothmann

Das Motto „Glaube bis Samstag...!“ zog rund 80 Besucherinnen und Besucher in den Gottesdienst der St-Johannis-Gemeinde in Nordstemmen. In der Reihe „Kreuz & Quer“-Gottesdienste führt das Team um Rebecca Hamer-Meinen diese moderne Gottesdienst-Form seit etwa 13 Jahren durch.

Leitfragen des Gottesdienstes waren: Was tun Christen, wenn der Sonntags-GoDi gelaufen ist? Wie leben sie ihren Glauben im Alltag? In kurzen Spielszenen wurde u.a. die Frage aufgeworfen, ob man im Job für den Chef lügen darf, wenn er am Telefon verlangt wird, das Gespräch aber nicht annehmen will.

Eingebettet in eingängigem, neuen Liedgut der Kreuz & Quer-Band ging Pastor Michael Held in seiner Predigt auf das Thema ’Glaube bis Samstag…!’ ein. Unterstützt von Bildern klärte er zunächst, was denn überhaupt ein Christ sei. Sei das jemand, der versuche, anständig zu leben? Sei das jemand, der ein höheres Wesen anerkenne? Sei es jemand, der den Lehren der Kirche zustimme? Oder reiche es schon aus, einer Kirche nur anzugehören? „Nicht jeder, der in einer Garage zur Welt kommt, ist automatisch ein Auto“, lautete dazu sein Kommentar.

"Herunter gekommener Gott"

Foto: Darian Sundermeier

Nach Pastor Held heißt Christsein zuerst, sich gefallen zu lassen, was Gott für uns durch Jesus Christus getan habe. Gott reiche uns die Hand und beuge sich zu uns herab, weil wir wertvoll für ihn seien. Es handele sich im positiven Sinne also um einen „herunter gekommenen“ Gott. Anhand einiger Bibeltexte und persönlicher Lebenserfahrungen stellte Held recht anschaulich eine Art Fahrplan für das Christsein im Alltag auf.

Zum Abschluss der Predigt erzählte er die Geschichte von Bruder Lorenz. Der junge Mönch musste Demut lernen und deshalb eine Tätigkeit ausüben, die er überhaupt nicht mochte – das Abwaschen! Dennoch war er immer fröhlich bei der Sache. Dafür bewunderten ihn viele Mitbrüder und fragten ihn, wie ihm dies gelänge. Seine Antwort: Er habe gelernt, Dinge nicht zu tun, um anderen Menschen zu gefallen, sondern sie zur Ehre Gottes zu tun.

Hinweise für den Alltag

Im Anschluss an die Predigt konnten sich die Gottesdienst-Besucher an verschiedenen Stationen segnen lassen oder sich Zettel mit Hinweisen für den Alltag mitnehmen, wie man sein Christsein im Alltag leben kann. So könne man Gott etwa kurz danken, wenn etwas gut gelaufen sei. Man brauche sich nicht sofort lautstark über Mitmenschen aufregen, die im Straßenverkehr vielleicht mal einen kleinen Fehler machten, oder könne sich ein Bild der Kirche als Bildschirmschoner herunterladen.

Bei Kartoffelsalat und Bockwurst, Wasser und Wein klang der Abend im Rückraum der Kirche langsam aus. Die dafür aufgebaute EssBar bot den Besuchern Gelegenheit, sich in angeregten Gesprächen über den „Glauben bis Samstag…!“ auszutauschen.

Was erleben Sie im Gottesdienst?
Schreiben Sie uns an: chrismon plus, Stichwort Kirchgang, Postfach 50 05 50, 60394 Frankfurt/Main; Fax: 069/580 98-286; E-Mail:

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