Gemeindeaktion 2015: Die Jury hat entschieden

So viele tolle Projekte! – eine schwere Entscheidung

Foto: Holger Jenss

Die Besucherinnen und Besucher der Aktionsseiten zur chrismon Gemeinde 2015 hatten entschieden - und aus insgesamt 125 teilnehmenden Gemeinden in den letzten Wochen 30 Gemeinden ausgewählt, unter denen nun die drei Jurypreise vergeben wurden.

Die Gewinner stehen fest: 

1. Preis: Philippus-Leipzig
2. Preis: Ev. Kirchengemeinde Frömern
3. Preis: Ev.-luth. Apostelkirche Hamburg-Harburg

Außerdem wurden folgende Förderpreise vergeben:

-Besonderer Gottesdienst: Ev. Kirchengemeinde Kornelimünster–Zweifall, Aachen

-Diakonie und Flüchtlingsarbeit: Ev. Kirchengemeinde Berlin-Hellersdorf

-Jugend: Ev. Matthäusgemeinde Hessental

-Kirchenrenovierung: jesusfriends Hamburg

-Musik: Ev. Pauluskirche Kaufering

-Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising: Ev. Kirchengemeinde Anklam

Zusätzlich gab es einen Sonderpreis für interreligiösen Dialog. Diesen erhält die Ev.-luth. Kirchengemeinde zu Hamburg-Horn.

Der Publikumspreis ging an die Ev. Kirchengemeinde Egelsbach.

Alle Infos zur chrismon-Gemeindeaktion 2015 und den Gemeinden gibt's unter www.chrismongemeinde.de.

„Eine extrem schwere Entscheidung für die Jury“, stellte chrismon-Herausgeber und Chefredakteur Arnd Brummer nach der Auswahl der Preisträger „chrismon Gemeinde 2015 – Worauf wir stolz sind!“ fest.

Die drei gekürten Gemeinden verdienten indes in jedem Sinne des Wortes das Prädikat „ausgezeichnet“. Brummer: „Und dies gilt auch für die Nummer eins in der Publikumswahl.“ Alle vier erfolgreichen Bewerber erfüllten vorbildlich die wichtigsten Kriterien für Gemeindearbeit: „Mut, ein klares Konzept, Einbeziehung vieler Menschen mit unterschiedlichen Kompetenzen in großer Qualität, offenes Gespräch unter den Beteiligten über die weiteren Schritte.“ Aber auch unter den meisten anderen der 125 beteiligten Gemeinden habe es höchst Lobenswertes gegeben. „Wir hatten zwischen gut, sehr gut und sehr gut mit Sternchen zu entscheiden! Aber exakt diese hohe Dichte an erstklassiger Kirchenarbeit macht uns zuversichtlich. Mit solchen Ideen und Konzepten hat die Kirche wirklich eine Zukunft!“

 An „Philippus Leipzig“ beeindruckte die Juroren vor allem die Vielfalt der Aktivitäten und die Schaffung eines neuen Typs von Kirchlichkeit in einer weitgehend areligiös geprägten Umgebung. Die Kooperation von Gemeinde, Diakonie und Landeskirche, die Neugewinnung kirchenferner Menschen, das Zusammenwirken von Beteiligten mit und ohne Behinderung, so Brummer, „ist absolut beispielhaft“.

Beim Preisträger Nummer zwei, „Sei kein Schaf – Geh wählen!“ der Evangelischen Kirchengemeinde im westfälischen Frömern, würdigte die Jury den Einsatz dafür, dass sich Menschen in einer Demokratie an Politik und an Wahlen aktiv beteiligen. Die Gemeinde schaffte es, bei den Kommunalwahlen 2014 in ihrem Gebiet als dem einzigen Stadtteil Fröndenbergs eine steigende Wahlbeteiligung zu bewirken: Das zeige, dass sich das weltliche und kirchliche Eintreten für Gemeinschaft gut verbinden lässt.

Wie beim ersten, so gilt auch beim dritten Preisträger, der Apostelkirche in Hamburg-Harburg, die Anerkennung einem vielfältigen und an der Lebenswirklichkeit der Menschen orientierten Gesamtkonzept. Dass mehr als zehn Prozent, 350 der 3100 Gemeindeglieder, ständig und intensiv ehrenamtlich mitarbeiten, ist ein hoch zu schätzender Erfolg.

Die Jury

Die Jury, bestehend aus Arnd Brummer, Annette Behnken, Esther Gebhardt, Enno Haaks und Dr. Ekkehard Thiesler (mehr Informationen zur Jury finden Sie hier), hat entschieden und die Preise vergeben, die mit insgesamt 10.000 Euro dotiert sind.

Neben den bisherigen Sonderpreisen hat sich die Jury spontan zu einem Extrapreis entschieden: „Für interreligiösen Dialog“. Er geht an die Kirchengemeinde Hamburg-Horn für ihr Projekt „Dialog auf der Baustelle“ mit dem „Islamischen Zentrum Al-Nour e. V.“, wo aus einer entwidmeten, ehemals evangelischen Kirche eine Moschee entwickelt wird. In friedlichem Miteinander gelang es Christen und Muslimen, die gegenseitige Rücksichtnahme zur Medizin gegen Wut und Angst zu machen.

Unser Dank gilt der Bank für Kirche und Diakonie, die sich als fördernder Partner der Preise verdient gemacht hat.

PS: Jurymitglied Enno Haaks ist dem Philippus-Projekt persönlich verbunden. Er hat sich an Diskussion und Auswahl dieses Preisträgers selbstverständlich nicht beteiligt.

 

Leseempfehlung

Die St.-Matthäus-Gemeinde und die Apostelkirche haben gewonnen - mit apfelgrünen Zetteln und einem Kinderzentrum.
Nun wurden auf dem Kirchentag in Hamburg die Preise übergeben.
13 000 Euro hatte die Jury zu vergeben: Doch die Entscheidung war so schwer, dass die Jury ungewöhnliche Lösungen finden musste.
19229
18681
18727

Neue Lesermeinung schreiben

Wir freuen uns über einen anregenden Meinungsaustausch. Wir begrüßen mutige Meinungen. Bitte stützen Sie sie mit Argumenten und belegen Sie sie nachvollziehbar. Vielen Dank! Damit der Austausch für alle ein Gewinn ist, haben wir Regeln:

  • keine werblichen Inhalte
  • keine Obszönitäten, Pornografie und Hasspropaganda
  • wir beleidigen oder diskriminieren niemanden
  • keine nicht nachprüfbaren Tatsachenbehauptungen
  • Links zu externen Webseiten müssen zu seriösen journalistischen Quellen führen oder im Zweifel mit einem vertretbaren Prüfaufwand für die Redaktion verbunden sein.

Die Redaktion behält sich das Recht vor, Beiträge zu bearbeiten, macht dies aber stets kenntlich. Wir zensieren nicht, wir moderieren.
Wir prüfen alle Beiträge vor Veröffentlichung. Es besteht kein Recht auf Publikation eines Kommentars.