Susanne Breit-Keßler präsentiert das stressfreie Weihnachtsmenü

Susanne Breit-Keßler präsentiert das stressfreie Weihnachtsmenü
Essen an Weihnachten – ganz entspannt…
Essen an Weihnachten – ganz entspannt…

istockphoto/stsvirkun

Also bei uns ist es so: An Heilig Abend gibt es Wiener Würstchen mit Kartoffel-, Grünem und Gemüsesalat. Das ist schnell zu machen, schmeckt wunderbar und man hat richtig Zeit, in die Kirche zu gehen, Geschenke auszupacken und  Weihnachten zu genießen. Und an den Feiertagen? Wenn womöglich Gäste kommen?

Ja klar, man kann Gans oder Karpfen zubereiten, halbe Tage in der Küche verbringen, bis man verschwitzt, von Kopf bis Fuß nach Fett duftend und vollkommen erschöpft wieder auftaucht. Man kann es auch lassen. Hier mein heißer Tipp für alle, die ein nettes Drei-Gänge Menü zubereiten und dabei ganz entspannt bleiben möchten.

Die Vorspeise: Suppe aus dem Hier und Jetzt

Als erstes gibt es eine Suppe aus dem, was man gerade hat: Etwa Möhren oder Petersilienwurzeln oder Kohlrabi. Man schält Zwiebeln, Knoblauch, bei Möhren auch Ingwer, hackt alles klein, brät es in heißem Öl an. Das ausgewählte Gemüse schälen, in Würfel schneiden, dazugeben, kurz mitbraten. Brühe zugießen und 15 Minuten kochen.

Suppe pürieren und anschließend durch ein Sieb streichen. Mit Salz, Pfeffer, bei Möhren auch mit Curry abschmecken; Sahne dazugeben.  Suppe vor dem Servieren mit frischen Kräutern garnieren. Koriander ist toll zu den Möhren. Zack. Fertig. Was übrig bleibt, einfrieren oder am nächsten Tag essen. Jetzt kommt das Dessert. 

Die Nachspeise: Creme superfix

Hier kann man fabelhaft alte Lebkuchen verwenden, die man zerkrümelt. Himbeeren aus dem Tiefkühlfach mit Zitronensaft und Vanillezucker vermischen. Mascarpone mit Magerquark und Schlagrahm, etwas Zucker und Zimt cremig rühren. Lebkuchenkrümel in Gläser füllen. Himbeeren darauf legen, mit Mascarpone-Quark-Creme auffüllen. Restliche Lebkuchenkrümel zum Verzieren nehmen. Geht doch schnell, oder?

Alternativ kann man vier Feigen nehmen, Ziegen- oder Schafskäse (je nach Geschmack), grünen und rosa Pfeffer (schwarzer frischer Pfeffer geht auch) und  Akazienhonig. Feigen abspülen und vorsichtig trocken tupfen. Kreuzweise tief einschneiden und etwas auseinanderdrücken (aber nicht zerteilen!). Käse grob raspeln und in die Feigen geben. Das Ganze kurz im Ofen überbacken. Ende.

Die Hauptspeise: Ein Zwiebeltraum

Zum Schluss das Hauptgericht. Zwiebeln abziehen und vierteln. Hühnerbrustfilets abspülen, trocken tupfen und im Öl ringsherum etwa drei Minuten braten. Mit Salz und Pfeffer würzen, in Alufolie wickeln.  Im Backofen zehn Minuten weitergaren. Zwiebeln im heißen Hühnchenfett anbraten. Sahne und Sherry dazugeben; fünf Minuten weiterdünsten.

Schließlich die Hühnchenbrust in Scheiben schneiden und dazugeben. Mit frischem Pfeffer abschmecken. Vegetarier sind mit Suppe und Dessert bestens bedient, die Zwiebelsauce schmeckt auch ohne Huhn nur mit Weißbrot, das man genussvoll hineintunkt. Fröhliche, gesegnete und ganz entspannte Weihnachten und guten Appetit!

 

Die Rezepte (jeweils für vier Personen):

Möhren-Ingwer-Suppe:

1 Pfund Möhren

1 Zwiebel,  1 Knoblauchzehe

1 Stück Ingwer (3 cm)

2 EL Olivenöl

1/2 Liter Hühnerbrühe

Salz, Pfeffer

100 Gramm Sahne

Curry nach Geschmack

Frische Korianderblättchen zum Bestreuen

Zwiebel, Knoblauch, Ingwer schälen, klein hacken und in heißem Öl anbraten. Möhren schälen, in Würfel schneiden, dazugeben, kurz mitbraten. Brühe zugießen und 15 Minuten kochen. Suppe pürieren und anschließend durch ein Sieb streichen.

Mit Salz, Pfeffer und Curry abschmecken; Sahne dazugeben. Suppe vor dem Servieren mit frischen Korianderblättchen garnieren.

 

Hühnerfilets in Sherry-Sahne:

750 Gramm Zwiebeln

5 Knoblauchzehen

4 Hühnerbrustfilets a 150 Gramm

Olivenöl

Salz, Pfeffer

200 Gramm Sahne

5 Esslöffel Sherry

Zwiebeln abziehen und vierteln. Knoblauch schälen und in Scheiben schneiden. Hühnerbrustfilets abspülen, trocken tupfen und im Öl ringsherum etwa drei Minuten braten. Mit Salz und Pfeffer würzen, in Alufolie wickeln.

Im auf 200 Grad vorgeheizten Backofen (Umluft 170; Gas Stufe 3) zehn Minuten weitergaren.  Knoblauch und Zwiebeln im heißen Hühnchenfett anbraten. Sahne und Sherry dazugeben; fünf Minuten weiterdünsten.

Hühnchenbrust in Scheiben schneiden und dazugeben. Mit frischem Pfeffer abschmecken.

 

Mascarponequark mit Lebkuchen und Beeren:

75 gr Lebkuchen (sehr gerne auch trocken gewordene – prima Resteverwertung!) zerkrümeln. Wer mag, kann auch mehr nehmen.

375 gr Himbeeren aus dem Tiefkühlfach mit 2 EL Zitronensaft und anderthalb Päckchen Vanillezucker vermischen.

200 gr Mascarpone, 500 gr Magerquark mit 100 ml Schlagrahm, 100 gr Zucker und etwas Zimt cremig rühren.

¾ der Lebkuchenkrümel in Gläser füllen. Himbeeren darauf legen, mit Mascarpone-Quark-Creme auffüllen. Die restlichen Lebkuchenkrümel zum Verzieren nehmen.

 

Oder

 

Feigen mit Käse und Honig:

4 Feigen

100 Gramm Ziegen- oder Schafskäse (je nach Geschmack)

Grüner und rosa Pfeffer (schwarzer frischer Pfeffer geht auch)

2-3 Esslöffel Akazienhonig

Feigen abspülen und vorsichtig trocken tupfen. Kreuzweise tief einschneiden und etwas auseinanderdrücken (aber nicht zerteilen!). Käse grob raspeln und in die Feigen geben.

Feigen in eine ofenfeste Form geben und unter dem vorgeheizten Grill etwa fünf Minuten überbacken, bis der Käse geschmolzen ist.

Zerdrückten grünen und rosa Pfeffer (oder den schwarzen) darüber streuen. Etwas Honig über den Käse träufeln und heiß servieren.

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Über diesen Blog

Essen und Trinken hält Leib und ­Seele zusammen. Und darüber Neues zu lesen, macht den Geist fit. Susanne Breit-Keßler wünscht Guten Appetit!

Susanne Breit-Keßler
Susanne Breit-Keßler schrieb viele Jahre die Kolumne "Im Vertrauen" für chrismon. Seit 2000 ist sie Regionalbischöfin des evangelischen Kirchenkreises München-Oberbayern und seit 2003 Ständige Vertreterin des bayerischen Landesbischofs. Ihre journalistische Ausbildung absolvierte sie bei der Süddeutschen Zeitung und beim Bayerischen Rundfunk. Mehrere Jahre sprach sie "Das Wort zum Sonntag" in der ARD und war bereits Autorin des chrismon-Vorläufers "Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt".

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